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Geeignete Farbe für Stahl

06.02.2016, 22:05
Hallo,

ich suche eine Farbe um kleine Stahlträger, die als Tischfüße dienen werden, vor rost zu schützen und dennoch roh wie Stahlträger aussehen lässt.
Ich würde sie am liebsten einfach nur mit einem durchsichtigen matt Lack überziehen, aber durch die Verarbeitung (Schweißstellen, Flexen, Roststellen) würde das ungleichmäßig und unschön werden. Es sollte so aussehen, wie auf dem Bild hier.

Der Stahlträger ist mit einer Schicht überzogen, die beim Walzen entsteht (der Name der Schicht fällt mir nicht ein). Welchen Lack könnte ich nehmen, damit ich den gewünschten Effekt erreiche?
Ich dachte schon ans Kaltbrünieren, aber das kann, glaube ich, echt teuer werden.

Viele Grüße
 
Farbe, Lacke, Stahlträger Farbe, Lacke, Stahlträger
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19 Antworten
Dein Bild-Link ist (meiner Meinung nach) keine Stahloptik, sondern Pulverbeschichtung inSeidenmat, das kannst du nicht selber machen, nur Spezialfirmen.
Die Walzschicht (Zunder) auf normalen Baustahl muß zur fachgerechten Verarbeitung ab. Wenn nicht, rostet sie dir später von selbst hoch. Entweder schleifen, oder besser Sandstrahlen, danach muss sofort für Rostschutz gesorgt werden, sonst ist Flugrost drauf bevor du zuhause bist.
Wenn der Tisch für Innenräume gedacht ist, kannst du die Walzschicht drauf lassen, aber da wo geschweißt werden soll, muß sie ab, sonst hält die Schweißnaht nicht, sieht dann aber wieder **** aus.
Unbehandelter Stahl ist da wohl nicht das Richtige.
Bei Innenräumen kannst du es mit Klarlack probieren, wobei dir jeder Lackhersteller sagen wird, das du eine Grundierung brauchst, dann ist aber die gewünschte Optik weg.
Da gibt es wohl keine "Super-Einfach-Lösung"
Du kannst ja noch mal mit farblosem Rostumwandler experimentieren, der macht auch eine Schicht auf dem Stahl, und wäre mit Klarlack überlackierbar. Aber Farbveränderungen von Stahl gibt es bestimmt, einfach mal probieren.

Bei meinem Schweißrahmen, der leitend, also blank sein soll, habe ich Flugrost mit der Flex und Topfbürste entfernt, und dann das ganze mit Hartwachs (eigentlich für Holz) abgerieben, das verhinder Flugrost. Ob das für Möbel geeignet ist, kann ich nicht sagen.

 

Geändert von Lochkreis54 (06.02.2016 um 23:37 Uhr)
Sandstrahlen und Pulverbeschichten fällt aus Kosten- und Aufwandgründen leider aus.

Eigentlich dachte ich, ich könnte die Walzschicht drauf lassen, da es kaum mechanische Beanspruchung gibt. Aber auch aus meiner Zeit in einer Maschinenfabrik, erinnere ich mich, dass der Stahl nur mit Verdünnung geputzt, grundiert und lackiert wurde.

Bei Versuchen mit Rostumwandler Owatroloil waren Stellen glänzend.

Gibt es keinen Lack mit Walzhaut-Optik? Es gibt ja auch Hammerit Hammerschlag-Optik. Oder welche RAL-Farbe kommt der Walzhaut am nächsten? Zurnot grundiere ich und schmiere die Ralfarbe auf die Teile. Den optischen Finish versuche ich dann mit einem Klarlack mit verdünnter Farbe und hartem Pinsel.

 

Geändert von Der1ASchaffer (07.02.2016 um 01:21 Uhr) , Grund: gr.
Dog
Mir kam grad Schmiedelack in den Sinn.....

 

Du könntest es mit selbst brünieren versuchen. Das sollte, wenn man rechtzeitig aufhört zu einer zumindest ziemlich ähnlichen Optik führen. Meine Versuche damit sind aber bisher nicht von besonders großem Erfolg gekrönt gewesen, daher ...

 

Zitat von Der1ASchaffer
Bei Versuchen mit Rostumwandler Owatroloil waren Stellen glänzend.

Gibt es keinen Lack mit Walzhaut-Optik? Es gibt ja auch Hammerit Hammerschlag-Optik. Oder welche RAL-Farbe kommt der Walzhaut am nächsten? Zurnot grundiere ich und schmiere die Ralfarbe auf die Teile. Den optischen Finish versuche ich dann mit einem Klarlack mit verdünnter Farbe und hartem Pinsel.
Mal nur so einen Gedanken zu deinen Sätzen: Owatrol ist ein verdammt cooles Unviversalöl, wenn es um Korrosionsschutz vor der Lackierung geht. Zudem ein Additiv, was Alkydharzlack streich-und haftfähiger denn je macht. Habe ich rostige Stellen, so streiche ich nach dem ordentlichen Entrosten einmal satt Owatrol, danach zwei Anstriche mit 10prozentigem Owatrol-Anteil und schwöre, das Teil rostet nie wieder. Vorausgesetzt, ich habe alles getroffen. Dem könnte man bei kleinen Teilen vorbeugen und es sogar in einer kleinen Plastikschüssel tauchen.

Und warum dann nicht folgendes: drei Anstriche mit Owatrol, Trocknungszeit einhalten und nach dem dritten Anstrich vorsichtig mit feinstem Schleifvlies mattieren?

Nachteil? Lange Trocknungszeiten und unter Umständen bei mechanischer Beanspruchung muss das Mattieren in ein paar Monaten wiederholt werden. Nach dem zweiten Mattieren muss dann wohl auch wieder ein Anstrich gesetzt werden.

 

Meine Befürchtungen sind, dass zu viele hässliche Farbtöne enstehen durch die Schweißnaten, geschliffene Roststellen,...
Es wird ein Esstisch. Was Rost angeht, mache ich mir nicht so viel Sorgen. Die Optik ist wichtiger. Der Tisch soll nächstes Wochenende meiner Schwester fertig geliefert werden. Das macht etwas Druck. Ich habe prophylaktisch schon Grundierung und verschiedene Sparvar Raltönung bestellt. Das mit dem Owatroil werde ich auf der Walzhaut noch mal großflächig testen, nachdem ich die Fläche entfettet habe.

 

Noch ein Gedanke dazu. Fiel mir eben beim Frühstück ein. Einmal satt Owatrol und dann zweimal Klarlack matt. Geht auch, Vorteil ist, dass der Klarlack bereits matt ist. Das Owatrol ist Haftvermittler.

In den Klarlack bitte kein Owatrol geben. Zum einen wird es gelb, zum anderen weiß ich nicht, wie die Haftung vom Klarlack ist. Und, wenn du heute das Owatrol drauf machen kannst und zwischen 18 und 20 Grad hast, kannst du am Dienstag den ersten Klarlack aufbringen, am Donnerstag den zweiten Anstrich und am Samstag nächster Woche "vorsichtig" die Lieferung an deine Schwester zustellen. Allerdings würde ich dann noch 5 Tage mit der mechanischen Belastung (putzen z. B.) warten.

 

Die verschiedenen Farben der Originalbearbeitung zu "vertuschen" und trotzdem einheitliche Oberfläche zu erzeugen hingegen wird nur mit einem Effektlack funktionieren.

Effektlack

Einzig wirst du ein Zeitproblem bekommen.

 

Zitat von ruesay
Und, wenn du heute das Owatrol drauf machen kannst und ...
Oje! Wenn sogar beim Hobby Leistung- und Zeitdruck kommt, mache ich was falsch

Also Klarlack habe ich auch noch genug da. Ich werde mal testen, wie es aussieht!

Danke an alle für die Vorschläge bis jetzt!

 

Zitat von Der1ASchaffer
Oje! Wenn sogar beim Hobby Leistung- und Zeitdruck kommt, mache ich was falsch

Also Klarlack habe ich auch noch genug da. Ich werde mal testen, wie es aussieht!

Danke an alle für die Vorschläge bis jetzt!
Na, dann man viel Spaß! Und die Fotos bitte nicht vergessen zu machen. Das interessiert mich, wie das insgesamt nachher aussieht!

 

der techn. Vorgang für solche Oberflächen heißt " Brünieren ".... geht aber nicht als Heimwerker zu machen... also bleibt nur ein " ÄHNLICH " aussehender Lack...
und damit das nicht wie eine Speckschwarte glänzt, würde ich dafür " seidenmatt "
empfehlen.... so ähnlich ( brüniert ) werden auch Gewehrläufe haltbar gemacht !
Dafür muss die Oberfläche Zunderfrei sein... Inbusschrauben sind einfach Tauch-Brüniert,
sofern diese nicht verzinkt sind ( z.B. )... wobei die brünierten Flächen regelmäßig gepflegt werden müssen... rosten leider auch... und ob die Kaltbrünierer dafür was Taugen..?
jedenfalls muss die Oberfläche sehr gutes Finish haben.. sonst sieht das Bescheiden aus !
Gruss....

 

Geändert von Hazett (07.02.2016 um 17:34 Uhr)
Das Brünieren habe ich aus Kostengründen ausgeschlossen: eine kleine Flasche Ballistol Schnellbrünierung kostet schon 12 €.
Für kochendes Essig reicht kein Behälter um alles einzutauchen
Ich habe einen Versuch mit Owatrol gemacht. Ich habe es auf die Walzhaut geschmiert. Es sieht im Moment feucht und glänzend aus. Ich weiß nicht, der blanke Stahl und die Walzhaut gefallen mir nicht wirklich.

Ich glaube, ich werde es Anthrazitgrau, Eisengrau oder Graphitgrau lackieren.

 

Einen Versuch war es wert. Dann viel Spaß beim Lackieren. Da gibt es schöne Lacke, die ebenfalls klasse aussehen.

 

Hallo,

also die Zunderoberfläche sieht leider nicht so schön, wie ich es in Erinnerung hatte.
Links der Stab, der gestern zum Teil mit Owitrol behandelt wurde. Recht die meisten Stäbe haben einen unregelmäßigen Zunder. In der Mitte ist es, so wie ich es mir gewünscht hätte.

Deshalb wird alles mit Farbe gestrichen bzw. besprüht.

Grüße
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Name:	Foto2117.jpg
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ID:	39028  

 

Erinnert stark an die Patina auf Kupfer. Das auf Stahl herzustellen und dann noch zu versiegeln geht eher in die künstlerische Richtung. Unmöglich ist es aber nicht.

Einzig eine Frage der Zeit, von der hier aber wenig zur Verfügung steht. Danke für das Foto!

 

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