Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Gartenhaus umstellen: wie?

07.08.2013, 12:57
hi zusammen,
wir haben uns vor 3-4 jahren ein kleines gartenhaus gekauft - leider sind wir draufgekommen dass er platz an dem es steht ungünstig ist und würden es deswegen gerne versetzten

kurze eckdaten:
gewicht: ~600 bis 650kg
größe: 3x3m
aufgestellt ist es auf einem holzgerüst - die wiederum stehen auf betonsteinen
=> wir haben also ca. 20cm luft um unter das gartenhaus seile, pfosten,... durchzuschieben

jetzt würde ich hier gerne um ratschläge / vorschläge bitten wie ihr denn das haus am besten versetzten würdet?

im moment sind wir bei folgender methode:
*) 2 pfosten unter das haus durchschieben - 1x links / 1x rechts (müssen natürlich fest genug sein um das gewicht zu tragen)
*) ketten bzw. gurte an den 4 hervorstehenden enden befestigen und nach oben hin zusammenführen
*) damit das haus oben beim dach beim anheben von den ketten nicht zusammengedrückt wird planen wir dort eine zusätzliche verstärkung aus z.b. mit handelsüblichen doka-platten
*) von einem dachdecker würden wir versuchen einen kran zu bekommen

klingt das plausibel?
hat jemand soetwas schon mal gemacht?
über bessere vorschläge bin ich sehr dankbar!
mfg
simsboard
Bewerten: Bewertung 0 Bewertungen
39 Antworten
Hallo!

Der Kran sollte oben 2 Kanthölzer bzw. Stahltraversen haben - von deren 4 Enden an die 4 Enden der unteren Kanthözer bzw. Stahltraversen befestigt, da kann nix zerdrück werden.

 

Wäre ein Ab- und Neuaufbau nicht günstiger? Ich kenne den Aufbau von Eurem Gartenhaus leider nicht. Wir haben innerhalb von einem Tag so eine einfache Gartenhütte (3m x 3m) abgebaut, 1km mit PKW-Anhänger gefahren und wieder aufgebaut.

 

Ohne die Konstruktion jetzt zu kennen, stimme ich Ricc zu, auseinanderbauen (oder zumindest in große, transportierbare Teile zerlegen) scheint mir am sinnvollsten zu sein.

Wenn man Kanthölzer unter dem Rahmen, auf dem das Haus aufsitzt, durchschiebt setzt das aber voraus, dass der Boden des Hauses stark genug ist, um zwischen den Kanthölzern nicht durchzuhängen, bzw. zu brechen, wenn ihr es anhebt. Im Extremfall muss man noch eine Konterlage rechtwinklig mit drunterschieben.

Ansonsten fällt mir noch das "ägyptische" System ein. Kantholz mit rutschigen Material (Teppich) bekleben, drunterscheiben und die ganze Hütte darauf verschieben. Klappt irgendwie nur, wenn es nicht um die Ecke muss...

EDIT: wieder mal Wörter vergessen...

 

Geändert von Donnt23 (07.08.2013 um 13:40 Uhr)
Woody  
Zitat von Donnt23
Ansonsten fällt mir noch das "ägyptische" System ein. Kantholz mit rutschigen Material (Teppich) bekleben, drunterscheiben und die ganze Hütte darauf verschieben. Klappt irgendwie nur, wenn es nicht um die Ecke muss...
statt Kanthölzer Rundhölzer nehmen und rollen, so hat man das früher gemacht

 

Zitat von Woody
statt Kanthölzer Rundhölzer nehmen und rollen, so hat man das früher gemacht
Woody, die wollen ein Gartenhaus und keine Pyramide bauen ;-)

Dein Lösungsansatz ist nicht schlecht und scheint machbar, wenn die Hütte als solches stabil und der Boden tragfähig ist. Wenn der Boden während des Anhebens knackt, fällt alles zusammen, wie ein Kartenhaus.

Wir haben unser Blockhaus ebenfalls in einem Tag ab und wieder aufgebaut. Wobei man für das Dachdecken mit neuer Teerbahn (sofern gewünscht) ein wenig länger braucht. Solltet ihr euch für den Abbau entscheiden, ist es sehr ratsam vor dem Rückbau alle Teile zu nummerieren - sonst bekommt ihr die Hütte nie wieder zusammengezimmert.

Bin gespannt, wie ihr es angeht. Bilder von der fliegenden Hütte würde ich aber gern sehen ;-)

 

Zitat von Woody
statt Kanthölzer Rundhölzer nehmen und rollen, so hat man das früher gemacht
Schon klar, aber Rundhölzer über eine "normal administrierte" Rasenfläche rollen ist dann wahrscheinlich doch eine Herausforderung. Daher die "semi-ägyptische" Schiebetechnik. :-)

 

wenn das Haus stabil ist und der Kranführer ne ruhig Hand hat kann das klappen. Sicherer wäre mir doch auch das ab und wieder aufbauen, wenn technisch möglich. Idealerweise das Holz beschriften, dann geht der Aufbau schneller. Denk auch dran, dassd er Kran irgendwo stehen muss und vielleicht dort Flurschäden macht (kenne jetzt deine Gegebenheiten nicht)

 

Oder mit einem Trecker/Radlader/... und langen Gabeln.
Das sollte auch klappen.

Wir haben ein ähnlich großes Gartenhaus mal 600m quer durchs Dorf auf einem Hubwagen geschoben, das ging auch!
Optimal ist allerdings anders

 

Das Umsetzen mit schweren Maschinen verursacht evtl. mehr Schäden als gewollt. Und dann wird es noch arbeitsinteniver als gedacht.

Der Vorteil eines Zerlegens und Wideraufbaues der Hütte liegt auch darin begründet, dass man evtl. das eine oder andere bereits defekte Teil bequem ersetzen kann. Schrauben oder Nägel die mehr "rotbraun" als silber sind können ausgetauscht werden.

Auch ein neuer Anstrich lässt sich mit großflächigen Teilen bequem realisieren. Wenn dun einige Helfer hast, ist das Ganze ruckzuck geschehen

 

4 Mann, 4 Ecken

Ich würd mir 2 ordentlich Balken besorgen, insgesamt 8 Sackkarrenräder dranschrauben, die Hütte erst auf einer Seite anheben, mit kräftigen Gehilfen oder Wagenheber, die Balken mit Räder drunter und dann die andere Seite ebenso und los gehts.

edit:

Im Zweifelsfall die Balken und die Hütte provisorisch mit Latten zusammenschrauben.

Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	gartenhütte_01.jpg
Hits:	0
Größe:	52,9 KB
ID:	21140  

 

Yogis Idee hat auch was - coole Möbelroller sinds auf jeden Fall

 

Zitat von Woody
statt Kanthölzer Rundhölzer nehmen und rollen, so hat man das früher gemacht
Genauso haben wir früher schon mal einen mittelgroßen Hühnerstall mindestens um 30 m versetzt.
So eine Winde dazu und Du kannst Berge veretzen.
http://kiev.all.biz/de/die-wagenhebe...anisch-g581736
Schwere Technik, wie Kran oder Stapler machen nur Schaden.
Wenn Du 1 Stunde für einen Meter brauchst, na und Zeit haste doch.

Gruß

 

Falls alles was bisher beschrieben wurde nichts nützt, könnt ihr auf einen Fortschritt im Bereich der Levitation hoffen. Die Erdrotation macht dann den Rest.

 

Wir haben mal Massiv-Holzhäuser mit dem Stapler mit ausziehbaren Gabeln versetzt. Ging wunderbar. Macht euch doch nicht so einen Kopf, und probiert erst einmal. Es ist alles leichter, als es scheint...

 

Ein "sportliches" Vorhaben ... würde mich über ein Video der Umsetzung tierisch freuen ... einfach aus reiner Neugier.

Wir haben, nicht in diesem Land, eine Scheune mit den vorab beschriebenen Rundhölzern verschoben. Dabei muss der Boden natürlich ziemlich eben sein. Dies haben wir damals unterschätzt und kleine Steine liegen lassen, welche dann glücklicherweise keinen Schaden verursacht haben... aber für Kopfschmerzen und Sorgenfalten sorgten.

Wenn ihr euch für die Rundholzvariante entscheidet... würde ich mit dem Radlader (o.ä.) das Haus ziehen. Also Gurte spannen, so dass die Zugwirkung sich gleichmäßig auf der entsprechenden Wand verteilt.

Ahja ... viel Erfolg!

 

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht