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Garten anlegen- Kiesweg mit Feldsteineinfassung

03.06.2016, 20:55
Hallo zusammen!

Ich bin neu hier. Frisch gebackene Hausbesitzerin mit grossem Garten (ca. 600qm- das ist gross fuer unsere Gegend). Der Garten war bereits als wir das Haus gekauft haben total verwildert, hat aber durch die Bauarbeiten extrem gelitten.

Da der Garten ohnehin komplett umgekrempelt muss, dachte ich , dass man den Anweisungen fuer das Neuanlegen eines Gartens folgen kann- sprich 1.Baeume pflanzen, wenn gewuenscht (bei uns nur Vorgarten), 2. Wege, Plaetze und feste Strukturen bauen, 3. Beete anlegen und bepflanzen. Ist das klug, so vorzugehen?

Ich habe mich entschieden zunaechst den Hintergarten zu bearbeiten. Ich wuerde dort gerne eine neue Sitzflaeche anlegen, den Teich reparieren und einen Kiesweg anlegen. Der Kiesweg erschien als die geringste Herausforderung, daher habe ich damit begonnen,.
Aus Geldgruenden und Bequemlichkeit, habe ich mich dazu entschieden, die Feldsteine in unserem Garten als Wegbegrenzung zu nutzen. Das hat auch den Vorteil, dass ich den Weg nicht gross ausheben muss, weil die Steine den Sand und den Kies von der Hoehe her halten- dachte ich (immer bitte um Korrektur).

Muss ich die Steine mit Moertel verputzen oder wird der Sand/ Kies so fest sein, dass er nicht rausfaellt (ich moechte groben Kies verwenden)? Kann ich solche Luecken fuellen mit Moertel, obgleich ich sowas noch nicht gemacht habe oder brauche ich einen Profi (die Steine sind ja uneben, manchmal gibt es keine Luecke, dann ist die Luecke 2cm gross)? Weshalb muss ich Sand unter den Kies legen? Koennte ich auch ersatzweise den sandigen Boden, der unter unserem Haus hervorgegraben wurde, zwischen Folie und Kies legen?

Auf dem Bild Gartenweg2 koennt ihr die like Seite sehen, die bereits so alt it wie unser Haus (ca. 100Jahre). Ich haette gerne die ganze Wegeinfassung so.
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Feldsteine, Garten, Kies, Kiesweg, Wegbegrenzung Feldsteine, Garten, Kies, Kiesweg, Wegbegrenzung
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14 Antworten
Wenn hinter den Steinen mit Erde aufgefüllt wird, würde ich die Steine so setzen, dass schmale Fugen entstehen (so wie an der linken Seite auch). Die Fugen kannst du zwar ausspeisen, dies wird aber ohne in Fundament gesetzt mit der Zeit eh wieder herausbrechen.

 

So was habe ich noch nie gemacht, aber ohne Estrichbeton an den Randsteinen wird das eher nichts werden.

In den Weg würde ich unter den Kies auf jeden Fall eine gute Wurzelsperre oder Unkrautvlies legen. Du hast sonst das Problem, dass da rasch alles mögliche wächst. Sand musst Du nicht unterlegen. Verwende möglichst groben Kies für den Weg. Der lässt sich leichter säubern (Laubsauger).

 

(Estrich) Beton? Sowas festes und feinkoerniges soll man nehmen?! Moertel ist viel billiger und ausserdem habe ich damit schon gearbeitet. Mit Beton noch nicht.

@MrDitschy Ja, ich beabsichtige neue Erde zu besorgen und die Flaechen weitgehend aufzufuellen.

Wir haben diese Art Wegeinfassug aber auch an Wegen im Vorgarten. Dort ist keine Erde dahinter, sondern die Steine stehen einfach aus dem Boden raus (also wie auf den Bildern, nur verfugt). Es wurde auch kein Beton darunter verwendet, sondern die Steine wurden auf den Boden gesetzt oder minimal eingegraben und dann kam Moertel dazwischen (bin mir sicher, dass alle Wege so gemacht wurden, da ich einen Teil der Wege, der kapuut war fuer den neuen Weg verwendet habe).

 

Woody  
Estrichbeton ist das gleiche wie Mörtel, nur schon als gebrauchsfertige Mischung erhältlich. Musst nur noch Wasser zugeben.

Ich würde auch auf jeden Fall unterhalb der Kiesschicht ein Unkrautvlies verlegen.

Bedenke aber den Arbeitsaufwand im Herbst mit Laubentfernung auf dem Weg. Laubbläser ist zwar ein Hilfsmittel, aber nicht die ultimative Lösung.

Einfacher zu pflegen sind Polygonalplatten im Splittbett verlegt. Mit der Zeit setzen die sich auch ordentlich, dass nichts mehr wackelt. Fehlstellen dazwischen kann man immer mit Splitt ergänzen.

Grundsätzliche Frage: warum da so einen breiten und langen Weg? Ich würde alles als Rasenfläche gestalten und nur Trittsteine (Polygonalplatten oder ähnliches) einbauen. Fürs mähen auch leichter, denn bei den Felsbrockenbegrenzungen kommst mit dem Rasenmäher eh nie hin und Nacharbeit ist gefragt.

 

Stimmt Woody, das ist ein Argument.

Ich habe bei mir gebrochene Sandsteine gesetzt. 10 bis 15 cm ausgehoben, trockener Estrichbeton ohne Wasser!, Steine gesetzt, an der Erdseite Estrichbeton schräg anhäufeln. Fugen füllen. Dann ganz feiner Wasserstrahl mit der Brause am Schlauch nur minimalst benässen - so dass max. 1 cm eindringt. Anziehen lassen. Alle paar Stunden wiederholen. Nach 2 Tagen richtig nassregnen lassen. Die Erdfeuchte zieht der Beton auf und es wird absolut hart.

Schau mal in mein Projekt Pflasterplattenweg. Da habe ich das mit Pflastersteinen genau so gemacht. Nach teils 20 Jahren hat sich noch nichts gelockert.

Auf dem Bild rechts am Plattenweg sieht man die Sandsteine als Begrenzung. Sind auf Rasenniveau.
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Hi!
Also, dass der Weg so breit ist, liegt daran, dass ich ihn nach “Standardgroesse” gelegt habe (hatte gelesen, dass z.B. eine Schubkarre 30inch braucht). Ich ueberlege mir, ob ich ihn ein bisschen schmaler mache, vllt. 10cm weniger.
Es gibt mehrere Probelem, die ich habe, wenn ich mit einer Rasenflaeche haette.

1. Meine Vorstellung von Garten ist eher wild, romantisch, mit hohen Stauden, Bueschen, und verstecktem Sitzplatz im Hintergarten und Gemuesebeet hinter der Garage.
Hier sind einige meiner Lieblingsgaerten:

http://schweizergarten.blogspot.de/2...er-garten.html
http://domisgarten.blogspot.de/p/gar...r-nachher.html
https://picasaweb.google.com/renee.fraser

2. Ueberlege ich mir ohnehin, ob wir ueberhaupt einen Rasen anlegen sollen, und wenn ja, wie gross. Denn wir leben in Kalifornien und es herrscht Wasserknappheit. Es gibt einige Graeser, die die Trockenheit im Sommer vertragen, aber die werden dann normalerweise trotzdem gelb und muessen auch ein oder zweimal pro Woche gewaessert werden. Ich wuerde mein Wasser lieber fuer Fruchtbaeume und Rosen verwenden ( der letzte Garten ist ein kalifornischer Garten, nur 50 km von uns entfernt- ich habe keine Ahnung wie sie das macht mit der Bewaesserung, meine Schwiegereltern haben jeden Sommer Probleme).

3. Wenn ich Wegplatten kaufen wuerde, waeren dass schon wieder ueber 500$, die ich ausgebe. Das tut schon ein bisschen weh, wenn ich schon Steine habe. Auch Frage ich mich, was ich ansonsten mit den Steinen anfangen soll. Wegwerfen kostet viel Geld, aber einfach im Boden lasse, scheint auch keine Option . Einzig eine Gartenmauer oder ein Hochbeet koennte gebaut werden und ich glaube, dafuer sind es schon zuviele. Ich habe ja noch nicht mal alle fuer den Weg verwendet.

 

Habe gerade gegooglet. Es ist preiswerte, eine Aluminumkante zu besorgen und damit den Weg zu legen bzw. die dann aufzufuellen. Die Steine koennte man dann drumherumlegen.
Ginge das?

 

kjs
Wir haben bis letztes Jahr in Arizona gewohnt und der Rasen hat auch die Wüsten-Sonne ausgehalten. Das sind aber ganz spezielle Sorten (Bermuda) die auch nicht so angenehm sind um barfuß darüber zu laufen (hart und stachelig). Jeden 2. Tag für 10min Wasser reicht völlig aus damit er schön grün ist.
Bei den Bäumen würde ich auf Palmen und Citrus (Zitrone, Limette, Orange Grapefruit) gehen. Die halten das mit wenig Wasser ziemlich gut aus.

 

Woody  
Na das musst doch dazusagen, dass du in Kalifornien bist. Da sind die klimatischen Bedingungen ja ganz anders. Kjs ist da eh der beste Ansprechpartner für dich, da er sehr lange in USA gelebt hat.

Für Schubkarre brauchst du den Weg ja nicht Schubkarrenbreit zu machen, sondern es reicht, wenn du mit dem Rad problemlos durchfahren kannst. Ideale Wegbreite ist eigentlich so um die 50-60cm, bei Steinabgrenzung, wie du sie vorhast, 80cm, dass man auch nebeneinander vorbei kann.

 

@kjs Cool, dass du bei mir “ um die Ecke” gegaertnert hast! Palmen mag ich leider ueberhaupt nicht leiden, aber Obstbaeume (Citrus, Pfirsich und Mandeln) wollte ich in jedem Fall pflanzen (wobei ich mich einschraenken muss, wegen den begrenzten Standordmoeglichkeiten). Ich habe mich noch nicht wirklich wegen des Rasens erkundigt. Mein Gartenbuch schlaegt Bermuda, Buffalo oder St Augustine vor. Das Ding ist, dass meine Schiwegereltern ja auch irgendsowas vorm Haus haben (muss mal nach der genauen Sorte Fragen, aber es wurde von einem Gaertner angelegt, der wird ihnen schon kein „normales“ Gras angedreht haben) und es ist einfach fast immer gelb. Wobei ich mir hier auch denke, dass es vielleicht etwas mit dem Boden zu tun haben koennte . Wie auch immer, wird bei uns auch ein Problem. Wir haben eine riesige Eiche und daher sehr viel Schatten (aber natuerlich trotzdem trocken und heiss). Meine Gartenbuecher sagen, dass Rasen lieber Sonne mag, genauso wie saemtliche Fruchtbaeume. Ausserdem haben wir einen miesen Boden. Relativ sauerer Boden mit wenig Nitrat und Phosphor.
Ich schwanke zwischen Viel Kompost/ Muttererde besorgen und zunaechst Gruendungerpflanzen anzubauen (es gibt ja z.B. kalifornische Lupinien). Tip?

@ Woody – 80 cm habe ich ja nun ungefaehr. Ich finde den Weg auch breit. Denkst du (als Gartenbesitzer), dass es sich lohnt ihn so breit zu lassen, damit man zu zweit drauf laufen kann oder ist ein schmaler weg sinnvoller (der nicht so viel Platz wegnimmt und eben nur dazu dient von A nach B zu kommen und nicht zum schlendern/ spazieren). 20cm weniger wuerde viel zierlicher aussehen.

 

kjs
Palmen sind eben sehr genügsam und es gibt auch Sorten die nicht so sehr nach Standart-Palme aussehen (diese hohen Stecken mit kleinem grünen Büschel oben dran). Was bei uns auch prima gewachsen ist war Granatapfel (pomegranate).

Wir hatten mit einer Mischung aus Bermuda und Buffalo die besten Ergebnisse. Etwas wässern muß man die aber nicht viel sonst werden auch die gelb und braun. Ganz ohne Wasser können sie eben auch nicht.
Lupinen sind eine gute Idee und wenn sie so richtig schön groß gewachsen sind (gut wässern, leider in CA teuer wegen den Wasserpreisen von AZ) einfach komplett einpflügen. Bei Kompost wäre ich etwas vorsichtig wenn Du ihn kaufst. Da sind oft nach Sachen mit drin die dann auskeimen und nicht Alles ist etwas das Du willst.

Meine Meinung zum Weg auch wenn Du Woody gefragt hast: ich würde den auch nur 20-25" breit machen. Du wirst wohl eher weniger Horden von Leuten im Garten haben die dann paarweise durch die Landschaft schlendern wollen.

 

Woody  
Wenn du dir wegen der Wegbreite unsicher bist:

Stell eine Schubkarre hin, leg links und rechts diese Begrenzungssteine hin und dann fahr mal. Dann siehst auch, ob es passt oder zu schmal/breit ist. Kurven breiter auslegen, sonst eckst mit der Scheibtruhe an.

Die Breite des Weges muss auch optisch zu den Begrenzungssteinen passen. Und ein Weg soll durchaus auch als gestalterisches Element in die Gartenplanung miteinbezogen werden.

Da du immer wieder schreibst "....aus meinen Gartenbüchern" geh ich davon aus, dass du keine Gartenerfahrungen hast. Merke: in den Büchern ist immer der Idealfall dargestellt und widerspiegelt sehr oft nicht die Realität oder den Bereich des (finanziell) Machbaren. Ich würde dir empfehlen dich in deiner Nachbarschaft umzusehen, was haben denn so die anderen gepflanzt, was sieht gut aus, was gefällt dir auch - und dann das Gespräch suchen. Die besten Tips bekommt man immer noch vom Praktiker

 

@ Woody- Ne, ich habe keine keine Gartenerfahrung, ausser dass ich bei meinen Eltern im Gemuesebeet helfen und Unkraut jaeten musste (die leben im Schwarzwald- kein Vergleich!). Aber nein, ich habe in Kalirfonien noch nie gegaertnert. Trotzdem ist es nicht so einfach, sich das von den anderen in unserer Gegend abzuschauen, denn in La Crescenta haben einfach ALLE Leute Gaertner oder ungepflegte Gaerten (Gaertner sind sehr billig und mit alle meine ich alle, die mir sponatn einfallen. Nachbar links, rechts, gegenueber, Schwiegereltern, Onkel, Bekannte, etc.). Auch meine Schwiegereltern haben einen Gaerter, der es nicht mal schafft, ihren Rasen huebsch aussehen zu lassen . Deshalb habe ich mir Califronia Native Gardening Buecher gekauft und ja, ich hatte vor umzusetzen, was da steht nach Try-Error- Prinzip. Aber andererseits haette ich gerne Leute mit denen ich mich beraten und die ich fragen und von deren Erfahrung ich profitieren kann, mach ich hier .

@kjs Du bist nun der zweite, der mich warnt, Kompost zu holen. Genuegt es denn, wenn ich den Gruenduenger einmal mache und dann im naechsten Jahr Gemuese pflanze?

 

kjs
Das mit den Gärtnern kenne ich zur Genüge.... Wenn Du Spanisch sprichst geht es etwas besser und Du kannst ihnen wenigstens sagen was Du nicht willst. Aber billig sind sie schon.

Zwei Mal unterpflügen wäre besser wenn Dein Boden so schlecht ist wie Du geschrieben hast aber ein Mal ist immer noch besser als kein Mal. Kann Dir aber passieren daß Du dann mit Dünger arbeiten mußt.

 

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