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Fussboden mit Trockenestrich

12.08.2010, 07:52
Ich beabsichtige in Kürze den Dachboden in Wohnraum umzubauen.

Ich dachte, weil die Aussenwände mit Rigips beplankt sind, wegen der bei Nassestrich den Rigips ev. faulen läßt, an Trockenestrich ( Fermazell o.ä.). Leider sind im Betonboden ein paar Nasen und Unebenheiten. Kann mir jemand einen Tipp geben, was man da am besten machen kann?
 
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10 Antworten
ich hab ein Haus komplett in Holzständerbauweise und mach Zementestrich rein. Da dieser schwimmend verlegt ist, kommt der Beton nirgend in Kontakt mit dem Rigips.

Ich habe auch zuerst bedenken wegen der Feuchtigkeit gehabt, und habe mit Estrichlegern und der Baufirma gesprochen. Wenn die Baufirma den Estrich selbst bestellt (ich habe ein Ausbauhaus), nehmen die sogar Fliesestrich.

Bei Trockenestrich gibt es 2 Probleme.

1. Die Schüttung plan abzuziehen sieht einfacher aus als es ist. Ich hatte die Befürchtung, dass ich den Trockenestrich nicht glatt hinbekomme.

2. Teuer. Für das was ich beim Trockenestrich Material gekauft hätte, kriege ich jetzt den kompletten Estrich rein.

Mein Estrichleger hat gemeint, Trockenestrich macht nur Sinn wenn du kleine Flächen (z.B. eine Niesche oder so) machen willst. Dann lohnt sich der Aufwand für "normalen" Estich (Pumpe, Mischer....) nicht.

Woher kommst du denn? Ich bin im Saarland und kann meinen Estrichleger wärmstens empfehlen. Die haben bisher zwar nur den Keller gemacht, aber das sehr ordentlich. Der Opa meiner Frau war der erste Estrichleger im Saarland (kann heute aber nichts mehr machen), er hat die Jungs sogar noch gekannt und hat alles nachgeschaut und auch 1a Arbeit bescheinigt

 

Hallo Fischer, für die nachträgliche Sanierung eines Dachbodens eignet sich Trockenestrich sehr gut. Die von Thorsten2501 vorgebrachten Bedenken, er wäre zu teuer und nur für kleine Flächen geeignet, stimmt in Bezug auf die Mengen nicht. Ich habe schon Großobjekte begleitet, z.B. eine Schule, da wurden 5.000 m² verlegt. Etwas teurer - ist leider nicht von der Hand zu weisen.

Vor allem bei nachträglichen Fußbodenaufbauten in historischen oder zumindest bestehenden Bauten eignet sich der trockenen Fußboden besonders gut. Unnötige Feuchtigkeit und eine optimale Trittschallverbesserung kann so erreicht werden. Nach der Ausgleichschüttung, zugegeben etwas sensibel!, erfolgt die Verlegung der Trocken-Estrich-Elemente. Sie bestehen in der Regel aus 2 x 10 mm Gipskarton- oder Faser-Platten, die werkseitig miteinander verleimt, verklammert sowie auf der Unterseite mit einer 10 mm Schicht hochverdichteter Dämmung kaschiert sind. Die Elemente werden im Stufenfalz aneinandergefügt und gleichzeitig mit Estrichkleber verklebt. Danach müssen die Trockenestrich-Platten, um den erforderlichen Anpressdruck zu gewährleisten, mit Schnellschrauben verschrabt sowie die Fugen verspachtelt werden.

Vorteil der Konstruktion: Nach dem Verspachteln ist der Aufbau sofort begehbar. Keinerlei Austrocknungszeit behindert den Baufortschritt, keine unnötige Feuchtigkeit belastet die Bausubstanz. Weitere Vorzüge: Sauberes Arbeiten und saubere Baustelle sowie eine gute Chance, dass der Estrich auch von einem geschickten Laien verlegt werden kann.
Weitere Infos siehe Wissen.

Gruß Petra

 

Da ich festgestellt habe, dass der Boden sehr viele Unebenheiten hat, werde ich wohl doch einen Nassestrich legen lassen

 

Auch wenn das Thema für Fischer nicht mehr aktuell ist... Andere suchen vielleicht trotzdem mal nach Erfahrungen.

Hier mal meine Erfahrung mit Betonestrich. Ich habe im Keller vor der gleichen Entscheidung gestanden. Ich wollte auch keine Feuchtigkeit mehr im Haus haben.

Wir wollten einen Kellerraum nachträglich mit Fußbodenheizung ausrüsten lassen.
Ich habe mich dann schon nach Systemen umgesehen, die für Trockenestrichplatten geeignet sind.
Leider wäre dabei schon die Fußbodenheizung deutlich teurer geworden.
Die Estrichplatten sind ebenfalls sehr sehr teuer und auch schwer. Im Baumarkt habe ich nie eine Platte gesehen, die nicht beschädigt war. Irgendwie macht das alles nicht gerade einen vertrauenserweckenden Eindruck in das teuere Material.

Also haben wir uns über die alternative "flüssiger Estrich" informiert.
Ich war erstaunt, daß das ganze nichtmals soooo teuer ist.
Wir haben jetzt für 35m² Betonestrich insgeamt (Material + Arbeitslohn) 600 EUR bezahlt. Dafür wurde aber auch alles gemacht. Der Estrich wurde mit einer Estrichpumpe (stand vor dem Haus) per Schlauch durch das Kellerfenster in den Raum gebracht. Nach 3 Stunden war alles fertig. Nach einer Woche konnten wir den Raum wieder betreten. Trocken ist er zwar noch nicht komplett aber man merkt täglich, wie es besser wird. Kommenden Samstag sind aber auch erst 2 Wochen rum.

Ich bin auf jeden Fall froh, daß mir das mit dem Trockenestrich nicht angetan habe. War so viel billiger und noch viel weniger Arbeit (für mich ;-) ).

 

Ich habe ein altes Haus ausgebaut und mich für Fließestrich auf Gipsbasis entschieden. Damit die Last auf den Dachbalken im 1. OG nicht so hoch wird habe ich sogenannte LEWIS Trapezbleche verlegt. Diese mussten mit einem Klebeband dicht verklebt werden und anschließend mit Gipsestrich vergossen werden.

Durch die Trapezform des Bleches entstehen Hohlräume, die Gewichtseinsparung bringen. Die Trapezform ist außerdem sehr stabil, wodurch der Estrich nochmals dünner aufgetragen werden kann. Ein unebener Untergrund ist ebenfalls kein Problem.

Ich bin der Meinung, dass Fließestrich weniger Trittschall erzeugt und angenehmer für das Raumklima ist.
Der Einwand mit der Feuchte ist auch unnötig. Wie oben schon erwähnt wird der Estrich schwimmend verlegt. Er ist also bei der Verlegung in einer Wanne und berührt die Wände nicht direkt. Nach der Aushärtung, das sind nur ein paar Tage, ist alles trocken. Die Restfeuchte verschwindet über ein paar Wochen und richtet keinen Schaden an.
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Je größer die Fläche ist umso günstiger wird es natürlich. Unser Estrich für das ganze Haus (130m²) hat 1700€ gekostet.

Auf nassen Estrich würde ich auf jeden Fall verzichten. Richtig, der Estrich wird schwimmend verlegt und hat keinen direkten Kontakt zu den Wänden. Aber der frisch verlegte Estrich sollte erstmal langsam trocknen. Das heißt zwei Tage Fenster und Türen zu und nicht lüften. Dabei entsteht eine Luftfeuchtigkeit wie im Gewächshaus und bisher gerade Gipskartonplatten hängen schnell durch. Ich habe es bereits erlebt.

Wie uneben ist der Untergrund? Reicht es eventuell Styropor- und Verlegeplatten zu nutzen?

 

Zitat von Ricc220773
Das heißt zwei Tage Fenster und Türen zu und nicht lüften. Dabei entsteht eine Luftfeuchtigkeit wie im Gewächshaus und bisher gerade Gipskartonplatten hängen schnell durch. Ich habe es bereits erlebt.
Wir haben eine Woche lang alles Dicht gemacht. Kein Fenster auf und die Türöffnung (Tür ist noch keine drin) mit Folie verklebt. So konnte die Feuchtigkeit nicht ins restliche Haus ziehen.

Als ich dann nach einer Woche rein bin, war die Luft dann wirklich ziemlich feucht. Die Wände und die Decke (noch blanker Beton) waren schon deutlich dunkler. Außer am geschlossenenen Fenster hat sich aber auch nirgends Wasser niedergeschlagen.

Nachdem aber eine Nacht das Fenster auf war (kein Durchzug) war das schlimmste überstanden. Wände und Decke waren wieder deutlich heller und max. 3 Tage später wieder ganz normal hell.

Im Raum selber steht auch eine Trockenbauwand (allerdings mit grünen Rigipsplatten für Feuchträume), die ich vorher schon gebaut hatte.
Sogar teilweise offen, weil ich schon Ausschnitte für Lautsprecher reingeschnitten hatte.
Nichts hing durch, oder hat sich verzogen. Keine Veränderung zu vorher.

Jetzt haben wir aber auch Betonestrich genommen, der deutlich weniger Feuchtigkeit beinhaltet. Das Gemisch ist nur Erdfeucht und nicht flüssig.

 

Ich hatte mich dann doch entschlossen, mir den Estrich von einem Estrichleger machen zu lassen.

Der Boden ( beim DG hat man wohl von der Baufirma nicht mehr soviel Sorgfalt an den Tag gelegt) hatte sehr viele Unebenheiten.

Im Nachhinein bin ich damit sehr zu frieden

 

Zitat von SpeedyRS2
.....Im Raum selber steht auch eine Trockenbauwand (allerdings mit grünen Rigipsplatten für Feuchträume), die ich vorher schon gebaut hatte.
....
Wenn eine Wand steht, ist das auch nicht das Problem. Anders sieht es aus, wenn die Platten an der Decke hängen.
Mit Tür zu oder abkleben war bei uns leider nicht viel, da wir das ganze Haus mit einem mal machen lassen haben.

 

Ich habe mich dann doch entschieden, Nassestrich zu nehmen und dies durch eine Firma erledigen zu lassen.
Der Unterboden war doch etwas uneben. Der trockenestrich hätte dann einiges an Ausgleichen erfordert

 

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