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Furnierte Holzwand lackieren?

19.07.2013, 15:57
Es geht um eine eigentlich schöne aber farblich viel zu dunkle Trennwand zwischen zwei Räumen. Diese wurde vor rund vierzig Jahren von einem Schreiner auf Maß eingepasst (inkl. "Wandschränken" und Schiebetüre zwischen den Räumen) und ist aus furniertem Holz. Diese soll nun schöner werden und ich denke an folgendes Vorgehen:

1. Mit Verdünner/Terpentinersatz gründlich säubern
2. Anschleifen (240er Körnung)
3. Grundieren (mit was am besten?)
4. 2x Lackieren (mit Rolle oder Farbsprühgerät)

Einwände soweit?
Produktempfehlungen?

Würde es einen Unterschied machen, wenn es Echtholzfurnier ist (wie erkennt man den Unterschied?)?

Thx!
 
Furnier, Lackieren Furnier, Lackieren
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12 Antworten
Anregungen:
- Mit was wurde damals verleimt? Wird dieser Leim vom Verdünner/Terpentinersatz angegriffen?
- Wie stark ist die Furnierschicht? Gefahr des "Durchschleifens"?
- Welches Holz wurde verwendet?
- Soll das Holz hinterher noch als Holz erkennbar sein?

 

Mit was das damals verleimt wurde lässt sich leider nicht sagen. Eventuell besser anlaugen als mit Verdünner? Mir gehts hauptsächlich darum dass das sauber ist von allerlei Dreck, Fett und Sonstigem der letzten 40 Jahre.

Anschleifen würde ich nur leicht zum "anrauhen". Ziel: Neuanstrich hält besser.

Holz braucht nicht mehr sichtbar sein. Evtl. arbeite ich mit abgesetzten Farben damit das nicht so massiv einfarbig wird.

 

Ekaat  
Echtholzfurnier erkennst Du daran, daß es eben echtes Holz ist, im Gegensatz zu Kunststoffurnier - und den Unterschied sollte sogar der Laie erkennen. Auch wenn beiim Kunststoff Maserung vorgetäuscht ist, ist die Oberfläche einheitlich hart, wohingegen beim Echtholzfurnier die Härte innerhalb jeden Jahresringes wechselt; außerdem ist die Maserung tiefer.
Wenn Du nicht möchtest, daß nach dem Lackieren die Maserung nicht mehr sichtbar ist, kommst Du um Spachteln nicht herum. Dabei gibt es zwei Probleme:
1. traust Du Dir zu, doe Oberfläche wirklich glatt und eben zu bekommen?
2. Holz arbeitet, und im Laufe der Jahre wird sich jede auch noch so gut aufgebrachte Spachtelmasse von ihrer Heimat trennen...

 

... wenn das Holz nicht mehr als Holz sichtbar sein soll, kannst Du Dir das aufwendige und ggf. problematische "reinigen" sparen, da Du mit dem Schleifgang auch den Dreck entfernst ...

 

Die Reinigung würde ich mit Natronlauge oder Amoniak durchführen. Beides gibt es im Malerfachhandel in Pulverform oder als Flüssigkonzentrat (Schutzbrille und Handschuhe!!!).
Im Toom BM habe ich diese Produkte auch schon bekommen. Die Verbraucherinformationen beachten, insbesondere das Abwaschen mit klarem Wasser. Und den Boden durch Folie o.ä. Schützen.
Die Flächen mit 180er Schleifpapier anrauhen.
Als Grundanstrich 1 - 2 mal eine Grundierung auftragen mit jeweiligem Zwischenschliff.
Nun kommt es drauf an wie glatt du die Oberfläche haben möchtest. Sollte die Maserung nicht flächig mit Farbe gefüllt sein, kannst du das ganze mit Lackspachtel ( z.B. Jansen) und der Japanspachtel glatt spachteln und anschliessend mit 240 er und 320 er Schleifpapier schleifen. Die Lackspachtel wird hauchdünn aufgespachtelt.
Danach würde ich mit Vorstreichfarbe streichen (diese hat eine höhere Deckkraft wie die Grundierung und verläuft besser).
Jetzt sollte das Ergebnis so aussehen, als wäre es schon fertig. Keine Lunker oder offene Poren oder was auch immer. Evtl. noch mal Nacharbeiten. Mit der Endbeschichtung kann man keine Korrekturen mehr vornehmen.
Zum Abschluss kommt dann die Endbeschichtung 2 mal drauf. Zwischenschliff nicht vergessen und die Viskosität auf die Auftragwerkzeuge einstellen.
Ob seidenmatt, seidenglänzend oder hoch glänzend liegt in deiner Entscheidung.
Ich würde alle Produkte auf Wasserbasis nehmen. Die Produkte aus dem Malerfachhandel sind etwas besser in der Qualität und nicht unbedingt teurer. Hier vor Ort nehme ich auch die Produkte vom Toom BM, von den anderen Anbietern BM kann ich nichts sagen, da ich dort selten was hole.
Viel Erfolg wünsche ich

 

altersbedingt ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit Holzfurnier.
Ich würde es natürlich nicht decken streichen, weil ich jedes Holz orgendwie schön finde, aber wenn doch, würde ich es machen, wie Monteur es beschreibt.
Mit einer Ausnahme:
Glänzend funktioniert mit Sicherheit nicht zufriedenstellend. Bei glänzendem Überzug sieht man wirklich die winzigste, ja sogar die allerallerwinzigste Unebenheit. Und das sieht nicht gut aus.

 

Danke euch!

Eine Stuktur finde ich schön aber das Holz sollte nicht mehr durchscheinen. Insofern werde ich nicht spachteln sofern die Struktur nach dem ersten Schleifgang (langwierig per Hand da ich Angst habe, dass die Maschine übermotiviert an die Sache rangeht) noch gut sichtbar ist. Bezüglich der konkreten Produkte werde ich mal einen Malermeister im Bekanntenkreis fragen.

1-2x Grundierung -> Vorstreichfarbe -> 1-2x Lackierung ist ja schon ein recht massiver Anstrichaufbau. Aber lieber einmal vernünftig. Glänzend finde ich auf der großen Fläche ohnehin nicht so prickelnd. Bin da eher der matte Typ ;-)

 

Ich würde da nicht mit Verdünner rangehn. Solang der Untergrund fettfrei ist. Leicht anschleifen. Dann streichen, rollen.

 

Janinez  
na da hast Du dir aber eine elendigliche Arbeit vorgenommen, bin auf das Ergebnis gespannt

 

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit ganz normaler Haushaltsscheuermilch gemacht. Die löst jeden Dreck, der das Schleifpapier nur zusetzen würde...

 

Woody  
Euch ist aber schon bewusst, dass der Thread über ein halbes Jahr alt ist und das Problem wahrscheinlich zwischenzeitlich schon gelöst wurde. Auch wenn der TE sich nicht mehr gemeldet hat.

 

Könnte man meinen. Ist aber nicht so.

 

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