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Fundament für Ruine

14.05.2012, 20:41
ich fange jetzt endlich mit meiner Ruine an, die ja irgendwann so aussehen soll:

http://www.redwoodstone.com/folly_&_...pel_manor.html


(bischen runterscrollen zu The Living Quarters Buttressed Arch)

Ich habe mal grob das Fundament ausgehoben HBT 80*40*400 (8chtel Kreisbogen) - wird also ein zerfallener Turm.

Unser Grundstück wurde vermutlich mal als Bauhof benutzt, deshalb liegen noch ein Dutzend zentnerschwere Bordsteine hier rum.

Kann ich die einfach mit dem Beton als Fundament verbauen und so elegant entsorgen? Ich hatte daran gedacht, sie senkrecht einzubauen, dann wäre das Fundament an mehreren Stellen 120cm tief.

Was muss ich auf das Fundament legen, bevor ich anfange, zu mauern? Reicht Dachpappe (hab noch ne Rolle rumliegen)?.

Weil man Gasbeton relativ leicht schnitzen kann, wollte ich Fensterbögen daraus machen - kann ich das einfach mit dem normalen Beton und den Backsteinen vermauern. Der Gasbeton wird nachher verputzt und auf Kalksandsten (gelb) gepimpt.

Es ist mir zu gefährlich, eine einfache gerade bis zu 2m hohe Mauer zu bauen, daher habe ich mich für den Bogen entschieden. Mein Gefühl sagt mir, dass ein Bogen nicht (so) kippgefährdet ist. Ist das so?

Vielen Dank im voraus
Gruss
Heinz
 
Bordsteine, Fundamentarbeiten, Gasbeton, Statik Bordsteine, Fundamentarbeiten, Gasbeton, Statik
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13 Antworten
Zitat von Heinz vom Haff
...
Mein Gefühl sagt mir...
Na dann wage ich es mal auf eine Anfrage von dir zu antworten, wenn auch nur einem Teil, denn das kann ich auch nur aus dem Gefühl heraus und nicht auf basierenden Wissen.

Das Objekt schaut klasse mit dem Wasser davor aus. Ich denke eine Folie wird vermeiden, dass die Erde am Grund stetig feucht bleibt. Dem schiefen Turm von Pisa hätte das auch gefallen (die trockene Erde).

Die Bordsteine senkrecht einzubauen halte ich auch deswegen besser, da ich glaube damit eine wesentlich bessere Stabilität des Fundamentes zu erhalten, auch dann, wenn Gasbeton relativ leicht ist. Aber die Masse (Höhe) macht das ganze Projekt wohl doch ein paar Kilo schwer.

Bei Dachpappe als Untergrund für ein Fundament hätte ich kein gutes Gefühl. Was soll sie bewirken? Wasser vom Fundament abhalten oder die Obtik verbessern?

Wenn, dann würde ich mich für die Optik entscheiden und die Oberfläche mit im Beton aufgeschütteten Kies verbessern, wenn man so was realisieren kann... und das schaut dann auch etwas "ruinischer" am Boden aus...

Bei einem Bogen denke ich immer an eine Staumauer, obwohl das deine Frage verfehlt. Trotzdem ist eine halbrunde Mauer im Stand stabiler als eine gerade Mauer... was unser gemeinsame Gefühl trägt... im wahrsten Sinne des Wortes.

Nun... das wars auch schon von meiner Seite... auch bin gespannt auf hilfreichere andere Antworten.

Gruß
Frank

 

Geändert von gschafft (14.05.2012 um 22:25 Uhr)
Die Bordsteine senkrecht einzubauen dürfte nicht viel bringen. Ein Fundament reißt ja wenn dann senkrecht. Setzt Du die Steine nun senkrecht ein, würdest Du damit Sollbruchkanten erzeugen. Am besten ist immer ein waagerecht durchgängig gegossenes Fundament.
Ich würde die Bordsteine also als untere Begrenzung nutzen. Erde ausheben, Untergrund verdichten, Bordsteine flach hintereinander legen und darauf das Fundament gießen.

Übrigens sollte die Mauer in sich alleine schon halten, das Fundament ist hauptsächlich dazu da die Belastung besser zu verteilen und eine Frostschürze zu bilden. Es soll also nicht 80cm tief sein um besser zu tragen, sondern damit kein Frost drunter kommt.

Eigentlich ist Deine Idee mit der Dachpappe auf dem Fundament genau richtig. Ich würde es aber nicht machen und eine andere Möglichkeit der Sperre suchen. Bei einem Haus, Schuppen Garage... ist das sicher vollkommen ok, weil das ganze Gewicht das Gebäude an der richtigen Stelle hält und ein Haus auch schlecht umkippen kann. Bei einer Mauer bin ich mir da nicht so sicher.
Durch die Dachpappe unterbricht man ja die Verbindung zwischen Fundament und Mauer und man könnte die Mauer einfach umschuppen.
Dichtschlämme wäre hier wahrscheinlich die bessere Wahl.
Zur Sicherheit würde ich auf jeden Fall senkrechte Bewehrungseisen einsetzen. Diese sollten schon ins Fundament eingegossen werden und bis zur Oberkante reichen bzw. versetzt bis hoch führen.

Von Gasbeton halte ich bei Außenwänden persönlich nicht viel. Sicher er lässt sich sehr gut verarbeiten und wenn man klebt ist man auch sehr schnell, aber er ist sehr empfindlich gegen Nässe und kleine Fehler reichen aus um ihn zu ruinieren. Dann ist Deine Ruine echt

Wie willst Du sie eigentlich von oben gegen Nässe schützen?

 

Servus Heinz!

Zitat von Heinz vom Haff
Kann ich die einfach mit dem Beton als Fundament verbauen und so elegant entsorgen? Ich hatte daran gedacht, sie senkrecht einzubauen, dann wäre das Fundament an mehreren Stellen 120cm tief.
...hat im Prinzip Ricc schon gesagt. Das würde nur etwas bringen, wenn der Untergrund nicht 100%ig tragfähig ist um das Fundament vor dem Kippen zu schützen...

Zitat von Heinz vom Haff
Was muss ich auf das Fundament legen, bevor ich anfange, zu mauern? Reicht Dachpappe (hab noch ne Rolle rumliegen)?.
hat eigentlich auch Ricc schon alles angemerkt, wenn das Gesamtgewicht reicht...

Zitat von Heinz vom Haff
Weil man Gasbeton relativ leicht schnitzen kann, wollte ich Fensterbögen daraus machen - kann ich das einfach mit dem normalen Beton und den Backsteinen vermauern. Der Gasbeton wird nachher verputzt und auf Kalksandsten (gelb) gepimpt.
...kannst Du. Der Kleber verbindet sich mit nahezu allen Materialien. Nur solltest Du den Gasbeton entsprechend schützen. Ganz so schlimm, wie die Vorschreiber über den Verfall von Gasbeton scheiben, ist es nicht!

Ich habe als "Versuchsobjekt" mehrere Gasbetonsteine seit über einem Jahr an verschiedenen Stellen im Garten liegen. Ausser der Grünverfärbung ist noch kein Verfall feststellbar...

Zitat von Heinz vom Haff
Es ist mir zu gefährlich, eine einfache gerade bis zu 2m hohe Mauer zu bauen, daher habe ich mich für den Bogen entschieden. Mein Gefühl sagt mir, dass ein Bogen nicht (so) kippgefährdet ist. Ist das so?
...das besagt bereits die einfache Physik...

Du solltest den Bogen jedoch nicht in der Hauptwindrichtung ohne durchlass stellen, damit sich der Wind nicht darin fängt und noch mehr Druck aufbaut...

mfg Dieter

 

Also verstehe ich das mit der Ruine richtig = zerfallenese Haus? Oder ist das eher der Grundriss?

 

Hallo,
die meisten Fragen wurden schon beantwortet, daher nur kurz zur Dachpappe.
Da die Ruine, wenn sie denn so ähnlich werden soll, wie auf dem Bild, Ausleger hat und eine Ecke, kannst du ohne ein "Umfallen" zu provuzieren mit Dachpappe als Horizontalsperre arbeiten. Ob es allerdings notwendig ist, entzieht sich meiner Kenntnis, da hier die Feuchte zu allen Seiten wieder entweichen kann. In dieser Anleitung von Quick-mix und auch bei selbst ist der Mann wird z.B. nichts davon erwähnt.

Zu Riccs Einwand, wie schützt du vor Nässe von oben... Ich denke eine Ruine muss da nicht viel geschützt werden, sonst verliert sie den Charme einer Ruine.

...und Nachtrag:
Tolle Idee!

 

Zitat von PatrickEgger
Also verstehe ich das mit der Ruine richtig = zerfallenese Haus? Oder ist das eher der Grundriss?
Die Bilder zeigen Teile/Reste von Wänden eines Hauses. Kein Dach, etc.

 

Janinez  
Ich sehe mir seit Jahren solche Ruinen an, bei keiner wurde bis jetzt eine Horizontalsperre verbaut. Ein bischen weiterer "Verfall" sollte nicht schlecht sein und wirkt natürlicher.Ich habe vor Jahren Figuren aus Gasbeton gemacht, mit Mörtel ummantelt und das Zeug lebt immer noch

 

Zitat von kindergetuemmel
......
Zu Riccs Einwand, wie schützt du vor Nässe von oben... Ich denke eine Ruine muss da nicht viel geschützt werden, sonst verliert sie den Charme einer Ruine.

...und Nachtrag:
Tolle Idee!
Ganz so locker würde ich es nicht nehmen.
Wie beschrieben, werden die Gasbetonsteine verputzt. Läuft nun von oben Wasser rein, hält der Putz schon mal grundsätzlich nicht so lange. Kommt aber noch ein Nachtfrost dazu, könnte der Putz ziemlich schnell vor der Ruine liegen. Sicher, es soll ja eine Ruine sein, aber ob sichtbarer Gasbeton den zeitlichen Charme einer alten Ruine ausstrahlt, bezweifle ich.
Gemeint ist mit Schutz auch kein Dach oder ähnliches, aber ich würde die obersten Stein auch von oben "verputzen" und wasserdicht streichen.

 

Erstmal vielen Dank ... 80 cm ist zwar nicht sehr lang, aber verdammt tief, wenn man mit der Schuafel gräbt.

Oben auf den Steinen wollte ich (im nicht sichtbaren Bereich) ein kleines Dach aus Beton machen. So was hatte ich vor ein paar Jahren mal auf Gartenmauern in der Provinz Limburg (Sittard, Geleen, Heerlen ...).

Ich hatte schon mal sicherheitshalber ausgerechnet, dass ein Fensterbogen aus Beton etwa 170kg wiegt - daher der Gasbeton. Mit Laminatresten kann man den ja in jede gewünschte Form schmirgeln.

Jetzt bin ich mir unsicher. Wenn ich also den Gasbetonstein runterum verputze, geht´s? Oben werde ich auch ein schräges Betondach aufsetzen.

Oder soll ich das Fenster su mehrere Betonteilen machen? Dann muss ich vorher noch Formen zimmern ... Dabei hat das Projekt M-Priorität ;-( ein Teufelskreis... ;-)

 

Ich weis nicht, Ruine und Gasbeton? Wobei die leichte Verarbeitbarkeit natürlich verlockend ist. Aber sollte der Gasbeton Grundberührung haben, dann dort auf jeden Fall eine Sperrschicht unter machen.

 

Zitat von robinson
Ich weis nicht, Ruine und Gasbeton? Wobei die leichte Verarbeitbarkeit natürlich verlockend ist. Aber sollte der Gasbeton Grundberührung haben, dann dort auf jeden Fall eine Sperrschicht unter machen.
ich werde aus dem Gasbeton "nur" Fensterrahmen machen, die werden dann mit Rollputz verputzt und sollen mal ähnlich wie Granit aussehen.

 

Da gibt es sogar Granitspray. Ich habe damit die Schranktüren unserer Küche im Partyraum gemacht. Sieht richtig gut aus. Ist allerdings nicht gerade günstig und mit einer Sprayflasche kommt man nicht weit. Wenn Du aber den Untergrund schon gut gestaltest, musst Du ja nicht so dick auftragen.

 

Janinez  
Hast Du schon angefangen mit Deiner Ruine??? Würde mich schwer interessieren

 

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