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Früher war das Gras auch mal grüner ...

12.07.2013, 19:37
Mal ganz ehrlich ... grüner Rasen ist ja eigentlich was tolles.

Aber ...
Wir haben jetzt seit 2 Wochen Sommerferien, außerdem seit 2 Wochen kein Wasser mehr von Oben. Ich gebe zu, dass ich es auch irgendwie nicht einsehe, mit dem Schlauch durch den garten zu heizen und den Rasen zu sprengen (lieber mit Dynamit) ...
Die Kids rennen egal durch das Gras, machen Radrennen im Garten, kicken etc ...
Bin ich jetzt eine schlechte Gartenmami, weil ich meinen Rasen so vor sich hinmickern lasse?

Neben dem Pool sieht er aber noch gut aus

Das sind ma 3 unterschiedliche "Nutzungsgrade"
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49 Antworten

Die besten Antworten

@sabolein gschafft
ich hatte Euch versprochen, mal ein paar Bilder zu machen. Ich mache ungern Fotos von unserem Garten, habe daher einige gemacht, auf denen man was sieht, aber nix sieht.
;-)

Der Garten ist zwar über hundert Jahre alt, war aber jahrzehntelang eine Schuttabladestelle - hauptsächlich für Bauschutt. Wir bearbeiten den Garten nun seit 6 JAhren.
Den Schutt haben wir größtenteils zusammengetragen und mit Sand, den wir ja reichtlich haben, abgedeckt, um dem flachen Garten auch in der Höhe ein wenig Struktur zu geben.
Die Bodenverhältnisse sind im Durchschnitt eher sehr schlecht aber auch sehr heterogen. Mitten im Rasen ist z.Bsp. eine sehr fruchtbare Stelle - vielleicht hat da mal jemand ein Pferd vergraben.
Leider kann man nur 10 Bilder hochladen, aber was nützen Detailfotos von verblühter Akelei, Küchenschelle oder blühendem Dost - weiss ja jeder, wie das aussieht.
Bild 1
Im Überblick sehr ihr einen Rasenteil mit der fruchtbaren Mitte (wo das Pferd liegt). Eine vor Jahren aus Sicherheitsgründen entfernte Weide oder Pappel (ich weiss es wirklich nicht), treibt noch immer unermüdlich Wurzelschösslinge, die ich im Herbst mit dem Freischneider entferne. Im Wind flackern sie silbern und bläulich und bieten
Bild 2
einen schönen Hintergrund für die HErbstastern, die im Moment nicht blühen.
Bild 3
eine besonders trockene Stelle
Bild 4
in die verwilderten Stellen werfe ich Windbruch und so, um den wilden charakter zu verstärken, und Insektenhotels zur Verfügung zu stellen. Wenn sich Unkraut wie hier der Rainfarn breit macht, lasse ich es so.
Bild 5
da der Boden sehr heterogen ist, ist auch die Pflanzenvielfalt in den einzelnen BEreichen sehr unterschiedlich - hier unser sehr junger Birkenhain
Bild 6
im Birkenhain mit Johanniskraut, noch ein Insektenhotel - hier wchsen auch etliche Blumen, u.a. wilder Wiesensalbei (, der natürlich gerade verblüht ist) :-)
Bild 7
auf einer künstlichen Böschung hat sich die Königskerze angesiedelt, ferner Goldrute und ein paar Disteln, ich habe LAvendel und Thymian dazugepflanzt (vermehre grundsätzlich alles selbst - dauert noch eine Zeit bis alles "zu" ist).
Bild 8
Neben unserem Gartenhaus (, das innen noch nicht ganz saniert ist), lagern wir Brennholz, wenn durch übermässigen Windbruch die MEnge zu groß wird. Hier mache ich garnix und hier siedeln sich Natternkopf und einige mir unbekannt Blumen an.
Bild 9
durch die "wilden" Bereiche führen Sandwege (Aufbau: Bauschutt, Teichfolien oder Dachbegrünungsfolienreste, Sand). Im HErbst ballere ich da einmal mit einer Motorhacke drüber.
Bild 10
Wenn sich an einigen Stellen Wildpflanzen ansiedeln, die mir besonders gefallen (Blaugras, Hundsrose, Natternkopf, Küchenschelle...), dann unterstütze ich sie. Im Beispiel ein einfaches Gerüst für wilden Hopfen - leider eine männliche Pflanze. Im nächsten Jahr oder vielleicht schon im Winter werde ich ein 3m hohes Pilsglas schweissen, damit der Hopfen endlich ein angemessenes Rankgerüst hat. Kunst am Bau habe ich ja noch nicht.

Würde mich freuen, wenn der ein oder andere die ein oder andere Anregung bekommt.
Würde mich sehr freuen, wenn alle in ihrem Garten der Natur mehr Raum geben und das Beste daraus machen, ohne mit unkontrollierbaren Neophyten, Pestiziden und dem ganzen Kram nachhaltige Schäden anzurichten.
Fragen?
Fragen!
Zitat von sabolein
Früher war das Gras auch mal grüner ...
... da war es auch jünger ... ist wie mit uns, früher volles braunes Haar ...

Zitat von sabolein
... lieber mit Dynamit ...

Bin ich jetzt eine schlechte Gartenmami ?
Wie soll ich es sagen, Dir schonend beibringen? ... Ja, bist Du

 

ich hab es geahnt ... jetzt frage ich mich ernsthaft besorgt, werde ich mit dieser Schuld, die ich auf mich geladen habe, leben können? Nehme ich mir nun ein selbstgeknüpftes Seil aus den abgestorbenen Grashalmen und erhänge mich an den vor sich hinmickernden Löwenzähnen? Springe ich voller Elan von der Waschbetonplatte? Oder warte ich einfach nur darauf, dass es vielleicht mal nachts regnet und lebe mit meinem schlechten gewissen?

 

... ich stimme für die Geschichte mit den Grashalmen und Löwenzähnen!

Aber bitte nicht vergessen das als Projekt einzustellen

 

Zitat von bonsaijogi
... ich stimme für die Geschichte mit den Grashalmen und Löwenzähnen!

Aber bitte nicht vergessen das als Projekt einzustellen
ich werd mein bestes Geben vorher mal locker n paar Kilo loswerden, damit die Löwenzähne nicht vor lauter Lachen schon umfallen

 

Sieh's positiv. Der Klee geht gut an und du brauchst nicht so oft zu mähen.

 

Warts ab,die Natur haßt nackte Erde,Irgendwas wird schon Wachsen wenns Regnet.

 

Den Klee werd ich eh nicht wirklich los. Ich hab mal über Brandrodung nachgedacht, aber ich glaub, da würde Männe sein Veto einlegen

 

Frisch gemähtes Unkraut ist auch grün!

Ich mache auch nicht viel Theater um unseren Rasen. Gut, jetzt bekommt er etwas mehr Pflege, ist aber weiterhin unsere zugewachsene Bauwüste. Wozu auch mehr machen? Wir haben Kinder und einen großen Hund, soll man denen das Toben verbieten?
Wenn die Kinder groß sind, werde ich mal alles umgraben und exakt einebnen. Bis dahin wird gemäht, neuerdings vertikutiert und bei Bedarf gewässert. Mir reicht es, wenn es zugewachsen ist und nicht so stiebt, wenn der Hund sich austobt.

 

Brutus  
Willst du glückliche Kinder oder einen englischen Rasen, der nur was für's Auge ist ?

Mir wären die Kinder lieber. Pass auf, dass du nicht von den Löwenzähnen zerfleischt wirst ;O)

 

wir mähen den Rasen nur so, dass Platz genug für Federball, Wikingerspiel und Boule ist. Die "unberührten" Stellen sind zu wahren Oasen für seltene Pflanzen geworden. Is jetz zu spät für ein Photo - wenn jemand "piep" macht, mache ich am Sonntag eines.

Gegossen wird nicht, weil sich irgendwann die resistenten Grassorten durchsetzen.

Ich denke, dass ein Garten dann besonders gut angelegt ist, wenn er mit möglichst geringem Aufwand funktioniert - ähnlich wie bei einem Aquarium das Verhältnis von Pflanzen, Wasser und Fischen stimmen muss.
Es gab eine Zeit, in der ich das anders sah und an jeden Grashalm ein Fahndungsfoto mit einer Weissklee-Abbildung geklebt habe und dachte, der Löwenzahn und die Gänseblümchen, der Spitzwegerich und der Rainfarn wollten mich persönlich ärgern.
Alle haben mir versichert, dass sie nur deshalb bei mir wohnen wollen, weil es so schön ist.
;-)

 

Brutus  
Diese Einstellung kann ich nur gut heißen HvH, gib der Natur eine Chance ;O)

 

Zitat von Heinz vom Haff
...Die "unberührten" Stellen sind zu wahren Oasen für seltene Pflanzen geworden. Is jetz zu spät für ein Photo - wenn jemand "piep" macht, mache ich am Sonntag eines....
PIEP... vorallem würde mich ein Bild der Pflanzen interessieren. In unserem hinterenn Garten neigen wir immer mehr dazu es so zu lassen wie es wächst. Natur pur soll das werden, aber davon sind wir in unserer Planung noch weit weg...

 

Ich mach auch "PIEP"

Aber wie dat eben so ist, wa? Da wächst ein unschuldiges Sabo mit einer perfektionistisch veranlagten Mutter auf, bei der auch im Sommer der Rasen grün und gleichmäßig usw ist ...
Nee, mir ist es auch lieber, die Kids toben sich aus und haben ihren Spaß. Außerdem hab ich ja wohl schon mehrfach erwähnt, dass es sich bei dem sogenannten Boden um vorwiegend aufgeschütteten Bauschutt handelt, der den Garten bevölkert Dass da überhaupt weas wächst, erstaunt mich über alle Maßen
Das einzige, was ich recht akribisch bekämpfe sind Disteln und Brennesseln IM Rasen - das muss ja nicht wirklich. AUßerdem ist es so wahnsinnig lästig, den Kids immer wieder die Stacheln aus den Füßen zu pulen

In Ermangelung eines Hundes kipp ich über staubige Stellen immer nur nen Eimer Wasser, wenn die Kids eingestaubt vom Wettrennen zurückkommen

Ich bin aber froh, dass ich nicht die einzige bin, die NICHT auf Golfrasen besteht

 

@gschafft & sabolein
ich mache Sonntag mal ein paar Photos. Habe leider keine auf Vorrat. Die Küchenschelle und der zweiblättrige Blaustern beispielsweise sind auf dem Bild vom kommenden Sonntag natürlich nicht mehr zu sehen - und der Safrankrokus, den ich da frech hingepflanzt habe, ist noch nicht zu sehen, aber einen ungefähren Eindruck wirst Du bekommen, versprochen.
Könnte man auch als Projekt einstellen, mach ich aber net.
;-)

 

Geändert von Heinz vom Haff (12.07.2013 um 21:57 Uhr)
Wir haben es auch aufgegeben jedes Nichtgraspflänzchen einzeln auszustechen und jeden zweiten Tag zu gießen. Es lebt sich viel lockerer :-)

 

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