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Fretwork ausgießen - nur Probleme oder was?

20.01.2016, 08:50
Hallo Leute!
Ich habe mir ein Fretwork gemacht aus 1,8cm Fichtenleimholz, mit den Schnitten bin ich fertig, und zwecks Stabiliät, wollte ich die Löcher mit eingefärbten Epoxy ausgießen. Habe extra die Schnellhärtende Version genommen, und das mal an einem Probestück probiert, will mir ja schließlich das Original nicht versauen....
Und ja genau das ist eingetreten.... Das Epoxy läuft in die Poren rein, und hinterlässt seitlich von dem Ausschnitt Schlieren, schleifen bringt nichts, da es mittendrin genauso aussieht.
Gibt es da ein Trennmittel, welches das Holz so versiegelt, dass da kein eingefärbtes Epoxy rein laufen kann? Klarlack durchlaufen lassen?
Oder bin ich der erste, der so ein Problem hat?
Danke schon Mal!
 
Ausgießen, Epoxy, Leimholz Ausgießen, Epoxy, Leimholz
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23 Antworten
Woody  
Frag doch mal Alpenjodel, der hatte auch schon ein Projekt mit dieser Thematik.

 

Ich denke Holzleim sollte funktionieren, vielleicht kannst du das mal testen.

 

Ich würde Dir vorschlagen, dein Holz quasi zu füllern. Aber nimm keinen Füller sondern Epoxi, nicht eingefärbt. Du kannst das sogar (für tieferes Eindringen) bei den ersten Schichten verdünnen.

Grob orientieren kannst Du dich z.B. an folgender Anleitung:
http://www.miniwerft.de/die-miniwerft/lackierung/
Ja, das Ziel ist dort ein anderes...
Ich habe z.B. frei nach dieser Anleitung eine Transportbox für mein Modellsegelboot folgendermaßen oberflächenbehandelt:
  1. Anschliff mit PMF und 180er Papier
  2. Laminierepoxid von R&G, 20%Vol mit Aceton verdünnt, 2 mal gerollt (Kanten mit Pinsel vorgearbeitet)
  3. Zwischenschliff PMF und 180er
  4. 2 Schichten Epoxi (wie oben) unverdünnt
  5. mit Ziehklinge Oberfläche geebnet (Ich hatte viele Unebenheiten von bis zu 1 mm...)
  6. Zwischenschliff PMR und 240er
  7. 1 Schicht Epoxi, 5%Vol Aceton
  8. Zwischenschliff PMF und 240er
  9. Klarlack (seidenmatt) als UV-Schutz
Für deinen Anwendungsfall würde ich vorschlagen
Laminierepoxi + 20%Vol Aceton, 2 Schichten nass in feucht, mit Pinsel dünn auftragen, dann ca. 3-8 Tage trocknen und aushärten lassen.

 

Da der Hinweis auf das Projekt kam und dort von Schwund des Giesharzes geschrieben wurde: das ist eigentlich normal, je nach Harz 1-5% Schwund (auf das Volumen bezogen) kenne ich, steht aber im Datenblatt des Harzes.
Mit Übermaß Gießen (mit zusätzlicher Form oder einfach über die Oberfläche) und danach abziehen mit Ziehklinge und Schleifen/Polieren sollte aber zum Ziel führen.

Zu Kindergetümmels Hinweis:
Holzleim hat bei mir zu farbigen Rändern geführt. Hat bei mir aber zum Glück nicht gestört. Außerdem hatte ich den Leim ja nur an den Kanten, bei flächiger Anwendung dürfte es gleichmäßig werden.

 

Maggy  
ic habe mit expoxi nur schlechte Eerfahrung gemacht. Ich verwende stattdessen Fimo aus dem Bastelgeschäft. Das kann man wunderbar in die Löcher drücken, etwas mehr als nötig und nach dem Trocknen einfach glatt schleifen.Habe auf die Weise ganze Untersetzer - Serien gemacht und vieles mehr. Ein weiterer Vorteil, es trocknet relativ schnell, Du kannst mehrere Stunden später sofort weiter arbeiten, bei künstlichem Trocken noch schneller..

 

Das Projekt von Alpenjodel hilft mir schon weiter, mit Leim glaube ich nicht, das das geht, besonders wenn man dann drüberschleifen muss

 

Hä Fimo, was ist das? Muss mal googlen

 

Ok, Schlauer zu Fimo geworden.... Bleibt da schwarz schwarz oder bleicht das aus? Und wie groß ist ein Backblech? Mein kleines Dings ist 50*40cm......

 

Maggy  
Zitat von Hoizbastla
Hä Fimo, was ist das? Muss mal googlen
Das ist wie Knete, ich suche mal nen link

 

Maggy  
Schau mal da unter fimo professional

http://www.staedtler.de/de/inspirati...obbykuenstler/

 

kjs
Epoxy ist ideal zum tränken von Holz und das tut es eben immer. Wenn es eingefärbt ist sieht man es dann eben auch dort wo man es nicht sehen will. Mit Epoxy (klar) vorstreichen und ziemlich aushärten lassen ist aufwendig aber vehindert daß das gefärbte nachher eindringt. Problem ist daß man innerhalb von ca 5h den "Farbschritt" machen muß weil das Epoxy sonst eine Schicht absondert (Blush) auf dem das neue Epoxy schlecht bindet. Wenn man zu lange gewartet hat muß man es zuerst anschleifen.
Die Schrumpfung hängt stark von der Sorte/Marke ab. Leider sind billige Epoxies oft mit Verdünner oder anderen Dingen "verlängert" und die schrumpfen enorm. Ganz schlimm sind die Sorten welche ein 1:1 Mischungsverhältnis haben weil da der Härter gestreckt wurde um das zu erreichen.
Meine Erfahrung ist auch daß die schnellen Härter-Typen ebenfalls zu stärkerer Schrumpfung neigen aber das ist auch sehr stark von der Sorte (Marke) abhängig. Die entwickeln beim Aushärten schneller und mehr Hitze was zur Ausdehnung führt und das schrumpft dann wieder zusammen.

 

Maggy  
ich verwende auch viel Evaplast von Faber-Castell. Das ist ähnlich wie fimo, gibt es aber auch in Holzfarben, besonders schön finde ich mediteran = leichtes hellbraun

 

Habe ja ein paar Projekte mit dem gießen von Epoxy. Das Problem, dass an den Schnittflächen das Epoxy sehr aufgenommen wurde hatte ich auch. Dann habe ich mal einen Versuch gemacht wo ich es dann so ähnlich wie arathorn76 gemacht habe.

Das Erebnis war zufriedenstellend. Also die Flächen habe ich vor dem gießen des eingefärbten Epoxy mit ganz normalen Epoxy bepinselt und trocknen lassen. Etwas Schwund hatte ich trotzdem nach dem ausgießen, aber lange nicht mehr so schlimm wie vorher.

 

@kjs
Wenn dein Epoxi eine Schicht absondert ist irgendwas schief gelaufen.
Spontan würde ich an Luftfeuchtigkeit und Aminröte denken. Die könnte dann aber (da wasserlöslich) abgewaschen werden.
Das man sich da am besten auf eine Marke/Sorte einarbeitet und dann dabei bleibt und dass gelabelte Billigprodukte nicht ideal sind nehme ich als Tatsachen hin.

Generell ist es aber tatsächlich so, dass Epoxi naß in naß eine chemische Verbindung eingeht, während Epoxi auf trockenem Epoxi nur mechanisch haftet (immer noch gut, aber nicht so gut). Aber zwischen Füllerschicht und gefärbtem Löcherausgießen würde ich aushärten lassen und anschleifen.

Beim Einfärben immer drauf achten, ob die Farbkomponente einen Teil des Harzes ersetzt oder nicht (s. Datenblatt) und ob die Farbe einer Komponente zugegeben werden muss oder erst dem fertigen (frisch angerührtem) Epoxi

 

kjs
Zitat von arathorn76
@kjs
Wenn dein Epoxi eine Schicht absondert ist irgendwas schief gelaufen.
Spontan würde ich an Luftfeuchtigkeit und Aminröte denken. Die könnte dann aber (da wasserlöslich) abgewaschen werden.
Verwende nur low-blush Epoxy und richtig, je höher die Feuchtigkeit desto eher tritt es auf. Gerade in den Hobby-Ecken bekommt man oft ziemlich miese Qualität aber da ich da immer größere Mengen kaufe ist das immer eine solid-free Version die auch für Unterwasseranwendung geeignet ist (nur als Beispiel West Systems).

 

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