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Frage zur Dämmung beim Trockenbau

09.01.2013, 19:30
Geändert von TH3LOc (09.01.2013 um 19:35 Uhr)
Hallo zusammen,

ich war leider lange berufsbedingt ein wenig 1-2-do Abstinent. Das möchte ich aber jetzt ändern. Baue gerade unseren Keller um und mache dabei auch schon fleissig Bilder für einen Bericht. Dauert aber bestimmt noch ein bisschen, bis ich fertig werde.

Die Wände waren mit Nut-Feder-Brettern verkleidet, genau wie die Decke.
Auf dem Boden lag ein billiges Laminat, darunter ein Teppich mit Produktions ufdruck von 1990 (!)... Ergebnis... im Keller miefts gewaltig... sogar jetzt noch... :-(

Ok ok, genug gejammert, jetzt soll langsam wieder aufgebaut werden... also werde ich demnächst erstmal das Fenster, welches eingebaut ( wenn man das so nennen kann ) ist ausbauen und wieder richtig einbauen... ich hab noch nie gesehen, dass ein Fensterrahmen so schief eingesetzt wurde... die Schrauben.. 0,5 - 1 cm im Rahmen überstehen... und.. zwischen Rahmen und Mauerwerk... nichts ist... gar nichts... nicht ausgeschäumt, keine Dämmung nichts...

Aber nun zu meiner eigentlichen Frage:
Ich hab schon öfter Trockenbauwände gestellt, aber bisher keine Auswände verkleidet und gedämmt. Gehe ich recht der Annahme, dass ich meine Lattung aufdüble, eine Dämmung dazwischenklemme und das ganz dann mit einer Dampfsperre versehe?
Kann sein, dass meine Frage jetzt ein bisschen doof ist, aber ich hab die Dampfsperren bisher halt nur im Dachgeschossausbau gesehen... aber wenn ich die Kelleraussenwände dämme schaffe ich ja einen Temperaturunterschied, der dazu führen könnte, dass sich Kondenswasser hinter bzw "in" den Rigipsplatten sammelt.. richtig?

Dies ist dann nur für Aussenwände erforderlich oder?


Tut mir leid für meine doofe Frage, aber wenn ich es jetzt einmal mache... möchte ich es auch direkt richtig machen und nicht wie die Vorbesitzer des Hauses alles vermurksen.


Schonmal vielen Dank eure Antworten!


Grüße

Bastian
 
Dampfsperre, Keller, Trockenbau, Wärmedämmung Dampfsperre, Keller, Trockenbau, Wärmedämmung
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13 Antworten
Ich hatte schon mal Kellerwände mit Rigps verkleidet und würde das nicht wieder machen.

An einer Wand, die vermutlich von untern Feuchtigkeit zieht, stockt es ein wenig...

ich würde, wenn es denn sein muss, weil die Wände unbedingt glatt sein sollen, Holz andübeln und darauf die Platten schrauben. Oben und unten Lüftungsöffnungen, entweder durch einen Abstand von ca. 2cm oder Löcher bohren und Lüftungsgitter einsetzen. Auf keinen Fall gehört dort ene Dampfsperre hinein und ich würde auch nicht dämmen, nur wenn ch mir sicher bin, dass die Wände 100% trocken sind. Da es in deinem Keller muffig riecht, scheint das nicht der Fall zu sein.

Am Sinnvollsten erscheint es mit die Wände unverputzt zu lassen und lediglich mit Farbe zu verschönern.

Das ist nur meine Meinung. Ich bin kein Fachmann!

 

Tu dir den gefallen und finde raus ob die Wände wirklich trocken sind (und sich nicht nur so anfühlen) bevor du die Dämmung anbringst. Innendämmung ist ein heisses Thema und falls die Wände nicht wirklich trocken sind auf jeden Fall ein potentielles Ziel für allerlei Ungemach.

 

Bevor die Wände mit GK verkleidet werden, sollte auf jeden Fall eine Feuchtigkeitsmessung durchgeführt werden, um dann weitere Ratschläge zur Vorgehensweise geben zu können.

Der Müffelgeruch könnte vom Teppichboden kömmen, der unterm Laminat verlegt war.
Milben und Milbenkot im Teppich fängt nach einiger Zeit an, wie Käsefüsse zu müffeln.

 

Munze1  
Wie Kindergetümmel schon schreibt kann das mehr Probleme bereiten als nützen.
Wenn dann nur mit Hinterlüftung, und vielleicht erst eine Wand zum Test, bevor dir alles schimmelt.

 

von innen würde ich nicht dämmen, das birgt immer die Gefahr der Schimmelbildung.
Wände atmen, d.h. sie nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie aber auch wieder ab. Eine Isolierung würde das verhindern bzw. stark einschränken.
Verkleiden ja, aber auf Lattung mit Hinterlüftung

 

Die Wände können sich trocken anfühlen, messtechnisch trocken sein und ich würde es trotzdem nicht machen. Häuser arbeiten, Untergründe ändern ihren Wassergehalt.... Irgendwo kann es feucht werden und Du siehst es nicht. Ist das Mauerwerk dann einmal feucht, dämmt das Mauerwerk kaum noch, zieht noch mehr Feuchtigkeit ein..... Deshalb gibt es für mich generell keine Wandverkleidungen m Keller oder Erdgeschoss. Auch Innendämmung ist für mich kein Thema.

 

Oh. ich hab vergessen zu erwähnen, dass es sich bei den Wänden um eine wasserdichte, gegossene Betonwanne handelt.

Ich bin mir sehr sicher, dass der Geruch vom Teppich kam.
Unser Grundwasser liegt sehr niedrig ( daher auch die Wanne ), daher denke ich mir, dass sich vor allem im Sommer durch die Kühlung durch das Wasser von unten und die "warme" Luft im Keller unter dem Laminat Kondenswasser gesammelt hat und sich dann im Teppich festgesetzt hat.

Dazu kam dann noch das schlecht eingebaute Fenster.


Also meint ihr keine Dämmung, keine Dampfsperre und Verkleidung mit der Möglichkeit der Luftzirkulation dahinter?

 

Wenn sich unterm Laminat Kondenswasser gesammelt hat, wird es das auch hinter einer Dämmung oder Verkleidung tun.

 

Benötigst du die Verkleidung hauptsächlich damit die Wand glatt ist oder musst du zwingend dämmen?

Normalerweise dämmt man ja den Keller grundsätzlich von außen (Perimeterdämmung), geht sogar bei drückendem Wasser.

 

Mir gehts eigentlich nur um die glatten Wände.

Dachte nur, dass wenn ich eh einmal dran bin...

Aber wenn ich damit so falsch lag werde ich mich dann wohl nur auf die Verkleidung beschränken. Spart ja auch Arbeit.

Der Boden bekommt Fliesen.

 

Wie siehts mit neuem glatten Putz aus?

 

Ich würde im Keller auch zu Putz raten, denn der kann etwas Luftfeuchtigkeit aufnehmen und dadurch besser regulieren.

 

Wäre meine nächste Idee gewesen. Damit kann ich dann aber nicht in einem Abwasch direkt diie Heizungsrohre verkleiden.

Ich lass mir das nochmal durch den Kopf gehen.

Danke bisher für eure Mithilfe!

 

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