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Frage zu Metall- und Stromdetektor

15.08.2014, 17:12
Hallo liebes Forum!

Derzeit befindet sich meine Schwester im Umzug. Heute wollten wir im Wohnzimmer Hängeschränke anbringen wollen. Da wir jedoch nicht wissen, wie und wo die Stromleitungen gelegt wurden, haben wir mit einem Suchgerät die Stromleitungen ausfindig machen wollen.
Wir hatten noch ein etwas älteres Gerät zu Hause liegen, was bei mir daheim beim ausprobieren jedoch einwandfrei funktioniert hat. Als wir bei ihr im Wohnzimmer bei ihr die Leitungen ausfindig machen wollten ist das Gerät einfach überall ausgeschlagen!
Gut, habe ich gedacht, dass das Gerät auf Grund seines Alters eventuell doch eine Macke hat. Also bin ich extra in den nächsten Baumarkt gefahren und habe mir für den Tag das beste Gerät ausgeliehen, was der Baumarkt zur verfügung hatte. Ein "Bosch GMS 120". Jedoch auch mit diesem Gerät das gleiche Problem, dass es an sehr sehr sehr vielen Stellen komplett ausgeschlagen ist. An den Stellen, wo es nicht komplett ausgeschlagen ist, war der ausschlag sehr hoch. Das gerät ist auch an allen "Mittelwänden" dermßend ausgeschlagen. Also quasi nicht an den Außenwänden, die zur anderen Wohnung bzw. nach außen zeigen, sondern nur zu den Wänden, die die Räume trennen. Das Gerät wurde einwandfrei nach Bedienungsanleitung ausgeführt. An was / woran kann das liegen? Was habe ich / wir falsch gemacht? Muss der Strom per Sicherungskasten an oder aus sein, oder hat das damit nichts zutun?
Wir wissen jetzt überhaupt nicht , was wir machen können. Auf gut Glück bohren ist uns zu riskant. Wir wissen nicht weiter, vielleicht habt ihr ja eine Idee was wir falsch gemacht haben oder woran das liegen kann, dass das Gerät so krass an so vielen Stellen ausschlägt.

Vielen Dank schon mal!

Grüße aus Hessen!
 
Multidetektor GMS 120 Multidetektor GMS 120
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9 Antworten
Ist die Wand womöglich aus Rigips? Dann stehen dahinter evtl. Metallständer. Da wäre Bohren in der Regel unproblematisch, da die Leitungen lose liegen und dem Bohrer ausweichen können. In diesem Fall empfiehlt es sich, eine Leiste in die Ständer zu schrauben (Spax ohne Dübel) und dann die Schränke an die Leiste hängen.

Ist Wand aus Beton? Dann ist die Armierung das was angezeigt wird. Dann kannst Du von den Vorschriften ausgehen, Leitungen müssen immer waagrecht und senkrecht verlegt werden. Also in Höhe von Steckdoden und Abzweigdosen nie bohren und senkrecht darunter und darüber.

Ist es ein altes Haus, dann liegt auf den Holzständern Streckmetall und das wird angezeigt. Da hilft nur eines: Da wo gebohrt werden soll, vorsichtig mit Gipserbeil oder Maurerhammer Wand aufklopfen. Ist dort nichts dahinter, Loch wieder schließen (Gips, Haftputz, Blitzzement), austrocknen lassen und dann bohren und dübeln. Dübel je nach Material dahinter - Bimsstein, Ytong oder Kalk-Sandstein. Bei Holzbalken ohne Dübel direkt verschrauben.

Die Zuverlässigkeit des Gerätes kann ich nicht beurteilen, aber alles beachtet? Ringe, Uhr etc. abgelegt? Wirkt sich leicht aus.

 

http://www.baunetzwissen.de/standard...ng_153012.html

Vermute mal falsche Bedienung.
Habe selber nur ein Lidl Teil aber auch das funktioniert.
Da wo ihr eine senkrechte Leitung vermutet von seitlich das Gerät heranführen.

 

Zitat von Rainerle
[...]Da wäre Bohren in der Regel unproblematisch, da die Leitungen lose liegen und dem Bohrer ausweichen können. [...]
Äh? Hex, Hex!?

Es gelten für Stromkabel Installationszonen nur innerhalb derer Leitungen verlegt werden dürfen. Sie dürfen prinzipiell nur waagerecht und nur senkrecht verlaufen. Das Verlassen der Installationzone ist nur mit einer senkrechten Stichleitung erlaubt um zu einem Lichtschalter/Steckdose/Deckenauslass/Wandauslass zu kommen.
Suiehe auch z.B. hier
Bohren außerhalb der zulässigen Installationszonen ist daher in aller Regel unkritisch In z.B. Badezimmer/Küche Wasserleitungen nicht vergessen...

 

Woody  
Zitat von Jan_M
Äh? Hex, Hex!?

Es gelten für Stromkabel Installationszonen nur innerhalb derer Leitungen verlegt werden dürfen. Sie dürfen prinzipiell nur waagerecht und nur senkrecht verlaufen. Das Verlassen der Installationzone ist nur mit einer senkrechten Stichleitung erlaubt um zu einem Lichtschalter/Steckdose/Deckenauslass/Wandauslass zu kommen.
Suiehe auch z.B. hier
Bohren außerhalb der zulässigen Installationszonen ist daher in aller Regel unkritisch In z.B. Badezimmer/Küche Wasserleitungen nicht vergessen...
Grundsätzlich hast du damit recht. Nur wenn es sich um ein älteres Haus handelt, und das kann schon 1970erJahre sein, muss das nicht unbedingt zutreffen. Seinerzeit wurde abenteuerlich quer Leitungen verlegt, vmtl. um Kabel zu sparen?

Und wer garantiert mir denn, dass sich auch in neueren Bauten die Handwerker an die Vorschriften gehalten haben?

Ich vermute ebenso wie Rainerle die angeführten Ursachen.

 

Wichtig wäre auch zu wissen, in welcher Detektorenstellung sich das Gerät befindet. Soll es nur Elektroleitungen anzeigen, oder soll es auch Metall in der Wand anzeigen...

 

Die Wände sind zu feucht.
Die Sicherungen sollten an sein damit man zwischen Metall und Stromleitungen unterscheiden kann.

 

Leider ist es bei älteren ( und den billigen ) Geräten ein biß'l Lotteriespiel,
hier auch eine stromführende Leitung angezeigt zu bekommen, zumal bei vielen Geräten
die Messtiefe schon bei einigen Zentimetern nix mehr geht !
habe selber das Bosch GMS 100 M...Professional, geht locker über 100mm in die Tiefe....
und Unterscheidet gut " Ständerwerk und Kabelsalat " !
Um mit dem alten Gerät einigermaßen ein Messergebnis zu haben, sollte an den Steckdosen.....
Elektrogeräte eingeschaltet werden, z.B. mehrere Haarföns , oder richtige Kraftpakete wie Wasserkocher z.B..... dann dürfte es auch älteren Leitungssuchern nicht schwerfallen,
die stromführenden Leitungen zu selektieren ! ( 16 Amp beachten )
Wichtig ist, wie die Hand das Gerät anfasst... hier musst probieren, bis den größeren Ausschlag im Display hast ( die Hand wird bei sensiblen Geräten miterfasst )
Gruss....
Wo der Ausschlag ist, einen Kreppstreifen hinpichten, dann entweder Sicherung AUS, oder nur mit Handbohrmaschine aus Plastik vorsichtig bohren !

 

Geändert von Hazett (16.08.2014 um 16:03 Uhr)
@Jan_M: würde niemandem raten, einfach draufloszubohren, weil dort installationstechnisch keine Leitung liegen darf ...

Kürzlich im TV: Gasexplosion, weil die Gasleitung nicht im Bauplan eingezeichnet war.

Wer garantiert, dass dort keiner vielleicht doch ne Leitung verlegt hat? Wer garantiert, dass dort nicht ausgerechnet die Hauptleitung vom Dachständeranschluss in den Keller geht? Oder dort Kupferrohr für die Heizkörper im oberen Stockwerk laufen?

Egal was man trifft, es ist immer ein Riesenaufwand, das hinterher zu reparieren. Geschweige von Personenschäden, nur weil jemand daraufhinweist, dass da theoretisch nichrs sein darf.

Zu Hex, Hex: Lufthaken stezen und Schrank daran aufhängen - sicher die beste Lösung ;-)

 

Hallo zusammen,

die Bosch-Detektoren, auch der GMS 120, sind sehr empfindlich im Bereich der Spannungsfindung.
Bei der Fehlerbeschreibung vermute ich, dass es eine statische Aufladung gegeben hat. Diese kann durch Reibung an der Wand(Oberfläche) selbst oder auch durch Reibung an Kleidung oder der Schuhsohlen auf Bodenbelegen erfolgen.

Bitte isolierende Schuhe (beispielsweise aus Gummi) ausziehen.

Beim Detektieren selbst die freie Hand neben das Gerät an die Wand legen um statische Aufladungen abzuleiten.
Das Gerät senkrecht halten und mehrfach waagerecht - mindestens so breit wie das Gerät selbst ist - nach beiden Seiten über das gewünschte Bohrloch führen.
Zur Kontrolle dann noch eine Kreuzmessung durchführen.
Dann sollte es einwandfrei anzeigen.

Gruß Robert

 

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