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Frage zu Hobeltechnik mit PHO 2000

01.01.2016, 18:44
Maggy  
Freunde von uns haben den Bosch PHO 2000 und wissen, daß ich den gerne mal probieren würde. Zu unserer Silvesterfeier gestern haben sie mir den Hobel mitgebracht und ich kann ihn jetzt 2 Wochen testen, da sie in Urlaub fahren.Prima. Trotz Feiertag habe ich heute mal 2 Brettchen mit 10 cm Brite gehobelt. Da der Hobel aber nur 8,...cm breit hobelt, entsteht bei mir immer am Übergang eine Nut oder eine Erhöhung. Also, ich meine, ich schaffe es nicht mit 2 Hobelbahnen das Brett gleichmäßig glatt zu bekommen. Jetzt habe ich hier aber gelesen, daß viele von Euch zB Paletten damit hobeln und die sind ja auch breiter als der Hobel, wie macht Ihr das bitte?
Bin hier absolut Nichtwisser und neu Erfahrungssammlerin und würde mich freuen einige Tipps zu bekommen. Denn mit meinem momentanen Hobelergebnissen würde ich mir den Hobel nicht kaufen.
Danke für Eure Antworten.
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38 Antworten

Die besten Antworten

kjs
So, Schnelltest mit einem GHO 26 und einem Fichte und einem wahrscheinlich Buche Brett. Das Ding ist etwas anders als der DeWalt den ich hatte. Man muß die Stege zwischen 2 und 4cm breit lassen damit es ordentlich wird. Es bleiben minimale Spuren die aber schon mit dem Schwingschleifer und 120er Papier sofort weg waren.

Um die Methode noch mal klarer zu machen. Ganz außen anfangen und einen Streifen hobeln. Dann den nächsten Streifen mit z.B. 2-4cm Abstand davon machen (für den GHO). Wenn man so das Streifenmuster erzeugt hat die noch nicht gehobelten Streifen abhobeln. Dazu den Hobel symmetrisch zum Streifen aufsetzen und vorne kaum andrücken.
kjs
Weiß nicht ob das mit dem PHO auch so geht aber bei dem Hobel den ich hatte (verkaufter DeWalt) habe ich immer Bahnen mit etwas Abstand (3-5mm) voneinander gehobelt und die "Stege" zum Schluß weggehobelt. Dadurch hat die Sohle des Hobels beidseitig eine Art Führung auf den bereits gehobelten Flächen. Wenn man Bahn an Bahn macht kippt eine Seite des Hobels ab und macht die Nuten.
Hoffe das hilft hier auch.......

 

Geändert von kjs (01.01.2016 um 19:20 Uhr)
Das ist mir neu, dass hier viele Palettenholz mit einem Hobel ebenen.
Aus 2 1/2 Gründen:
  • Die Gefahr einen Nagel oder Ast zu treffen ist zu groß. Einmal ist es gefährlich und dann kann es das Gerät beschädigen.
  • Viele hier benutzen eher den Bandschleifer oder Hobel per Hand.
  • Einige meinen ein Elektrohobel wäre für so etwas nicht geeignet.
Normalerweise, werden die Elektrohobel für Balken benutzt, die dünner sind als das Hobelgerät, um den Balken glatt zu Hobeln und die Kanten zu entgraten. Angeblich soll es günstiger sein, die Balken selbst zu Hobeln. Das glaube ich nicht (ich habe es aber nicht gerechnet, außerdem habe ich noch nie so viele Balken auf einmal gebraucht, dass ich auf jeden Cent achten muss).
Du kannst den Hobel ja auch festmachen, dann hast du eine größere Platte als Führung, wie hier.
Ich habe mich letzt endlich gegen einen Hobel entschieden und habe einen Banschleifer mit Gestell gekauft, um große Flächen zu bearbeiten (Ich kam aber noch nicht dazu ihn zu testen). Ansonsten geht mit viel Übung alles!

 

kjs
Bei Palettenholz muß man immer vorsichtig sein egal mit welchem Gerät man dran geht weil Metall ziemlich tief drin stecken kann. Ich habe dadurch erst kürzlich ein gutes Sägeblatt in der KZS ruiniert. Aus Fehlern sollte man lernen weshalb ich inzwischen alles Palettenholz vor der Bearbeitung mit einem Metall-/Leitungssucher abfahre. Den kann man so empfindlich einstellen daß er selbst Heftklammern unter 3cm Holz findet. Die 15€ sind gut angelegtes Geld!

 

Woody  
Ich muss gestehen, ich verwende meinen E-Hobel aus eben diesen Gründen (Riefen) eher selten bzw. nur, wenn ich auf einmal sehr viel Abtrag haben will. Die Feinheiten machen ich lieber mit Band- oder Handschleifer.

Wichtig ist vor allem, nicht gegen die Faser zu hobeln, da reißt man sich nur große Splitter/Späne raus. Und lieber schrittweise immer wenige mm auf einmal wegzunehmen als gleich mit der größten Einstellung.

Und immer schön mit beiden Händen festhalten!

Und vor Abstellen warten, bis der Motor aus ist - sonst zischt dir der Hobel davon

 

Maggy  
Ich habe eine geschenkte Palette. Die habe ich mit der HKS immer außerhalb der Klötze in kleine Bretter zersägt, kontrolliert, da ist nichts mehr drin. Aber genau für diese Bretter hatte ich laienhaft gedacht, den Hobel gut nutzen zu können.
Bine hatte mal ein Projekt, Terrasse aus Paletten bauen und beschrieb, daß sie alle Paletten mit dem Hobel bearbeitet hat.

 

kjs
Maggy, wir haben eine komplette Tischplatte (4*8' = ~1,20*2,40m) die aus verleimten Leisten bestand damit gehobelt (mit der Bahnen Abstandsmethode) und mußten nur ganz leicht nachschleifen. Wichtig ist es nicht zu tiefen Schnitt zu machen sondern lieber mehrfach drüber gehen.

Auch außerhalb der Klötze kann es Nägel oder Schrauben geben.... Siehe mein KZS Blatt oben. Das war so ziemlich in der Mitte zwischen zwei Klötzen.

 

Geändert von kjs (01.01.2016 um 19:33 Uhr)
Ich glaube Bine, hatte ihn als Testgerät, und damit gut geübt, nehme ich an. Bis Du soweit geübt bist, brauchst Du eventuell eine neu Palette. Versuch doch den Tipp von kjs. Ansonsten leihe Dir einen Band- oder Exzenterschleifer. Die Bretter von Euro-Paletten haben ja normalerweise alle 22 mm Dicke. Wenn Du nur die Übergänge ebenen möchtest, dann müsste es mit einem Hobel sicher gehen, dennoch ist ein Schleifgerät noch nötig. (Die Übergänge kann man sogar notfalls mit einer Flex bearbeiten).

 

Maggy  
Zitat von kjs
Maggy, wir haben eine komplette Tischplatte (4*8' = ~1,20*2,40m) die aus verleimten Leisten bestand damit gehobelt (mit der Bahnen Abstandsmethode) und mußten nur ganz leicht nachschleifen. Wichtig ist es nicht zu tiefen Schnitt zu machen sondern lieber mehrfach drüber gehen.
Danke an alle
Deine geteilte Methode leuchtet mir gut ein, ich werde das mal so probieren, danke

 

Es gibt Hobelmesser mit abgerundeten Kanten, damit lassen sich Flächen besser hobeln.

Kuggst Du

 

Woody  
Und wenn du auf youtube oder Tante Gugl suchst, gib lieber Suchbegriffe mit abrichten und nicht hobeln ein. Bei letzterem kommen eher nicht sachbezogene Treffer

 

Bine  
Hi Maggy
ja du hast Recht , habe meine Palettenbretter abgehobelt weil sie ziemlich verwittert waren und ich um den "Dreck" weg zu bekommen ziemlich viel hätte schleifen müssen .
Wenn es mal was breiteres zu hobeln gibt , wo ich viel Abtrag habe , hobel ich erst grob bis fast zur Enddicke und dann nutze ich den Bandschleifer um die Rillen zu entfernen .
Ansonsten nutze ich den Hobel um Kanten plan zu hobeln , Kanten zu fasen und sägerauhe Bretter /Balken zu glätten
Eine große Fläche damit hobeln geht als Laie eher schlecht .

 

Zitat von kjs
Weiß nicht ob das mit dem PHO auch so geht aber bei dem Hobel den ich hatte (verkaufter DeWalt) habe ich immer Bahnen mit etwas Abstand (3-5mm) voneinander gehobelt und die "Stege" zum Schluß weggehobelt. Dadurch hat die Sohle des Hobels beidseitig eine Art Führung auf den bereits gehobelten Flächen. Wenn man Bahn an Bahn macht kippt eine Seite des Hobels ab und macht die Nuten.
Hoffe das hilft hier auch.......
Ich kapiers nicht wenn du so auf der Fläche hobelst dass Rechts und links Stege über bleiben dann sind die Stege doch für die Führungsplatte zu weit auseinander um den Hobel drauf zu führen oder hab ich da was falsch verstanden...

 

kjs
nein, man hobelt die Stege einzeln ab. Es hängt vom Hobel ab wie breit Du die machen mußt damit es richtig funktioniert.
Wenn Du Spur an Spur machst bleibt die hinterste Ecke noch auf einem ungehobelten Bereich und der Hobel kippt ganz leicht zur gehobelten Seite hin ab und macht Spuren. Ich gehe nachher mal zum Nachbarn der hat einen Bosch Blau. Mal sehen wie breit man da den Steg lassen muß.

 

kjs
So, Schnelltest mit einem GHO 26 und einem Fichte und einem wahrscheinlich Buche Brett. Das Ding ist etwas anders als der DeWalt den ich hatte. Man muß die Stege zwischen 2 und 4cm breit lassen damit es ordentlich wird. Es bleiben minimale Spuren die aber schon mit dem Schwingschleifer und 120er Papier sofort weg waren.

Um die Methode noch mal klarer zu machen. Ganz außen anfangen und einen Streifen hobeln. Dann den nächsten Streifen mit z.B. 2-4cm Abstand davon machen (für den GHO). Wenn man so das Streifenmuster erzeugt hat die noch nicht gehobelten Streifen abhobeln. Dazu den Hobel symmetrisch zum Streifen aufsetzen und vorne kaum andrücken.

 

Geändert von kjs (02.01.2016 um 13:34 Uhr)
Zitat von kjs
So, Schnelltest mit einem GHO 26 und einem Fichte und einem wahrscheinlich Buche Brett. Das Ding ist etwas anders als der DeWalt den ich hatte. Man muß die Stege zwischen 2 und 4cm breit lassen damit es ordentlich wird. Es bleiben minimale Spuren die aber schon mit dem Schwingschleifer und 120er Papier sofort weg waren.

Um die Methode noch mal klarer zu machen. Ganz außen anfangen und einen Streifen hobeln. Dann den nächsten Streifen mit z.B. 2-4cm Abstand davon machen (für den GHO). Wenn man so das Streifenmuster erzeugt hat die noch nicht gehobelten Streifen abhobeln. Dazu den Hobel symmetrisch zum Streifen aufsetzen und vorne kaum andrücken.
Kannst Du uns mal ein selbstgemachtes Video auf Youtube posten, würde viele hier interessieren!

 

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