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Frage zu geerbter Drechselbank

26.04.2016, 21:17
Hallo Community,

ich habe vor kurzen eine Drechselbank geerbt und habe mit ein paar Stellen Probleme, so dass ich die Bank bisher leider nicht nutzen kann. Der Aufbau im groben ist mir klar ich habe aber einige kleine Fragen, welche ich im Bild markiert habe.


  1. (auf Bild 1) 1. Punkt) Die Holzstange wird selbstverständlich durch Stahl ausgetauscht. Sollte das eine Massive Stahl-Stange sein oder reicht auch ein Rohr?
  2. (auf Bild 1 + Bild 2) 2. Punkt) Was ist dies für ein Teil? Das kann ich gar nicht zuordnen?!
  3. (auf Bild 1) 3. Punkt) Das Gewinde ist im Vergleich zu Punkt 3.1 ein Anderes (3 ist größer als 3.1) gibt es für soetwas Adapter? Und wenn ja sind die sicher? Wie heißen die Teile (wenn es sie gibt)?
  4. (auf Bild 1 + Bild 3) 4. Punkt) Wie bekomme ich dran eine Bohrmaschine angeschloßen? gibt es da Adabter, oder wie funktioniert das?
Ich hoffe ihr könnt mir helfen!

Vielen Dank im Vorraus,

Toffi
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Drechselbank, Drechselhilfe, Drechselpraxis Drechselbank, Drechselhilfe, Drechselpraxis
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16 Antworten
Hallo,
es handelt sich um ein recht altes Exemplar. Diese Bohrmaschinen getriebene Drechselvorsätze werden nicht mehr hergestellt. Die Ersatzteilbeschaffung stellt sich zeitweilig sehr schwierig bis unmöglich dar.
Je nach Länge genügt auch ein rohr obgleich meinem (von Metabo) eine Massive Stange beilag.
Um die Bohrmaschine einbauen zu können muss zuvor das Bohrfutter abgenommen werden. Wenn du Glück hast hat die dann eine passende Sechskannt der in die Vorrichtung passt. Über diesen Sechskant wird die Kraft übertragen. Bei fehlender Sechskannt an der Bohrmaschine gab es seinerzeit diverse Adapter mit denen man ein Anschluss ermöglichen könnte.
Bei Gewinden unterschiedlicher Dimensionen können nur Adaptionen weiterhelfen. Diese wirst du (wenn nicht vorhanden) im Netz suchen oder aber herstellen lassen müssen.
Zu der Stange fällt mir leider auch nichts ein außer es ist die original Verbindungsstange.

Mit diese kleine Drechselvorrichtungen kann man einiges anfangen aber wenn es dir darum geht das Drechseln als Hobby auf zu greifen, so würde ich eher empfehlen eine modernere Maschine in Betracht zu ziehen.
Geht es aber mehr zm Sentimentales dann würde ich es putzen und so wie es ist hinstellen.
Wertvoll ist es nicht.

 

Die Stange dürfte ein Zentrierdorn sein, um den Spindelstock mit dem Reitstock gerade auszurichten, Ob es so sinnvoll ist, so zu arbeiten, musst du selbst festestellen, ich würde damit nicht arbeiten wollen....

 

Ich sehe das etwas zwiespältig, auf der einen Seite würde ich sagen für die ersten Versuche ob man am drechseln Spaß findet ist es OK, auf der anderen Seite kann das ganze auch schnell zu Frust führen und du wirst nicht wirklich spass am drechseln finden. Ich würde aber sicher kein Geld mehr investieren, denn auf Dauer wirst du damit sicher nicht glücklich

 

Sieh mal hier, da wurde schon mal über diese Art der Drechselbank diskutiert.
http://www.1-2-do.com/forum/drechsel...ema-11087.html

 

Hallo cyberman,

dein Zwiespalt kann ich nachvollziehen aber, ich würde solche Geräte durchweg positives nachsagen. Ich habe einige Jahre lang mit einem sehr viel gearbeitet und die resultate konnten sich immer sehen lassen.
Ein womöglich verkannte Vorteil ist, dass man sie nach Bedarf verlängern kann. Ich verlängerte meines auf zwei Meter damit ich die Pfosten für unser Ehebett drechseln konnte. Das sind inzwischen etwa 30 Jahre her und sowohl das Bett als auch die Vorrichtung erfreuen sich besten Zustand.

Ich kenne die scheinbar immer währenden Diskussionen darüber ob es sich wirklich um vollwertige Drechselbänke handelt. Wenn man die Geräte außen vor lässt und nur die darauf erzielten Ergebnisse betrachtet dann, muss die Antwort ja lauten.

 

Ich würde eher sagen, dass man drechseln an einer ordentlichen Maschine lernen sollte. Und wenn das ganze soweit gut kann, dann kann man gerne solche Versuche wagen! Ich kenne Drechsler, die haben sich aus Spaß eine DB aus Holz gebaut, aber die wissen, was sie tun...

 

@ Holzbastla,

da stimme ich dir grundsätzlich zu denn, an einer ausgewachsene Maschine zu arbeiten macht in der Tat auch mehr Spaß. Dennoch, wer (wie ich damals) keine andere Möglichkeit hat kann sich damit durchaus behelfen.

Ich habe vor vielen Jahren Drechsler am Straßenrand im Orient zuschauen können. Das woran sie gearbeitet haben war nichts anderes als zwei Nägel an den Enden eines einfachen Holzgestells und das ganz dann von einem Strick, Bogen oder zweite Person angetrieben. Keine von uns würde "Drechselbank" dazu sagen und trotz allem, haben sie sehr schöne Gegenstände hergestellt.

 

Geändert von George1959 (28.04.2016 um 07:33 Uhr) , Grund: Tippfehler
Hallo George,
Du hast schon recht, ich würde das auch mal ausprobieren allerdings mit dem Wissen das es jenseits der Bohrmaschinendrechselbank noch was gibt. Ich will diese Art von Drechselbank auch nicht schlecht reden wenn ich eine solche gehabt hätte hätte ich sie auch genutzt, ich kenne aber auch Leute die dann glauben das sei das Ende der Fahnenstange und wenn sie dann damit Prob. haben liegt es am Drechseln selbst und nicht an der DB. Daher hab ich ja auch geschrieben das ich das nicht unbedingt schlecht finde.
Meine erste DB war auch eine sehr günstige, kleine gebrauchte aus der Bucht, das war OK um etwas Übung zu bekommen und um für mich festzustellen ob mir das Hobby gefällt (wobei als ich sie kaufte ich mir sicher war das sie mir genügen würde). Mit der Zeit und nach einigen, ich nenns mal Verrenkungen :-)) , hab ich sie wieder verkauft und mir eine grössere auch mit mehr Komfort ausgestattete DB geholt. Ich hatte dabei das Glück für meine kleine DB das Geld das ich ausgegeben hatte wieder zu bekommen.
Also zum ausprobieren ja, wenn man dann Spass an der Sache gefunden hat sucht man sich was anderes, aber immer im Hinterkopf behalten das man keine Wunder von der Bohrmaschinen DB erwarten kann und die evtl. Misserfolge durchaus am Equipment liegen können, was nicht heißen soll das man mit gutem Equipment automatisch bessere Ergebnisse bekommt, es fällt nur leichter.

 

@ Hoizbastla, Dein Argument ist auch richtig, nur wenn ich mir überlege was eine halbwegs ordentliche DB kostet und ich dann merke das ich daran keinen Spass oder auch kein Talent habe, dann habe ich im günstigsten Fall einige Hunderter oder mehr in den Sand gesetzt. Das kann ich und ich denke auch viele andere mir nicht leisten. Eine Alternative wäre jemanden zu kennen der eine DB hat und dort mal die ersten Schritte machen. Bei mir war es allerdings so das ich erst durch Drechseln Kontakt zu anderen Drechsler bekommen habe.

 

kjs
Das Ding ist im Gegensatz zu der Bosch Combi auf der ich Jahrzehntelang gedreht habe schon ein echtes Luxusmodell. Klar, eine echte Drechselbank ist was Schönes aber für die paar Stuhlbeine und Handgriffe hat selbst mein Gelumpe es getan. Einen Kugelschreiber wollte ich allerdings nicht drauf machen.
Einige der Bosch Combi Einzelteile sind dafür heute noch bei mir im Einsatz wenn ich mal schnell was abdrehen muß. Grobe Sachen gehen damit und das ist alles was ich brauche. Wenn mir so ein Teil wie vom TE zulaufen würde wäre das schon ein echter Fortschritt.

 

Zitat von cyberman
@ Hoizbastla, Dein Argument ist auch richtig, nur wenn ich mir überlege was eine halbwegs ordentliche DB kostet und ich dann merke das ich daran keinen Spass oder auch kein Talent habe, dann habe ich im günstigsten Fall einige Hunderter oder mehr in den Sand gesetzt. Das kann ich und ich denke auch viele andere mir nicht leisten. Eine Alternative wäre jemanden zu kennen der eine DB hat und dort mal die ersten Schritte machen. Bei mir war es allerdings so das ich erst durch Drechseln Kontakt zu anderen Drechsler bekommen habe.
Jein, in der Regel sollte man vorher einen Kurs besuchen, und nicht versuchen sich das ganze autodidaktisch beizubringen; und erst dann um eine Bank schauen! Wobei ich hab meine erste kleine DB noch immer

 

Janinez  
das mit dem Kurs kann ich nur bestätigen, denn man lernt sich schnell Fehler an, die man dann nur schwer wieder rausbringt..................

 

Zitat von Hoizbastla
Jein, in der Regel sollte man vorher einen Kurs besuchen, und nicht versuchen sich das ganze autodidaktisch beizubringen; und erst dann um eine Bank schauen! Wobei ich hab meine erste kleine DB noch immer
Zitat von Janinez
das mit dem Kurs kann ich nur bestätigen, denn man lernt sich schnell Fehler an, die man dann nur schwer wieder rausbringt..................
Ich sehe das etwas anders , es gibt sicher mehr Drechsler die keinen Kurs absolviert haben als Drechsler die einen Kurs gemacht haben.
Wenn ich erst einen Kurs mache und mich dann um eine DB kümmere vergehen da schnell einige Wochen in dehnen ich das gelernte nicht üben und somit auch wieder vergessen kann. Drechseln ist eine Übungssache.
Wenn ich bereits etwas Übung habe und mache dann einen Kurs bin ich in der Lage auch gezielt die richtigen Fragen zu stellen.

Ich hab ja auch keinen Kochkurs gemacht bevor ich mir einen Küchenherd gekauft habe, den Kochkurs mache ich dann wenn ich bereits etwas gekocht habe (ob das nun geschmeckt hat sei mal dahingestellt )und ich meine Fertigkeiten erweitern möchte.

Ein Kurs ist aber sicher Sinnvoll zum einen um von den Erfahrungen anderer zu lernen, um seine Fähigkeiten zu erweitern und nicht zuletzt auch um das gelernte unter Anleitung zu vertiefen.

Ich habe meinen Kurs auch erst gemacht als ich meine DB bereits hatte und auch schon den ein oder anderen Kantel rund gedrechselt hatte. Auch habe ich bereits einige Schalen gedrechselt und werde sicher noch einen Schalenkurs machen.

Ich denke aber das hier die Meinungen sehr unterschiedlich ausfallen.

 

Da würde ich cyberman zustimmen. Ich habe auch keinen Kurs besucht sondern es mir über die Jahre selbst beigebracht.

 

Zitat von George1959
Da würde ich cyberman zustimmen. Ich habe auch keinen Kurs besucht sondern es mir über die Jahre selbst beigebracht.
und Du scheinst es Überlebt zu haben

 

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