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Frage zu den Schichten eines Laubendachs

16.03.2015, 10:43
Hallo zusammen,
ich habe eine Frage zu einer übernommen Gartenlaube, bzw. zum Aufbau der Schichten des Laubendachs. Habe bereits andere Threads hier im Forum durchgelesen, aber ich muss gestehen, dass ich nicht viel schlauer geworden bin als vorher, da ich absolute Lainin bin, was sowas angeht Vor allem habe ich eine bestimmte Frage zu dieser Dampfsperren-Folie.

Bestandsaufnahme:
Das Dach wurde kurz vor der Gartenübernahme von Außen erneuert. Also von oben her- diese Bitumen-Geschichte- ist alles top. Bei Regen oder so kommt nichts durch.

Von untern her, wenn ich in der Laube stehe und hoch schaue, sehe ich dicke Kanthölzer und darüber ist eine dicke, durchsichtige Folie gespannt. Dann kommen Holzspanplatten und danach vermute ich eine Schicht Bitumenkleber und die Dachpappe, die man ja von Außen sieht. Verkleidet wurde da nichts, weil diese Folie kurz vor dem Kauf angebracht wurde...

Meine Frage:
Genau diese Folie zwischen den Kanthölzern und den Holzplatten erscheint mir irgendwie falsch. Manchmal bilden sich kleinste Tröpfchen Kondenswasser auf der Innen-Seite der Folie und das läuft dann durch die Neigung zur hinteren Laubenwand. Dort sind schon einpaar Stellen feucht, nämlich die Balken, die quer zwischen den Dachsparren auf der Wand liegen. Diese wollen wir demnächst austauschen.

Kann ich diese Folie nicht einfach entfernen? oder erfüllt sie eine Funktion?

Dann hätte ich den folgenden Aufbau von Innen:
Dachbalken, Holzplatten, Kleber, verschweißte Bitumenbahnen

Das Gartenhäuschen ist eher schlecht als recht isoliert (da ist nur Styropor zwischen Außen- und Innenwand aus Holz, sonst nichts) und wird auch nicht beheizt. Wir haben dort eigentlich nur einen Kühlschrank, eine Spüle und etwas Geschirr drinnen und ansonsten nutzen wir es eher als bessere Abstellkammer für einen Kicker und die Gartenmöbel (im Winter). Daher wird die Decke auch nicht weiter verkleidet. Die Dachbalken werden evtl. noch lackiert und gut ist.

Über Tipps und Hilfe würde ich mich wirklich sehr freuen
Ein Vordach aus Polyesterwellbahn habe ich noch so hinbekommen, aber bei dem Dach der Gartenlaube stehe ich auf dem Schlauch

Liebe Grüße aus Essen,
Yasi
 
Gartenlaube Gartenlaube
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5 Antworten
Zur Folie... meine Meinung: raus damit.
Die Dachkonstruktion scheint mir nicht gedacht zu sein für eine Folie. Das sieht man z.B. an der Tröpchenbildung. Dadurch bildet sich Feuchtigkeit, die durch Kondensieren hineingelangt ist, aber nicht wieder raus kann. Das sorgt für faulende Balken.

 

So im ersten moment denke ich das da die falsche folie verbaut wurde. Die sollte als Dampfsperre dienen, aber dann muß man auch Folie für Dampfsperre nehmen.
Wenn da keine weitere Isolation drann soll dann die Folie weg. Solange die Balken nur feucht sind, nicht schlimm. Die trocknen wieder wenn man die Ursache beseitigt hat. Wenn aber schon erste Anzeichen von Morschheit oder Schimmel zu sehen sind muß man reagieren.

 

Wow,
das ging ja fix mit den Antworten. Danke schön, erstmal.

Also hat mich mein "gesunder" Menschenverstand nicht getäuscht, die Folie ergibt gar keinen Sinn, an der Stelle. Eher im Gegenteil...
Und es ist eine ganz normale, dicke durchsichtige Folie. Ich glaube nicht, dass es eine professionelle Dampfsperre oder Ähnliches ist.

Aber solange vom Dach untenrum nichts verschimmelt oder morsch ist, könnte ich das von der Grundidee her so lassen, dass nach den Balken einfach die Holzplatten kommen und dann außen der Kleber und die Dachpappe?

Da das Dach von oben in gutem Zustand ist, wollten wir uns dieses Jahr nicht "unnötig" mit einem neuen Dach belasten, und das erst ins nächste oder übernächste Jahr verlegen. Dann auch mit einer korrekten Isolierung von allem (Aber dafür hole ich mir dann besser professionelle Hilfe)

Hauptsache die Laube schimmelt mir kommenden Winter nicht vollständig weg. Denn nach diesem Winter musste ich a l l e s wegwerfen, was darin stand. Alles hat geschimmelt.

 

Warum überhaupt isolieren? Wenn nicht geheizt wird, bringt das nur verzögerte Temperaturanpassung. Ich denke, Ihr habt eher ein Lüftungsproblem. In alten Scheuern kann es überall reinblasen, da ist nichts isoliert und deshalb fault auch das Heu nicht. Mach an einer Wand unten ein Loch mit Gittern und an gegenüber liegenden Wand eines oben. Dann hast Du Luftaustausch und es wird nichts mehr schimmeln. Meine Eltern hatten ein Schrebergartenhaus mit minimalster Querlüftung (alle paar Bretter ein Loch mit ner Abdeckung und diese hatte Löcher so groß wie bei einem Salzstreuer). Das hat offenbar genügt. Da hat 30 Jahre lang nichts geschimmelt.

Mach die Folie mit nem Messer raus. Da kondensiert das Wasser unter- und oberhalb. Bringt nur Schaden.

Viel hilfreicher ist an trockenen Tagen einfach mal zu lüften. Temperatur ist dabei egal. Kälte schadet nicht.

 

Also wenn die eingelagerten Sachen schimmeln dann ist es feucht. Und die Luft steht. (Man bin ich wieder schlau) Die Feuchtigkeit hat sicher die Folie mit rein gebracht. Also raus damit..Wenn du keine Schwirigkeiten mit Einbruch hast, dann nicht alles verrammeln. Es muß Luftaustausch sein. Kälte schadet nicht. Ich denke wenn die Folie weg ist wird sich schon einiges ändern.

 

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