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Frage zu Dachdämmung und Dampfsperrfolie

23.12.2013, 19:24
Hallo. Ich schreibe hier im Auftrag meines Bruders rein der sich ein Haus gekauft hat und wo er das Dach selbst Dämmen will bzw gedämmt hat.
Das Haus wurde in den 60er Jahren gebaut und der Dachboden soll nicht als Wohnraum genutzt werden nur gedämmt.Er möchte folgendes wissen

Wird eine Dampfsperrfolie unbedingt benötigt und wenn ja wie bringt er diese am besten an weil da ja auch die Stützbalken und Querstangen sind usw damit die auch dicht ist ?

Desweiteren hätte er gern gewusst ob es schlimm ist wenn die Hölzer die , die Dämmung halten dran bleiben?


Zum Dach sei gesagt es kommt hinter der Dämmung was Isover Klemfliß 14 cm ist eine Teerpappe und dahinter dann die Ziegel.


Ich denke auf den Fotos könnt ihr das einigermaßen erkennen und och hoffe da kann jemand was zu sagen.

Vielen dank schon mal
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Name:	k-rimno dach 1.jpg
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Name:	k-timo dach.jpg
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13 Antworten
Die Pfannen liegen in Pappdocken, dann ist eine Hinterlüftung zwischen Pappdocken und Dämmung Pflicht.
Wurde das eingehalten?

 

in der regel werden solche dampffolien mittels tacker angebracht.die dämmwolle darf halt auf keinen fall nass werden,sonst könnte es schimmeln.würde sowas allerdings nicht alleine machen,wenn man davon keine ahnung hat.da kann soviel schiefgehen.zum schluß hat man einen bauschaden.

 

versuche mal, mit einer Skizze Dir den Durchblick zu verschaffen !
wie auch andere User hier schreiben, die Dämmung darf nicht aussen anliegen,
( bei der Teerpappe ) auch dort muss eine Schwangs-Lüftung sein !
Für innen eine GUTE Dampfsperr-Folie nehmen ( Überlappt auftackern ! ).....
Gruss.....
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Name:	ScanDämmung.jpg
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ID:	23771  

 

Ein leidiges Thema, diese Dachdämmung , wer da schlampt, holt sich massive Bauschäden ins Haus.

  1. Hinterlüftung ca. 4-5cm
  2. keine Lücken in der Dämmung
  3. Dampfsperre, ordentlich befestigt, absolut dicht abgeklebt, saubere, zugfreie Randabdichtung
An der fachgerechten Ausführung einer Dämmung scheitern oft schon "Fachbetriebe", also Vorsicht walten lassen und sehr ordentlich arbeiten.

 

Frohe Weihnachten !
So wird ich es machen-Panzertaep zum halt der Dämmung
Leisten erstmal ab- nach und nach
Folie links oben beginnend an tackern ca 20cm Überhang lassen zur Giebelwand
Folie nach rechts ziehend mit Tackerklammern an den Sparren befestigen
Abstand auf den Sparren etwa 30 cm an der rechten Seite wieder 20 cm überlappen lassen
Nächste Bahn wieder links beginnend 15 cm auf die Erste überlappend aufbringen und so weiter ..
Mit Dichtband die Überlappung verkleben
Lattung wieder anbringen( für RG Platten) Abstand etwa 40 cm ( Plattengröße beachten)
An den Seiten (Giebel) die Folie mit Spezialkleber ( Baumarkt) befestigen und abdichten
Hoffe es hilft Euch beiden etwas !
Viel Erfolg Euch !



Folie oben links

 

Zitat von Schnick
Frohe Weihnachten !
So wird ich es machen-Panzertaep zum halt der Dämmung
Leisten erstmal ab- nach und nach
Folie links oben beginnend an tackern ca 20cm Überhang lassen zur Giebelwand
Folie nach rechts ziehend mit Tackerklammern an den Sparren befestigen
Abstand auf den Sparren etwa 30 cm an der rechten Seite wieder 20 cm überlappen lassen
Nächste Bahn wieder links beginnend 15 cm auf die Erste überlappend aufbringen und so weiter ..
Mit Dichtband die Überlappung verkleben
Lattung wieder anbringen( für RG Platten) Abstand etwa 40 cm ( Plattengröße beachten)
An den Seiten (Giebel) die Folie mit Spezialkleber ( Baumarkt) befestigen und abdichten
Hoffe es hilft Euch beiden etwas !
Viel Erfolg Euch !



Folie oben links
Bitte was?
Gaffa zum Halten der Dämmung?!

Bevor hier Tipps zum abdichten gegeben werden sollte der To erstmal Infos zum Aufbau und den restlichen baulichen Gegebenheiten machen.
Was bringt ihm ein astrein luftdicher Dachkörper wenn es zwischen in die vrmtl. vorh. Balkenlage total reinpfeift?
Oder er sich dadurch die Sparren in Schimmelfarmen umstrukturiert.

 

Zitat von vegeta30

Wird eine Dampfsperrfolie unbedingt benötigt und wenn ja wie bringt er diese am besten an weil da ja auch die Stützbalken und Querstangen sind usw damit die auch dicht ist ?
Meiner Ansicht nach ist eine Dampfsperrfolie auch dann anzubringen wenn der Dachboden nicht als Wohnraum genutzt wird. Wie man da auch nachlesen kann sollte, muss sogar auf eine gute Dämmung geachtet werden. Die Dampfsperre die meist aus Polyamid- oder einer Polyäthylenfolie besteht wird mit Hilfe von einem Klammergerät (Tacker) angebracht.

 

Geändert von Funny08 (27.12.2014 um 12:23 Uhr) , Grund: Hyperlink entfernt
Lattung erst mal wieder runter und Folie antackern, Tackerstellen abdichten
Folien mit dem dafür vorgesehenen Klebeband zusammen kleben
Balken ziehen Luft, gehören für die Dampfbremse also nach draußen und werden mit eingepackt
Randanschluss bzw. da wo Balken durch müssen mit Spezialkleber aus der Kartusche befestigen
Darauf achten, dass die Folie UV-fest ist, sonst abdecken

 

Geändert von Fernton (31.12.2013 um 16:41 Uhr)
Hallo vegeta,
es ist im Endeffekt egal ob der Dachboden bewohnt wird oder nicht. Fakt ist, durch ein schlecht gedämmtes Dach kann mehr Wärme verloren gehen, als bei undichten Fenstern.
Ich habe schon mehrere Dächer gedämmt und habe deshalb einige Erfahrung in diesem Bereich. Nachfolgend beschreibe ich Dir die einzelnen Schritte:
Den Dämmstoff hast du ja schon eingebaut, als nächstes folgt die sogenannte Dachverschalung.
Hierzu muß das komplette Dach abgedeckt und die Lattung entfernt werden. Von unten beginnend werden nun im Versatz OSB - Platten mit Nut und Federn horizontal auf die Sparren genagelt. Dazu nimmst am besten Platten mit der Abmessung ca 2,5 m x 1.00 m . Wichtig ist hierbei das die Federn immer ganz in die Nuten gesteckt werden ( lege die Platten mit der Feder nach unten, dann kannst du mit einem Stück Kanntholz und einem Hammer die Platten zusammenklopfen ohne das die Feder ausbricht.) Achte darauf, die Platten immer im Versatz zu legen d. h. 1. Reihe mit ganzer Platte beginnen, 2. Reihe mit halber Länge.
Als Tritt einfach eine Dachlatte auf die bereits verlegten Platten nageln (hierbei Nägel nicht ganz einschlagen. so kannst du sie später wieder leichter herausziehen.

Als nächsten Schritt wird nun die Dampfsperrfolie verlegt. Im Baustofffachhandel bekommst du 50m - Rollen mit ca 1m Breite. Diese Folien haben auch eine Markierung, wie weit die Überlappung sein muß. Beginne, wie bei den OSB - Platten, mit der 1. Bahn unten an der Dachkante. Achte darau die Folie faltenfrei und horizontal gerade zu verlegen ( am leichtesten geht es wenn ihr zu zweit seit, einer rollt und der andere tackert die Folie gleich fest). Als Tritt ebenfalls wieder mit Dachlatten arbeiten, allerdings sollten es so wenig wie möglich sein. Die Überlappungen müssen dann mit einem Klebeband (Baustofffachhandel) komplett verklebt werden. Wichtig ist es an Kaminen, Strom- oder Antennenständern die Folie ca. 20cm hochstehen lassen und ringsum gut mit Klebeband verkleben.

Nun zur Dachlattung. Hierbei sollte mit einer sogenannten Konterlattung zur Hinterlüftung des Daches gearbeitet werden. D. h., auf jeden Dachsparren wird von der Dachkante aus bis zum First eine Dachlatte aufgenagelt. Erst danach mit der eigentlichen Dachlattung beginnen. Dach zu decken und fertig.

Es ist nätürlich ein wesentlich größerer Arbeits- und Kostenaufwand, aber es lohnt sich auf jeden Fall.
Da ich jetzt nicht weiß, wie handwerklich geschickt ihr seit, empfehle ich euch auf jeden Fall zu überlegen diese Arbeiten von einer Fachfirma ausführen zu lassen. Es gibt inzwischen viele gute kostengünstige Firmen die sich auf Dachdämmung spezialisiert haben und euch dabei auch beratend zur Seite stehen können.

LG rieser69

 

Dir würde ich auch zu einer Fachfirma raten...
Leute glaubt ihm kein Wort.


Zitat von rieser69
Den Dämmstoff hast du ja schon eingebaut, als nächstes folgt die sogenannte Dachverschalung.
Es ist zig mal einfacher alles von außen zu dämmen.
Das Abschalen der Dachfläche ist auch kein muss, das kann man sich getrost sparen.

Zitat von rieser69
Hierzu muß das komplette Dach abgedeckt und die Lattung entfernt werden. Von unten beginnend werden nun im Versatz OSB - Platten mit Nut und Federn horizontal auf die Sparren genagelt. Dazu nimmst am besten Platten mit der Abmessung ca 2,5 m x 1.00 m . Wichtig ist hierbei das die Federn immer ganz in die Nuten gesteckt werden ( lege die Platten mit der Feder nach unten, dann kannst du mit einem Stück Kanntholz und einem Hammer die Platten zusammenklopfen ohne das die Feder ausbricht.) Achte darauf, die Platten immer im Versatz zu legen d. h. 1. Reihe mit ganzer Platte beginnen, 2. Reihe mit halber Länge.
Ah, OSB als Außenhaut?
Damit gar keine Feuchtigkeit mehr aus der Dämmunbg kommt?

Richtig wäre DWD-Platten, diese sind diff.offen und ermöglich ein geregeltes austreten der Feuchtigkeit.

Und die Feder sollte niemals nach unten zeigen.
So können die Nuten voller Wasser laufen, das macht man bei Wandverschalungen ebenso.

Zitat von rieser69
Als nächsten Schritt wird nun die Dampfsperrfolie verlegt. Im Baustofffachhandel bekommst du 50m - Rollen mit ca 1m Breite. Diese Folien haben auch eine Markierung, wie weit die Überlappung sein muß. Beginne, wie bei den OSB - Platten, mit der 1. Bahn unten an der Dachkante. Achte darau die Folie faltenfrei und horizontal gerade zu verlegen ( am leichtesten geht es wenn ihr zu zweit seit, einer rollt und der andere tackert die Folie gleich fest). Als Tritt ebenfalls wieder mit Dachlatten arbeiten, allerdings sollten es so wenig wie möglich sein. Die Überlappungen müssen dann mit einem Klebeband (Baustofffachhandel) komplett verklebt werden.
Jetzt wird es böse.
Warum baut man auf die kalte Dachseite eine Dampfsperrfolie?
Um die Dichtigkeit der OSB-Platten zu unterstützen und die Bausubstanz gänzlich zu zerlegen?

Korrekt wäre hier eine diff. offene Unterspannbahn.
Diese fällt bei einsatz von DWD-Platten aber auch weg.




Zitat von rieser69
Nun zur Dachlattung. Hierbei sollte mit einer sogenannten Konterlattung zur Hinterlüftung des Daches gearbeitet werden. D. h., auf jeden Dachsparren wird von der Dachkante aus bis zum First eine Dachlatte aufgenagelt. Erst danach mit der eigentlichen Dachlattung beginnen. Dach zu decken und fertig.
Und wo baust du deine Keilbohle ein?
Das könnte nach deiner Anleitung komplex werden.


Zitat von rieser69
Es ist nätürlich ein wesentlich größerer Arbeits- und Kostenaufwand, aber es lohnt sich auf jeden Fall.
Nach deiner Anleitung könnte man auch den Ofen mit Geldscheinen heizen.
Das wäre ähnlich sinnvoll.

 

Man man man.

Was ist denn hier los. Leute die Panzertape nehmen wollen und nicht einmal das Wort Tape schreiben können.

Ich habe unlängst mein Dach gemacht und bilde mir ein als Ingenieur zumindest etwas Ahnung zu haben.
Grundsätzlich bildet das Dach immer ein Gesamtsystem, nur über die Innenseite zu reden macht keinen Sinn. Bevor man auf Laien hört, ist es besser einen Fachman zu holen und dieser haftet nämlich auch für seine Arbeit.

Wenn das Dachgeschoss nicht bewohnt werden soll, dämmt man am besten die Decke zwischen dem letzten bewohnten Geschoss und Dach. Das natürlich nach den aktuellen Vorschriften.

Würde ich im Moment dazu raten, hmmmm hängt davon ab wie die weiteren Pläne sind und wie die Außenseite des Daches aussieht. z.B. wollt Ihr die Ausseite machen, diffusionsoffene Unterspannbahn etc.

Die von Hazett erstellte Zeichnung trifft es ganz gut, nur für einen Neuaufbau kann ich die ganze Stärke zwischen den Sparren dämmen. Die Hinterlüftung bekomme ich dann durch die Konterlattung.

Ich hoffe das hilft dir etwas. Sonst melde dich einfach nochmal.

 

Tackleberry, du sprichst mir aus der Seele.

Nur den Teil mit der Keilbohle verstehe ich nicht. Normaler Weise nimmt man auf dem unteren Ende (letze Steinreihe) einfach eine Konterlattung mit weniger Höhe und schon passt die Bohle rein.

Zitat von Tackleberry
Dir würde ich auch zu einer Fachfirma raten...
Leute glaubt ihm kein Wort.



Es ist zig mal einfacher alles von außen zu dämmen.
Das Abschalen der Dachfläche ist auch kein muss, das kann man sich getrost sparen.


Ah, OSB als Außenhaut?
Damit gar keine Feuchtigkeit mehr aus der Dämmunbg kommt?

Richtig wäre DWD-Platten, diese sind diff.offen und ermöglich ein geregeltes austreten der Feuchtigkeit.

Und die Feder sollte niemals nach unten zeigen.
So können die Nuten voller Wasser laufen, das macht man bei Wandverschalungen ebenso.


Jetzt wird es böse.
Warum baut man auf die kalte Dachseite eine Dampfsperrfolie?
Um die Dichtigkeit der OSB-Platten zu unterstützen und die Bausubstanz gänzlich zu zerlegen?

Korrekt wäre hier eine diff. offene Unterspannbahn.
Diese fällt bei einsatz von DWD-Platten aber auch weg.






Und wo baust du deine Keilbohle ein?
Das könnte nach deiner Anleitung komplex werden.




Nach deiner Anleitung könnte man auch den Ofen mit Geldscheinen heizen.
Das wäre ähnlich sinnvoll.

 

Zitat von SteffenOD
Bevor man auf Laien hört, ist es besser einen Fachman zu holen und dieser haftet nämlich auch für seine Arbeit.

.
Insbesondere wenn dieser auf seine gänzlich falsche Lösung beharrt.
Sonst wirds ganz schnell doppelt so teuer....


Hier siehts du was ich meine.
Wenn man die Konterlattung bis an die Traufe führt hat man keinen Platz für die Bohle.
Und wenn man sie auf die Konterlattung nagelt wird der Rinneneinhang unmöglich.
Deshalb legt man die Folie über die Bohle und beginnt erst oberhalb dieser mit der Konterlattung.
Wichtig ist, dass man keinen "Wassersack" in den Knickpunkt der Folie macht.

 

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