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Fräsen, Sägen, Schleifen, Polieren mit Dremel oder Einhell

28.12.2011, 21:36
Hallo,

bin seit Weihnachten besitzer einer Einhell (BT-MG 135/1; siehe Anhang), die ich mir selbst geschenkt habe.

Bevor ich mir, was Präzisionswerkzeug angeht, etwas von Dremel kaufe, wollte ich zunächst ein wenig günstiger experimentieren.
Ich weiß, ich kann mir die Internetseite von Dremel anschauen - habe ich auch schon gemacht - ich bräuchte aber ein paar Tipps von Leuten, die sehr viel Erfahrung in Präzisionsarbeiten haben.

Primär möchte ich (z.B. Schach-)Figuren aus Holz schaffen (ich schätze mal, dass das Brennholz, das ich verwende, Hartholz ist).
Vom Rausarbeiten eines Stücks aus einem Holzblock bis zum Pollieren brauche ich ja ein paar Aufsätze. Einige sind mit im Set dabei (siehe Anhang).

Habe da schon die ersten Versuche gemacht und mir stellen sich die folgenden Fragen:

1) Trennscheiben schneiden das Holz ein wenig langsam und schwärzen es vor allem. Ist da ein Kreissägeblatt besser? Lohnt sich der Kauf? Oder ist da ein Spiralfräser empfehlenswerter? Möchte nämlich gröbere Holzstücke enfernen und die Arbeit mit einem Nutenfräser dauert ja Ewigkeiten.

2) Mit welchem Aufsatz polliere ich am besten Hartholz?

3) Mit Schleifbändern mache ich meisten die vorletzen Formarbeiten. Die letzten mit Schleifscheiben (wesentlich feiner als die Schleifbänder). Das Problem ist, dass die Schleifbänder solche Kratzer hinterlassen, das ich die nicht mal mit einer Schleifscheibe wegbekomme. Wie komme ich zu einer glatten Oberfläche?

4) Ich habe in meinem Set auch viele andere Aufsätze, die allerdings laut Handbuch für andere Materiallien gedacht sind (Keramik, Glas, Metall etc.) - weicht teilweise von der Beschreibung gleicher Aufsätze von der der Dremel-Aufsätze ab. Dabei handelt es sich um kleinste Fräser, die ich gern benutzen würde. Geht das oder zerstöre ich dabei den Aufsatz (man kann ja auch Schleifpapier mit Weichholz verkleben, sprich unbrauchbar machen)?

Bitte verzeiht das teilweise Doppelgemopple im Text, bin einfach vollkommen neu auf diesem Gebiet.

Danke im Voraus
Dominik

P.s.: Habe die gleiche Frage im forum 'woodworker' gestellt, bis dato leider ohne Antwort.
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Dremel, Einhell, Figuren Sägen, fräsen, Holzbearbeitung, polieren, schleifen, Tipps Dremel, Einhell, Figuren Sägen, fräsen, Holzbearbeitung, polieren, schleifen, Tipps
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9 Antworten
Hallo Dominik,
ich kann mir gerade gar nicht vorstellen, wie man mit einem Dremel oder deinem Gerät aus einem vollen Holzscheit schöne, kleine Figuren herausarbeiten kann/soll.
Da gibt es sicherlich viele geeignetere Werkzeuge für.
Für die Endbearbeitung, polieren, Deiails ausarbeiten, dafür kann ich mir das Gerät schon eher vorstellen.

 

Brutus  
Ich selbst habe es mal mit einer biegsamen Welle und so eine Art Raspelköpfen versucht, konnte die Welle aber fast nicht ruhig halten und gab die sache dann auf. Die Raspelköpfe hatten aber auch größere Durchmesser als die Fräser, die man in den Dremel spannen kann. Ist bestimmt nicht ganz einfach aber sicher nicht unmöglich wenn man es einmal raus hat.

 

Wenn Du keine Dekupiersäge hast um die Figuren wie Harry in 3 D auszusägen und Du mit Dremelzubehör arbeiten willst, es gibt Sägeblätter, wobei ich für Hartholz eins mit Diamant vorschlage. Dann gibt es Fräser aller Art (auch mit Diamant). Sieh doch einfach
mal mein Projekt für Dremelzubehör an.

 

Die kleinen Fräsköpfe kannst du für die feinen Modellierarbeiten nehmen.
Interessant für dich dürfte das Speedclick-Sortiment sein. Da gibt es sehr gute Trennscheiben (habe beim Workshop mal die Diamanttrennscheibe bei dirkfulda im Einsatz gesehn, aber nicht selbst ausprobiert), aber auch Polieraufsätze.
Die Schleifbänder finde ich auch zu grob
Säge dir die Formen grob zurecht und mach nur die feineren Arbeiten mit dem Dremel. Alles andere ist zeitraubend...

 

Schachfiguren säge ich demnächst aus in 3 D , das geht aber nur mit einer Dekupiersäge, der Dremel oder Einhell ist für solche Sachen nicht gemacht.
Damit kannst du die Figuren wenn nötig nacharbeiten aber nicht aussägen oder schneiden.
Und Schachfiguren geht über 3D Sägen am besten finde ich

 

Zitat von Rincewind70
Die kleinen Fräsköpfe kannst du für die feinen Modellierarbeiten nehmen.
Die kleinen Fräsköpfe an sich sind tatsächlich nicht schlecht. Materialabtrag ist wirklich sehr dezent. Der spitze Fräser ist leider (wie auch die anderen) an sich sehr sehr klein und deswegen für präzisen Einsatz 'scheinbar' geeignet, nach dem Aufsätzen aber ist die Spitze des Fräskopfes leider nicht in der Mitte, sondern macht selbst auch noch einen kleinen Kreis, weswegen innere Kanten dann keinen präzisen Strich mehr darstellen. Ich glaube da kommt nur Handarbeit in Frage.

Zitat von Rincewind70
Interessant für dich dürfte das Speedclick-Sortiment sein. Da gibt es sehr gute Trennscheiben (habe beim Workshop mal die Diamanttrennscheibe bei dirkfulda im Einsatz gesehn, aber nicht selbst ausprobiert), aber auch Polieraufsätze.
Habe ne Diamanttrennscheibe ausprobiert (nicht die von Dremel) und muss sagen - Enttäuschung. Da geht es ja mit den üblichen Trennscheiben schnell voran - auch wenn da alles sofort schwart wird.
Werde demnächst aber eine Dremmel Diamantscheibe ausprobieren aber auch das kleine Kreissägeblatt derselben Marke. Bin gespannt.
In einem Youtubevideo habe ich mir den Spiralfräser von Dremmel angeschaut - sah ja gar nicht so interessant aus. Erfahrung mit sowas?
Grüße
Dominik

 

Ich habe mit der SpeedClick-Diamantscheibe erstmal nur Sperrholz gesägt.
Mein Dremel ist seit gut 4 Wochen mit der Flexwelle ausgestattet, die zuvor Jahre in der Packung lag. Bisher habe ich mehr Arbeiten mit Metall und Kunststoff gemacht.
Einen ovalen und runden Fräser habe ich schonmal zum Test verwendet. Das ist OK zum "schnitzen", also um Feinheiten auszuarbeiten.
Zum Sägen solcher Teile nehme ich immer gern die Japansäge.
Wie die Aufsätze verwendet werden, kann man sich auf der DREMEL-Seite gut anschauen. Von den Aufsätzen von "Billiganbietern" wird immer abgeraten. Die sind in der Regel wirklich gefährlich. Investiere da lieber in Qualität.

 

Danke prinzipiell für alle eure Antworten.
Hier mal ein paar Fotos aus meinem Arbeitsprozess (Leider nur 2 Stufen).

In die 'Kabine' sollte ein Männlein rein, dem ich aber bei der Arbeit erst das linke, dann das rechte Bein weggesegt habe (wahrscheinlich, weil die Beine dünner waren als das Ende der Spitzfräskopfs?).

Ziel: Keines
Holz: Olivenbaum
Endprodukt: Einem Wassergefährt ähnliches Objekt
Instrumente: Multifunktionswerkzeug von Einhell (keine Handarbeit mit Feilen, Schmiergelpapier etc.)
Arbeitszeit: Etwa 10 Stunden
Ausbleibende Arbeit: Präzises Ebnen, Pollieren

Mal die Frage (weil noch nie mit Holz und Maschienen gearbeitet): Jedesmal, wenn ich 2 Stunden mit der Maschine gearbeitet habe, fühle ich, wenn ich Zeigefinger und Daumen aufeinander presse, als ob Strom durch meine Finger fließen würde - eine Art hochfrequentige Viibration (in der Hand, mit der ich das Werkzeug vor alleim hielt).
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Zitat von rainerwahnsinn
Ich habe mit der SpeedClick-Diamantscheibe erstmal nur Sperrholz gesägt.
Mein Dremel ist seit gut 4 Wochen mit der Flexwelle ausgestattet, die zuvor Jahre in der Packung lag. Bisher habe ich mehr Arbeiten mit Metall und Kunststoff gemacht.
Einen ovalen und runden Fräser habe ich schonmal zum Test verwendet. Das ist OK zum "schnitzen", also um Feinheiten auszuarbeiten.
Zum Sägen solcher Teile nehme ich immer gern die Japansäge.
Wie die Aufsätze verwendet werden, kann man sich auf der DREMEL-Seite gut anschauen. Von den Aufsätzen von "Billiganbietern" wird immer abgeraten. Die sind in der Regel wirklich gefährlich. Investiere da lieber in Qualität.
Ja, ich glaube, so eine Japansäge ist was Feines für solche Arbeiten. Die leg ich mir mal zu.

 

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