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Forstnerbohrer

22.08.2012, 09:45
Moin.

Ich werde mir demnächst mal verscheidene Forstnerbohrer zulegen müssen und bin etwas unschlüssig, da die Preisspanne ja sehr groß ist. Klar dass die die billigen Sets nicht taugen, aber 25 € pro Bohrer will ich auch nicht ausgeben.. Habe bisher nur einen 25er von wolfcraft, der hat sich an sich ganz gut bewährt, ist aber etwas zugesaut und mittlerweile wohl auch schärfwürdig.

Was braucht man denn, um einen Forstner nachzuschleifen?

Ich bohre arbeite meistens mit Weichholz aber öfter auch mal mit noch nicht abgelagertem Schnittholz.. Außerdem werde ich Arbeitsplatten (Spanplatte, Multiplex und Buchenleimholz) bohren müssen, für die Werktische im Keller.

Welche Vorteile haben HM-bestückte Bohrer, kann man die in der Oberfräse verwenden?

Mit welchen Marken habt ihr für welche Ansprüche gute Erfahrungen gemacht? Kennt jemand die recht günstigen Kochbohrer, die es beim Fuchs zu bestellen gibt?

Geballte Fragen.. vielleciht kann man mit den Antworten ja den Wissensartikel etwas aufpolieren.
 
Forstnerbohrer Forstnerbohrer
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12 Antworten
Ekaat  
Forstnerbohrer nachuschleifen ist daheim am Kochtopf nicht möglich
Dazu benötigt man eine spezielle Vorrichtung, die ziemlich teuer ist. Was nützt es z. B., wenn beide Schneiden schön scharf sind, diese aber unterschiedliche Höhen haben?
Hartmetallbestückte Bohrer sind für den Heimwerker nicht kaputtzukriegen, allerdings recht teuer.
Ich benutze für Löcher bis 13mm ganz normale Spiralbohrer und habe mir im Laufe der Zeit diverse Forstner-Bohrer für größere Durchmesser von Festool gegönnt. Wenn man die nacheinander in Abständen kauft, ist die Baugrube im Portemonnaie nicht so groß.
Für eine Oberfräse sind diese Bohrer nicht geeignet, weil Fräsen zu hochtourig sind - das Holz würde an der Schnittstelle verbrennen; außerdem hat man für Oberfräsen meist nur Spannzangen für Ø6 und Ø8mm - das schränkt die Benutzung von Bohrern deutlich ein. Für die OF würde ich mir einen Stirnfräser gönnen; der ist auch nicht teurer, als ein guter Forstner-Bohrer.

 

Bevor du ein Set kaufst, prüf bitte ob du die Größen darin überhaupt für irgend etwas brauchst. Bisher bin ich mit 17, 26 und 35mm ausgekommen.

Um ab und an mal ein Loch zu bohren reicht sicherlich eine HSS Variante aus. Wenn du eine ganze Serie von Löchern bohren willst, wirst du die standfestere Hartmetall-Ausführung schätzen. Multiplex- und Spanplatten stellen höhere Anforderungen an den Bohrer als massive Weichhölzer.

Du solltest die Materialwahl bei Bohrern (HSS oder HM) also von der jeweiligen Nutzungshäufigkeit und dem zu bohrenden Material (Massivholz oder Platte) abhängig machen.

 

Zitat von Zotteltier
Moin.


Was braucht man denn, um einen Forstner nachzuschleifen?
Hallo Zotteltier.

Zum Nachschärfen benötigst du in erster Linie einen Forsterbohrer der auch nachschärfbar ist. Mir fallen da sofort die "Colt MaxiCut" ein. Der günstigste ist jedoch nicht unter 22,50€ erhältlich. EIn Video wie man seinen Colt MaxiCut nachschärft, findest du hier:
Colt MaxiCut-Video
Nachschärfen-Video (englisch)

 

Geändert von Aengstlich (22.08.2012 um 15:18 Uhr)
dausien  
Ich würde auch von einem Set abraten - Lieber die für ein Projekt benötigten Größen in guter Qulität einzeln kaufen. Ich habe bisher auch nur 35mm, 25mm und 20 mm gebraucht.

 

Danke für die Atnworten. Ein Set kommt für mich auch nicht in Frage. Verstehe die typischen gRößeneinteilungen da nicht.

Am wichtigsten ist mir momentan der Bohrer für die Lochreihen in den Werkbänken, der sollte natürlich serienfähig sein. Welches Maß ist denn hier das richtige, 19 oder 20 mm? 19er findet man fast keine..

Dann brauche ich noch einen 22er für Kerzenhalter, ebenso einen 40er. Is ja schon "bald" Weihnachtszeit..

ein paar Sacklöcher für Sechskantschrauben stehen noch an, da wird es um die 25mm gehen. Und wenn es dann dran geht, Spannzangen zu verbauen muss man sehen was da gebraucht wird..

Spiralbohrer hab ich auch bis 14mm.

 

Zitat von Zotteltier
Am wichtigsten ist mir momentan der Bohrer für die Lochreihen in den Werkbänken, der sollte natürlich serienfähig sein. Welches Maß ist denn hier das richtige, 19 oder 20 mm? 19er findet man fast keine..
19er Forstnerbohrer findest du z.B. bei feinewerkzeuge.de oder mehr-als-werkzeug.de

Ob du 19mm oder 20mm Löcher bohren solltest, hängt davon ab ob du importierte 3/4" (19,05mm) Bankhaken oder "kontinentale" 20mm Bankhaken verwenden sprich kaufen möchtest. Wenn du dir deine Bankhaken selber bauen möchtest (z.B. aus Alurohren oder Rundhölzern) sind 20mm Bohrungen vorteilhaft, weil das Ausgangsmaterial einfacher zu bekommen ist.

Für Importhaken kannst du natürlich auch einen 3/4" Bohrer verwenden, dann sitzen die Haken nicht ganz so stramm.

 

Geändert von Fernton (23.08.2012 um 10:25 Uhr)
Zitat von Fernton
19er Forstnerbohrer findest du z.B. bei feinewerkzeuge.de oder mehr-als-werkzeug.de

Ob du 19mm oder 20mm Löcher bohren solltest, hängt davon ab ob du importierte 3/4" (19,05mm) Bankhaken oder "kontinentale" 20mm Bankhaken verwenden sprich kaufen möchtest. Wenn du dir deine Bankhaken selber bauen möchtest (z.B. aus Alurohren oder Rundhölzern) sind 20mm Bohrungen vorteilhaft, weil das Ausgangsmaterial einfacher zu bekommen ist.

Für Importhaken kannst du natürlich auch einen 3/4" Bohrer verwenden, dann sitzen die Haken nicht ganz so stramm.
Danke, das war sehr hilfreich, dann werde ich bei den konventionellen 20mm bleiben.

 

Hallo
Bohrer einzel bedarfsorientiert kaufen. http://www.stern-werkzeuge.at/stern_...ernet_2006.pdf Da beziehe ich meine Bohrer. Lasse auch meine alte dort Schleifen. Forstner freihändig schleifen geht schief.

 

So, ich hab die 2 Werkbank-Projekt1 mal durchskizziert und brauche zunächst 20 mm für die Bankhakenbohrungen (Spanplatte und Buche) und 30mm für Sacklöcher (Weichholz). Mein 25er läuft seit dem reinigen wieder gut in Weichholz. Hatte den beim letzten tEst auch mir ahorn gequält, das war wohl etwas viel erwartet.

Ich denke, für die Lochreihen wäre auch ein Kunstbohrer angemessen, oder? Dieses Angebot für einen 20mm HM-.Bohrer von Bosch scheint mir gut zu sein. Der sollte für den Job doch genau richtig sein, oder? 9,99€ war jedenfalls ein auffällig niedriger Preis, ist bestellt.

 

Geändert von Zotteltier (27.08.2012 um 13:42 Uhr)
Kennt den jemand die Forstnerbohrer von Hitachi und Priranha/Black&Decker? Sind das Billigteile oder für den Heimwerkergebrauch erstmal in Ordnung? Ich würde mir ndoch gerne recht kurzfristig noch die 22er, 30er und 40er Bohrer zulegen, falls ich ein günstiges Angebot finde.

PS: der 20er Kusntborher von Bosch geht ab, das ist schon ne Freude.

 

Also ich habe einfach mal bei Ebay einen ganzen Holzkoffer mit HSS-Forstnerbohrern gekauft. Ist fein abgestuft von 10 mm bis 50 mm. Die grössten sind gezackt. Arbeiten tu ich im Normalfall im Bohrständer. Und als Material verarbeite ich alles, was mir über den Weg läuft. Vom weichen Fichtenholz über Spanplatten bis zu Kunststoffen. Wichtig ist es, die Bohrer nach Belastung abzukühlen. Abnutzungserscheinungen habe ich noch keine festgestellt. Es kommt halt immer darauf an, wie ich mit dem Werkzeug umgehe.

 

Zitat von Zotteltier
Kennt den jemand die Forstnerbohrer von Hitachi und Priranha/Black&Decker? Sind das Billigteile oder für den Heimwerkergebrauch erstmal in Ordnung? Ich würde mir ndoch gerne recht kurzfristig noch die 22er, 30er und 40er Bohrer zulegen, falls ich ein günstiges Angebot finde.

PS: der 20er Kusntborher von Bosch geht ab, das ist schon ne Freude.
Piranha/Black&Decker sind Standardqualität. Mit Hitachi verglichen - Billigteile. Aber für den "normalen Heimwerkerbebrauch" erstmal in Ordnung. Ich weiß jetzt nicht, ob das schon einer gesagt hat, aber für Spanplatten sollte man HM-Forstner verwenden. Der HSS wird da sehr schnell heiß. Und wenn er zu heiß geworden ist, also nicht kontrolliert gekühlt wird, verliehrt er seine Härte und dann kannst ihn schrotten.

 

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