Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Flachfräsbohrer / Forstnerbohrer gibts da einen Unterschied ?

18.05.2013, 08:20
Bine  
Hallo zusammen

mir stellt sich gerade die Frage wo der Unterscheid zwischen dem Flachfräsbohrer und dem Forstnerbohrer ist .

Für mich sieht es so aus als ob beide zur gleichen Verwendung geeignet wären . Oder irre ich ?

Würde mich freuen wenn ihr mir mal auf die Sprünge helfen würdet wofür man den Flachfräsbohrer überhaupt nutzt und wo die Unterschiede sind

LG Bine
 
Flachfräsbohrer, Forstnerbohrer Flachfräsbohrer, Forstnerbohrer
Bewerten: Bewertung 0 Bewertungen
13 Antworten
Woody  
Der eklatanteste Unterschied ist das Ergebnis:
beim Flachfräsbohrer hast du nachher mittig ein kleines Loch der Zentrierspitze, welches beim Forstnerbohrer nicht vorhanden ist. Letzterer wird vor allem auch als Topfbohrer für Topfscharniere eingesetzt. Flachfräser gehen schneller und einfacher zum Vertiefungen/Löcher bohren und sind meistens auch in größeren Größen zu haben und haben einen längeren Aufnahmestiel (keine Ahnung wie man das nennt) - man kommt also auch an unzugänglichere, tiefere Stellen ran.

 

Geändert von Woodworkerin (18.05.2013 um 08:28 Uhr)
Hallo,

Forstnerbohrer hnterlassen im Gegensatz zu den Flachfräsbohrern saubere, sehr genaue Löcher. Bessser noch als Forstnerbohrer sind Kunstbohrer. Diese haben Harmetallschneiden und neigen nicht so zum brennen wie normale Forstnerbohrer. Kunstbohrer lassen sich aber schwieriger freihand führen.

Gruß

Heiko

 

Bine  
Hallo ihr beiden
ahaa , man lernt halt nie aus
Also wenn von dem Flachfräsbohrer ein Loch der Zentrierspitze vorhanden ist denke ich wäre weniger tragisch zumindest wenn man ihn für runde Verbindungen ( Rundhölzer ) nutzt .
Für Schrankscharniere ebenso obwohl dort ein sauberer Rand besser wäre den der Forstnerbohrer hinterlässt .

Super beschrieben , dankeschön

 

Welche Arten von Bohrern gibt es und welches sind ihre Eigenschaften?

 

Woody  
Zitat von Bine
Also wenn von dem Flachfräsbohrer ein Loch der Zentrierspitze vorhanden ist denke ich wäre weniger tragisch zumindest wenn man ihn für runde Verbindungen ( Rundhölzer ) nutzt .
genau, so wie ich es in meinem Projekt für die Akkuschrauberaufhängung (http://www.1-2-do.com/de/projekt/Wan...leitung/11964/) gemacht habe. Da hatte das Zentrierloch sogar den Vorteil, dass ich von hinten mittig das Rundholz anschrauben konnte.

@Fernton: super Link

 

Geändert von Woodworkerin (18.05.2013 um 10:03 Uhr)
Bine  
@ Fernton
danke sowas habe ich gesucht aber HIER in unserer Wissensdatenbank , da ist der Flachfräsbohrer aber noch nicht vorhanden

@ Stimmt Woody , da ware der Flachfräsbohrer sogar von Vorteil

 

Hallo,

zum Einbohren von Topfbändern kannst du einen Fräsbohrer nicht nehmen. Zu unsauber, zu ungenau und die Spitze kommt an der Rückseite auch wieder raus.

Gruß

Heiko

 

Mein letzter Einsatz eines 20 mm Fräsbohrers waren Löcher in 5mm Acrylscheiben (Schiebetüren im Wohnwagen), ging wunderbar.

 

Zitat von Woodworkerin
Der eklatanteste Unterschied ist das Ergebnis:
beim Flachfräsbohrer hast du nachher mittig ein kleines Loch der Zentrierspitze, welches beim Forstnerbohrer nicht vorhanden ist....
Forstnerbohrer haben auch die Zentrierspitzen.
Für Treppenbauer gibt es diese sogar als Staketenbohrer(Staketenbormax) mit tauschbaren Spitzen & Bohrern.
Die Forstnerbohrer gib es auch in Größen über 100 mm Durchmesser. Sogar in Inch Maße gibt es diese hierzulande(falls jemand einen 27 mm(26,9mm) Forstnerbohrer sucht).

 

Woody  
@ForKids: da geb ich dir recht, nur ist das Loch der Zentrierspitze des Forstnerbohrers im Vergleich zum Flachfräsbohrer eher als Vertiefung denn als Loch zu bezeichnen.

 

Zitat von holzbastler
Hallo,

Forstnerbohrer hnterlassen im Gegensatz zu den Flachfräsbohrern saubere, sehr genaue Löcher. Bessser noch als Forstnerbohrer sind Kunstbohrer. Diese haben Harmetallschneiden und neigen nicht so zum brennen wie normale Forstnerbohrer. ...

Gruß

Heiko
Hallo Heiko,

Inzwischen gibt es auch Forstnerbohrer mit (Zentrierspitze,) HM-Hauptschneide und HM-bestückter, sowie gezahnter Umfangsschneide in Wellenform.

Diese gezahnten Umfangschneiden verhinden auch bei "normalen" Forstnerbohrer durch optimierte Spanabfuhr sogar in Hartholz ein "Brennen".

Gruß

 

Hallo Bine.
Flachfräsbohrer finden mehr bei Zimmermannsarbeiten ihren Einsatz. Große Durchgangslöcher in Balken u.ä.. Deswegen auch der lange Schaft. Ich habe damit auch schon Sacklöcher gemacht, um Schlüsselschrauben oder Maschinenschrauben mit K-Scheibe bündig im Balken einzulassen. Für die Zentrierspitze bohre ich vorher beim Durchgangsloch mit einem 2 - 4 mm Bohrer vor, um ein Verlaufen des Fräsbohrers zu verhindern.
Forstnerbohrer verwenden mehr Schreiner/ Tischler, um z.B. Topfschaniere zu montieren.
Der Bohrer sorgt durch seine Art auch für saubere Löcher in der Randzone.

HG - Monteur

 

Bine  
Hallo Monteur

sehr gute Beschreibung , danke dir
Ferntons Link ist auch super , da werden auch sämtliche Bohrer gut beschrieben

 

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht