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Flachdach Blech aus Aluminium oder Zink

05.04.2011, 09:49
Geändert von Tpercon (05.04.2011 um 10:28 Uhr)
Bei mir steht jetzt die neue Abdichtung des Vordaches und der Garage an. Beides sind Flachdächer mit geringer Neigung.

Was für Material nimmt man für die Ortgangbleche und Dachrinnen? Wo besteht der Unterschied zwischen der Aluminium und Zinkvariante? Wie ist z.B. die Haltbarkeit?
 
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12 Antworten
Bei der Dachrinne nimm auf jeden Fall eine Zink Dachrinne. Also ich kenne keine Bleche die aus Alu sind und wenn ja kann man die nicht bezahlen. Die normalen Bleche die man so im Baumarkt kaufen kann sind alle aus Stahl mit eine Pulverbeschichtung. Es kommt einem vielleicht so vor das die aus Alu sind weil es gibt verschiedene stärken von 0,5 - 0,8mm Bleche und die 0,5 Bleche sind halt sehr leicht da kann man meinen das die aus Alu sind. Ich rate Dir aber nimm 0,7mm Bleche da kannst du wenigstens mal drüber laufen bei 0,5mm Blechen hast du sofort eine Beule drin.

 

Ekaat  
Als Hobby-Dachdecker rate ich Dir zu Zink - nicht zu verzinktem Stahlblech! Zink ist zwar teurer, als Alu, aber Alu bekommt durch die Witterung zunächst Oxidationspunkte, hervorgerufen durch das auch in der Luft vorhandene Salz, an dem sich Wasser konzentriert und die Oxidation beginnt. Später ist das ganze Blech weiß/schmutzig grau.
Da es sich um einen Ortgang handelt, wird er wohl nicht begangen (paradox, nicht? ). Du könntest auch mit Kupfer arbeiten - es kommt darauf an, wie die sicherlich in der Nähe befindlichen Dachrinnen und Fallrohre sind.
Verzinktes Stahlblech: ~1,20€/kg - müßte unbedingt mit Zinkhaftgrund und wetterfestem Lack gestrichen werden
Zinkblech: ~8,00€/kg - kann roh bleiben, wird mit der Zeit etwas grau
Kupferblech: ~12,00€/kg - kann roh bleiben, wird mit der Zeit dunke und satzt dann nach Jahren Grünspan an, der die weitere Korrosion verhindert.
Rostfreies Blech: ~7,00€/kg - bleibt roh, darf nicht gestrichen werden. Es ist aber unbedingt darauf zu achten, daß das Befestigungsmaterial nicht aus rohen oder verzinkten Schrauben besteht. Auch Kleben ist nicht günstig, weil ein Sauerstoffaustausch verhindert wird, der das Blech erst rostfrei hält.

 

Ekaat  
Ach ja, Dachrinnen aus Edelstahl habe ich noch nirgends gesehen; wenn es sie denn gibt, sind sie bestimmt rasend teuer - auch die Rinneisen und die Befestigungsnägel müßten dann aus Edelstahl sein. Wahrscheinlich gibt es sie nicht, weil das Biegen von Edelstahl-Rinneisen immensen Kraftaufwand erfordern würde - etwa 40% mehr, als bei vergleichbaren aus verzinktem Stahl (verz. Stahl 380N/mm², Niro 650N/mm" Zugfestigkeit).

 

Vielen Dank, dann schaue ich mich nur konkret nach Zink-Varianten um.

 

...da hier bisher Metall diskutiert wurde, kommt bei mir die Frage auf, warum keine Plastikrinnen. Da gibt es ja jede Menge im Baumarkt. Vom Verarbeiten her, kürzen etc. sind die vielleicht einfacher zu handhaben.

 

Ekaat  
Zitat von mopedrolf
...da hier bisher Metall diskutiert wurde, kommt bei mir die Frage auf, warum keine Plastikrinnen. Da gibt es ja jede Menge im Baumarkt. Vom Verarbeiten her, kürzen etc. sind die vielleicht einfacher zu handhaben.
Wie sieht das denn aus und überhaupt...

 

Bei Künstoffrinnen hab ich Probleme gehabt mit der Wärmedehnung im Sommer,bin dann auf Zinkrinnen umgestiegen,da mich es gestört hat das die Kunststoffrinne sich im Sommer Durchbog und im Winter fast aus dem Letzten Rinneisen fiel,auf 10mLänge.

 

Ich habe bei unserem neuen Haus komplett Titanzink verarbeitet und bin von der Verarbeitung her sehr zufrieden. Über die Haltbarkeit braucht man wohl weniger diskutieren.

 

Ekaat  
Zitat von Ricc220773
Ich habe bei unserem neuen Haus komplett Titanzink verarbeitet und bin von der Verarbeitung her sehr zufrieden. Über die Haltbarkeit braucht man wohl weniger diskutieren.
Hatte mich nicht getraut, Zink zu verarbeiten (Löcher beim Löten :=O) Daher Kupfer genommen - hatte da mehr Erfahrung. Ich machte damals folgende Rechung auf: Zink = machen lassen = 6000 DM / Kupfer = selber machen = 3000 DM / Zink = selber machen = 2000 DM.
Bloß Leute, wenn Ihr mit Kupfer arbeitet, bitte nicht weichlöten (Lötzinn/Lötblei)! Habt Ihr dann irgendwann mal eine Leckstelle an einer Lötung, werdet Ihr Schwierigkeiten haben, die richtig dicht zu bekommen. Habe das bei der Dachrinne meiner Schwester erlebt, die weichgelötet war. Gleiches Problem bei meiner Rinne (=Hartlot) war überhaupt kein Problem.

 

Bei Generationen von Klempnern wurden die Rinnen Weichgelötet,deshalb verstehe ich nicht deine Warnung,auch bei meinem Hausanbau hab ich die alten Zinkrinnen geändert ohne das es hinterher undicht war.Alles mit Lötflasche Lötwasser und Zinn.

 

Ekaat bezog sich auf Kupferrinnen, welche hartgelötet werden sollten. Ich habe bisher auch nur Zinkrinnen verlötet.

 

Ekaat  
Zitat von HOPPEL321
Bei Generationen von Klempnern wurden die Rinnen Weichgelötet,deshalb verstehe ich nicht deine Warnung,auch bei meinem Hausanbau hab ich die alten Zinkrinnen geändert ohne das es hinterher undicht war.Alles mit Lötflasche Lötwasser und Zinn.
Im gegensatz zu Kupfer kann Zink auch(fast) ohne Zusatzstoffe verlötet werden. Wenn da was undicht werden sollte, ist es halb so wild.
Anders sieht es bai Kupfer aus: Dort verfließt das Lot nicht mit dem Kupfer. Ist es nicht 100%ig sauber, ist die Zinn-Lötstelle undicht. Bei Hartlot geht das eifacher.
Selbstverständlich geht alles! Ich rede aber hier vom Heimwerken für Leute mit keinen oder wenig Kenntnissen.

 

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