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FI Schutzschalter richtig dimensionieren

25.06.2014, 19:35
Hallo zusammen
ich habe eine Frage zu einem FI Schutzschalter. In meiner Unterverteilung habe ich ausschließlich 16 A Sicherungsautomaten. Jetzt möchte ich nur an der Sicherung für das Bad einen FI Schutzschalter montieren. Ich habe einen neuen 25 A , 30mA, A Schutzschalter bekommen. Kann ich diesen an die 16 A Sicherung anschließen, oder sollte ich den FI Schutzschalter auch 16 A besorgen?
Vielleicht kann man dabei jemand helfen. Danke
Gruß André
 
FI Schutzschalter, richtig dimensionieren FI Schutzschalter, richtig dimensionieren
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17 Antworten

Die besten Antworten

Hallo,

also ich kann auch nur zum Fachmann raten...

Aber der FI ist völlig ok für den Einstazzweck. Wie Karsten schon schrieb haben der FI-Schalter und der Leitungsschutzschalter zwei verschiedene Aufgaben. Es müssen beide eingebaut sein und der FI gehört klassischerweise vor den Leitungsschutzschalter (da man normalerweise dahinter mehrere Leitungsschutzschalter setzt). Funktional macht es aber keinen Unterschied.

Der Leitungsschutzschalter hat als Bemessungsgröße 16A, d.h. er löst bei eine Strom größer 16 A (Kennlinie beachten) aus. Soll also bei Kurzschluß abschalten.
Der FI-Schalter löst bei einem Fehlerstrom von 30mA aus, aber ein Kurzschluß interessiert ihn nicht. Die Ampere Angabe des FI-Schalters sagt nur aus welcher Strom maximal getragen werden kann ohne dass der FI-Schalter dabei kaputt geht.
Es muss also vor dem FI-Schalter ein Leitungsschutzschalter sein (oder Sicherung), die den Strom maximal auf den zulässigen Wert des FI-Schalters begrenzt.
Wenn Du mit 16A vor dem FI absicherst, kann ein FI mit 16, 24, 32 oder 63A eingebaut werden, das ist egal.
Baust Du den 16A Automaten hinter den FI mußt Du schaun wie davor abgesichert worden ist und einen entsprechenden FI wählen.

Das ist die Technik, ABER wie Eingangs gesagt:
Bitte vom Fachmann machen lassen !!!
Hallo,
es ist so, eine Sicherung schützt nur die Leitungen, ein FI-Schutzschalten, soll dein Leben schützen also ist die Idee mit einem Fachmann schon gut.
Bei Sicherungen ist es so, es gibt eine Abstufung, wie die Sicherungsautomaten auslösen müssen, die man einhalten muss diese liegt bei 2 Stufen d.H. 16A Sicherungsautomaten wäre die Ab. bzw. hier Hochstufung bei 25A. Wenn du nur einen FI-Schutzschalter für dein Bad haben möchtest ist der FI-Schutzschalter von 25A / 2Polig richtig, nächste wäre ein 40A / 4Polig der ist dann aber für 3 Phasen, also in dem Fall für das ganze Haus bzw. Wohnung.

Generell ist es so, das der FI-Schutzschalter immer vor die Sicherung geschaltet wird. Nur ein FI-Schutzschalter ist nicht zulässig, ausserdem sind für eine normale Wohnung mit der Verkabelung von, dieses unterstelle ich einfach mal, NYM-J 3x1,5 16A höchstens, alles dadrüber würde für einen Leitungsquerschnitt von 1,5 als Sicherung zu groß sein, d.H. die Sicherung löst zu spät aus, das Kabel könnte überhitzen und somit könnte ein Brand entstehen.

Das Problem ist, wenn du selbst an der Anlage arbeitest, dieses nicht von einem Fachmann machen lässt, kann in einem Schadensfall, die Versicherung sich quer stellen und nicht zahlen. Hierbei reicht es schon, wenn du noch nicht einmal Schuld hast sondern dieser Fehler schon vom Vorbesitzer war und dann erst auftritt.

Ein bisschen Angst muss sein, aber mit Strom ist nicht zu spaßen.
Dafür habe ich einmal Elektriker gelernt.

Gruß Karsten
Wenn ich dich richtig verstehe, willst du den FI dazu machen, sprich die vorhandene 16A Sicherung bleibt drin, oder?

Grundsätzlich geht das, dass du die Leitung gegen Überlast mit dem 16er Automaten sicherst und den FI nur für den Fehlerstrom verwendest. Sauber ist es aber nicht und hier wäre ein 16A FI die bessere Wahl. Ob die Reihenschaltung von den beiden Sicherungen so überhaupt zulässig ist, kann ich dir leider nicht sagen. Generell sollte ein Nichtfachmann auch nicht an den Sicherungen rumbasteln.

 

Ähm, AndreSt, sei mir nicht böse, aber bitte, lass das einen Elektriker machen, der sich damit auskennt. So wie sich deine Frage liest, besitzt du nicht das nötige Sachwissen um in einem so heiklen Bereich der Hauselektrik Änderungen durchzuführen - die paar Euro, die ein Elektriker verlangt, um einen FI einzusetzen sollten dir dein Leben wert sein!

 

Ich würde dir auch raten einen Fachmann für den Einbau zu beauftragen. Der FI den Du bekommen hast ist schon mal der richtige aber er hilft dir nur wenn er richtig eingebaut bzw. verdrahtet wird. In einem Verteiler hat der Laie nichts zu suchen, außer evtl. die geflogene Sicherung wieder hochzudrücken!!!

 

Hallo,
es ist so, eine Sicherung schützt nur die Leitungen, ein FI-Schutzschalten, soll dein Leben schützen also ist die Idee mit einem Fachmann schon gut.
Bei Sicherungen ist es so, es gibt eine Abstufung, wie die Sicherungsautomaten auslösen müssen, die man einhalten muss diese liegt bei 2 Stufen d.H. 16A Sicherungsautomaten wäre die Ab. bzw. hier Hochstufung bei 25A. Wenn du nur einen FI-Schutzschalter für dein Bad haben möchtest ist der FI-Schutzschalter von 25A / 2Polig richtig, nächste wäre ein 40A / 4Polig der ist dann aber für 3 Phasen, also in dem Fall für das ganze Haus bzw. Wohnung.

Generell ist es so, das der FI-Schutzschalter immer vor die Sicherung geschaltet wird. Nur ein FI-Schutzschalter ist nicht zulässig, ausserdem sind für eine normale Wohnung mit der Verkabelung von, dieses unterstelle ich einfach mal, NYM-J 3x1,5 16A höchstens, alles dadrüber würde für einen Leitungsquerschnitt von 1,5 als Sicherung zu groß sein, d.H. die Sicherung löst zu spät aus, das Kabel könnte überhitzen und somit könnte ein Brand entstehen.

Das Problem ist, wenn du selbst an der Anlage arbeitest, dieses nicht von einem Fachmann machen lässt, kann in einem Schadensfall, die Versicherung sich quer stellen und nicht zahlen. Hierbei reicht es schon, wenn du noch nicht einmal Schuld hast sondern dieser Fehler schon vom Vorbesitzer war und dann erst auftritt.

Ein bisschen Angst muss sein, aber mit Strom ist nicht zu spaßen.
Dafür habe ich einmal Elektriker gelernt.

Gruß Karsten

 

Zitat von KarstenBeneke
Nur ein FI-Schutzschalter ist nicht zulässig,
Darf ich fragen aus welchen Land du kommst, mich würde brennend interessieren in welchen Land man unbedingt mehr als einen FI einbauen muss.
Bei mir in AT ist es nämlich erlaubt, und ich habe auch noch nie mehr als einen FI in einer Wohnung eingebaut (bei einer Wohnung bis 100m²), in einen größeren Haus oder Wohnung schaut’s natürlich anders aus.

 

Geändert von mani1972 (26.06.2014 um 06:40 Uhr)
Hallo Andre,

Dein Vorhaben die Sicherheit Deiner Wohnung zu erhöhen ist sehr lobenswert.

Aus Deinem Post lese ich heraus, das Du elektrotechnisch nihct sehr bewandert bist.

Daher frage ich, ob Du schon überprüft hast. ob Deine INstalltion überhaupt für einen FI geeignte ist? Lass das bitte eine Fachkraft machen um Dir Ärger zu ersparen.

 

Funny08  
Ich würde mich hier den Vorrednern anschließen. Sicherungen werden selektiv aufgebaut, was bedeutet kleinere Sicherung hinter die größere...
Was auch zu bedenken ist, der Fachmann ist auch für die korrekte Funktion der Fehlerstromschutzeinrichtung verantwortlich, die beinhaltet nicht nur die Installation sonder auch das Prüfen und Messen an allen daran befindlichen Abgängen, sowie die Erstellung der korrekten Prüfprotokolle.

 

Zitat von AndreSt
[...]
Vielleicht kann man dabei jemand helfen.
Ja, das kann jemand - siehe gelbeseiten.de/elektriker - und das ist vollkommen ernst gemeint! Du musst nur noch die PLZ eines Wohnortes eingeben.

Zitat von AndreSt
Danke
Bitte.

Gruß, Jan

 

Hallo,

also ich kann auch nur zum Fachmann raten...

Aber der FI ist völlig ok für den Einstazzweck. Wie Karsten schon schrieb haben der FI-Schalter und der Leitungsschutzschalter zwei verschiedene Aufgaben. Es müssen beide eingebaut sein und der FI gehört klassischerweise vor den Leitungsschutzschalter (da man normalerweise dahinter mehrere Leitungsschutzschalter setzt). Funktional macht es aber keinen Unterschied.

Der Leitungsschutzschalter hat als Bemessungsgröße 16A, d.h. er löst bei eine Strom größer 16 A (Kennlinie beachten) aus. Soll also bei Kurzschluß abschalten.
Der FI-Schalter löst bei einem Fehlerstrom von 30mA aus, aber ein Kurzschluß interessiert ihn nicht. Die Ampere Angabe des FI-Schalters sagt nur aus welcher Strom maximal getragen werden kann ohne dass der FI-Schalter dabei kaputt geht.
Es muss also vor dem FI-Schalter ein Leitungsschutzschalter sein (oder Sicherung), die den Strom maximal auf den zulässigen Wert des FI-Schalters begrenzt.
Wenn Du mit 16A vor dem FI absicherst, kann ein FI mit 16, 24, 32 oder 63A eingebaut werden, das ist egal.
Baust Du den 16A Automaten hinter den FI mußt Du schaun wie davor abgesichert worden ist und einen entsprechenden FI wählen.

Das ist die Technik, ABER wie Eingangs gesagt:
Bitte vom Fachmann machen lassen !!!

 

Geändert von Pettersson (27.06.2014 um 11:23 Uhr)
Hi,
erstmal zu deiner Frage:
du kannst den 25A FI hinter deinen B16A hängen, ist kein Problem.
Nur den FI alleine, ohne Sicherungsautomat (egal ob davor oder dahinter) ist nicht zulässig und auch nicht ratsam.

Nun mal zu der Sache wegen Arbeiten an elektrischen Anlagen usw...
solche Arbeiten sollten wirklich nur von Elektrofachkräften oder "anderen" unterwiesenen Personen ausgeführt werden. Es sind zwar nur vier Drähte, aber dabei kann man auch einiges verkehrt machen. Versicherungstechnisch ein Heikles Thema, und an die eigene, die der Familie usw. sollte man auch denken.

 

Hi, zum FI ist glaube ich alles gesagt. Da du noch keinen FI in der Badinstallation hast, dies jedoch seit einigen Jahren Vorschrift für Neuinstallationen und Installationserweiterungen ist, könnte es noch sein das in deinem Bad die falsche Netzform für die Anwendung eines FI-Schalters verlegt ist (TNC-Netz), je nachdem wie alt dein Haus/ deine Wohnung ist. Das bedeutet, dass Neutralleiter und Schutzleiter kombiniert sind. Und das mag der FI überhaupt nicht. Aber wenn der elektriker da ist kann er sich das ja gleich mal ansehen.

 

Hallo zusammen

das waren ja sehr viele aufschlussreiche Informationen. Ich danke euch allen für die Infos. Ich wollte nur wissen, ob ich den FI direkt mal umtauschen muss bevor ich den "Fachmann" hole, oder ob ich dann alles richtig beisammen habe.
Sehr positiv fand ich, dass ihr alle auf die Sicherheit bedacht seit. Schön, wenn man sich mit Fachleuten austauschen kann. Vielen Dank dafür.

Gruß André

 

Funny08  
Ja André - wir wollen dich schließlich noch öfters hier gesund und wohlbehalten lesen.

 

Zitat von Funny08
Ja André - wir wollen dich schließlich noch öfters hier gesund und wohlbehalten lesen.
++++
schließe mich diesen Worten an...!.. was hier noch nicht sachlich zur Sprache kam,
ist die generelle Art der Absicherung... im Haus, oder jede Etage !
der Strom vom Versorger ( z.B. Vattenfall, EON usw. ) wird von der Strasse kommend,
zunächst in einem Hauptsicherungskasten, (welcher auch verblomt ist ! ) mit jeder Phase
ca. 36 Amp gesichert sein ! ab hier geht auch der PE ( Schutzleiter ) zum
Haus-Sicherungs-Kasten ( für jede Etage extra )
Jetzt folgt der Stromzähler, dann sollte als ERSTE Sicherung der FI eingebaut sein !
..... weil der FI nicht nur für einen Raum ( Bad z.B. ) ... sondern für alle Sicherungen
im Fehlerfall ( deshalb heisst das Teil auch " Fehlerstrom-Schutzschalter ) den Strom
sehr schnell abschalten muss !
.... Also... UNBEDINGT den Fachmann ranlassen... muss für diese Montage auch
der Hauptkasten ( die 36 Amp Sicherungen ) geöffnet werden, darf das nur ein
Elektrikermeister mit Zulassung vom E-Werk machen ! ( hat nicht jeder Elektriker ! )
Gruss....

 

Zitat von Hazett
++++
s
Jetzt folgt der Stromzähler, dann sollte als ERSTE Sicherung der FI eingebaut sein !
..... weil der FI nicht nur für einen Raum ( Bad z.B. ) ... sondern für alle Sicherungen
im Fehlerfall ( deshalb heisst das Teil auch " Fehlerstrom-Schutzschalter ) den Strom
sehr schnell abschalten muss !
.... Also... UNBEDINGT den Fachmann ranlassen... muss für diese Montage auch
der Hauptkasten ( die 36 Amp Sicherungen ) geöffnet werden, darf das nur ein
Elektrikermeister mit Zulassung vom E-Werk machen ! ( hat nicht jeder Elektriker ! )
Gruss....
Sollte ist das richtig Wort, aber bei "Altbauten" alles andere als der normalzustand, da kann man schon froh sein, wenn das Bad mit einem FI/RCD abgesichert ist.

 

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