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FI Schalter am elektrischen Durchlauferhitzer

22.03.2011, 12:23
Hallo,

elektrisch bin ich schon bewandert, aber kein Elektriker.
Mir fehlen da einfach bei manchen Sachen die Erfahrung.

Ich habe 2 elektrische Durchlauferhitzer installiert.

Ordentlich mit 32 A Automaten abgesichert, aber keinen FI davor.

Wie machen das die Profielektriker?

Gruß vom Daniel
 
Durchlauferhitzer, Elektrik, FI-Schutzschalter Durchlauferhitzer, Elektrik, FI-Schutzschalter
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16 Antworten
Was genau möchtest Du wissen? Ist gar kein FI vorhanden oder meinst Du das keiner gesondert für die DLE vorhanden ist- was ja auch nicht vorgeschrieben ist!

 

Geändert von DirkderBaumeister (23.03.2011 um 07:37 Uhr)
Ekaat  
Ein FI-Schalter mißt den Strom (Amperestärke) zwischen Erde und Phase(n). Übersteigt der Strom einen Schwellenwert - meist 30mA - löst er innerhalb von Millisekunden aus und unterbricht den Stromkreis. Dies soll verhindern, daß durch den Körper eines Menschen zuviel Strom fließt und ihn somit schädigt.
Voraussetzungen: Getrennt geführte Erd- und Nul-Leiitung, eine funktionierende Erde.
Ob Null und Erde getrennt sind, kann man einfach mit einem Ohmmeter feststellen, indem man alle Leitungen (auch stromführende!) vom Strom und alle Geräte von den Steckdosen trennt und den Widerstand mißt. Es sollte kein Widerstand - auch im Mega-Ohm-Bereich - zu messen sein. Das Erdungspotential kann auch gemessen werden, jedoch empfehle ich dringend für diese Arbeit einen Elektriker! Die Sache ist zu sensibell, als daß man sich auf eine Heimarbeit verläßt, und der Schalter im Fall des Falles doch nicht anspringt. Die Trennung zwischen Null und Erde kann man selbst vorbereiten, um die Rechnung des Elektrischen nicht zu hoch werden zu lassen. Es obliegt dann dessen Verantwortung, daß die Kabelage auch o.K. ist.

 

Hallo Ekaat

Leider muß ich Dir mitteilen, das Deine Aussage bezüglich des FI-Schalter falsch ist.

Denn um einen Erdstrom messen zu können, müsste die Erde ja auch am FI-Schalter angeklemmt sein. Dem ist aber nicht der Fall.

Am FI-Schalter kommen folgende Leitungen an:
L1 erste Phase
L2 zweite Phase (nur bei mehrphasigem FI-Schalter)
L3 dritte Phase (nur bei mehrphasigem FI-Schalter)
Null (Sammelrückleiter)

Der FI-Schalter mißt nun die Summe der Ströme die eingeleitet werden und vergleicht diese mir der Summe der Ausgangsströme. Sollte eine Differenz größer des zulässigen Fehlerstromes (z.B. 30mA) auftreten, so schaltet der FI-Schalter allpolig ab. Also auch den Null !!!

Ein Anschluß des Erdleiters ist nicht vorhanden und auch nicht sinnfoll, da sich der Fehlerstrom ja auch in anderer Richtung als in die Erde ableiten kann.
(Luft/andere Phase bei Wechselstrom FI)

Sehr positiv erkenne ich aber an, das Du darauf hingewiesen hast, das diese Arbeiten gefährlich sind und nur von einer Fachkraft (z.B. Elektriker) durchzuführen sind.

Desweiteren erlischt bei den meisten Gebäude Versicherungen der Versicherungsschutz, sofern selbst rumgebastelt wurde!!

@Daniel
Bitte lass Deine Anlage von einer Fachkraft überprüfen. Mit Strom ist nicht zu spaßen.
Auch wenn viele gerne mal daran rumbasteln. Ich habe da schon schlimme Dinge
gesehen.

Grüße vom Bastelfuchs

 

Geändert von Bastelfuchs (22.03.2011 um 16:47 Uhr)
Ekaat  
Zitat von Bastelfuchs
Hallo Ekaat

Leider muß ich Dir mitteilen, das Deine Aussage bezüglich des FI-Schalter falsch ist....
Ich stelle fest, daß Du meinen Beitrag nur überflogen hast:
Das Abklemmen bezog sich auf die Messung evtl. Verbindungen zwischen INTERNER Erdleitung und INTERNEM Nulleiter.
Das Erdpotential ist entweder gegeben, oder nicht gegeben, deswegen nützt es auch nichts, wenn da Irgendetwas an- oder abgeklemmt ist. Je nachdem, was man erreichen will, mißt man zwischen Erde und der stromführenden Leitung (Bei Fernmeldeanlagen alter Generation wurde zwischen a-Leitung und Erde gemessen, bei Funkanlagen zwischen Antenne und Erde). So bekommt man heraus, ob ausreichend geerdet ist, oder nicht.
Aber, wie gesagt, eine Prozedur, die dem Fachmann vorbehalten sein sollte.
Auch wenn die Erde mittels einem Ringanker (Ein verzinkter Bandstahl, meist 35x4mm, um das Haus gezogen und mit der Erdleitung verbunden) hergestellt wurde, sieht das zwar ganz schön fachmännisch aus, sagt aber nichts über »gute« oder »schlechte« Erde.

 

Geändert von Ekaat (22.03.2011 um 16:34 Uhr) , Grund: Ergänzung
[QUOTE=Ekaat;66445]Ein FI-Schalter mißt den Strom (Amperestärke) zwischen Erde und Phase(n).

Du solltest mgl. ersmal lesen was Du vorher schreibst.
Elektrik ist ein bisschen was anderes als Stahlhandel.

Sorry Ekaat.

 

Geändert von Bastelfuchs (22.03.2011 um 16:43 Uhr)
Ekaat  
[QUOTE=Bastelfuchs;66472]
Zitat von Ekaat
Ein FI-Schalter mißt den Strom (Amperestärke) zwischen Erde und Phase(n).

Sorry Ekaat.
Bin nicht sorry.
Allerdings habe ich gehört, daß eigentlich der Phasenstrom mit dem Null-Strom verglichen wird; wenn der Unterschied den Schwellenwert überschreitet, wird ausgelöst. Habe dies allerdings der leichteren Verständlichkeit anders dargestellt. Spielt aber doch nicht hier die allegrößte Rolle, oder? Wer will schon einen FI-Schalter reparieren? Und nur dazu müßte man die exakte Funktionsweise kennen.

 

Hallo Ekaat

Und genau da kommen die Fehlinformationen her. Vom hörensagen.

Kurz und Bündig müssen die Ströme die reingehen auch wieder über den Null rausgehen. Sollte dabei eine Differenz größer dem deffinierten Auslöseelement
auftreten wird allpolig abgeschaltet.

Es geht auch nicht darum, das einen FI-Schalter zu reparieren, denn sollte ein FI
fehlerhaft sein, wird er gegen einen funktionstüchtigen erstezt.
Und so wie Du beschreibst den Ableitstrom zu messen könntest Du auch genausogut
den Wert von der Hausnummer des Gebäudes ablesen.

Wie berets erwähnt habe ich sogar mit FI-Schalter Verteilungen schlimme Folgen gesehen. Da wurde halt auch selbst rumgebastelt. Ob vom Vormieter oder auch nicht. Jedenfalls gabs massiv Probleme mit der Versicherung.

Übrigens ist ERDE nicht gleich NULL.

Grüße vom Bastelfuchs

 

Funny08  
Also um mal auf das Grundthema zurückzukommen - laut VDE 0100 701.41 "Schutz gegen elektrischen Schlag" ist ein Fi (RCD) bei einem "fest angeschlossenen Wassererwärmer" nicht vorgeschrieben - schaden tut er allerdings nicht - ich pers würde ihn bei einer Neuinstallation dem Kunden empfehlen.

zu Ekaat und Bastelfuchs - ein FI vergleicht den Strom der Hin- und Rückleitung - er misst ihn aber nicht - Die Zu- und Rückleitung (Phase(n)/Neutralleiter) werden hierbei durch einen Primärspule geführt - Phasen und Neutralleiter erzeugen hierbei jeweils ein Magnetfeld, da die beiden Magnetfelder entgegengesetzt sind, heben sie sich im Normalfall gegenseitig auf. Ist der Strom auf Hin- und Rückleitung im Fehlerfall ungleich, dann wird durch das nun entstehende Feld in die Sekundärspule ein Strom induziert, welcher ein Relais auslöst, und dieses trennt die Leitung allpolig vom Netz.

 

@Funny08

So ist es.
Messen tut er wirklich nicht.
Er vergleicht.

 

Ekaat  
Auch wen man mir vorwerfen sollte, daß ich vom Thema abweiche:
Die Meß- und Regeltechnik kommt ebenfalls ohne Zeiger oder digitaler Anzeige aus. Einfachstes Beispiel: Die Toilettenspülung. Wird sie betätigt, regelt der Schwimmer das Ventil auf, es fließt Wasser. Dabei mißt der Schwimmer die Höhe des Wasserstandes im Vergleich zu dem eingestellten Wert. Ist dieser erreicht, regelt er das Ventil zu. Messen bedeutet ursprünglich, mit einer gegebenen Größe, die auch unbekannt sein kann, zu vergleichen.
Genug der Wortklauberei

 

Hallo und ein wenig wieder of Topic.

Ich weiß wohl wie ein FI-Schalter funktioniert.

Habe bei meiner Hausinstallation der besseren Übersicht wegen , mehrere davon nachgerüstet. Garage, Waschhaus etc.
[ Ich habe 1984 in unserem Haus die Elektrik komplett selber gemacht, mit Schützenhilfe eines befreundeten Elektromeister, dieser hat mir auch anschließend die EBA ohne Beanstandung erteilt!!!]
Fi war damals eher selten. die selber gebaute Baustromtafel wurde durch einen NFU Schutzschalter gesichert. Vielleicht wisst ihr was das ist. * *** *

Nur eben nicht am DLE, einzig und allein hat Funny meine Frage exakt beantwortet, das wollte wissen.

Also muss ich keinen FI vor dem DLE haben, aber es ist besser.
Somit wird einer beschafft und drangenagelt.

Danke und Gruß vom glücklichen Daniel

 

Funny08  
Also ich kenne nen FU - einen Fehlerspannungsschutzschalter, welcher bis in die 60er Jahre verwendet wurde - aber was zur Hölle ist ein NFU ?
Aber wenn du den Drannagelst, dann pass bitte auf, nicht das du eine Spule triffst

 

Zitat von Ekaat
Auch wen man mir vorwerfen sollte, daß ich vom Thema abweiche:
Die Meß- und Regeltechnik kommt ebenfalls ohne Zeiger oder digitaler Anzeige aus. Einfachstes Beispiel: Die Toilettenspülung. Wird sie betätigt, regelt der Schwimmer das Ventil auf, es fließt Wasser. Dabei mißt der Schwimmer die Höhe des Wasserstandes im Vergleich zu dem eingestellten Wert. Ist dieser erreicht, regelt er das Ventil zu. Messen bedeutet ursprünglich, mit einer gegebenen Größe, die auch unbekannt sein kann, zu vergleichen.
Genug der Wortklauberei
Oh Mann oh Mann, sind wir jezt bei Wortdiskussionen...ich denke jetzt mal wie der FI funktioniert ist klar...Vergleich der ein und ausfließenden Ströme.

Die Toilettenspülung regelt überhaupt nix! Sie steuert! Der Wasserstand ist ein von außen her beeinflussendes Element, dass die Steuerung anspricht! Eine Regelung ist z.B. eine Verkehrsampel ohne Kontaktschwelle. Eine Regelung hingegen wäre eine Heizung mit Temperaturfühler. Die Außentemperatur gibt den trigger für das starten oder beenden des Heizvorgangs!

So genug offtopic

 

Es wäre schön, wenn die Erklärungen im Wissensbereich landen würden. Da ist bisher nichts zur Erklärung von steuern und regeln zu finden

 

Geändert von [User gelöscht] (23.03.2011 um 09:52 Uhr)
Sorry Funny,

NFU = heißt Niederspannungsschutzschalter.

Dieses Teil war damals nur beschaffbar und hatte auch die Eigenschaft
Stromunfälle wirkungsvoll auszuschließen.

Allerdings musste ich einen Erdungspfahl setzen.

Gruß vom Daniel

 

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