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Feuchtigkeitshaushalt in Holzbalkendecke

20.11.2015, 10:09
Mein Bruder zieht in einem altes Haus (ca. 1950?) mit Holzbalkendecken (gefüllt mit Lehm, Stroh, dreck...) Diese öffnen wir gerade um Balken usw. zu kontrollieren. Nun machen wir uns schonmal gedanken um den neuen Boden. Die Dielen sehen schlimm aus und sind krum, sie sollen also nicht mehr rein. Der neue Boden soll gerade, günstig und leicht zu entfernen sein (falls man doch nochmal in die Decke muss). Momentan sieht der Plan so aus: Auf die Balken ca. 30mm starke OSB Platten schrauben (Feder&Nut, Klasse 3 oder 4). Darauf spezielle Trittschalldämmung, darauf Teppich,PVC und oder Vinyl.
Nun die Fragen dazu:

1. In der Kombinaton OSB + PVC wird der Boden ja Dampfdicht. Gibt es dort Probleme in der Deckenkonstruktion wegen Feuchtigkeit? Luftfeuchtigkeit vom Zimmer darunter könnte in die Decke steigen und "steckt dort fest" weil sie nicht mehr nach oben weg kann.

2. Sollte man die Decke der Küche (EG) ebenfalls Dampfdicht ausführen, so käme kein übermäßiger Dampf in die Konstruktion?!

3. Die Balken sind natürlich nicht gerade, wie gleicht man sie am besten aus, das die OSB Platten recht gerade aufliegen?
 
Feuchtigkeitshaushalt, Holzbalkendecke Feuchtigkeitshaushalt, Holzbalkendecke
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7 Antworten
Leider kann ich diesbezüglich nicht helfen. Aber das Thema ist hochinteressant. Vielen Dank dass du dieses Thema eröffnet hast

 

Die Dielen in situ abzuschleifen ist keine Option? Ansonsten kommen mir 30mm OSB reichlich dick vor.

 

Nein, Dielen sind auch beim Ausbau noch zusätzlich beschädigt worden, außerdem hat man vielfältigere Gestaltungsmöglichkeiten mit OSB. Zumindest im Bad wäre das Thema aber trotzdem aktuell, denn dort wirds mit Fliesen ja auch Dampfdicht. Die Dicke ist nur ein ca. Wert vieleicht reichen auch 22-25mm da wollen wir noch mit Zimmerleuten reden, wenn die an den Balken arbeiten.

 

Die Platten und PVC werden ja mit Dehnfugen an den Wänden verlegt, dass sie arbeiten können. Damit ist eine gewisse Luftzirkulation gegeben. Wir haben bei uns einigen alten PVC herausgerissen, verlegt auf Spanplatten, die Balken sind einwandfrei. Geht.

Vorsicht, gefliest bedeutet nicht zugleich wasserdicht.

Seitlich an die Balken Latten schrauben (Vollgewinde, sonst fängt es irgendwann arg zum knarzen an) und diese eben ausrichten. Darauf dann die OSB-Platten schrauben.

 

OSB würde ich zuerst mit nem Haftgrund (nicht Tiefgrund!) behandeln. Durch die Harze hält da sonst nichts richtig. Dann Dichtschlämme abspachteln. Darauf Fliesen oder PVC.

Angenommen, es passiert ein Unglück - Wasserschlacht von Kindern, Pfütze vor Dusche ... - hast Du evtl am Rand undichte Stellen, das läuft runter und das OSB quillt, kann nicht austrocknen ...

 

Hallo Küche und Bad würde ich immer mit einer Dampfsperre versehen da es feucht räume sind.Und sonst sehr schnell der Schimmel kommen kann.
MFG Andy

 

Munze1  
Das haben wir vor kurzem auch gemacht.
Folgender Aufbau.....
da die Balken extrem aus dem Wasser liefen, wurden 40 x 80 er Riegel an die alten Balken geschraubt. Daruaf haben wir 22 mm OSB gelegt, verleimt und auf die Riegel geschraubt.
Das war eine sehr ebene und biher knarzfreie Konstruktion.
Wäre es mein Haus gewesen, hätte ich eine Schüttung verwendet und die Balken komplett ausgeschüttet. Obendrauf dann Holzweichfasserplatten und dann erst die OSB schwimmend.
Das hat den Vorteil, dämmt, knarzt nicht und lässt sich absolut eben abziehen. Auch über grössere Spannweiten kann man so gut arbeiten.
Im Nassbereich wäre auch noch die Möglichkeit Fermacell Platten zu verlegen, die werden verschraubt und verklebt und eignen sich hervorragend als Fliesenuntergrund.

 

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