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Feuchte Wände? Was haben Messwerte zu bedeuten?

01.04.2014, 13:39
An sich wirkt mein Keller trocken. Hier und da ein paar mineralische Ausblühungen, aber kein Schimmel, vermutlich normal für ein Backsteinhaus aus den 30ern? Allerdings hab ich einen Fleck an einer Stelle ausgemacht, weshalb ich mir heute ein Feuchtemessgerät gekauft habe (im Bauhaus von profiscale). Der feuchte Fleck scheint echt feucht zu sein, das Gerät zeigt über 50% an. Klare Sache also. Aber was haben die 11, 12-14 % zu bedeuten die ich sonst überall an den Kelleraußenwänden messe? Vermutlich, dass Feuchte vom Erdreich ins Mauerwerk zieht, ist klar ---- nur sind die Werte bedenklich?

Vielen Dank schonmal im Voraus für die Antworten!

Gruß

Lars
 
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7 Antworten
Falls du noch einen Ziegel aus der Baureihe rumliegen hast, könntest du ihn jetzt bei dem Wetter mal schön belüftet in den Garten legen. Dann weißt du nach einiger Zeit was sei normaler Wert ohne Bodenkontakt ist.

Meine persönliche Meinung (ich bin kein Bausachverständiger oder so was):
11% könnten für einen alten Keller noch in Ordnung gehen. Damals hatte man es noch nicht so mit Absperrungen. Die Nutzungsmöglichkeiten eines solchen feuchten Kellers ist natürlich eingeschränkt.

Eine Stelle ist aber deutlich stärker belastet als der Rest. Hier wirst du um Ursachenforschung nicht herum kommen um die Mauer an der Stelle wieder auf die 11% des Rests zu bekommen. Laufen an der Stelle zufällig Rohre in der Wand?

 

Nein, eigentlich gibts da keine Rohre. Weder Zu- noch Abwasser. Der Fleck ist unten am Boden und zieht sich ein Stück in die anschließende Innenwand hinein. Merkwürdigerweise ist der Feuchtewert an der Innenwand sogar deutlich höher als an der Außenwand. Ausdehnung ca ein Viertel Quadratmeter, sichtbar feuchte Stelle zweihandteller groß.

 

Hab nochmal systematisch die Innenwände gemessen (im oberen Bereich). Haben alle 6-7%. Das dürfte also der Referenzwert sein. Gemessen daran sind 10-12 % vermutlich nicht wirklich viel.
Ein Backstein aus dem Garten (gelagert auf einer Mauer auf anderen Steinen) ergab 12 %.

 

Geändert von Fischerhaus (01.04.2014 um 16:36 Uhr) , Grund: Ergänzung
Also ich habe mal gegoogelt, 40 digits sind normal
so schreibt man gemessen mit nem Feuchtesensor.
Geschrieben von einem Fachmann
vielleicht hilft Dir das weiter.

 

Es gibt ein erstklassiges Buch :

http://www.amazon.de/Gesund-wohnen-A...keywords=Bromm
Der Mann legt bei Bestellung auch seine Visitenkarte bei. Bin nicht verwandt oder befreundet mit Herrn Bromm.
Habe den Tipp in einen Altbauforum ( fachwerk.de) bekommen.

 

Geändert von 2011jes (01.04.2014 um 17:12 Uhr)
eigentlich misst Du mit solch einem Gerät die Leitfähigkeit der Wand, daher
sind hier die meisten Messfehler zu verzeichnen .....weil, die Wände mit Salpeter und anderen Salzen ( wird durch die Kapillarwirkung im Mauerwerk erzeugt ) belastet sind !
Salzhaltiges Wasser leitet den Strom sehr gut, deshalb muss die Wand nicht
übermässig feucht sein !
Abhilfe geht mit einer Nachbesserung ( Abdichtung ) der Aussendrainage, oder
von INNEN mit guten Bohrlochinjektionen z.B. Porofin (kein Kiesol oder ähnl.)
Schau mal online danach, ist kein Heiss-oder Druck-Verfahren..... Infos dazu
sind immer wichtig !
Gruss.....

 

Danke für alle Hinweise, besonders das mit den Salpetersalzen habe ich noch gar nicht bedacht.

40 digits bringt mir erstmal keine Erkenntnisgewinn, weil mein Gerät Prozente misst, was auch immer die bedeuten - vermutlich sollen sie den Sättigungsgrad beschreiben?

An einer Stelle jedenfalls sind es 100 %. Eventuell hat dort das Regenrohr draußen ein Leck. Wundert mich trotzdem, dass die Feuchte dann in einem so winzigen Bereich auftritt.

 

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