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Festpunkt für Belüftungsrohr, Dichtungen mit geringer Reibung

09.11.2010, 21:34
Wie schafft man einen wirklich dauerhaften Festpunkt für ein Belüftungsrohr für eine Abwasserleitung? Das Belüftungsrohr liegt in einer Ecke und beginnt gleich über dem Abzweig zum WC. Darunter kommt ein 15°-Bogen und darunter ein 87°-Bogen, der in einen fest in die Außenmauer eingemauerten Abzweig mündet, der schräg zur Eckwand gerichtet ist. Da dieser Fehler nur schwer zu beheben ist und Bewegungen des unteren Bogens nach Aushärten der Dichtung zu Undichtigkeiten führen, möchte ich den Festpunkt gleich über dem Abzweig anbringen. Die dann noch verbleibenden Dehnungen des kurzen Stückes nach unten möchte ich dadurch gering halten. Ideal wären natürlich Dichtungen, die dauerhaft nur eine geringe Reibung verursachen und damit die bei Bewegungen wirkenden Kräfte auf Abzweig und Bogen gering halten.
Die Verschraubung muß dem Kondensatanfall in der Wand möglichst lange standhalten und sollte nicht in der Außenwand liegen. Es gibt leider keinen Werkstoff, der den Wasserdampfzutritt sperren kann. Nur durch Energiezufuhr kann man eine Trocknung erreichen.
Eine Lösung mit im Handel erhältlichen Teilen wäre natürlich ideal.
 
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6 Antworten
Ich habs zweimal gelesen, kann aber nicht so ganz folgen. Kannst Du davon ein Bild machen und daran erklären was Du meinst?

 

Ekaat  
Habe es auch nicht verstanden. »Festpunkt« scheint ein Fachbegriff zu sein, der mir nicht geläufig ist. Aus welchem Material besteht das Rohr / bestehen die Rohre? Bei Kunststoff wäre das Problem einfach durch Überschebmuffe zu lösen - aber das ist sich er nicht das, was Du meinst. Tut mir leid - ich kann Deinen Ausführungen nicht folgen...

 

Hallo

Also für die Schaffung des Fixpunktes braucht Du eine sogenannte Befestugungsschelle mit und ohne Schallschutz.

Nachdem Du sicherich nur erreichen willst, das die die Winkel mit 15°/87° nicht aus dem Abzweig geschoben wird sollte die Schelle oberhalb dieser Beiden
im senkrechten Rohr Richtung Dach angebracht werden.
Sonderlich hohe Schublasten von oben sind nicht zu erwarten. Daher die mit Schallschutz (Einlegegummi). Bei höherer Schublast (Langes Rohr oberhalb) ist die ohne Gummieinlage zu verwenden.

Die Dichtigkeit wird durch die Dichtungsgummis des HT Rohres (vermutlich 110mm grau) erreicht. Hierbei ist zu beachten, das das Rohr nicht komplett zusammen geschoben wird. ca. 0,5-1cm bis vor Anschlag des Muffen zusammenschieben. (Wegen der Thermischen Ausdehnung!) Leichter lassen sich die Rohre mit dem
Gleitmittel für Rohre zusammensetzen.

Spüli oder andere Gleitmittel kann ich nicht empfehlen. Jeder der mal einige Rohre mit Spüli zusammengesetzt hat erlebt mit dem speziellen Gleitmittel einen wahrlichen AH Effekt. Speziell wenn man nach ein paar Tagen die Rohre nochmal auseinander nehmen muß.

Solltest Du das Rohr oberhalb schlecht entfernen können, so hat es auch sogenannte Überschiebemuffen (an beiden Enden ist eine Dichtung und diese hat keinen Anschlag im Muffen), die Du über das abgesägte Rohr schieben kannst.

Um einen einigermaßen 90° Schnitt zum Rohr zu gewährleisten, empfehle ich ein Zeitungsblatt um das Rohr zu rollen, so das eine Kante sich wieder trifft. Jetzt mit Stift ringsrum markieren und mit z.B. PMF180E / Eisensäge / Eisensägeblatt durchtrennen.
Nicht vergessen die Enden innen und außen zu entgraten.

Die Teile bekommst Du eigentlich in jedem gut sortierten Baumarkt.

Hoffe mich verständlich Ausgedrück zu haben.

Grüße vom Bastelfuchs aus Oberfranken

 

Ich reihe mich ein in bei denen, dies nicht kapiert haben

 

Ich habe leider keine Digitalkamera zur Verfügung. Aber Bastelfuchs hat meine Frage auch so gut verstanden. Das liegt vielleicht daran, daß ich schon lange in Mittelfranken wohne und eine entsprechend angepaßte Wortwahl benutze.
Die Warnung vor Spüli kam leider schon zu spät. Der 87°-Bogen sitzt trotz kräftiger Spülung mit kaltem Wasser (damit der Stutzen ein wenig kleiner und so das Einschieben ein wenig erleichtert wird) schon fest. Hoffentlich verringert sich dadurch die Lebensdauer nicht!
Der Fixpunkt soll dauerhaft stark sein, damit durch einen evtl. im Laufe der Zeit eingeklemmten Stein in der Deckendurchführung nicht größere Bewegungen und durch ausgetroknete Dichtungen damit auch größere Kräfte auf die darunterliegenden Teile einwirken können. Kleine Risse setzen sich auch nicht mehr zu, wenn eine täglich Bewegung durch die Änderungen der Umgebungstenperatur (ca. 10° C zwischen Tag und Nacht) erfolgt.
Leider liegt mein Sanierungsobjekt in Oldenburg. Dort gibt es besonders viele schwache Wasserdampfmoleküle, die sich von den Bauteilen einfangen lassen. Alles rostet sehr schnell. Näheres zu diesem Thema unter https://docs.google.com/document/pub?id=168Zip6awcfaz8VBjjyGgj_GvaoEN3ON8pQVBKwTrfj o

 

Ekaat  
Zitat von boerjes1932
https://docs.google.com/document/pub?id=168Zip6awcfaz8VBjjyGgj_GvaoEN3ON8pQVBKwTrfj o
Da hat aber ein Wichtigtuer sich mal so richtig ausgelassen. Lauter Banalitäten und nichts Neues. Vorsicht vor dem Oldenburger Schimmel! Der hat vier Beine und läuftz sehr schnell! Gemeinhin auch Oldenburger Kaltblut genannt.
Im Ernst: Im norddeutschen Raum ist die Athmosphäre etwas aggressiver, als in südlicheren Gefilden des Binnenlandes; deswegen sollte dort besonderes augenmerk auf Korrosion gelenkt werden. Die Seeluft, die bei starken Winden bis zu 150km tief ins Landesinnere gepustet wird, ist salzhaltig und daher korrosiv. Ob man nun Oldenburg in Holstein oder in Niedersachsen nimmt, die Luft ist ähnlich. Korrosionsschutz, der im Binnenland (200km von der Küste entfernt) verwendet werden kann, ist nördlicher nicht zu gebrauchen. Die Vereinigung der Feuerverzinker Deutschland gibt daher auch Mindestdicken für die einzelnen Landschaften vor.
Korrosion an Kunststoffen ist ein Thema, das mir neu wäre. Diese Polymere sind im allgemeinen reaktionsträge - es ist also Wurscht, ob man die in Bayern oder Nordfriesland einsetzt.

 

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