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Fensterstreichen?

01.08.2015, 11:46
Ich muß derzeit unsere Fenster renovieren. Dabei schleife ich und meine Frau streicht sie. Früher hat sie das mit Pinseln unterschiedlicher Breite gemacht. dieses Mal kam sie aus dem farbengeschäft mit kleinen Plastikgriffen, auf die vorne unterschiedliche schwämme gesteckt wurden (Lenhartzsystem). Das Fensterstreichen ging sehr schnell, ich staunte sehr.
Wie streicht Ihr euere Fenster bzw womit?
 
Fensterstreichen, Lenhartzsystem Fensterstreichen, Lenhartzsystem
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23 Antworten
Pinsel, ein etwas spitz zulaufender Rundpinsel zum Rahmenstreichen.
Sikkens Cetol HLS Extra oder Cetol Filter 7, eines ist Grundierung eines Deckschicht.
Wenn ich jedoch das nächste mal ein Fenster ganz blank machen sollte, probiere ich die alten Anstriche auf Naturölbasis.
Das moderne Zeug hält einfach nicht dauerhaft.

 

Funny08  
Hallo Loha
Das System mit den Schwämmchen hatten wir auch mal vor Jahren - das einzigste was mich daran störte, war das die Schwämme recht schnell "Auflösungserscheinungen hatten" sprich - nach einem Jahr im Regal konnte man sie zerbröseln :/ das ist aber schon ewig her und die Teile waren sicher nicht die beste Qualität.
Ich nehme heute meist eine kleine Rolle oder einen guten Pinsel wenn ich solche Sachen zu machen hab.

 

Danke, wir haben sie dieses Jahr das erste Mal. Ob sie lange halten, kann ich daher leider nicht sagen.Allerdings stellt sich jetzt nach 4/5 des Streichens heraus, daß meine Frau etwas mehr Farbe braucht als früher.

 

@Bendermann:

Die HLS ist die Dünnschicht-Lasur, Cetol Filter 7 die Dickschicht.

Dass das nicht haltbar ist, kann ich leider nicht glauben. Einmal Dünn, zweimal Dickschicht und du hast locker drei, vier Jahre Ruhe. Mit einem vernünftigen Pinsel lasiert. Habe eine Haustür vor knapp 6Jahren damit gemacht. In Pitch-pine. Da ist nichts dran.

 

Woody  
Ich hab auch gerade meine Uraltholzdoppelfenster gestrichen. Ganz altmodisch mit Flachpinsel. Da ich eine sehr ruhige Hand habe, klebe ich auch nie ab. Die Griffe und sonstiges Demontierbare werden natürlich abgeschraubt und mit dem PFS sauber gebürstet. Zweckentfremdet, aber es funzt super.

Aus Gewohnheit schreibe ich auf dem oberen Fensterrahmen mit Bleistift immer das Renovierungsjahr drauf . Und wundere mich dann, wie schnell die Zeit vergeht.

Das o.a. Schwämmchensystem kenne ich auch, nachteilig empfinde ich, dass meistens auch die Halterung dann voller Farbe ist und man furchtbar kleckert. Ich hasse nichts mehr als zu putzen....

Es ist doch bezeichnend, dass sich dieses System bei den Profis nie durchgesetzt hat.

 

Woody  
@ruesey: alle 3-4Jahre Fenster streichen tu ich mir nicht an. Wenns hochkommt, alle 10-15 Jahre. So lange MUSS diese Farbe halten.

Leider hab ich an meinem Haus nur einen Teil der Fenster in Kunststoffausführung. Die restlichen paar streich ich halt, da mir neue Fenster schlichtweg zu teuer sind.

 

Das die Schwämmchen nach einiger Zeit zerbröseln ist mir auch schon aufgefallen. Die letzten Fensterrahmen wurden mit der Rolle gemacht.

 

@Woody:

Hauaha, 10 bis 15 Jahre ist eine halbe Ewigkeit. 3650 Tage bis 5475 Tage der Sonne, dem Regen, der Hitze und der Kälte ausgesetzt. Ab einem gewissen Zeitpunkt ohne relativen Schutz, weil die Inhaltsstoffe, die z. B. die die direkte UV-Strahlung etwas schlucken sollen, nicht mehr existent sind. Quasi eine "leere" Hülle auf dem Holz liegt. Sicherlich, das ist auch eine Frage, welches Holz in welcher Qualität.

Sei mir nicht böse, aber das ist definitiv eine zu lange Zeit. Alleine die liegenden Flächen (Wasserschenkel) werden in der Regel bei händisch ausgeführten Anstrichen nach 2 bis 3 Jahren gräulich. Zeit also, dem Holz einen erneute Auffrischung an Öl und Lasur zu gönnen.

 

Woody  
@ruesey: ich sagte ja nicht, dass es so ist Sondern dass ich einfach nicht öfters streiche. Und du wirst es nun glauben oder nicht, aber besagte Fenster hab ich tatsächlich das letzte Mal vor 20 Jahren gestrichen (weißer Fensterlack). Und wären sie nicht so gelblich gewesen (bin Raucherin), hätt ich sie eh jetzt auch noch nicht angefabelt. Diese Arbeit hätte ich mir gerne erspart, an blöden 2 Flügeln hab ich nun 3 Tage herumgetan

Wo du allerdings recht hast, und was bei mir auch zutrifft, ist der Außenrahmen der Fenster. Der sieht echt grauenvoll aus und da ist es mit Streichen nicht mehr getan. Da muss alles erneuert werden. Das kann ich aber aus bautechnischen Gründen nicht selbst, da man nur von außen mit einem Gerüst oder Hebebühne dazukommt

 

Kein Thema, Woody! Wir reden hier aber über zwei verschiedene Sachen. Das eine ist ein Aussenanstrich mit Lasur und das andere eine Lackierung im Innenbereich mit Lack. Lack, in mindestens zwei Anstrichen im Innenbereich aufgetragen, hat weniger "auszuhalten", als eine Lasur im Aussenbereich. Zudem das eine eher als Holzschutz dient (Lasur), das andere hingegen eine dauerhafte Schutzschicht ist (Lack)! Klingt irgendwie doof erklärt, aber im Moment fällt mir nichts besseres ein.

Im Innenbereich muss ein Fenster sicherlich irgendwann optisch aufbereitet werden, wenn es lackiert ist. Im Aussenbereich sollte die Fenster öfters inspizieren und bei gewissen Anzeichen kann man das "Schützen" relativ schnell erledigen. Graue Stellen mit 120er anrauen, den Rest mit Schleifvlies abrubbeln. Einmal Dünnschicht-Lasur vorher und ein (oder) zweimal, je nach letzten Anstrich und dem Grad der "Abnutzung", hinterher.

 

Ich hasse mein Tablet.

Im Aussenbereich sollten die Fenster öfters inspiziert werden und bei gewissen Anzeichen usw. usf... Man oh man...

 

Woody  
Meine Fenster sind sowohl innen als auch außen mit Fensterlack gestrichen. Vielleicht sollt ich noch dazu sagen, dass diese ostseitig sind, also die pralle Sonne nur kurz abbekommen.

Mit Lasuren haben meine Eltern früher immer alle 3-5Jahre die Holzfenster gestrichen, nur ich hab die Zeit dafür einfach nicht. Deshalb eben Fensterlack auch für außen.

 

Nachdem unsere Fenster jetzt gestrichen sind und ich hoffe, die nächsten fünf Jahre nichts neu zu streichen, gehe ich davon aus, daß wir dann auch wieder zu Pinsel oder Rolle greifen werden.

 

Ich bin da auch eher für die Pinsel bei Lasur. Ein Lack ging zur Not auch mal mit der Walze, wobei an den Kanten kommen die recht schnell an die Grenzen...

Die Schwammgeschichte hab ich auch schon getestet, es geht zwar schneller du bringst aber relativ ungleichmässig Farbe auf, sowieso bei älteren Fenstern, die etwas uneben sind. Für Lasuren würde ich sie gar nicht einsetzen, da diese zu dünn dafür sind und daher eher zu Farbläufern neigen.

 

firefighter: das sehe ich jetzt nach getaner Arbeit ebenso. Aber man lernt täglich dazu.

 

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