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Fenster zukleben

26.11.2015, 12:55
Hallo allerseits,

bei mir in der Mietwohnung befindet sich ein Raum mit einem Holzfenster von anno 1980. Leider schließt das Fenster nicht mehr richtig und jetzt bei den kalten Temperaturen zieht es wieder richtig rein. Man kann das geschloßene Fenster links oder recht an der Seite greifen und es mühelos einen großen Spalt aufziehen. Es scheint als wäre wohl der Rahmen oder das Fenster verzogen.

Da mein Vermieter sich weigert zu modernisieren und auch zu reparieren möchte ich das Fenster einfach komplett abdichten, besser gesagt von innen zukleben. Da es nur zu einem Hinterhof führt und ich es sowieso nie öffne ist das kein Problem für mich und stellt für mich die einfachste und schnellste Lösung dar.

Könnt ihr mir ein paar Tipps geben mit welchem Material ich das am besten bewerkstellige? Ich dachte ja an Silikon, das sollte doch ordentlich abdichten und sich irgendwann einmal im Falle eines Auszuges problem- und rückstandslos entfernen lassen?

Viele Grüße,

Fabian
Bewerten: Bewertung 1 Bewertung
14 Antworten
Woody  
Schon mal Mietminderung in Betracht gezogen? Vielleicht stimmt diese Maßnahme deinen Vermieter um.

Bedenke bei jedweder Art von kompletter Abdichtung, dass kein Luftaustausch mehr stattfindet und sich durch die Kältebrücke die Luftfeuchte im Raum an den Scheiben niederschlagen wird. Der beste Weg um sich Schimmel heranzuzüchten und dem Vermieter ein schönes Argument zu liefern, dich für den Schaden verantwortlich zu machen.

 

Ich denke da eher an so etwas wie Fensterkitt (oder gar Knete).
Das verklebt nicht und ist rückstandslos entfernbar.
Silikon würde ich auf gar keinen Fall verwenden.

 

Kannst Du mal das Fenster offen und geschlossen fotografieren? 1980 hat man Fenster verbaut, die man einstellen kann. Da sind Schrauben mit dem man das Fenster so einstellt, dass es an Dichtungen anliegt. Wenn man die Beschläge sieht, können einige hier sicher helfen.

Aber definitiv kein Silikon! Warte mal ab, was heute Abend so kommt. Vielleicht schaffst Du die Fotos bis dahin hochzuladen.

 

Mieterverein.

Wenn Du selbst "Reparaturen" dieser Art in einer Mietwohnung ausführst, kannst Du nur verlieren: erst zahlst Du das Material; dann kannst Du (auch im Hochsommer) das Fenster nicht nutzen, obwohl Du mit Deiner Miete auch dafür bezahlst; und beim Auszug stellt Dir der Vermieter den Rückbau der nicht sachgemäßen Reparatur oder gleich ein neues Fenster in Rechnung...

 

Wegen der Kälte/Wärmeisolierung könnte ich mir denken, das paar Lagen grobe Wellpappe dir etwas bringt!
Gruß Erich

 

Wenn das Fenster geschloßen oder gekippt ist kann ich es unten rechts packen wenn ich dann anziehe geht es erst einen Spalt auf und wenn ich weiter ziehe geht das Fenster ganz auf, mühelos. Der Griff geht dabei auch auf.

Verschließen tut es auch nicht richtig, nur wenn ich gegen den Rahmen rechts unten dagegen drücke und dann am Griff schließe und dann mit Gewalt nach rechts drücke und halte ist es zu. Sobald ich los lasse springt der Griff leicht nach links und das Fenster springt am Rahmen unten rechts wieder einen Spalt auf, vielleicht einen halben Zentimeter.

Was Mietminderung, Mieterschutz angeht, klar hab ich mir auch schon überlegt. Aber mir ist es das nicht Wert soviel Zeit aufzuwenden dafür. Bin ja froh wenn ich meine Ruhe habe vom Vermieter.

 

Geändert von FB049 (26.11.2015 um 14:54 Uhr)
habe den Eindruck, das die Riegel ( Rollen ) vom Fensterflügel nicht hinter den Beschlägen
im Rahmen eintauchen.... Probe .. etwas Rasierschaum da eine geben ( Kaugummi oder Knete geht auch ) ... und schauen ... ob die Riegel ( sind ja mehrere ) richtig in den Rahmen-Beschlag eintauchen... sollte das OK sein...hilft nochmals Moltopren-Dichtung für Fenster ( von Tesa ) auf die glatten Anlagekanten des Rahmens aufzukleben... !
Ansonsten die Rahmenbeschläge, wo die Schließzapfen eintauchen sollen, mit dünnen Holzleisten ( Furnier z.B. ) unterfüttern ( anheben ) und wieder fest Schrauben ....
allerdings sollten sich die Schließzapfen auch bewegen, wenn da was defekt ist... wird's eine Sache für den Spezi !
Gruss....

 

Geändert von Hazett (26.11.2015 um 15:13 Uhr)
Danke für die guten Fotos. Wir haben hier jemanden, der über Jahre Fenster eingebaut hat. Also bitte etwas Geduld ...

Kenne mich auch etwas aus, aber lassen wir mal die Profis ran!

 

kjs
Das ist das gleiche Zeug das ich auch (noch) habe. Nach 30 Jahren sind die am Ende. Einer unserer Freunde ist professioneller Fenstereinbauer und hat versucht sie einzustellen hat aber aufgegeben.
Jetzt kommen halt überall Neue rein.

Vielleicht dem Vermieter sagen daß die KfW in Berlin den Austausch auf Energiesparfenster subventioniert! Bei Mietwohnungen gibt es sogar noch mehr als bei selbstgenutztem Eigentum.
Wenn er die Wohnung mal neu vermieten muß hat er damit ein Problem mit dem Energieverbrauch!

 

Geändert von kjs (26.11.2015 um 15:14 Uhr)
Vieles ist bereits von meinen Vorrednern gesagt worden dennoch verspüre ich hier das Bedürfnis auch meinen Senf dazu zu geben.

Die Fenster sind Eigentum des Vermieters. Es ist dir nicht erlaubt dauerhafte Veränderungen daran zu machen außer, du bist willens die Fenster auf deine Kosten am Ende zu ersetzen!

Wenn sich die Fenster nicht mehr einstellen lassen (wobei ich zuerst die ganze Mechanik zuerst mit z.B. WD40 oder Caramba behandeln würde) bleibt dir nur eine vorübergehende Lösung. Die einfachste wäre den ganzen Spalt einfach mit Klebeband zu verschließen. Hält zwar nicht ewig, verursacht aber auch keine Schäden. Alternativ dazu wäre, abkleben mit Klebeband und dann ein Zusätzlicher Rahmen aus Styropor darum herum. Lasse aber ruhig irgendwo ein stück offen sodass etwas Luft zirkulieren kann.

Was den Vermieter angeht so würde ich dazu raten die ganze Sache zu Protokollieren und einen Zeugen dazu zu nehmen. Schreibe den Vermieter an und setze eine Frist bis wann er diesen Missstand zu beseitigen hat. Reagiert er darauf nicht so bleibt dir wohl nur noch den Rechtsweg oder ausziehen.

 

Zitat von George1959
Vieles ist bereits von meinen Vorrednern gesagt worden dennoch verspüre ich hier das Bedürfnis auch meinen Senf dazu zu geben.

Die Fenster sind Eigentum des Vermieters. Es ist dir nicht erlaubt dauerhafte Veränderungen daran zu machen außer, du bist willens die Fenster auf deine Kosten am Ende zu ersetzen!

Wenn sich die Fenster nicht mehr einstellen lassen (wobei ich zuerst die ganze Mechanik zuerst mit z.B. WD40 oder Caramba behandeln würde) bleibt dir nur eine vorübergehende Lösung. Die einfachste wäre den ganzen Spalt einfach mit Klebeband zu verschließen. Hält zwar nicht ewig, verursacht aber auch keine Schäden. Alternativ dazu wäre, abkleben mit Klebeband und dann ein Zusätzlicher Rahmen aus Styropor darum herum. Lasse aber ruhig irgendwo ein stück offen sodass etwas Luft zirkulieren kann.

Was den Vermieter angeht so würde ich dazu raten die ganze Sache zu Protokollieren und einen Zeugen dazu zu nehmen. Schreibe den Vermieter an und setze eine Frist bis wann er diesen Missstand zu beseitigen hat. Reagiert er darauf nicht so bleibt dir wohl nur noch den Rechtsweg oder ausziehen.
Habe mir alles durchgelesen und finde, dass dieser Vorschlag der richtige ist.

 

Woody  
Wozu hast du ein Fliegengitter (nebenbei bemerkt, mehr als schlampig befestigt), wenn du das Fenster ohnehin nie öffnest?

 

Zitat von Rainerle
Danke für die guten Fotos. Wir haben hier jemanden, der über Jahre Fenster eingebaut hat. Also bitte etwas Geduld ...

Kenne mich auch etwas aus, aber lassen wir mal die Profis ran!
Falls Du mich meinen solltest!
Kann die guten Ratschläge ,dem Fragesteller ,nur vor Ort geben ,durch falsche Einstellungen (falls kein Profi) kann man nur noch mehr kaputtmachen.
Hauswirt ist für solche Sachen auf jeden Fall Verantwortlich (Eigentum )
Lüften muss auf jeden Fall gegeben sein ,sonst Schimmelbildung (wie schon oben erwähnt)
und dann bekommt der MIETER die Rechnung und das kann Teuer werden .

 

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