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Fass für Zyklonsauger aussteifen - aber wie?

27.12.2012, 10:16
Ich habe derzeit ein kleines Problem mit meinem selbstgebauten Zyklon-Sauger (Projekt kommt noch). Das Ding erfüllt alle Erwartungen - ich habe jedoch ein Problem:

Wenn der Sauger zu starken Unterdruck erzeugt, weil sich der Rüssel irgendwo festgesaugt hat, zerknittert es mir die Tonne. Das Fass (s. Bild) ist eigentlich recht stabil - es lässt sich nicht einmal mehr von Hand ausbeulen. Ich werde es mal mit dem Heißluftföhn erwärmen und evtl mit einem Wagenheber auseinander-Drücken.

Nun aber meine Frage: Wie kann ich das Fass dauerhaft aussteifen? Gibt es soetwas wie Spannringe, die man im Fass aufspannen könnte? Hatte auch schon überlegt einfach eine passende Holzlatte quer (auf Druck) einzubringen - aber so wirklich gefällt mir die Lösung nicht.

Ich bin also auf Lösungsvorschläge gespannt. Vielleicht haben die anderen Zyklon-Bastler ja mit ähnlichen Problemen zu kämpfen gehabt....
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Staubsauger, Zyklon, Zyklonabscheider Staubsauger, Zyklon, Zyklonabscheider
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19 Antworten
Zitat von Mopsente
Ich bin also auf Lösungsvorschläge gespannt. Vielleicht haben die anderen Zyklon-Bastler ja mit ähnlichen Problemen zu kämpfen gehabt....
... schliesse mich an, ich konnte es bisher allerdings immer wieder von Hand ausbeulen

Ich hab mir schon überlegt aus Alu einen Ring zu formen. Der ließe sich durch die Öffnung zwängen und dann, in Position vernieten. Bin bisher nur nicht dazu gekommen ....

 

Anstelle der Versteifungen könnte man zuerst mal eine selbst öffnende Nebenluftklappe
einbauen.
(Rohrstutzen in das Fass an dessen Ende ein Eisenblechdeckel eines Weckglases mit einem starken Magneten dicht fest gehalrten wird)

In einem starken Unterdruck Fall wird der Eisenblechdeckel nach innen gerissen.

Nicht, das es wie in diesem Fall ergeht.

http://www.youtube.com/watch?v=hgdMA7kUR8M

 

Auf Flohmärkten bekommt man recht oft alte Wagenräder aus Holz für unter €10,00, wenn du eins im richtigen Maß findest und den Metallring aussen sowie die Speichen entfernst hast du 3-4 Reifenteile. Die kannst du in dier Tonne wieder Zusammenbauen und mit Silikon in der richtigen höhe fixieren.

 

Meine erste Idee wäre das Innenleben mit GfK zu verstärken. Müssten dann wohl schon ein paar Lagen sein bei diesem Unterdruck.

p.s.
Der Bau eines Zyklon-Saugers steht bei auch demnächst an. Über dein Projekt würde ich mich sehr freuen

 

Zitat von Manfredh
Anstelle der Versteifungen könnte man zuerst mal eine selbst öffnende Nebenluftklappe
einbauen.
(Rohrstutzen in das Fass an dessen Ende ein Eisenblechdeckel eines Weckglases mit einem starken Magneten dicht fest gehalrten wird)

In einem starken Unterdruck Fall wird der Eisenblechdeckel nach innen gerissen.

Nicht, das es wie in diesem Fall ergeht.

http://www.youtube.com/watch?v=hgdMA7kUR8M
Die Idee ist nicht schlecht, aber recht komplex umzusetzen. Schließlich müsste man wohl recht lange tüfteln, bis man einen passenden Magneten hat, der kurz vor dem kritischen Unterdruck das Pop-Off-Ventil öffnet. Wenn der Deckel dabei nicht nur öffnet, sondern gänzlich im Inneren der Tonne verschwindet, müsste ich ihn nach jedem festsaugen aus dem Müll suchen - wenig reizvolle Aufgabe.

Den Kesselwagen hab ich vor langer Zeit mal gesehen. Ich heb den mal auf - den kann man immer gut zu Ausbildungszwecken verwenden... Danke!

 

Vorweg: Ich hab keinen solchen Spansammler.

Eine einzelne Latte wird dich nicht weiter bringen, denn sie steift in genau eine Richtung aus. Es wird also beim nächsten Mal einfach an einer anderen Stelle implodieren.

Mir fallen folgende Varianten ein:
- Ringförmige Austeifung von innen. Du wirst aber mehrere brauchen
- Stabileren Behälter benutzen
- Herausfinden warum die Absaugung verstopft, ggf Durchmesser erweitern
- Unterdruckventil einbauen das die Anlage bei Verstopfungen schützt

Meine Favoriten sind die beiden letzten Punkte. Lieber die Ursachen beseitigen als die Symptome.

Ich bin mal auf das Ergebnis gespannt und vor allem an der Lösung für Feinstaub interessiert. Der macht mir im Moment mehr Sorgen in der Werkstatt als die Späne die ich greifen kann.

 

Zitat von Mopsente
Die Idee ist nicht schlecht, aber recht komplex umzusetzen. ...
... aber der Ansatz ist nicht schlecht ... ich denke da an einen Deckel, der mit Federkraft gehalten wird, die mit Hilfe einer Gewindestange eingestellt werden kann ...

 

Kniffelige Sache.

Ein Unterdruckventil wäre da vielleicht eine Lösung...z.b. den Deckel eines Kühlflüssigkeitsbehälters vom Auto...wenn man den von innen montieren könnte wäre es ein umgekehrtes Überdruckventil...also ein Unterdruckventil.

 

Klar muss man mit der Magnetstärke bisschen tüfteln.

Ich denk, es würde reichen, wenn der Blechdeckel an einer Seite ein Scharnier hat, und ein Schnürchen zum wieder scharf machen einfach dran ziehen.
Zum magnetischen arretieren würde ich zuerst nach dem Magneten einer alten Festplatte greifen, einfach deshalb, da diese nichts kosten.

Die Haltekraft eines Magneten ist ja bei anliegendem Kontakt des Blechdeckels am stärksten.
Sobald die Haltekraft überunden wurde sink diese bei wachsendem Abstand gewaltig ab.

Nach meinem dafürhalten genau richtig.

Und genau da liegt auch die Möglichkeit des einstellens, in dem man den Blechdeckel mittels Justageschraube/n auf ein bisschen Abstand zum Magneten hält.

Und diese Nebenluftsicherung braucht auch nur in ein Abzwegstück zwischen Zyklon und Sauger geschaltet werden, falls man die Tonnen Konstruktion erst mal schonen/einstweilen nutzen möchte.

 

Geändert von Manfredh (27.12.2012 um 12:18 Uhr)
noch ne einfachere Idee:

mit der Lochsäge ein Loch in die Tonne Bohren... in einen Kunststoff- oder Metalldeckel mit Gummibelag, der etwas grösser als das gebohrte Loch ist, mittig ein Loch bohren für eine Schlossschraube.
Den Deckel von innen auf das Loch, dass das Gewinde aussen ist.
Einen Alusteg mit Bohrung für die Schlossschraube von aussen über das Loch...U-Scheibe und eine starke Feder über das Gewinde der Schlossschraube...U-Scheibe drauf und mit einer Flügelmutter justieren

 

Also ein Unterdruckventil ala Jean Pütz. Der hat da auch garantiert schon was vorbereitet

 

Zitat von Ricc
Also ein Unterdruckventil ala Jean Pütz. Der hat da auch garantiert schon was vorbereitet
mir fehlt der Zwirbelbart...

 

Zitat von RedScorpion68
noch ne einfachere Idee:

mit der Lochsäge ein Loch in die Tonne Bohren... in einen Kunststoff- oder Metalldeckel mit Gummibelag, der etwas grösser als das gebohrte Loch ist, mittig ein Loch bohren für eine Schlossschraube.
Den Deckel von innen auf das Loch, dass das Gewinde aussen ist.
Einen Alusteg mit Bohrung für die Schlossschraube von aussen über das Loch...U-Scheibe und eine starke Feder über das Gewinde der Schlossschraube...U-Scheibe drauf und mit einer Flügelmutter justieren
Red, die Idee ist super! Das könnte tatsächlich funktionieren...

@Fernton: Das Festsaugen resultiert nicht aus einem Verstopfen der Saugleitung - dem habe ich durch ein Reduktionsstück bereits vorgesorgt. Der extreme Unterdruck entsteht meist dann, wenn man mit dem Saugrohr mal bündig an eine Oberfläche (z. B. beim Aufsaugen eines Spänehaufens auf dem Tisch) gelangt. Lässt sich also nicht verhindern.

Was den Behälter selbst betrifft, so ist der für meine Zwecke ideal. Er muss nur stabiler oder "intelligenter" werden.

 

Geändert von Mopsente (27.12.2012 um 11:50 Uhr)
Ich sage die funktioniert auch. Sehr gut ist, dass man den Ansprechdruck mittels unterschiedlichen Federn oder verstellen der Mutter gut anpassen kann.

 

Für den Zweck reicht eine Bohrung mit Durchm. 10mm..macht eine Fläche von 0,785 qcm !
bei einem starken Sauger werden etwa 280 milli-bar Unterdruck erzeugt... x Fläche !!
also muss innen eine weiche Gummischeibe anliegen, welche mit ca. 200 Gramm starken
Feder angelegt wird....und hier mit Gew. Schraube + Mutter eingestellt wird !
bei einer 12 er Bohrung sind das schon 1,13 qcm ! (x 280 mbar = ca 300 gr. Feder )
erst mit leichter Justage anfangen !...allerdings, wenn Du die Saugkraft erhalten willst,
ist eine Versteifung mit Ringsegmenten ( aus Multiplex oder ähnlich selber machen) für
den Innendurchm. die bessere Lösung, weil hier langsam zum optimalen Pressdurchm.
anpassen kannst ! ( z.B 2 Ringe , mit Verzinkung, nicht stumpf zus.bauen !
Wo die Vacuum - Belüftung erfolgt, ist eigentlich egal...kann auch im Deckel erfolgen ....
(natürlich nicht direkt im Zyklonstrom !) da kann event. auch die Feder besser geführt werden !
Gruss von Hazett

 

Geändert von Hazett (27.12.2012 um 17:18 Uhr)
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