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Farbspritzpistole bzw. Sprühsystem

21.03.2016, 20:10
Hallo zusammen. Ich möchte mir eine Farbspritzpistole kaufen. Nach längeren suchen bin ich auf die Wagner Flexio 585 gekommen. Ich hatte erst eine kleinere Wagner im Sinn, aber bei dieser liegt die Maximale Viskosität bei 4000 und somit kann man auch sehr dicke Farben damit sprühen. Die günstigeren liegen gerade mal bei Viskosität 170.
Habt ihr schon Erfahrungen gemacht mit solchen Systemen? Könnt ihr was anderes empfehlen?

Schöne Grüße
Marco
 
Bosch PFS 5000, Farbspritzpistole, Farbsprühsystem Bosch PFS 5000, Farbspritzpistole, Farbsprühsystem
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19 Antworten
Ich kann hierzu leider nur wenig beitragen. Die Bosch PFS 5000 kann auch Fassadenfarbe. Habe ich aber noch nicht versucht. Aber ganz normale Dispersionsfarbe. Funktioniert prima. Man muss allerdings etwas verdünnen und testen. Aber hat man die richtige Mischung ist es perfekt!

 

Ich habe gestern mittag das erste Mal mit einem Wagner 550 versucht, Birke mit Öl zu versehen. Bei dem Versuch wird es bleiben. Dafür ist das System nicht geeignet. Mal davon abgesehen, dass der Sprühnebel auch ordentlich den Rest der Werkstatt eingenebelt hat, braucht es einiges an Übung, um die richtige Einstellung zu finden.

Ich werde demnächst mal versuchen, Schwedenhaus-Farbe damit zu sprühen. Im Freien. Grundsätzlich haben alle Sprühsysteme eine große Schwachstelle: der unkontrollierbare Sprühnebel. Ich bin ganz ehrlich, wenn ich zwei Stunden abkleben und abdecken muss, sitze ich in der Regel bei einer Pinsellackierung mit einem guten Pinsel und einem guten Lack schon nach einer halben Stunde beim Kaffee und gucke der Farbe beim Trocknen zu.

 

ruesay, korrekt. Ich habe vor einigen Wochen 23 Pinnwände mit Wandfarbe besprüht. Der Raum war hinterher vollkommen gesprenkelt. Und das aufwändige Reinigen des Gerätes ...

 

Ok. Wenn ich das richtig deute, ist das mit den Wänden eher schlecht.
Aber die W 550 wäre dann doch für Blockhütte, Zäune uns etc. schon geeignet oder? Im freien.....kein abkleben....
Wie ist den das Ergebnis?

 

Das weiß ich noch nicht. Das Wetter und der Garten lässt das Verarbeiten der Farbe im Moment nicht zu.

Im Freien kein Abkleben? Mitnichten. Abdecken ist da genauso angesagt. Ich nehme dazu alte Bettlaken aus Haushaltsauflösungen. An so einer Parzelle, wie bei der unseren, sind da Fenster, Fensterläden, Betonplatten, Dachrinnen, die man abkleben sollte. Und für mich lohnt sich das schon nicht mehr.

Anstrichergebnis? Die Schwedenhausfarbe und auch Lack aus dem Fachhandel verlaufen so gut, dass die Oberfläche besser als gespritzt aussehen kann. Zudem trage ich mit dem Pinsel mehr Material auf.

Du merkst, ich bin wirklich nicht der Freund der Sprühgeräte, auch, wenn ich selber eines habe.

 

Woody  
Ich hab auch schon 3 oder 4 Sprühgeräte unterschiedlichster Hersteller (auch Wagner ist dabei) und mein Fazit entspricht vollkommen dem vom ruesay. Man braucht viel Übung, viel Zeit fürs Abkleben oder hinterher putzen und mit dem Pinsel/Rolle bin ich allemal schneller.

Im Freien nicht abkleben? Täusch dich nicht. Und vor allem denk auch an deine Nachbarn. Wenn deren weißes Haus dann rot gesprenkelt ist, ist dein bescheidenes Sprüheregbnis auf dem Zaun dein geringstes Problem.

 

Wenn man das so liest, sollte man ja direkt hoffen, beim Recyclingwettbwerb auf keinen Fall Zweiter zu werden...

 

Auch ich habe im Lauf meines Lebens diverse Geräte verwendet und komme zu dem Schluss, dass die Verwendung im Privaten Bereich nicht zu empfehlen ist.
Eines der größten Probleme aller Geräte ist der entstehender Sprühnebel und dieser wird von fast allen Anfängern bei weitem unterschätzt. Auch wird oft übersehen bzw. verkannt, dass das tragen von geeignetem Atemschutz in jedem Fall angezeigt ist.
Natürlich ist es überaus reizvoll z.B. ein Jägerzaun damit einen neuen Schutzschicht zu geben weil es sehr schnell geht im Vergleich zur Handarbeit. Aber auch dort wird - wie meine Vorredner bereits geschrieben haben - die Notwendigkeit des Abschirmens anderer Gegenstände und Pflanzen unterschätzt.
Dies ist für mein Verständnis ein Arbeitsbereich den man den Profis überlassen sollte und wenn man darüber nachdenkt, wenn diese Geräte so gut wären wie wir Heimwerker es uns wünschen dann hätte doch jeder einen oder? Auch Malerbetriebe setzen sie nicht im Häuslichen Bereich ein.
Was eher Sinn macht sind Farbauftragssysteme wie z.B. Farbroller mit Farbfördersysteme. So gelangt die Farbe nur dorthin wo es auch gebraucht wird.

 

Woody  
Zitat von George1959
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Was eher Sinn macht sind Farbauftragssysteme wie z.B. Farbroller mit Farbfördersysteme. So gelangt die Farbe nur dorthin wo es auch gebraucht wird.
Auch nicht unbedingt. Habe ich auch daheim. Entweder es kam viel zu wenig bei der Walze an oder es war dann eine elendige Kleckserei. Der Reinigungsaufwand war auch nicht ohne, sicher ein Viertel Liter Farbe nur im Behälter, wo die Walze drin ist. Das ist pure Verschwendung. Vom Nachfüllen des Behälters red ich gar nicht - Patzerei ohne Ende.

Wenn dann würde ich eher zu einem System tendieren, wo die Pumpe direkt im Farbkübel hängt. Nur das kostet auch entsprechend und rechnet sich für den hin-und wieder-Gebrauch im privaten Bereich nicht wirklich. Wie oft malt man denn aus? Alle 10 Jahre vielleicht.

Wenn ich den ganzen Aufwand und Anschaffungskosten dem Preis eines Malers gegenüerstelle, fällt dies zugunsten des Malers aus. Meiner verrechnet mir für ein Zimmer 2x malern inkl. Farbe 400,-- . Zimmergröße knapp 15m², Höhe knapp 3m. Und ich hab null Arbeit - denn abkleben und putzen ist bei den 400,-- inkl.

 

Geändert von Woody (22.03.2016 um 08:54 Uhr)
Janinez  
also ich bin von der Sprüherei auch wieder abgekommen, wegen der enormen Abkleberei und dem Zeitaufwand........................

 

kjs
ich bin bisher immer reumütig wieder zu Pinsel und Rollen zurück. Unter dem Strich am Schnellsten und saubersten. Hatte alles von Wagner Sprühsystemen bis automatischem Roller und immer ziemlich schnell wieder verkauft.
Wo ich sprühe/spritze (mit Kompressor und Pistole) ist bei Lackierungen wie zum Beispiel einem Fahrzeug. Da geht es nicht mit Pinsel weil manche Lacke einfach nicht gut genug verlaufen. Aber da baue ich mir dann in der Garage ein dichtes Zelt aus dicker Plastikfolie in dem ich die Teile spritzen kann. Riesen Aufwand und nur wenn es wirklich sein muß.....
Das sah dann so aus:

 

Janinez  
puh, da betreibst Du aber einen ganz schönen Aufwand........................................... ......

 

kjs
schon aber es war es wert!
Doch besser als so:

 

Schreiben wir mal so: es gibt Einsatzgebiete, wo so ein Sprühgerät Sinn macht. Nehmen wir mal diese 6,95 Euro-Pergola aus Kesseldruck-imprägniertem Etwas. Da würde ich zum Aufhübschen nicht mit dem Pinsel beigehen. Da macht man auch unter Umständen dem Nachbarn die Freude gleich mit und lasiert auf seiner Seite die Waschbetonplatten doch gleich mit.

Aber mal im Ernst: wir haben auf der Parzelle ein Spielturm für die Lütsche installiert. 3 Meter hoch, viele Fummel-und Friggelecken. Meine Frau findet es nach knapp 2 Jahren Standzeit unansehnlich. Auch, wenn es KDI vom Feinsten ist, so komme ich irgendwann nicht mehr um eine Auffrischung des Schutzes umzu. Den Rasen könnte man mit Bettüchern abdecken.

An so einem Projekt stelle ich mir so ein Sprühgerät ideal vor.

 

Janinez  
oh ja kjs da hast du Recht, ein netter kübel............................................ ............

 

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