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Fallrohre eingefroren!

19.12.2010, 11:50
Geändert von regengott (19.12.2010 um 11:56 Uhr)
Der Schnee und die Minustemperaturen der vergangenen Tage haben dazu geführt, dass beide Fallrohre an meinem Haus eingefroren sind und zwar von oben bis unten. Bisher kein großes Problem, aber was passiert, wenn es nun taut? Wie bekomme ich die Rohre frei ?
 
Dachrinne, Fallrohr, vereist Dachrinne, Fallrohr, vereist
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16 Antworten
Das kenne ich an dem Haus bei meinen Schwiegereltern. Wir haben uns mit Heißluftpistole und Brenner hingestellt. Geht allerdings schlechter bei Kunststiffrinne. Am besten dann unten mit erwärmen an fangen, damit das Wasser gleich ablaufen kann.

 

Wenn es taut, tauen auch die Fallrohre wieder auf. Klar ein bischen "Verstopfung" mit Überlauf von dem geschmolzenen Schnee wirds geben ... aber das ist bei vielen so

Wie gesagt, wenn es taut, tauen auch die Fallrohre wieder auf. Zwar nicht auf einen Schlag, sondern nur langsam. Im Inneren bilden sich so Rinnen in denen das Wasser dann nach und nach ablaufen kann.

Willst Du etwas nachhelfen, bzw. das ganze beschleunigen, hilft nur Wärme. Die erzeugst Du am sinnvollsten mit einem Gasbrenner, so einen zum Weichlöten oder zum Dachpappe verkleben.

Damit solltest Du von unten nach oben die Fallrohre erwärmen, nicht erhitzen! So kann das Wasser nach unten abfliesen.

Falls Dich sowas interessiert:

Es gibt auf dem Markt sogenannte spezielle "Heizbänder" oder auch "Begleitheizband" genannt , die werden um das Fallrohr gewickelt oder innerhalb reingehängt. Man kann sie vorsorglich in der kalten Jahreszeit durchgehend betreiben oder man schaltet sie nach Bedarf ein.

*edit:

ich find das so cool: > klick klack <

 

Geändert von bonsaijogi (19.12.2010 um 12:18 Uhr)
Nur so zur Info nebenbei:

Übrigens sind zugefrorene Dachrinnen und Fallrohre meist ein Zeichen für ein schlecht isoliertes Dach. Das Wasser in Rinne und Fallrohre kann ja nur bei Minusgraden frieren. Bei Minusgraden hat man aber sehr selten Wasser vom Dach. Es sei denn, ein nicht so gut isoliertes Dach sorgt auch bei Minusgraden dafür, dass der Schnee auf dem Dach schmilzt, als Wasser runterläuft und in der Rinne wieder gefriert.

 

Zitat von bonsaijogi
Es gibt auf dem Markt sogenannte spezielle "Heizbänder" oder auch "Begleitheizband" genannt , die werden um das Fallrohr gewickelt oder innerhalb reingehängt. Man kann sie vorsorglich in der kalten Jahreszeit durchgehend betreiben oder man schaltet sie nach Bedarf ein.

*edit:

ich find das so cool: > klick klack <
Genau das wollte ich auch empfehlen, haben wir im Geschäft, ist schnell angebracht und verbraucht Strom im Cent-Bereich - auf jeden Fall weniger als ein Gasbrenner verbraucht - wenn du in € umrechnest

 

Ich würd nicht mit einem Brenner dran rum machen weil die gefahr bestehen kann wenn du nicht aufpasst das du ganz schnell mal ein Loch im Fallrohr hast. Das Fallrohr taut ganz von selber auf es kann nur passieren das ein paar Tage das Wasser drüberhin läuft. Falls du Lagerkehlen am Haus haben solltest musst du die auf jeden fall frei machen weil dabei ist die Gefahr sehr groß das du das Wasser an Ecken hast wo du es gar nicht braucht....... 

Das Problem haben wir nähmlich bei ganz vielen Kunden gehabt letzte woche.

 

Hallo Regengott

Ab Dienstag soll bei Euch leichte Plusgrade zu vermelden sein. Wie wäre es z.B. zwei Hand voll Streusalz von oben in den Falltrichter zu geben?
Das Salz sollte sich von oben her nach unten durchschmelzen und gleichzeitig das wiedereinfrieren verhindern.
Achtung nur bei Plusgraden machen, da der Schmelzvorgang von 0°C Eis Fest nach Eiswasser 0°C viel Energie braucht. (so viel wie Wasser von 1°C nach 80°C)
Sollten Deine Fallrohre schon öfters eingefroren sein, empfehle auch ich eine
Rohrbegleitheizung einzubauen. Wenns richtig gemacht ist, heizt Diese nur in einem Temperaturberich von z.B. +3°C bis -3°C.

Eigentlich passiert sowas sehr selten und hat mitunter seine Ursachen.
Logisch und nicht weiter erwähnenswert die drezeitige Wetterlage.

Trotzdem werden die Fallrohre eigentlich durch die aus der Kanalisation
aufsteigenden Erdwärme mit Warmluft gewärmt. Bei mir (Creußen, Oberfranken) ist es z.B. so, das der Schnee oberhalb Rinnentrichter weggeschmolzen ist. (8m Fallrohr)

Wenn das schon öfter´s geschehen ist, solltest Du die eine Lösung überlegen, da die Fallrohre bein einfrieren gedehnt werden. Dies führt über Lange sicht zur Undichtigkeit.

Grüße aus Oberfranken

 

Ekaat  
Jaaaaaaaaaaa, Eis dehnt sich aus und zieht die Falznaht (bei meinen Kupferrohren geschehen) auseinander. Liegt aber oft daran, daß Blätter o. Ä. den Abluß des Wassers hemmen und es so zum Stau kommt.
Ricc hat zwar recht, aber bei mir ist z. B. oft das Fallrohr, was die Dachterrasse über der Garage entsorgt, eingefroren. Die Garage ist unbeheizt, aber in der Nähe stehen Bäume, die ihr Laub in die Rinne werfen. Leider vergesse ich das solange, bis das Rohr mal wieder eingefroren ist, und dann ist es zu spät zum Säubern.

 

Es ist das erste Mal in den 7 Jahren, in denen wir das Haus besitzen, allerdings meinte meine Nachbarin, dass es bei uns auch noch nie so geschneit habe (Adria der Südeifel). In den Vergangenen Tagen hatten wir etwas Sonnenschein, dabei hat es auf meinem Dach ganz ordentlich getaut, außerdem ist das Haus nicht ganz zeitgemäß isoliert, ich denke, damit erklärt sich das ganze Wasser. Bei allen Nachbarhäusern sind die Fallrohrtrichter durch die Abwärme der Kanalisation übrigens freigetaut, nur liegt mein Haus ca. 20m zurück, in zweiter Reihe, bis dahin ist die Wärme "verpufft".
Ich werde wohl Morgen den Heißluftfön auspacken müssen.

****** Wetter, hier schneit es schon wieder!

 

Hallo Regengott

Die Idee mit dem Föhn ist bei Metallrohr keine schlechte Idee von unten nach oben eine kleinen Ablaufkanal einzuschmelzen. Mgl. weise haste von einem Dachfenster aus die Möglichkeit Streusalz von Oben einzugeben. Das Salz würde dann den Rest
rausschmelzen. Ab Dienstag sollen bei Euch zeitweise Plusgrade herrschen.

Ekaat hat nicht ganz unrecht. Eine Verstopfung mit Blättern, Ziegelsplittern, Wurzeleinwachsung etc. könnte verhindern, das genügend Warmluft (Erdwärme) bei Dir ankommt.
Ich würde mal bei Plusgraden eine Gewaltspülung durchführen.
Regenfass + Badewannenfüllung + Waschbecken + ... gleichzeitig rasch in Abwassersystem leiten. Wenn da was loses liegengebliebenes stauendes rumliegt schwemmts das möglicherweise raus.

Bei Verwandschaft hatten wir´s mal, das das Abwassersystem mit "gebrauchten Damenbinden" verstopft war. Mein ewiglicher Dank wird der Hausherrin nacheilen.
Gelegentlich erinnere ich Sie daran. Ich wills ncht genau erläutern, aber manche verwechseln das WC mit dem Mülleimer. Zum Glück ist das eine große Ausnahme.

Wenn man davon ausgehen kann, das Deine 20m mehr auch im Frostfreien Bereich
tiefer 1,2m liegen müssten auch Deine Fallrohre mit Erdwärme frei bleiben.
Das solltest Du nachprüfen, wenns bei den Nachbarn doch klappt. Warum dann gerade bei Dir nicht.

Ein paar mögliche Fehlerverursacher:
Verstopfung durch was auch immer. z.B. zu wenig Gefälle im Abwassersystem.
Versatzbögen Fallrohr nach z.B. WDVS oberhalb Frostgrenze.
(Besser Rohrversatz im Erdreich mgl. tief)
Wasserentnahmestelle (Regendieb/Klappe) für Regentonne
Abwasser und Oberflächenwasser getrennte Systeme? (Trennsystem)
Bei Trennsystem geht gelegentlich das Oberflächenwasser als Rohr nur bis zu einer Sickerkiesschicht. Diese verstopft sich im laufe der Jahre mir Blätter etc. Ab dann verstopft. Keine Luftzufuhr und daher keine Abgetauten Fallrohre.

Hoffentlich bekommst Du Deine Fallrohre ohne Schäden frei und die Spülung hilft.

Und bei Uns flockt´s auch gerade heftig aus. Aber das passt doch klasse zur Jahreszeit. Du musst nur einen positiveren Betrachtungs Winkel anstreben.

 

Hier taut es, das eine Rohr ist schon frei, das zweite fast.
Ich werde wohl mal ordentlich spülen, wenn wieder eine Warmphase kommt. Unser Abwassersystem ist zwar recht neu(1997), trotzdem abenteuerlich.

 

Geht es hier um das Regenwasser oder um das Schmutzwassernetz? Aus der Frage heraus hätte ich das Regenwassernetz vermutet aber einige Antworten deuten hier eher auf das Schmutzwassernetz hin. Wenn es das Regenwassernetz ist würde ich sobald kurzfristig gesicherte Plus Grade herrschen mal die Fallrohre "hochdruck"spülen, da nur durch Verstopfungen überhaupt Wasser drin stehen kann was dann gefriert.
Sollte es sich um das Schmutzwassernetz handeln könnte eine Spülung auch helfen, aber besser ohne Hochdruck


Ein Mischsystem kann ich wohl ausschließe (oder???)&nbsp;da seit Ende des letzten Jahrtausends bereits feststeht das Schmutz und Regenwasser nach einer Übergangsfrist getrennt zuführen sind und in der letzten Info stand ja das das System 1997 erneuert wurde.

 

Es handelt sich bei unserem Abwassersystem um ein Mischsystem, das ließ sich baulich nicht anders einrichten.
Die Fallrohre sind mittlerweile frei, bei dem einen hatte ich den alten Zulauf unseres Vordachs offenstehen lassen, dort ist die Wärme z.T. entwichen, so konnte sich der Eispfropf bilden. Bei dem zweiten Rohr war der Regendieb schuld, toll im Sommer, jedoch ungeeignet im Winter, der Durchfluss ist zu klein.

http://www.blueml.at/bilder/berger_regendieb.gif

 

Beide Verursacher sind denke ich zu beheben.

Wie sieht´s mit dem Hausverkauf aus?
Im Zweifelsfall wird´s die Aufgabe des Käufers.

Grüße aus dem tauenden Oberfranken

 

Leider hatte der "Käufer" kein Geld, machen fällt das recht spät ein!

 

Vielleicht würde sowas helfen:

SitaTherm-Rohrmanschettenheizung-230-V

 

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