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Fakes und Billigangebote

26.12.2009, 12:11
Geändert von ThomasW (06.10.2010 um 18:00 Uhr)
...wer hat welche Erfahrungen. Lidl hatte wieder einmal eine Bohrmaschine im Angebot vor Weihnachten. Wer kauft so etwas?
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84 Antworten
Ja, das ist eine Frage, die ich auch schon oft beantwortet haben wollte. Meine Erfahrung ist vor allem die, dass man mit einem ja fast immer teureren Markengerät nicht nur den Namen mitbezahlt, auf den könnte man ja verzichten, sondern auch den Service und die Innovationsleistung, die in dem Gerät stecken. Und wenn man ehrlich ist, schneiden die Billiganbieter da oft schlechter ab. Vielleicht muss man sich fragen, wozu und wie oft wird das Gerät gebraucht? Will man die Bohrmaschine nur besitzen, um in einem seltenen Bedarfsfall ein Gerät schnell zur Verfügung zu haben, dann reicht sicher auch ein Billigprodukt aus dem Supermarkt. Ist die Maschine allerdings ein ständiger Begleiter in Haushalt, Garten und Hobby, würde ich zu einem Markengerät tendieren.

 

Hmmmm, darf man hier in nem Bosch Forum ehrlich dazu antworten? ;-)
Kommt immer drauf an, was man damit macht. Ich hab 2 Bohrmaschinen, eine gute in der Werkstatt (zufällig von Bosch) und eine, die ein Werbegeschenk war, zuhause. Ich bohr daheim vielleicht 10-20 Löcher in die Wand im Jahr, um ein Regal aufzuhängen. Dafür is die Billigmaschine ok. Dauerbelastungen würde die vermutlich nicht abkönnen, aber für die paar Löcher taugt das...

 

Ich baue viel und muss ehrlich zugeben, dass ich mich fast ausschließlich mit diesen Billiggeräten abgebe. Nicht gerade die Schnäpchen von Aldi und Co. sondern meist die günstigen Varianten aus dem Baumarkt. Bauhaus gibt z.B. auf die Hausmarke 5 Jahre Garantie. Was soll man da falsch machen? Mein Akkuschrauber hat 30€ gekostet - sagen wir er hält (wie die Garantie) 5 Jahre, das wären also alle 5 Jahre 30€. Ein Markengerät kostet vielleicht 90€. Nun sagt mir wer seinen Markenakkuschrauber 15 Jahre nutzt.
Ein ordentlicher Blick auf die Geräte ist aber das mindeste. Fühlt sich der Griff schon an wie das Besteck aus der Spielküche meiner Tochter, kann der rest auch nicht viel taugen.

 

Ekaat  
Meine Meinung ist da zweigeteilt: Ich bin reiner Heimwerker ohne berufliche Nutzung meiner Geräte. Vor dem Umbau meines Hauses benötigte ich einen Winkelschleifer Ø125mm. Ich entschied mich für Bosch Blau (Profiwerkzeug) und habe es nicht bereut. Im Laufe der Jahre gaben zwei Kugellager ihren Geist auf und konnten ausgetauscht werden, was bei Billiggeräten und auch teilweise bei Heimwerke-Markengeräten nicht gegangen wäre.
Die anderen Maschinen sind hier und da her, auch von Aldi, wobei ich mit der Stichsäge (Topcraft) sehr zufrieden bin. Geräte, die ich oft nutze, kaufe ich nach Marke - früher schwärmte ich für AEG. Danach stieg ich auf Bosch um. Ob ich allerdings einem Nutzer im Habjahres-Rhythmus zu einer Bohrmaschine für 19,95 raten würde, wage ich dennoch zu bezweifeln. Wenn man das Gerät dann braucht und es streikt, haben die Läden meist geschlossen. Und der nächste Tag ist Sonntag! (Alles schon gehabt). Drum prüfe, wer sich ewig bindet...
Ekaat+++

 

Jaaaa, der Preis ist das eine. Die Qualität eine ganz andere.
Es gab da mal eine Kaffeeröster-Bohrmaschine, die ganz flugs wieder aus dem Verkehr gezogen wurde. Grund war der, dass es "nicht ausgeschlossen werden konnte", dass der Benutzer beim normalen Betrieb Kontakt mit stromführenden Teilen hat.
Dann doch lieber die Markenmaschine kaufen.

 

Ich rate niemandem, egal ob Profi oder Laie, zu billigen Maschinen. Sie sind schlicht nicht sicher!

Ich hatte mir vor doch etwa 15 Jahren einen der ersten Bosch-Bohrhämmer (grüne Serie, also nicht alzu teuer) gekauft. Er hatte noch SDS und drumherung ein Bohrfutter mit Schlüssel (sehr lästig im nachhinein, damals topp). Ich habe ihn oft benutzt. Er hat neben den gewöhnlichen Arbeiten auch mehrere Wohnungsumbauten mitgemacht, dabei z.B. bestimmt 500 größere Schrauben an einem Tag bis er glühend heiß war, er hat einen Hausausbau miterleben dürfen, und nun habe ich mich von hm getrennt, weil er keine Schlagkraft mehr hatte. In der Zeit hat er nur einen Satz neuer Kohlen gekostet, das schafft kein Billiggerät.

Auf Arbeit benutzen wir die blaue Serie von Bosch und haben dort schon ein paar Teile wechseln müssen - Kohlen, Getriebe, Bohrfutter - meines Erachtens zu früh, aber es geht.

Man muss sich nicht für die Profiserie entscheiden (ich schon, bin da verrückt) aber verlässlich und sicher muss sie sein!

 

Meine Erfahrung ist das ein jeder nach der Nutzung gehen sollte. Technische Geräte wie Werkzeug von den zwei großen Diskountern sind für jeden Laie, Anfänger oder teils Fortgeschrittenen sehr zu empfehlen.
Man hat Garantie, sie sind ausführlich auf Sicherheit gestestet (was mir seeehhhhrrr am Herzen liegt) und günstig.
Wer sein Gerät nutz um es diversen Belastungen auszusetzten. Hausumbau, Hausbau, rumaasen im Dreck und damit die Wohnung erneuern, Mauern einreißen und was man sonst so mit seinem Spielzeug für ganz Große machen würde...
Dem empfehle ich schon die Profigeräte!
Akkuschrauber braucht man oft, sowas muss stunden des Schraubens, Bohrens und Drehens ohne Leer zu werden funktionieren, das darf der Akku nicht nach einem halben Jahr abdanken!

Aber einen Schleifbock oder eine Oberfräse braucht man nicht so oft wie den oben erwähnten, da reicht auch das Fortgeschrittenenwerkzeug.

Ich selber habe virekt vor Weihnachten diesen ganz kleinen Schrauber von Lidl (zum Möbelaufbauen oder für ganz kleine Hände) bekommen und er wurde nun bei meinem Umzug für die Möbel gebraucht, er ist super. Und so oft baue ich keine Möbel auf, also reicht der Billige.

 

Geändert von Pirenci (27.12.2009 um 18:16 Uhr)
Zitat von kindergetuemmel
Ich rate niemandem, egal ob Profi oder Laie, zu billigen Maschinen. Sie sind schlicht nicht sicher!
Dem muss ich widersprechen. Keiner mag unser Bürokratendeutschland, aber in diesem Punkt ist es gut, dass alles geprüft werden muss ehe es verkauft werden darf. Also sicher sind die Billiggeräte erstmal. Wenn sie natürlich nicht so stabil wie Markensachen sind, etwas kaputt geht und man sich daran verletzt ist was anderes.

Man sollte glaube auch Unterschiede zwischen Billiggeräte (Spielzeug) und günstiges Werkzeug machen. Wer eine Bohrmaschine kauft in der schon beim Kauf Motor und Futter hin- und herschlackern ist sicher zu bedauern. Ich habe bisher immer zum günstigeren (nicht billig) Gerät gegriffen und es noch nicht bereut.

 

Ekaat  
Meine Meinung!
Je nach Bedarf das optimale Werkzeug aussuchen. Darauf achten, daß die Sicherheitsstandards eingehalten werden. Siehe Bild, diese Stichsäge gab es bei Aldi und kostete 29,95€
Ekaat+++
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Geändert von Ekaat (27.12.2009 um 18:35 Uhr) , Grund: Orthografie
Dem schließ ich mich ungesehen an.
Ekaat und Ricc haben recht auf ganzer Linie. Günstige Werkzeuge sind oft eine gute Entscheidung und man bereut es nicht unbedingt wenn sie dann doch mal kaputt gehen, wenn sie denn ihre Leistung gebracht haben.

 

Hallo noch Mal,
ich sage ja nicht, dass alle Billiggeräte schlecht sind, aber es ist Glückssache.

Ich hatte mal einen Schwingschleifer eines NoName-Anbieters. Schon nach 5 Minuten rauchte das Ding. Da nützt auch kein TÜV-Siegel, GS oder CE-Kennzeichen. Die in China gefertigten Geräte werden meist nur Anfangs geprüft, geht es dann in die Masserfertigung wird wieder gespart.

Außerdem lege ich Wert auf Zuverlässigkeit. Bin ich gerade am Machen, möchte ich auch fertig werden und nicht aufhören müssen, weil das günstige Gerät nun sein Leben beendet hat.
Da spart man am falschen Ende.

Aber jeder macht so seine eigenen Erfahrungen. Ich hatte in meinem Leben auch schon einige billige Geräte und immer wieder passt der Spruch: Wer billig kauft, kauft doppelt.

 

Na ja wenn man ein bisschen Ahnung von den Geräten hat ist es auch nicht unbedingt Glückssache.
Ich hab auch einen Mix aus Discount und Billig Geräten - Je nach Einsatzhäufigkeit und Zwecke. Damit hab ich auch noch nie Probleme gehabt.

Ich kaufe allerdings grundsätzlich auch nur Geräte aus den Serien größerer Anbieter. Die testen die Dinge auch ausgiebig und es kommt selten zu Problemen. Und man kann auch nicht alles gebrauchen. Hier hilt nur ansehen und anfassen.

Güde z.B. hat unheimlich viel Schrott und dazwischen aber ein paar Sachen die echt gut und eine bezahlbare Alternative für den Privatbereich sind. Diese Firmen z. B. auch Einhell importieren Geräte nur. Es hängt also stark davon ab wie gut der einzelne Hersteller ist. Der kann wechseln etc. Ersatzteile kann man daher auch im Regelfall vergessen.

Immer wenn es um Präzision und Schwingungsarmut wird man eher auf die Markengeräte ausweichen müssen und das ist auch nachvollziehbar. Manche Dinge kann man eben nicht günstig nachbauen.

Innovation und Qualität schlagen sich irgendwo im Preis nieder. Ausserdem muss man auch sehen dass man zumindest ein paar Arbeitsplätze in Deutschland hält. Wenn wir unseren eigenen Kram nicht mehr kaufen muss sich auch niemand wundern wenn wir irgendwann ziemlich doof dastehen.

Also kaufe ich oft benötigte Geräte die mir wichtig sind eher im oberen Preissegment.

 

Da ich in einem Geschäft arbeite, das Baumaschinen und -geräte verkauft und einen wirklich fähigen Handwerker daheim habe kann ich nur dazu raten mehr Geld für die Geräte auszugeben (dafür halt mal lieber auch nur zu kaufen, was man braucht!!!) und sich später nicht ärgern zu müssen, weil man beim Handwerken mehr Ärger mit dem Gerät als mit dem Projekt hat.
Nach einigen Fehlkäufen musste ich einsehen, dass ich für das ausgegebene Geld auch gleich eine hochwertige Maschine bekommen hätte.

 

Susanne  
Zitat von kindergetuemmel
Wer billig kauft, kauft doppelt.
Das war bei uns neulich mal buchstäblich so, aber einkalkuliert. Wir hatten eine ziemlich „unsaubere“ Aufgabe zu erledigen, für die jedes gute Werkzeug eigentlich viel zu schade war. Alter Bodenbelag musste entfernt werden, und alles, was sonst noch darunter klebte.
Im Baumarkt beriet uns in dieser Frage freundlicherweise gleich ein Trupp von 3 Mitarbeitern, und letztlich kamen wir gemeinsam zu folgendem Ergebnis: Billige Flex kaufen, und gleich noch eine in Reserve mitnehmen. Eine hat’s überlebt, und schließlich hat es geklappt.
Mit einer großen Leihmaschine hätte das wahrscheinlich auch funktioniert, aber ein gutes Heimwerker-Gerät wäre hierfür wirklich zu schade gewesen.

Ansonsten haben wir eigentlich ausschließlich „anständiges“ Werkzeug. Bosch grün. Einiges davon sogar noch aus Studienzeiten, und das ist lange her… ;-) Hat sich also längst gelohnt und bewährt.

Eine Maßnahme wirkt sich eindeutig schonend auf unser Werkzeug aus: Die Kinder haben eigene Akkuschrauber von Skil. Die gab’s mal bei Ikea in verschiedenen Farben, so dass jetzt jedes Kind einen eigenen hat, und gar nicht erst Streit aufkommt. :-) Die Skil-Schrauberchen erweisen sich als ziemlich ausdauernd und langmütig, und seither bleibt unser Werkzeug, wo es ist und hingehört, und ausserdem von „Lernversuchen“ verschont. Meistens jedenfalls… ;-)

 

Zitat von bender_3000
Nach einigen Fehlkäufen musste ich einsehen, dass ich für das ausgegebene Geld auch gleich eine hochwertige Maschine bekommen hätte.
...das kennt wohl jeder!

 

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