Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Exakte Nuten fräsen

15.04.2014, 12:31
Jetzt bin ich schon eine ganze Weile dabei, mir einen Frästisch zu bauen. Das Projekt ist nun schon etwas länger gediehen, mehr oder weniger mit gutem Erfolg, Rückschläge eingeschlossen. Der Unterbau ist fertig, bis auf Schubladen. Die Tischauflage ist ebenfalls fast fertig, es fehlen noch die Nuten in der obersten Auflage und in den Alu-Profilen, diese Nuten sind aber nicht mein Problem. Die Tischauflage besteht bei mir aus 30 mm MPX mit eingelassenen Alu-Profilen (rechteckige Kastenprofile, die später zu T-Nut-Profilen mutieren sollen) und einer 12 mm MPX-Siebdruckplatte.

In den Anschlagbacken sollen Nuten eingefräst werden. Nun habe ich ja bereits Nuten in der Tischauflage gefräst und sollte eigentlich wissen wie es geht. Ehrlich gesagt, ich habe mir bei diesen Nuten einen abgebrochen. Und bei der vorhandenen Anordnung in der Tischauflage kann ich mit dem Ergebnis ganz gut leben.

Bei den Anschlagbacken möchte ich jedoch ein perfektes Ergebnis erzielen. Daher mal meine Frage, wie würdet ihr ein Alu-Profil - 19,5 x 11,5 mm - exakt bündig mit der Oberfläche und mit geringstem Spiel in die Anschlagbacken einlassen?

Vielen Dank schon mal für eure Ratschläge.
 
fräsen, frästisch, Nuten fräsen, frästisch, Nuten
Bewerten: Bewertung 1 Bewertung
21 Antworten
Ich hab den Frästisch dazu benutzt. Fräse war eingebaut, der Anschlag bis auf die verschiebbaren Backen fertig.
Eine Einstelllehre ist hilfreich, ansonsten rantasten was Tiefe und Breite betrifft.

 

dausien  
Ich habe ebenfalls den halbfertigen Frästisch benutzt (siehe Arbeitsschritt 6). Ich habe einen 8 mm Nutfräser genommen und mich erstmal an die Frästiefe heran getastet, (Probestück fräsen). Nachdem dann die 8mm Nut gefräst war habe ich den Anschlag Stückweise verschoben und mich so an die breite der Aluschienen angenähert.

 

Frästische haben den Nachteil, dass man zum Bauen eines Frästischs mit allen Schikanen eigentlich schon einen Frästisch haben sollte. Dann würde man sich bei einigen Dingen leichter tun.

Ein exaktes Ergebnis erreicht du leichter wenn du einen von Beiden (Werkstück oder Fräse) fixierst und den jeweils anderen mit einer Zwangsführung bewegst. Eine Möglichkeit ist zunächst einen einfachen Anschlag für den Tisch zu bauen und den dann zu benutzen um einen besseren zu bauen. Dazu kommt bei dir noch das Maß von 19,5mm das sich nicht in einem Durchgang fräsen lässt. Am Tisch kannst du in mehreren Durchgängen den Anschlag verschieben und dich langsam dem Zielwert annähern.

Wenn du das ohne Tisch machen willst, kann du dir so etwas wie im verlinkten Video bauen


 

Geändert von Fernton (15.04.2014 um 20:03 Uhr) , Grund: Typos
@ Fernton

Besten Dank für den Link zum Video. Dann werde ich mal den Frästisch für den vorläufigen Gebrauch so herrichten, dass ich mir diese Super-Schablone anfertigen kann. Eine solche Schablone zu haben, lohnt sich auch für andere zukünftige Anwendungsfälle, so dass die Investition in Material und Zeit sich sicher als lohnenswert erweisen wird.

Nochmals besten Dank.

 

Ich würde dafür meinen Frästisch mit meinem Incra Anschlag verwenden.

Alternativ könntest Du auch einen Parallelanschlag mit Feinverstellung in Verbindung mit Deiner OF benutzen und Dich langsam an die Breite rann tasten.

 

ICH würde es mit Kopierhülsen machen ...
... ist einfach, geht schnell und ist exakt.

 

Zitat von Linus1962
ICH würde es mit Kopierhülsen machen ...
... ist einfach, geht schnell und ist exakt.
Die Frage ist wie du die Kopierhülse einfach und schnell so führst, dass exakt eine 19,5mm Nut raus kommt

 

Zitat von Fernton
Die Frage ist wie du die Kopierhülse einfach und schnell so führst, dass exakt eine 19,5mm Nut raus kommt
Das ist natürlich abhängig von den vorhandenen Fräsern und Kopierhülsen ...

... ich würde die Kombination aus 8mm Nutfräser und Kopierhülsen mit 40/30/17mm Durchmesser bevorzugen ...

 

Mit der in dem Video gezeigten Schablone wird es notwendig sein, sich auf EINE bestimmte Kombinationen des Fräsers und einer Kopierhülse festlegen müssen. Wenn man davon ausgehen möchte, dass man als minimalste Nutenbreite den Durchmesser des beabsichtigten Fräsers zugrunde legt, dann bleibt nicht viel Spielraum für beliebig viele Kombinationen, das wird im Video so etwa gegen Schluss ziemlich deutlich zum Ausdruck gebracht: Those combination is maried to...
Ich nehme an, dass ich auf die Kombination eines 8 mm Fräsers mit einer 17er Hülse festlegen werde, für 8 mm deswegen, weil ich Fräser mit 3 Zügen besitze, die einen sehr guten Spanabfluss haben.

 

Bei Schablonen ist es meistens so, das die für eine bestimmte Fräser/Kopierhülsen-Kombi gefertigt werden. Ich sehe darin kein Problem. Man muß es sich nur merken (am besten auf die Schablohne schreiben)

 

Ja, du musst dich bei dem verlinkten Hilfsmittel für reproduzierbare Ergebnisse auf eine Kombination aus Fräser und Kpierhülse festlegen. Mit dem verwendeten Fräser legst du die Mindesbreite der Nut fest. Hier muss man mit den Zahlen etwas experimentieren und eine Hochrechnung machen welche breiten (min und max) man in etwa brauchen wird. Mit einem 8mm Fräser ist alles bis 16mm halt in zwei Durchgängen gefräst, bei einem 6mm Fräser bist du da schon auf der dritten Bahn. Ich konnte mich auch noch nicht entscheiden, deshalb habe ich noch keins gebaut.

Im Netz findest du auch Varianten die mit seitlich angebrachten T-Nut-Schieben arbeiten. Dann hast du den Überstand der Knöpfe nach unten nicht.

Die andere Variante ist natürlich die von Linus genannte bei der an einem einzelnen Anschlag mit verschiedenen Hülsendurchmessern gefräst wird. Der Nachteil dabei wäre aus meiner Sicht, dass die Zwangsführung nur auf einer Seite stattfindet und man so keinen Schutz gegen Verlaufen des Fräsers hat. Man muss dann halt hinreichend aufmerksam und sauber arbeiten.

 

Die Sache mit dem einzelnen Anschlag habe ich hinter mir, bei den jetzt anstehenden Arbeiten möchte ich die Erfahrung kein zweites Mal mehr machen. Das Video hat mich überzeugt.

@Fernton
Ein 8mm Fräser ist aber bei dieser Schablone nicht auf minimale Nuten von 16 mm begrenzt, theoretisch geht es bis 8 mm, wenn nicht die Gefahr des Klemmens in der Führung bestehen würde. Aber 9 mm sollten locker machbar sein.

 

So herrum meinte ich das auch nicht. Der gewählte Fräser beschränkt erst mal nur nach unten. Andererseits muss man auch nach oben überlegen wie breit die Nuten die man machen werden wohl in etwa sind. Auch über das eine spezielle Projekt jetzt hinaus.

Wenn man sich alle Optionen offen halten will und deshalb halt einen 2mm Fräser nimmt, fräst man sich bei 20mm einen Wolf. Bei 6, 8 oder 10 mm Fräsern gehen 20mm Nuten wesentlich leichter von der Hand, dafür geht es später nicht mehr schmaler. Oder man baut ein weiteres Hilfsmittel.

Die Wahl des optimalen Fräsers hängt on der Bandbreite der Nuten ab die man herstellen will. Und natürlich von der aktuellen Ausstattung, wenn man nicht in zusätzliche Fräser investieren will.

 

Auf dem soweit fertigen Frästisch eine Anschlagleiste mit Schraubzwingen fixieren.
Dahinter die Schiene, die eingepasst werden soll anlegen und eine weitere Anschlagleiste hinter diese Schiene lose anlegen. Dahinter dann noch eine Anschlagleiste anlegen, die dann mit Schraubzwingen ebenfalls fixiert wird. Die Aluschiene entfernen und den zu bemutzenden Fräser an die hintere Anschlagleiste legen. Die mittlere Anschlagleiste an den Fräser anlegen und mit Zwingen fixieren.
Nun hat man zum fräsen die exakte Schienenbreite abzüglich des zu benutzenden Fräsers eingestellt, ohne lange und genau nachzumessen.
Die vordere Anschlagleiste kann dann bis zum letzten Fräsdurchgang bis an die hintere Anschlagleiste versetzt werden.

 

Geändert von RedScorpion68 (16.04.2014 um 14:51 Uhr)
Zitat von Fernton
So herrum meinte ich das auch nicht. Der gewählte Fräser beschränkt erst mal nur nach unten. Andererseits muss man auch nach oben überlegen wie breit die Nuten die man machen werden wohl in etwa sind. Auch über das eine spezielle Projekt jetzt hinaus.

Wenn man sich alle Optionen offen halten will und deshalb halt einen 2mm Fräser nimmt, fräst man sich bei 20mm einen Wolf. Bei 6, 8 oder 10 mm Fräsern gehen 20mm Nuten wesentlich leichter von der Hand, dafür geht es später nicht mehr schmaler. Oder man baut ein weiteres Hilfsmittel.

Die Wahl des optimalen Fräsers hängt on der Bandbreite der Nuten ab die man herstellen will. Und natürlich von der aktuellen Ausstattung, wenn man nicht in zusätzliche Fräser investieren will.
Ach soooo meinst du das - das kommt davon, wenn man zu eng denkt.
Aber soweit war ich schon! Bei einer gewählten Kombination von z.B. 8/17 (Fräser/Hülse) und mehr als 16 mm Nutbreite würde ich zuerst alles bis auf einen kleinen Rest ausfräsen, was sich in der Mitte zwischen den Flanken befindet, danach die Schablone exakt ausrichten und die jetzt noch verbliebenen Flanken auf die exakte Breite fräsen.
Wie gesagt, mit einer Kombination legt man sich nach unten hin fest, nach oben hin sind alle Möglichkeiten offen.

 

Geändert von RockinHorse (16.04.2014 um 14:17 Uhr)
Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht