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EU will die Vergabe des Siegels "Made in Germany" erschweren

17.01.2012, 15:43
Zitat aus Spiegel Online vom 16.01.2012

EU-Kommissar Algirdas Semeta plant, das Gütesiegel "Made in Germany" nur noch für Produkte zuzulassen, bei denen mindestens 45 Prozent des Wertanteils aus Deutschland stammen. Bisher gilt laut EU-Regeln das Land als Herkunftsland, in dem "die letzte wesentliche, wirtschaftlich gerechtfertigte Be- und Verarbeitung" vorgenommen wurde. Daher können heute Produkte auch dann mit dem Label "Made in Germany" gekennzeichnet werden, wenn sie zu mehr als 90 Prozent im Ausland gefertigt, aber zuletzt in Deutschland bearbeitet wurden.
Was würdet ihr von dieser Änderung halten?
Orientiert ihr euch überhaupt noch nach dem Label "Made in Germany" oder ist für euch die Marke wichtiger?
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57 Antworten
Im Moment Interessiert es mich nicht, da ich daraus nicht ableiten kann wo geschraubt wurde. Wenn sich das ändert könnte das Gütesiegel durchaus wieder beachtenswert sein.

 

Funny08  
Ein ähnliches Thema hatten wir ja vor kurzem schon: http://www.1-2-do.com/forum/made-in-...hema-3895.html

Ich find einen Schwellenwert von 45% als viel zu niedrig - aber dann wird wieder die Preisverteuerung in die Waagschale geworfen.... wobei solange die Leute hier wieder mehr Arbeit hätten und dadurch mehr verdienen würden, dann wären auch höhere Preise sicher das geringste Problem - und Made in Germany - würde nicht zur Lachnummer verkommen.

 

Eigentlich war das Gütesiegel ja mal damit verbunden, das dieses oder jenes Gerät auch in Deutschlang gebaut wurde. Komplett in Deutschland gefertigt.

Mittlerweile kann sich ein Konzern ja nur noch am Weltmarkt behaupten, in dem er seine Arbeiten auslagert. Ob das jetzt gut ist oder nicht, möchte ich hier nicht bewerten, weil das den Rahmen sprengen würde.

Ich gehe bei meinen persönlichen Einkäufen immer nach Qualität. Es gibt auch Sachen, die ich sehr gut finde, aber die ich mir auch nicht leisten kann. Deshalb kann ich sie aber trotzdem für gut befinden.

Zu meinen Deutschmarken, gehört auf jeden Fall Bosch dazu, auch wenn der Konzern mittlerweile einiges im Europäischen Ausland produziert. Erfunden und konstruiert wurde es ja hier bei uns in Deutschland. So geht es aber auch mit anderen deutschen Firmen. Sie ntwickeln hier im Land und können es aus finanzpolitischen Gründen nur im Ausland produzieren lassen.

Aber diese ganze Diskussion finde ich mittlerweile müßig. Weil die EU uns immer mehr Sachen und Dinge vorschreibt, wird es kurz über lang immer wieder Streit darüber geben.

 

Diese "Einschränkung" soll nur außerhalb der EU zur Geltung gelangen.

Und noch ist das letzte Wort nicht gesprochen.

Ich habe auch schon das Label "assembled in Germany" gesehen

 

Funny08  
Bei meinem Grundig AkkuTischsauger stand glaub ich "Geplant in Germany" - oder "Designed...." alles nur noch Augenwischerei

 

Ich habe mal ein Gerät gesehen (weiß nicht mehr welches) da stand drauf "Made for Germany"

 

Zitat von dirkfulda
Ich habe mal ein Gerät gesehen (weiß nicht mehr welches) da stand drauf "Made for Germany"
Das war jetzt ironisch gemeint - oder?

 

Funny08  
*g das ist wie: Wenn "Heringe in Sahne" nach Fisch schmecken - und "Schafskäse in Öl" nach Schaf schmeckt - nach was schmeckt dann "Made in Germany" ? miam miam

 

Zitat von Funny08
Ich find einen Schwellenwert von 45% als viel zu niedrig
Nicht bös sein aber das ist absurd. 45% ist schon ganz schön viel und für viele Hersteller nur schwer zu erreichen. Bedenke einfach das Stahl, Aluminium und auch sonstige Rohstoffe kaum noch in Deutschland in gefertigt werden. Wenn dann noch ein, zwei Elektroartikel dazu kommen wird es langsam schwierig. Ich glaube Mafell macht Werbung damit das sie 85% im Hause fertigen aber die kaufen wohl auch fast nichts zu. So eine hohe Fertigungstiefe hat fast keine Firma mehr und das hat gute Gründe.

 

Zitat von TischlerMS
Das war jetzt ironisch gemeint - oder?
Nein, habe ich tatsächlich mal gesehen und konnte mich kaum noch halten vor lachen, das ist wohl Augenwischerei Erster Kategorie, besonders für Leute die kein Englisch können

 

Ach so - ich sehe gerade - ich hab ja die Frage von oben gar nicht beantwortet. Unhöflich von mir - sorry. Also was sage ich denn mal dazu - einfach nix, warum?

Weil die in Brüssel doch sowieso machen was sie wollen. Da sind so unsinnige Sachen in den letzten Jahren aus Brüssel gekommen, da stellt sich mir die Frage, ob wir einen so aufgeblähten Apparat überhaupt brauchen um weiterhin Geld auszugeben.

Die Abgeordneten reisen dorthin, stempeln ihre Zeitkarten, kassieren nur für Anwesenheit dicke Kohle und machen so unsinnige Gestze oder Änderungen an bestehenden, das man sich fragt, wer diese Leute aus den Ländern nach Brüssel gejagt hat um uns Bürger so richtig zu veräppeln.

 

Oh Mann - ihr merkt über dieses Thema geht mein Blutdruck sowas von hoch, ich glaub ich muss zum Doc.

 

"Made in Germany" ist ursprünglich gar kein Qualitätslabel gewesen. Der englische Markt sollte gegen billige Nachbauten aus Deutschland geschützt werden. Ja, solche Zeiten hat´s auch mal gegeben... Heute maulen wir über die Chinesen...

Ein "Made in Germany" ist für mich eigentlich nicht mehr zeitgerecht. "Made in Europe" sollte drauf stehen, wenn es denn drin ist. Dazu gehört aber nicht, das irgendwo gefertigte Geräte hier den Aufkleber des "Herstellers" verpasst bekommen.

Bei Produkten mit "Herkunftsnachweis" erwarte ich, das sie in dem bestimmten Land / der bestimmten Region nach dem aktuellen Stand der Technik gefertigt wurden. Dazu gehören auch Facharbeiter, die entsprechenden Tariflohn erhalten, Arbeitsschutz-, Sozial- und Umweltschutzvorschriften, die eingehalten werden, und so weiter...

Das ist bei vielen Firmen wegen der Globalisierung längst nicht mehr der Fall - siehe Funnys Anmerkungen. Ehrlicher ist dann, wenn Bosch drauf steht, und ein "Made in Ungarn" als Beispiel - wobei natürlich Bosch die Gewähr für ein hochwertiges Produkt übernimmt. Da weiß der Kunde, was er bekommt, wofür er sein Geld aus gibt.

Viele andere Firmen sind nicht so ehrlich, oder haben Winkeladvokaten am Laufen, um neue, irreführende Wortschöpfungen zu kreieren. Unterm Strich wird aber der Kunde hinter´s Licht geführt. Sowas kann eine Zeit lang gut gehen, doch irgendwann rächt es sich...

 

Funny08  
Zitat von Kourosh
Nicht bös sein aber das ist absurd. 45% ist schon ganz schön viel und für viele Hersteller nur schwer zu erreichen. Bedenke einfach das Stahl, Aluminium und auch sonstige Rohstoffe kaum noch in Deutschland in gefertigt werden. Wenn dann noch ein, zwei Elektroartikel dazu kommen wird es langsam schwierig. Ich glaube Mafell macht Werbung damit das sie 85% im Hause fertigen aber die kaufen wohl auch fast nichts zu. So eine hohe Fertigungstiefe hat fast keine Firma mehr und das hat gute Gründe.
Wieso sollt ich böse sein - du hast ja vollkommen recht - nur stellt sich die Frage - wieso ist das mittlerweile so? Deutsches Stahl hat weltweit den besten Ruf - und früher wurde auch nicht alles in China usw produziert - das könnte auch wieder alles im Lande Produziert werden ( auch wenn´s extrem Utopisch klingt) - es wäre nur eine Frage des Geldes. So wird vieles in Staaten produziert, welche es mit menschenrechten, Arbeitschutz und Umweltschutz oftmals nicht ganz so genau nehmen, das spart zwar Geld und macht die Produkte billig, aber am Ende leiden doch auch wir darunter - oder?

 

Zitat von TischlerMS
Die Abgeordneten reisen dorthin, stempeln ihre Zeitkarten, kassieren nur für Anwesenheit dicke Kohle und machen so unsinnige Gestze oder Änderungen an bestehenden, das man sich fragt, wer diese Leute aus den Ländern nach Brüssel gejagt hat um uns Bürger so richtig zu veräppeln.
Da möchte ich Dir nur zum Teil Recht geben. Manche Sachen aus Brüssel kann ich einfach nicht verstehn. Ganz häufig ist es aber garnicht die EU, die den Bockmist verursacht.

Schau Dir mal das aktuelle Gesetz zur Gewährleistung an, das in Deutschland gilt. Da haben Lobbyverbände dran rum geschraubt, Politiker sich einlullen lassen, und etwas Gutes halbherzig umgesetzt.

Einige unserer nationalen Politiker neigen dazu, die "Sahne" aus Brüssel abzuschöpfen, und unter eigenem Namen zu verkaufen. Alles Böse - und wenn es auf deren eigenen Mist gewachsen ist - wird gerne Brüssel in die Schuhe geschoben.

 

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