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Erfahrungen mit Baumarkt-Anhänger

28.05.2013, 14:29
Hallo,

da ich jedes Jahr viel Baumschnittabfälle etc. habe, bin ich schon seit längerer Zeit auf der Suche nach einem guten und günstigen Anhänger (750kg ungebremst). Jetzt sieht man ja immer wieder Anhänger bei Baumärkten im Angebot (+- 500€). Sind die gut verarbeitet oder ist das dann wirklich das billigste vom billigen?
Hat jemand schon Erfahrungen damit gesammelt?
 
Anhänger, Baumarkt Anhänger, Baumarkt
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31 Antworten
Es ist immer so, das man auch nur das bekommt, was man bezahlt, ich würde mal zu einem Anhängervertrieb gehen und mal ansehen, was der so hat und dann mit denen aus dem Baumarkt vergleichen.

 

Hi,

ich habe mir zwei- oder dreimal einen Anhänger aus dem Baumarkt ausgeliehen. Obi, Bauhaus & Co verleihen die ja auch, vor allem wenn man bei ihnen lange Sachen kauft, die man nur so transportieren kann - dann sogar umsonst. Die gleichen Anhänger, die Du dort ausleihen kannst, kannst Du auch kaufen. Je nach Baumarkt waren die Anhänger sehr unterschiedlich in der Verarbeitung, wirklich toll war keiner davon. Leer sind die Anhänger ziemlich "gesprungen" und das schon bei geringer Geschwindigkeit. Auch die Verarbeitung der Klappen usw. war nicht wirklich toll.

Letztes Jahr habe ich dann einen etwas größeren Anhänger gebraucht, um Sperrmüll abzutransportieren (wir haben unsere Gartenhütte abgerissen). Ich habe den Hänger be Boels ausgeliehen, recht günstig eigentlich. Das war eine ganz andere Qualität, der Kaufpreis lag allerdings auch um das Dreifache höher als aus dem Baumarkt von nebenan.

Fazit: Für einfache Dinge sind die aus dem Baumarkt schon in Ordnung, vor allem wenn man nicht schneller als 50 km/h (Stadtverkehr) fährt. Wenn Du was haben willst, was länge hält und qualitativ hochwertig ist, musst Du etwas mehr auf den Tisch legen.

 

Zitat von xatru1980
Hi,

Fazit: Für einfache Dinge sind die aus dem Baumarkt schon in Ordnung, vor allem wenn man nicht schneller als 50 km/h (Stadtverkehr) fährt. Wenn Du was haben willst, was länge hält und qualitativ hochwertig ist, musst Du etwas mehr auf den Tisch legen.
Woher hast du deine Info mit den 50 km/h????
Sorry, aber diese Aussage ist schlicht und ergreifend falsch!

Ich habe mir vor etwa 6 Jahren einen Stema Anhänger von Toom (damals Marktkauf) zugelegt, damals für ca. 450 €. Kein Rost keine technischen Probleme, einfach nur gut und sieht immer noch aus wie neu!!!
Das Teil liegt auch bei 100 km/h auf der Straße wie ein Brett.

Der Preis für diese Anhänger ist nicht deshalb so günstig, weil sie schlecht verarbeitet wären oder qualitativ minderwertiges Material verbaut wäre, sondern weil sie keine technischen Raffinessen haben - z.B. Auflaufbremse, Handbremse oder Stoßdämpfer (stattdessen: Drehstabfederung und sonst nichts).

Mein Fazit: Klare Kaufempfehlung, wenn er deinen Ansprüchen an Größe und Zuladung genügt.
Ich möchte meinen nicht mehr hergeben - ideal für alles bis zu einer Länge von ca. 3m und 0,5t Gewicht. Oft mach ich den Anhänger dran, weil ich zu faul bin die Rückbänke umzulegen oder mir nicht den Kofferraum verdrecken möchte.

 

Geändert von Hauptsache_Bosch (28.05.2013 um 16:11 Uhr)
Ich habe früher unsere Anhänger im Betrieb selber gebaut(Deichsel und Achse waren ein Zukaufteil), wichtig ist das die Deichsel und Achse gut sind.
Unterschiede merkt man schon wenn man über die zulässige Höchstgeschwindigkeit (unzulässigerweise) hinübergeht. Dann liegt ein hochwertiger Anhänger immer noch satt auf der Straße wo billige Hänger in das Schlingern kommen.
Ich würde aber eher zu einem gebrauchten gebremsten Anhänger raten.
Bei vielgebrauch und oft voller Ausladung geht es sehr auf die Bremsen vom Zugfahrzeug.

 

Wir haben am Ort eine Tankstelle, die auch Anhänger vermietet - in deutlich besserer Qualität (die "Guten" aus Dänemark).

Wenn man ihn nur mal braucht, hat man für recht preiswert was Vernünftiges. Und man kann quasi auch selber testen, worauf es an kommt. Zudem werden die Mietanhänger in gewissen Abständen gegen neue ersetzt, da kann man also relativ preiswert einen "Gebrauchten" bekommen, der wirklich gut ist.

Sowas gibt´s bestimmt auch bei Dir in der Nähe - einfach mal schauen...

 

Moin,

ich besitze selber so ein "Baumarkt" Anhänger von Stema, Achse und Radlager von Knott, was schon mal nichts schlechtes ist, der Aufbau ist simpel aber völlig altagstauglich, ich fahre damit Bauschutt, Holz, Erde, Schotter etc. umher. Er tut was er soll, nicht mehr und nicht weniger. Bei den "Renomierten" zahlt man schon mal das doppelte alleine für den Namen.

Die Bodenplatte ist auch nicht schlechter als bei den teuren Hängern. Er ist Vollverzinkt und zeigt auch keinen Anflug von Rost.

Aber wie kommt man auf den Trichter für 50 km/h und nicht mehr ist mir ein Rätsel.... Entweder falsch beladen oder fahrerisches Unvermögen, k.a. fällt mir sonst nichts anderes zu ein.

Ich bin damit zufrieden, mehr benötigt man nicht als Heimwerker und Hausbesitzer m.E. und wenn er nicht immer im Regen steht und gepflegt wird hält der genau so lange.

 

Baumarkt Anhänger, je nach Hersteller gibts da auch unterschiedliche Qualitäten, am besten darauf achten das möglichst viel durchgeschraubt ist.
Etwas einfacher aber gerade noch OK sind genietete Blechteile.
Stema oder Stedele, um mal 2 Beispiele von Baumarkthängern zu nennen, bauen ja auch schon länger Anhänger und auch mehrere Qualitätsstufen.
Es gab mal polnische Modelle mit vielen Blechtreibschrauben die waren miserabel haltbar.
Schnickschnak ist da ja nicht dran, Bremsen leider auch nicht.
Manche packen diese dann mit Mörtelsäcken oder Pflastersteinen voll und fahren dann vom Baumarkt nach heeme, wer´s möchte bitte, aber ungebremst? Ich komm lieber vor der Ampel zum stehen. Alles schon selber gesehen.
Ich hol ja gelegentlich selber Sand/Kies aus der Kiesgrube, dort sind schon Hänger zusammengebrochen beim selber beladen oder rausfahren.
Ich nehm max 1,3t Zuladung (Waage in der Radladerschaufel) auf meinen Humbaur Anhänger, (~1300kg zulässiges Gesamtgewicht), das geht Problemlos, aber vom Volumen würde fast das doppelte drauf passen.
Dasselbe Modell wie ich habe ist einer örtlichen Bausanierungsfirma, beim von der Waage fahren, aufm Schuttrecyclingelände verbogen (Längsträger,Querträger und Achsaufnahme am Träger sowie an der Achse), 3,4t Bauschutt...

 

Zitat von Benderman
Baumarkt Anhänger, je nach Hersteller gibts da auch unterschiedliche Qualitäten, am besten darauf achten das möglichst viel durchgeschraubt ist.
Etwas einfacher aber gerade noch OK sind genietete Blechteile.
Stema oder Stedele, um mal 2 Beispiele von Baumarkthängern zu nennen, bauen ja auch schon länger Anhänger und auch mehrere Qualitätsstufen.
Es gab mal polnische Modelle mit vielen Blechtreibschrauben die waren miserabel haltbar.
Schnickschnak ist da ja nicht dran, Bremsen leider auch nicht.
Manche packen diese dann mit Mörtelsäcken oder Pflastersteinen voll und fahren dann vom Baumarkt nach heeme, wer´s möchte bitte, aber ungebremst? Ich komm lieber vor der Ampel zum stehen. Alles schon selber gesehen.
Ich hol ja gelegentlich selber Sand/Kies aus der Kiesgrube, dort sind schon Hänger zusammengebrochen beim selber beladen oder rausfahren.
Ich nehm max 1,3t Zuladung (Waage in der Radladerschaufel) auf meinen Humbaur Anhänger, (~1300kg zulässiges Gesamtgewicht), das geht Problemlos, aber vom Volumen würde fast das doppelte drauf passen.
Dasselbe Modell wie ich habe ist einer örtlichen Bausanierungsfirma, beim von der Waage fahren, aufm Schuttrecyclingelände verbogen (Längsträger,Querträger und Achsaufnahme am Träger sowie an der Achse), 3,4t Bauschutt...

Sicherlich sind gebremste Anhänger der Hit, aber auf einen ungebremsten Hänger mit Zul. Gesamtmasse von 750 Kg bleiben nach Abzug des Hängers so im Dreh 600 Kg Zuladung übrig. DAZU kommt was das Fzg. mit der Anhängerkupplung ziehen darf, also sagen wir mal 400 Kg ungebremst, 600 Kg gebremst. Also kannste im Bsp. 400Kg draufkloppen sofern er ungebremst ist und 600 Kg sofern gebremst.

Abgesehen stellst du hier Werte ein die 750 Kg beiweitem übertreffen. Wir reden, sofern ich es richtig nachvollziehen kann von Hängern bis 750 Kg nicht von anderen die mehrere Tonnen fassen können.

 

puwo67  
Hallo,

ich habe mir vor 3 Jahren einen Stema 750 Kg-Anhänger gekauft und damit bestens zufrieden. Um damit 1-2 mal im Jahr Grünabfälle zu fahren reicht der allemal aus.

Meiner hat aber auch schon diverses an Baumaterialen und auch Bauschutt gesehen.

Wobei man dabei aber auf alle Fälle achten muss, ist die maximale Zuladung und meist noch wichtiger: Die zulässige Anhängelast des Zugfahrzeugs bei ungebremsten Anhängern. Ein Auto, dass nur 450 kg ohne Bremse ziehen darf ist auch dafür ausgelegt, diese Last mit abzubremsen. Wenn dann hier plötzlich 700 Kg dranhängen und anschieben, wirds gefährlich.

Das gilt auch bei gebremsten Anhängern, deren Bremsen sind auch auf die Last ausgelegt. Wer also einen 1,3 t Anhänger mit 2 Tonnen belädt, kann sich gleich die sprichwörtliche Kugel geben.

Wer dort 1,3 Tonnen drauflädt, wird das vermutlich noch beherrschen können, ist im rechtlichen Sinne aber bereits jenseits von Gut und Böse. Schließlich kommt das Leergewicht des Anhängers auch noch dazu.

Bei 3,4 t fällt mir dann aber auch nichts mehr ein ... Da müssen die doch erstmal Luft draufgepumpt haben, damit der nicht auf der Felge läuft...

 

Woody  
Viele bedenken leider beim Beladen nicht, dass Kubik nicht gleich Gewicht ist. So kann ein Kubik Gartenerde leicht 1,3tonnen wenn nicht mehr wiegen. Bei Schotter oder Steinen wirds noch krasser. Benderman hat ganz richtig darauf hingewiesen, obwohl sein Hänger erst halb voll war, war das Höchstzul. GGW bereits erreicht.

 

Richtig! Alles steht und fällt mit dem zulässigen Gesamtgewicht. Und nicht zu vergessen: Jeder Fahrer ist dafür verantwortlich, daß das mit den Gesetzmäßigkeiten eingehalten wird.
Jedes Kieswerk hat eine geeichte Waage, die exakte Werte anzeigt. Wer mehr auflädt, als für seinen Hänger zugelassen ist, übernimmt die Verantwortung für alles, was dadurch passiert. Egal, ob nichts passiert, oder ob dadurch jemand zu Schaden bzw. zu Tode kommt. Der Spruch: "Das habe ich nicht gewußt!" zählt nicht.

Um aber beim Thema zu bleiben: Ich habe viel mit einem Pferdeanhänger transportiert. Der war für mehr zugelassen, als mein Zugfahrzeug in der Lage war, zu ziehen. Solange ich nicht über dem zu ziehenden Gesamtgewicht in meinem Fahrzeugschein lag, spielte das keine Rolle. Und die Baumarkthänger erhalten nur dann die Zulassung, wenn alles den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Und die schreiben auch nicht vor, nach wievielen Jahren "Nichtpflege" sie den Löffel abgeben sollen...

 

puwo67  
Was mir noch einfällt zum Thema "Hüpfen" der billigen Anhänger: Das kann unterschiedliche Gründe haben. Vor allem ist das durch das geringe Eigengewicht der Anhänger bedingt.

Auch die Größe der Räder trägt dazu bei. Meiner hat 10 Zoll Bereifung. Wenn der leer ist, merkt man das schon. Ich habe meinen aber auch schon mittelmäßig beladen (ca. 300-400 Kg) einmal quer durch Deutschland gezogen. Da war nichts mit hüpfen. Und kurzfristig lief der auch bei Tempo 100 (beim Überholen) problemlos und ruhig hinterher. Also auch für Tempo 100 Zulassung geeignet.

 

Ekaat  
Ich muß zu meiner Schande gestehen: Ich habe die Beiräge bisher nur ganz flüchtig überflogen, weil meine Antwort - so oder so - bereits feststand, als ich die Überschrift las. So also mein Statement:
Ich kaufte mir 1980 einen Hänger (Marke Heinemann, 80kg schwer, zul GesGew.: 400kg, ungebremst, vollverzinkt, lackiert). Damit bewirtschaftete ich den damals anstehenden Umbau, die spätere Umgestaltung meiner Campingplatz-Parzelle, den Bau meiner Eltern, meiner Schwester und den bisher lettzen Umbau hier, wo ich nun wohne. Den Hänger stelle ich in der Garage hochkant an die Wand, damit das Auto auch noch hineinpaßt. Bisher habe ich die beiden Kotflügel aus verzinktem Blech neu hergestellt und mit Poppnieten befestigt; ein Freund schweißte mir einige Risse zu, die sich rings um Verschraubungen auftaten - ich kleisterte die Schweißnähte mit Flüssigzink zu und kam bisher zig-Mal durch den TÜV.
Ich kann nicht mehr genau sagen, wieviel das gute Stück gekostet hatte, aber es dürften so noch unter DM 1.000 gewesen sein - vielleicht sogar noch unter 500. Ich bin der Meinung, die Anschaffung hat sich gelohnt.
Und ebenso wird sich jede Anschaffung aus dem Baumarkt lohnen, sofern der Hänger nicht aus Kunststoff oder Holz besteht.

 

Wow vielen Dank für die Antworten! Dann schaue ich mir die Anhänger mal genauer an.

 

Mein 750 Kg Anhänger ist auch ein Baumarktanhänger, ein polnisches Fabrikat hat 1993 1100 DM ohne Plane gekostet. Wird dieses Jahr also 20 Jahre und muß immer noch viel arbeiten pro Jahr ca 4000- 5000 KM.

Aber ob die Qualität heute noch die gleiche ist wie vor 20 Jahren weiß ich nicht.

 

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