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Erfahrung mit Metallverklebung?

23.05.2016, 21:09
Wie haben auf Flohmärkten nach und nach allerlei Metallbettflaschen zusammengesammelt (Kupfer, Messing, verzinktes Eisen).

Diese möchte ich "frei schwebend" an Nylonfäden in der Diele im Obergeschoß an der Firstpfette aufhängen.Ich will die Bettflaschen aus Respekt vor ihrem Alter nicht anbohren, sie aber so aufgehängen, dass man die Verschlüsse sieht.

Daher habe ich es folgendermaßen versucht: auf das Ende des Gewindes von Ringschrauben habe ich Muttern aufgeschraubt und diese mit einem Zweikomponenten-Metallkleber aus USA (wurde mir empfohlen und war unverschämt teuer) auf die schmalen Enden der Bettflaschen aufgeklebt.

Nach entsprechender Zeit wollte meine Allerliebste die Flaschen aufknüpfen. Doch leider wurde daraus nichts, weil sich bereits bei schärferem Anschauen die Klebestellen lösten, aber nicht vom Metall, sondern durch Bruch "dazwischen". Wir haben also jetzt unsere Bettflaschen mit einem kleinen Kleberfleck am einen Ende und die entsprechende Anzahl von bemutterten Ringschrauben mit einem eben solchen.

Wie schön, dass sich die Kleberflecke mechanisch recht gut entfernen lassen ...
es lebe die amerikanische Klebstoffindustrie!

Aber wie kriege ich nunmehr die Flaschen unter die Decke? Kennt jemand den ultimativen Metallkleber, für den ich wieder etwas springen lassen kann?
Oder hat jemand eine zündende Idee, wie es ohne Kleber ginge?
 
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37 Antworten
kjs
Nehme an das war Weldbond.... Den Kleber kenne ich gut und hätte ihn nie dafür empfohlen. Zur Reparatur von Rissen im Zylinderblock ist er aber Klasse....
Wenn Du in der Lage bist die Stellen absolut fettfrei zu bekommen und vielleicht noch etwas aufzurauhen würde ich UHU plus Endfest 300 verwenden. Der ist auch nicht billig aber hält. Allerdings darfst Du die Klebestellen für mindestens 24h nicht bewegen, kein kleines Bißchen. Sonst wird das auch geschwächt.
Je größer die "Auflageflächen" sind und je dünner die Schicht desto besser hält es.
Solltest Du es mal wieder entfernen wollen geht es mit Heißluft wieder runter.

Nachtrag: statt normalen Muttern würde ich Einschlagmuttern nehmen. Die haben eine größere Fläche was der Verbindung hilft. Natürlich nicht einschlagen sondern mit der Platte nach unten aufschrauben . Zinkschicht abschleifen dann hält es noch besser.

 

Geändert von kjs (23.05.2016 um 21:30 Uhr)
Hallo KJS,

den hatte ich mir vorher auch schon angeschaut, aber eben aufgrund der Empfehlung ...

Fettfrei gemacht und aufgerauht hatte ich auch, alle Flaschen gut fixiert, 24h nicht bewegt, und dennoch war es nichts. Da es sich um unterschiedliche Metalle bzw. Legierungen handelt, könnte dies eventuell auch die Ursache sein, obwohl in der Anleitung nichts ausgeschlossen wird.
Vom Bruchbild her vermute ich, dass sich die langen Ketten nicht richtig ausgebildet haben, aber wer weiß und wer weiß, warum ...

So wird dann also der nächste Versuch mit dem von Dir empfohlenen UHU gemacht werden.
Vielen Dank für den Tipp.

 

kjs
Der Weldbond ist ein Spitzen Kleber für das was er entwickelt wurde aber da gehören solche Verbindungen nicht gerade dazu.

Was ganz wichtig ist: Gut mischen (nein, noch besser!) und wenn Du glaubst es ist genug dann mische noch etwas weiter. bei Uhu Plus 300 hast Du Zeit.
Das Mischungsverhältnis ist auch wichtig. Genau 1:1 ist angesagt und je besser Du das optisch triffst desto besser wird es.

Nachtrag .... Noch was: Wenn Du die Klebung vorsichtig auf nicht mehr als 90° erwärmst härtet das Zeug wesentlich schneller aus und wird auch noch stabiler. Der Kleber wird dann allerdings extrem dünnflüssig und läuft Dir eventuell davon. Du kannst auch warten bis er angezogen hat und dann mit Wärme dran gehen dann läuft er nicht so weg.

 

Geändert von kjs (23.05.2016 um 21:54 Uhr)
Was zum Teufel sind Bettflaschen? Sind das die zum reinpullern am Krankenbett?
Ich habe da eine Idee, allerdings ist es abhängig von der Form der Flaschen. Könntest Du ein Bild oder ein Link zu einem Bild posten?

 

kjs
Zitat von Der1ASchaffer
Was zum Teufel sind Bettflaschen? Sind das die zum reinpullern am Krankenbett?
Ich habe da eine Idee, allerdings ist es abhängig von der Form der Flaschen. Könntest Du ein Bild oder ein Link zu einem Bild posten?
Bettflaschen werden auch Wärmflaschen genannt...... Heißes Wasser rein und ab ins Bett damit es im Winter gemütlich warm wird.

 

So sehen einige der Pullen aus:

 

Geändert von Funny08 (24.05.2016 um 11:02 Uhr) , Grund: Hyperlink entfernt
kjs
Ottomar, wenn es geht die Oxydschicht an den Klebestellen entfernen (anschleifen) dann hält es besser.

 

Ich denke gerade an diese Haftpads für Badezimmerhaken. Nylonfaden auf die Klebestelle legen, Klebepad drauf ubd andrücken, 24 Std liegen lassen. Dann ans Ende des Nylonfadens etwas binden - Unterlagscheibe, kleinen Nagel o.ä. - damit der Faden sich nicht durchziehen kann. Ich denke, das sollte halten. Die Dinger bekommt man von den Fliesen ja auch so gut wie nicht mehr ab.

Bei den Kupferwärmflaschen könntest Du ein Kupferkabelstück in Hakenform gebogen anlöten.

 

@KJS
Ich habe entfettet, blitzeblank geschliffen und sofort geklebt.

@Rainerle
Von den Haftpads bin ich nicht so begeistert, weil sie mit der Zeit auch ermüden, wie ich dieser Tage bei zwei Rauchmeldern feststellen musste. Wusste gar nicht, dass es Rauchmelder regnen kann ...
Deine Idee für die Kupfernen spricht mich dagegen sehr an. Danke!
Das ginge auch bei den Eisenflaschen, was aber mache ich mit den Messingteilen?

Zu bedenken ist auch, dass manche der Flaschen schon gegen 2 kg marschieren.

 

kjs
Mit diesen Pads habe ich auch schon schlechte Erfahrungen gemacht und das waren extra die sogenannten Guten von Tesa. Nach einem Jahr plötzlich plumps...

Ottomar, wenn Du das so wie vorher mit Uhu Plus Endfest 300 (wichtig, nicht das schnell härtende Zeug!) machst und dann auch noch Einschlagmuttern anstelle von normalen nimmst um die Fläche zu vergrößern hält das. Der Kleber heißt 300 weil er auf 1cm² 300kg tragen kann....... Natürlich vorausgesetzt dass die Klebeflächen sauber präpariert sind.
Blitzblank schleifen mit feinem Papier ist nicht so gut wie mit ganz grobem Papier. Das vergrößert nämlich die Oberfläche auf der das Epoxy greifen kann.

 

Geändert von kjs (23.05.2016 um 23:36 Uhr)
KJS,
Einschlagmuttern zur Vergrößerung der Klebefläche schraubenseits- das ist eine sehr gute Idee.
Deine zweite zum Thema ... ;-)

Vielen Dank

 

kjs
Das hatte ich aber schon oben geschrieben........... Viel Erfolg beim Projekt! Bin mir sicher daß es klappt. Als alter Epoxy Fan muß ich das ja sein........

 

kjs
Hatte ich auch oben schon erwähnt aber nur zur Sicherheit: Verzinkung ist schlecht. Wenn Du das an der Klebestelle runter schleifen kannst wird es sicherer. Sollte mit einem Dremel nicht zu schwer sein. Es kann gut gehen aber das ist keine Verbindung der ich bei 2kg Flasche über den Köpfen trauen würde.

 

Bin müde, muss in die Daunen. Oben gelesen und bis unten schon wieder vergessen ...

 

Warum nicht ein Band untenrum zwischen Deckel und Topf quetschen und die Deckel auf die Töpfe weich oder Hartlöten. Dann könnte man die Ringe mit den Bändern verbinden. Oder liege ich mit meiner Vorstellung völlig daneben?

 

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