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Entwachsen von Holzoberflächen

29.02.2012, 15:37
Hallo zusammen!


Hat jemand von Euch schon einmal Erfahrung gesammelt mit dem Ent-wachs-en von Holz- bzw. Möbeloberflächen? Wir haben einen massiven Pinientisch gewachst und möchten diesen nun doch lieber farblich lasieren. Im Fachhandel gibt es den einen oder anderen Entwachser, aber vielleicht habt Ihr schon selber damit gearbeitet und könnt aus dem Nähkästchen plaudern, worauf man im Umgang mit dem Mittelchen achten sollte?


Würde mich sehr über Tipps von Euch freuen.


Beste Grüße,
Holzmann
 
Holzbearbeitung, lasieren, Tipps Holzbearbeitung, lasieren, Tipps
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10 Antworten
sonouno  
am schnellsten geht das mit reiner Nitroverdünnung.

leider stinks gewaltig !!
(je nach Hersteller... ich nehm nur noch von der Staufen Chemie, Hattenhofen...
alle anderen stinken zum Himmel da oft Derivate verarbeitet werden aus der Chemischen Industrie und aus dem Galvanisierbereich...das sind die schlimmsten...omg)

darum rate ich als Farbenfachhändler auch immer von Wachsen ab....weil überarbeiten mit anderen Systemen fast nicht möglich ist.
sonouno ;-)

 

Da Wachs meist recht dünnflüssig ist, dringt es auch tief in die Faserstruktur der
Oberfläche ein, deshalb wird immer die Färbung des Wachses erhalten bleiben,
ob hier eine Lasur ohne Nachdunkeln machbar ist ....??
ich würde die Arbeitsgänge so ausführen..... Entwachsen...um zu sehen wie die
porentiefen Reste die Oberfläche beeinflussen, dann erst Lasieren..oder nur,
einen Primer..und dann Klarlack ( sprühen mit Gerät !)
Gruss von Hazett

 

Ich würde es mit Trichlorethylen versuchen, aber bitte nur im Freien und mit Schutzmaske. Dieses Mittel hat sehr gute fettlösende Eigenschaften und löst auch Wachs auf. Das Mittel gut flüssig auftragen und einwirken lassen, dann nochmals auftragen und mit einem gut saugendem Tuch abreiben. Nach dem trocknen die Oberfläche schleifen und dann lasieren. Nochmals mit feinem Papier schleifen und dann die Oberfläche so wie gewünscht versiegeln. Das wäre mein Vorschlag. Trichlor aber bitte nur im Freien benutzen und streng nach Anweisung verarbeiten.

 

sonouno  
Zitat von reikla
Ich würde es mit Trichlorethylen versuchen, ....
jaja....die alten Schreiner...

Tri (Trichloräthylen) ist seit Jahren auf dem deutschen Markt verboten und nicht mehr im Handel erhältlich......(leider...war für Metallreinigen das Beste ! )
grüssle, sonouno

Ps: Die Verarbeitungsanleitung ist soweit absolut in Ordnung...nur halt das Ganze mit Nitroverdünner......

 

...na vielen Dank schon mal. Hatte den ersten Gang so rein gefühlsmäßig auch schon vor ein paar Tagen mit Nitroverdünnung durchgeführt. Werde es jetzt nochmals wiederholen und dann schauen wir mal...

 

Ekaat  
Manchmal kriege ich die Krise, was alles verboten wird! Wenn es dann wenigstens Alternativen gäbe! Gegen Wachs hätte ich anzubieten: Aceton, Tetrachlorkohlenstoff, Löschpapier mit Bügeleisen (das Einzige, was wohl nicht verboten wird ), Nitroverdünnung und Schleifen - wenn's kein Furnier ist - sonst hast Du ein Problem, weil die Wachssuppe komplett durch das Furnier gesogen ist. Beim Schleifen paß' auf wegen der Umweltverschmutzung hinsichtlich Feinstaub! Eigentlich dürfte es uns gar nicht geben, weil unsere Eltern und Großeltern mit diesen höchstgefährlichen Stoffen unbekümmert umgegangen sind.

 

Zitat von Ekaat
Manchmal kriege ich die Krise, was alles verboten wird! Wenn es dann wenigstens Alternativen gäbe! Gegen Wachs hätte ich anzubieten: Aceton, Tetrachlorkohlenstoff, Löschpapier mit Bügeleisen (das Einzige, was wohl nicht verboten wird ), Nitroverdünnung und Schleifen - wenn's kein Furnier ist - sonst hast Du ein Problem, weil die Wachssuppe komplett durch das Furnier gesogen ist. Beim Schleifen paß' auf wegen der Umweltverschmutzung hinsichtlich Feinstaub! Eigentlich dürfte es uns gar nicht geben, weil unsere Eltern und Großeltern mit diesen höchstgefährlichen Stoffen unbekümmert umgegangen sind.



...mein Bosch-Schleifer ist grün! Und da die Umweltplakette an meinem Auto auch grün ist, sollte das wohl unbedenklich sein :-)

 

Also wie meine Vorredner schon gesagt haben wird es schwierig, je nachdem was ihr für ein Wachs eingesetzt habt kann es unter Umständen bis zu 2 - 3 mm tief in die Holzporen eingedrungen sein und das wird mit Nitro schwer.
Es gibt relativ gute Abbeizer, allerdings musst du danach die Holzoberfläche gut nachbehandeln bevor du mit Lasuren oder Lacken weiterarbeiten kannst.
Ein Tipp noch zu den Abbeizern hier ist es wichtig dass die heutigen mehr Zeit benötigen und evtl. mit einer Folie abgedeckt werden sollten so können die Lösungsmitteldämpfe in durch die Schicht eindringen.

P.S. bedenke bei einer Beschichtung mit Lasur, dass diese Offenporig ist und Wein, Kaffee usw böse Flecken hinterlassen kann. Deshalb lieber über die Lasur einen Klarlack machen.

 

Zitat von sonouno
jaja....die alten Schreiner...

Tri (Trichloräthylen) ist seit Jahren auf dem deutschen Markt verboten und nicht mehr im Handel erhältlich......(leider...war für Metallreinigen das Beste ! )
grüssle, sonouno

Ps: Die Verarbeitungsanleitung ist soweit absolut in Ordnung...nur halt das Ganze mit Nitroverdünner......





Wieso gibst das nicht mehr  ????

http://www.subolab.de/shop/trichlorethylen-zur-synthese-2-5l.html?source=googleps

 

sonouno  
es gibt den Stoff sicher noch in D...
aber nicht für Privat.... nicht ohne Nachweispflicht..
Apotheker und chem. Industrie haben das Zeug sicher noch und dürfen auch damit umgehn... auch in der Galvanisation o.ä. mit Nachweis der Sachkunde.
aber ich darf das nicht mehr verkaufen... auch nicht an Betriebe.
Hab das Tri früher in Liter und 6 Liter immer auf Lager gehabt.

 

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