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Elektrohobel in Tisch eingebaut

12.02.2014, 23:05
Hallo,
Ich habe einen älteren Elektrohobel. Bisher habe ich diesen nur selten verwendet. Also hier und da mal ne Türe gekürzt und sonst einfach nur ausprobiert, was man damit machen könnte. Also z.B. fase gehobelt
Nun stellt sich mir die Frage, zu was braucht man denn einen Elektrohobel überhaupt? Mit der Oberfräse fase ich leichter und hobeln muss ich eigentlich so gut wie nie.

Sodann kam mir der Gedanke, man könnte den Hobel ja auch in einen Tisch einbauen und hätte so eine große Auflagefläche. Hab hier kein Projekt dazu gefunden. Ist das unpraktisch oder liegt es wohl mit da dan, dass so gut wie keiner mit dem Elektrohobel arbeitet, weil man den tatsächlich kaum einsetzt?
 
Elektrohobel Elektrohobel
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23 Antworten
Ich benutze meine Elektrohobel öfters ...
... und ehrlich gesagt käme ich nicht auf die Idee, diesen in einen Tisch einzubauen.

1. ergäbe das keinen Sinn ...
2. wäre mir das viel zu unkomfortabel ...
3. außerdem viel zu gefährlich

 

Woody  
Vor allem Punkt 3 von Linus! Du hast absolut keinen Schutz vor dem Messer, wenn du mit dem Werkstück über so eine Art montierten Hobel drübergehst und abrutscht. Darum haben ja Abrichten oder Dickenhobel dieses Einschubfach, dass du erst gar nicht in die Nähe der Messer kommst.

Wenn du das also schon so einbauen willst, dann baue unbedingt einen kompletten Schutz über dem Messerbereich.

 

Nachtrag, meiner hat eine Einrichtung, mit dem man diesen stationär aufbauen kann. Also der Hobel steht flach mit den Schneiden nach oben festgeschraubt. Frage mich, was ich damit machen soll. Dachlatten hobeln? Mit dem stationären Bandschleifer kann ich eine rohe Latte auch glätten.

 

Zitat von Rainerle
Nachtrag, meiner hat eine Einrichtung, mit dem man diesen stationär aufbauen kann. Also der Hobel steht flach mit den Schneiden nach oben festgeschraubt. Frage mich, was ich damit machen soll. Dachlatten hobeln? Mit dem stationären Bandschleifer kann ich eine rohe Latte auch glätten.
Du bist also noch nicht auf die Idee gekommen, Holz "auf Maß" zu hobeln?

Hmmm, geht natürlich auch mit einem Schleifer ...
... aber bis Du 2m Dachlatte auf 15mm Stärke geschliffen hast geniesse ich schon seit Stunden ein Feierabend-Bier ...

 

Zitat von Rainerle
Frage mich, was ich damit machen soll. Dachlatten hobeln? Mit dem stationären Bandschleifer kann ich eine rohe Latte auch glätten.
Blöde Frage: Warum hast du ihn gekauft, wenn du nicht weißt was du damit machen sollst?

Ich weiß aber auch nicht was ich mit dem Ding stationär machen würde. Für eine Abrichte ist er zu schmal, es sei denn du willst Dachlatten abrichten. Wenn du Zufuhr und Abnahme sehr gerade baust und noch einen sauberen 90° Anschlag an die Seite packst, könnte man vielleicht gerade so Sägekanten abrichten statt sie zu schleifen.

Für mich ist das Dinge eher was für den Einsatz auf Montage als für die heimische Werkstatt.

 

Ich merke schon Du tüfftelst gerne. Das gefällt mir. Einen E-hobel in einen Tisch einbauen würde eigentlich nur um Kanten abzurichten einen Sinn machen. Man könnte einen richtigen hohen Winkelanschlag verwenden. Allerdings müßte der Aufnahmetisch und der Abnahmetisch unabhängig voneinander in der Höhe einstellbar sein. Da die Messer in einem E-hobel in der Regel nur 82mm breit sind wäre der Tisch sehr schmal. Sehr viel breiter würde keinen Sinn machen. Ehrlich gesagt mir wäre der Aufwand zu groß im Verhältnis zum Nutzen.
LG Holzpaul - Der mit dem Holz tanzt

 

Geändert von Holzpaul (13.02.2014 um 00:44 Uhr)
Was das Thema Sicherheit angeht, würde ich die Hobelmesser unter einer Schutzplatte verbergen, die beim Heranführen des Werkstücks zur Seite schwenkt. Das kann man ganz gut in diesem Video von Matthias Wandel sehen.


 

Alternatv könnte man es ähnlich machen wie in meinen Kantenschleifer-Projekt. Anstatt des Bandschleifers einen E-Hobel verwenden. Allerdings müßte das genau angepasst werden und man müßte sich auch Gedanken über eine Schutzvorrichtung machen, da ein E-Hobel um einiges gefährlicher ist als ein Bandschleifer.
LG Holzpaul - Der mit dem Holz tanzt

 

Natürlich kann es durchaus Sinn machen einen E-Hobel stationär zu betreiben. Nicht jeder kauft gleich einen Dickenhobel, um z.B. sägerauhe (billigere) Kanthölzer in gehobelte (teurere) Kanthölzer zu verwandeln. Es müßen ja nicht immer Bretter von 30cm Breite auf stärke gebracht werden. Mit einem ordentlichen 90°-Anschlag funktioniert das stationär bestimmt viel besser, als wenn man den Hobel mit den meist mitgelieferten, unnützen "Parallel-90°-Führungen" über das Kantholz führt.
NATÜRLICH sollte man die Messerwelle in dem Bereich, der ungenutzt ist, abdecken. Das ganze wird dann ein Sehr schmaler Abrichthobel. Nicht gefährlicher als sein Großer Bruder....

 

Zitat von sugrobi
Natürlich kann es durchaus Sinn machen einen E-Hobel stationär zu betreiben. Nicht jeder kauft gleich einen Dickenhobel, um z.B. sägerauhe (billigere) Kanthölzer in gehobelte (teurere) Kanthölzer zu verwandeln. Es müßen ja nicht immer Bretter von 30cm Breite auf stärke gebracht werden. Mit einem ordentlichen 90°-Anschlag funktioniert das stationär bestimmt viel besser, als wenn man den Hobel mit den meist mitgelieferten, unnützen "Parallel-90°-Führungen" über das Kantholz führt.
NATÜRLICH sollte man die Messerwelle in dem Bereich, der ungenutzt ist, abdecken. Das ganze wird dann ein Sehr schmaler Abrichthobel. Nicht gefährlicher als sein Großer Bruder....
Ich nehme an Du hast keinen Elektrohobel.
Mich würde "Deine Konstruktion" interessieren, wie Du es schaffst ...

1) den E-Hobel exakt und stabil in einem Tisch zu montieren ...

2) einen Angabetisch mit ca. 500mm Länge (natürlich nur 82mm Breit) zu konstruieren, der sich im 1/10mm Bereich anheben und senken lässt, natürlich exakt plan zur "Angabefläche" des E-Hobels ...

3) Deine konstruktive Lösung für die Feststellung des Ein-/Ausschalters, das exakte einstellen der Spanabnahme (der Knauf liegt ja kopfüber unter dem Tisch) usw. usf.



Wenn Du das alles mal in Gedanken durchgespielt hast, grob den Aufwand (Zeit UND Geld) dafür berücksichtigst, wirst Du schnell zu dem Ergebnis kommen, dass es sinnvoller ist eine billige Abrichte für 150€ zu kaufen die in der Regel auch noch 200mm Breite aufweist ...

Abgesehen davon, ist die Qualität der mitgelieferten "Winkelanschläge" nicht grundsätzlich schlecht, sondern immer dem Gesamtniveau des E-Hobels angepasst.

Natürlich hast Du Recht, dass der Winkelanschlag eines 50€ Kramtischhobels im Prinzip nichts anderes ist, als ein Stück gebogenes Blech das den Namen nicht wirklich verdient, aber in den "gehobeneren Preisklassen" sind diese Anschläge schon sehr nützlich.

Genaueres (und warum ich meinen E-Hobel mag) kannst Du in diesem älteren Thread (2.-4. Post) von mir nachlesen und sehen ...

 

Hab schon einen Elektrohobel, aber einen Billigheimer.
Der Tisch dürfte natürlich auch etwas breiter sein, als die Hobelmesser. Man könnte überlegen, statt des Angabetisches, die Halterung des Hobels höhenverstellbar zu gestallten (nur mal so ins unreine geplant). Eine Halterung wird ja wohl zu bauen sein, hat bei Oberfräsen ja auch hunderte mal geklappt.
Ich meine sogar, das es mal einen Hobel von Bosch gab, für den ein Zusatzpacket angeboten wurde, das man ihn stationär betreiben konnte. Da war dann auch eine Wellenabdeckung integriert.
Festool bietet sowas übrigens auch an: https://www.festool.de/Produkte/Zube...ichtung-SE-EHL

Ob man statt dessen lieber einen Billig-Abrichte kauft, bleibt jeden selbst überlassen. Schließlich sind wir ja hier nicht im blauen Forum, hier darf jeder selbst entscheiden, ob es für ihn Sinn macht, eine Vorrichtung zu bauen, damit er eine Vorrichtung bauen kann, mit der er die nächste Vorrichtung besser bauen kann....Zeit spielt ja (bei den Meisten, ich weiß, bei Dir nicht) keine große Rolle. Bei manchen ist ehr der Weg das Ziel und man freut sich, wenn man etwas konstruiert hat, das (halbwegs) funktioniert...

 

Die Idee einen E-Hobel stationär zu betreiben ist eigentlich uralt. Ich habe noch so eine Vorrichtung von anfang der wilden 70er. Es ist ein Hobel- Aufsatz für eine Bohrmaschine mit Eurohals von AEG. (lacht nicht - das gab es) Diesen konnte man auch stationär mittels eines Aufspannbockes betreiben. Eine automatische Messerabdeckung, sowie ein Winkelanschlag war auch dabei. Bei interesse würde ich das Ding mal ausgraben und ein Bild hier einstellen.
LG Holzpaul - Der mit dem Holz tanzt

 

Ja, warum habe ich diesen Hobel? Bei uns im Toom gibt es immer so nen Wagen mit Plunder, Vorführgeräten ohne Verpackung etc, da kaufe ich häufig zum Spottpreis. Den bekam ich mit der stationärhalterung damals für rund 20 Mark. Seitdem selten genutzt und nun dachte ich mir, ich durchforste hier mal, was man alles damit tun kann. Ich habe nichts in Planung, aber wunderte mich eben, dass dies hier kaum ein Thema ist. Offenbar das Waisenkind der Heimwerkermaschinen - zumindest, was Projekte hier angeht.

Statt den Hobel flach zu montieren und als Kantenhobel zu nutzen, könnte man ihn ja auch waagerecht hinten in einen Anschag verbauen und das Werkstück flach davor auf die Grundplatte legen. Also der Hobel im hinteren senkrechten Anschlag. Da wäre die Gefahr mit dem reinfassen auch relativ abgemildert. Und ein Schutz könnte senkrecht mit ner Flügelmutterführung leicht angebracht werden - je nach Werkstückhöhe den Schutz rauf oder runter einstellen. Sodann vorne noch ein verstellbarer kurzer Anschlagsblock, der z.B. Leisten oder Kanthölzer gegen den Hobel zwingt. Damit könnte man schön abrichten. Und man müsste den Hobel nicht verstellen. Lediglich bei jedem Hobelgang den vorderen Anschlag minimal näher zum Hobel. Und wieder mit dem Werkstück durch. Der Anschlagblock bekommt ne Gewindestangenführung und nen Schraubgriff und je Hobeldurchgang halbe Drehung am Anschlagsblock. So sollte das einfach zu bauen sein.
Bretter schiebt man analog beim Frästisch von Hand ohne Anschlagblock entlang.

Das ganze muss sehr sabil sein, da ja gewisse Anpresskräfte auf den Tisch wirken müssen, damit das Werkstück plan gehobelt wird.

Ich weiß ne gekaufte Abrichte ist gut, aber steht dann auch wieder in der Werstatt rum. Und der Elektrohobel ist schon da. Und wie gesagt, hier ist oft der Weg das Ziel.

Interessante Überlegung. Mal überlegen, ob ich so etwas überhaupt brauche ... Wenn ja, werdet Ihr einen Projektbau sehen.

 

Zitat von Rainerle
Ja, warum habe ich diesen Hobel? Bei uns im Toom gibt es immer so nen Wagen mit Plunder, Vorführgeräten ohne Verpackung etc, da kaufe ich häufig zum Spottpreis. Den bekam ich mit der stationärhalterung damals für rund 20 Mark. Seitdem selten genutzt und nun dachte ich mir, ich durchforste hier mal, was man alles damit tun kann. Ich habe nichts in Planung, aber wunderte mich eben, dass dies hier kaum ein Thema ist. Offenbar das Waisenkind der Heimwerkermaschinen - zumindest, was Projekte hier angeht.

Statt den Hobel flach zu montieren und als Kantenhobel zu nutzen, könnte man ihn ja auch waagerecht hinten in einen Anschag verbauen und das Werkstück flach davor auf die Grundplatte legen. Also der Hobel im hinteren senkrechten Anschlag. Da wäre die Gefahr mit dem reinfassen auch relativ abgemildert. Und ein Schutz könnte senkrecht mit ner Flügelmutterführung leicht angebracht werden - je nach Werkstückhöhe den Schutz rauf oder runter einstellen. Sodann vorne noch ein verstellbarer kurzer Anschlagsblock, der z.B. Leisten oder Kanthölzer gegen den Hobel zwingt. Damit könnte man schön abrichten. Und man müsste den Hobel nicht verstellen. Lediglich bei jedem Hobelgang den vorderen Anschlag minimal näher zum Hobel. Und wieder mit dem Werkstück durch. Der Anschlagblock bekommt ne Gewindestangenführung und nen Schraubgriff und je Hobeldurchgang halbe Drehung am Anschlagsblock. So sollte das einfach zu bauen sein.
Bretter schiebt man analog beim Frästisch von Hand ohne Anschlagblock entlang.

Das ganze muss sehr sabil sein, da ja gewisse Anpresskräfte auf den Tisch wirken müssen, damit das Werkstück plan gehobelt wird.

Ich weiß ne gekaufte Abrichte ist gut, aber steht dann auch wieder in der Werstatt rum. Und der Elektrohobel ist schon da. Und wie gesagt, hier ist oft der Weg das Ziel.

Interessante Überlegung. Mal überlegen, ob ich so etwas überhaupt brauche ... Wenn ja, werdet Ihr einen Projektbau sehen.

Wenn Du den E-Hobel soooo wenig gebraucht hast ...
... warum willst Du Dir dann eine "gefährliche Konstruktion" bauen ?

Glaubst Du das der Hobel dann mehr Zuwendung erhält?

Ich wage zu behaupten, dass mit einem E-Hobel BESSER im Sinne der Gerätekonstruktion gehobelt wird und nicht wenn es mehr oder weniger zweckentfremdet irgendwo eingebaut wird.

Stell Dir mal vor, Du willst ein 3m langes Kantholz auf Maß abrichten.
Glaubst Du wirklich das es besser/schneller mit einem "stationären E-Hobel" geht als wenn Du diesen Hobel mit den Händen führst und stattdessen das Kantholz fixierst?

Ich glaube das ehrlich gesagt nicht ...

 

im Prinzip kann das so Funktionieren,... bei Einsatz des Hobels als senkrechte Achse
muss logischerweise der vorne liegende Seitenanschlag um die Spandicke versetzt sein ,
z.B. 0,1 - 0,5 mm, oder was der Handhobel schafft !
also wäre bei der Konstruktion die vordere Wange verstellbar , die Trennung von Flexibel
und Fest... kann "etwa" die Achse vom Hobelmesser sein !
Bitte auf Sicherheit achten !
Gruss....

 

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