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Elektrischer Heizkessel- Erfahrungen

27.02.2010, 02:26
Hat jemand Erfahrungen mit dieser Art von Heizung gemacht, speziell in Richtung Stromverbrauch?

http://www.kospel.pl/de/produkte/elektrische-heizkessel/ekcoln2.html

Laut Hersteller soll das eine vollwertige Zentralheizung auch für Einfamilienhäuser sein.
Auf meine Nachfrage konnte oder wollte mir aber niemand Angaben zum Verbrauch machen.
Auch im Internet hab ich nichts zum tatsächlichen Verbrauch gefunden.

Ist ja preiswert in der Anschaffung, aber auch bezahlbar im Unterhalt???
Ich denke daher eher, das Ding wird einem in Sachen Stromverbrauch die Haare vom Kopf fressen...
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5 Antworten
Hi,
ich nenne das ganze Ding einfach mal "Durchlaferhitzer" nach mehr sieht es mir nicht aus.

Recht billig wohl eher aus dessen Grund weil das ganze aus Polen kommt oder da auch gebaut wird.

Wenn ich nach den Richtwerten gehe, dann müsste ich also ein Gerät mit 18KW haben.
Heißt also bei täglicher Laufleistung von 10h sind das 180KW/h

Ich gehe davon aus, dass das ganze System mal mehr mal weniger Strom braucht. Also während der Aufheizphase über 18KW und wenn erwärmt dann eben darunter. Nichts desto trotz rechne ich es lieber mit den angegebenen 18KW

Also 10h ist so ne Heizung recht schnell geloffen. In den Wintermonaten wohl noch mehr.
Wenn ich es im Vergleich dazu sehe hat meine Heizung eine Heizleistung von ca. 32KW und einen Öldurchsatz von ca. 2,5l/h

Das KW Strom kostet momentan ca 22 Cent wenn ich richtig bin. Also
  • 1 KW 0,22 €
  • 10 KW 2,2 €
  • 100 KW 22 €
  • 1000 KW 220 €

Wenn das Sytem also täglich 10h läuft mit 18KW und das ein Monat lang, dann bist bei 5400 KW/h pro Monat ergibt für mich rein rechnerisch Kosten von 1188 € / Monat
Da hauts mir jetzt aber fast den Stecker raus. Sollte man vielleicht nur mit 5 Betriebsstunden rechnen.

Also nun die Gegenrechnung:

  • 2,5 l Öl = 1,60 €
  • 10 l Öl = 6,41 €
  • 100 l Öl = 64,14 €
  • 1000 l Öl = 641,40 €

Wenn ich also wieder von 10h täglich ausgehe, das aufs Monat dann habe ich einen rechnerischen Wert, von meiner Heizung welcher 750L Heizöl sagt. Und diese Menge Öl kostet aktuell eben 480 €

Somit rein rechnerisch die ganze Sache oben für mich absolut uninteressant.

So long
Espyce

 

... preiswert in der Anschaffung ... naja, mag sein. Man muß aber noch dazu rechnen, was benötigt wird um das Ding in Betrieb zu nehmen, als da wären (bei den erwähnten 18kw):

Drehstromanschluß und Zähler: 400V / 3N
Anschlußleitung: 5 x 4mm²
Absicherung 32A

... das bedeutet in den meißten Fällen muß diese Leitung und der Zählerplatz erst geschaffen werden. Das muß beantragt und von einem zugelassenen Elektrofachbetrieb installiert und abgenommen werden. Dazu kommt die monatliche Grundgebühr für den Drehstromzähler.

Ich denke so eine Elektroheizung ist nur für spezielle Fälle geeignet, wie das auf der Homepage auch erwähnt ist:

Zitat:
- ... findet er insbesondere Anwendung dort, wo es keinen Gasanschluss gibt
- ... in Ferienhäusern
- ... für die Beheizung von Objekten, in denen es keine ... Möglichkeiten für einen Schornsteinbau gibt
- ... Darüber hinaus ist er eine ideale Lösung für Tankstellen, aus Sicherheitsgründen

 

Ja, das Ding ist nichts weiter wie ein Durchlauferhitzer.
Bei der aufgemachten Beispielrechnung wird einem ganz übel...
Da bräuchte man schon ein BHKW oder ein ganzes Dach voller Solarzellen, um dem Verbrauch einigermassen Herr zu werden.

Wäre ja auch zu schön und zu einfach gewesen...

 

Hallo, also wenn davon ausgeht, das ein modernes Einfamilienhaus einen Gebäude-Wärmebedarf von ca. 8-10 KW hat und der Kesselwärmebedarf ca. 1/3 kleiner ist als der Gebäudwärmebedarf. Bei der Berechnung wird der anteilige Wärmebedarf der durch den Wind entsteht und durch die Fugen dringt, von dem Gebäudewärmebedarf abgezogen. Daher hat der Heizkessel dann ca. 6KW. Da sieht dann die Sache schon ganz anders aus.
Wenn man damit dann auch noch Warmwasser erzeugen will sieht die Sache dann schon anders aus. Dann kann man sich einen zusätzlichen DEH einbauen lassen .

 

Da das Thema schon nochmal hochgeholt wurde möchte ich auch etwas dazu sagen. Wieviel KW der "Durchlauferhitzer" hat, spielt erstmal keine Rolle. Es handelt sich dabei um eine mögliche Leistung. Um Espyce Rechenbeispiel näher zu erläutern, sind vielleicht die Heizleistungen zu vergleichen:

1kWh Strom entspricht 1kWh Heizleistung (22Cent)
1L Heizöl entspricht etwa 10kWh (6,4Cent)

Allerdings kommen da noch mehr Aspekte zusammen: die Anschaffungskosten, die Wartungskosten, Schornsteinfeger, Lieferkosten Öl.... Was bei der Elektrovariante alles wegfällt. Davon noch abgesehen, was überhapt baulich möglich ist. Widerum darf man nicht nur vom theoretischen Heizwert ausgehen. Ganz entscheident ist auch die Steuerung. Eine vernünftige Heizung misst die Außentemperatur und richtet danach die Vorlauftemperatur aus. Ich glaube der Durchlauferhitzer kann das nicht und würde das Wasser im Kreislauf ständig auf einen engestellten Wert erhitzen. Was natürlich uneffektiv ist. Man kann günstig mit Strom heizen, dann aber mit der richtigen Technik.

 

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