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Elektrischen Kondensator prüfen

23.01.2013, 14:57
Der Motor meiner Tauchpumpe läuft nicht an. Leider kann ich ihn nicht so einspannen, daß ich ihn von Hand in Bewegung setzen kann. Einen Schaltplan habe ich noch nicht gefunden. Auf der Suche nach dem kleinsten Übel möchte ich den Kondensator prüfen. Meine Meßmöglichkeiten sind auf Spannung, Strom und Widerstand beschränkt. Hat jemand eine Idee, wie ich dennoch den Kondensator ohne ihn bei einem anderen Motor einzusetzen prüfen kann? Man sieht, daß Feuchtigkeit (eingedrungenes Wasser oder kondensierter Wasserdampf) eingewirkt haben. Das Ganze war nicht eingegossen.
 
Kondensator, Motor, Prüfung, Tauchpumpe Kondensator, Motor, Prüfung, Tauchpumpe
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30 Antworten
Funny08  
Ich bin nun nicht der Elektronikspezi - dafür ist es zu lange her, aber ohne passendem Messgerät wirst du da wenig Chance haben das genau zu Prüfen.

Mit einem Durchgangsprüfer oder Ohmmeter kann man zumindest in gewissen bereichen Testen ob sich der Kondensator durch die Messspannung auflädt, da bei einem ungeladenen Kondensator der gemessene Widerstand gleich o ist und dann mit der Ladung ansteigt.
Ich teste das immer grob mit dem Durchgangsprüfer, der hat Anfangs Durchgang ( lauter Ton) und wird dann immer leiser.

Ansonsten schau dir mal den Link an - evtl hilft dir der weiter : Link

 

Du kannst einen Kondensator eigentlich nur dann prüfen, wenn Du wenigstens ein Bein auslötest. Die Kapazität kannst du mit deinem Messgerät offenbar nicht ermitteln, aber du kannst dann immerhin prüfen, ob er Durchgang hat, indem du den Wderstand misst, der - je nach Kapazität des Caps - mehr oder weniger schnell auf unendlich gehen sollte. Tut er das nicht, würde der Kondensator einen Kurzschluss verursachen, was ich mir aber kaum vorstellen kann, denn im Zweifel platzen die Dinger meistens eher. Wofür ist denn der Kondensator, zur Entstörung?

 

Hallo,
ich finde das Experiment schon ein wenig gewagt, Wasser, Klemmbrett, Kondensator und Tauchpumpe.

Egal, am einfachsten prüfst Du, in dem Du den Kondensator abklemmst über eine Prüfschnur
mit 230 V kurz auflädst.
Anschließend mit einem isolierten Schraubenzieher kurzschließen. Wenns knackt und leicht funkt ist er i.o.
Sollte er einen leichten Schluss haben, wird er durch diese Prüfung wieder fit.
Die Kondensatoren gehen aber sehr selten kaputt.

Gruß vom Daniel

 

Geändert von danielduesentrieb (23.01.2013 um 18:16 Uhr)
Ekaat  
Zitat von danielduesentrieb
Die Kondensatoren gehen aber sehr selten kaputt.l
Muß ich widersprechen. Sie geben zwar nicht oft ihren Geist auf, aber sind meist die Ursache dafür, wenn ein Gerät nach vorherigem einwandfreiem Gebrauch nicht mehr läuft. Wenn es etwas anderes, als der Kondensator ist, macht sich das Gerät Luft, und zwar in stinkender Form oder es knallt (Gerät oder Sicherung - meist beides). Deswegen ist in guten Geräten der Kondensator auch mit Steckern versehen. Brummt das Gerät beim Anlaufen, ist der Motor ingendwie blockiert. Sagt er gar nichts, ist entweder eine Wicklung durchgebrannt oder eben der Kondensator defekt. So ein Ding kostet nicht die Welt - ich würde Ersatz besorgen und einbauen.
Randbemerkung: Vor ein paar Jahren rief mich ein Bekannter an (200km entfernt von mir), der das gleiche Problem hatte. Ich sagte, er solle das »weiße Ding«, nicht größer, als zwei Mignon-Zellen, ausbauen, zum Elektriker gehen und Ersatz kaufen. Das tat er. Der Tipp brachte mir eine Flasche Malt-Whisky ein. Der Rasenmäher war nämlich nicht ganz billig gewesen.

 

hi... mach doch erstmal eine sichtprüfung... wenn der kondensator an der flachen seite oder sonst wo eine auswölbung hat, ist er hin... dann kannst du dir das prüfen sparen.... hat er keine wölbung, hast du zu 95% davon ausgehen, das der heile ist. wenn du dir trotzdem unsicher bist, geh zum elektriker, der kann dir das teil durchmessen...

 

Sehr oft sieht man es dem Kondensator an (je nach Typ), ob er defekt ist.
Ist das Teil aufgebläht oder hat Risse, dann ist er hinüber.
Ohne Messgerät hat man wenig Chancen. Manche liefern einfach nur noch einen Teil ihrer Kapazität. Da hilft dann auch der einfache Lade und Entladetrick nicht wirklich weiter.

Wenn in das Gerät wirklich Wasser gekommen ist, würde ich eher in die Richtung suchen.
Motorwicklungen schon durchgemessen? Schalter und Verbindungen in Ordnung?
Wenn ja, einfach wie schon erwähnt einen neuen Kondensator kaufen und testen.

Bei mir ist es leider fast immer der Kondensator:
Heizungsdefekt -> Kondensator hin!
Küchenmaschine geht nicht -> Kondensator hin!
Radie geht nicht -> Kondensator hin!

Zum Glück sind die Dinger nicht so teuer und meist einfach zu tauschen.

Gruß, Markus

 

Ekaat  
Ich hatte mal wieder schneller geschrieben, als gedacht: Laßt um Himmels Willen die Finger von 230V, wenn Ihr nicht absolut firm in Elektrik seid! Und ich glaube, boerjes1932 ist auch ein Bastler und nicht versiert in Elektrik. Überlaßt das einem Fachmann!
Auch 24 V ist gefährlich! Ein Bekannter hatte eine Leitung hinter einem Schrank verlegt. Einige Zeit später roch er dann die Leitung. In seiner Anlage war ein Kriechstrom, der die Leitung überlastete und bereits Teile des Schrankes verkohlt hatte. Mir persönlich wäre es egal, ob ich durch einem Stromschlag oder durch Kohlenmonoxidvergiftung dem lokalen Bestatter einen Auftrag verschaffe. Geht beides sehr schnell.

 

Zitat von Ekaat
Laßt um Himmels Willen die Finger von 230V, wenn Ihr nicht absolut firm in Elektrik seid!
deswegen habe ich ihn das nur mit der sichtprüfung geschrieben...

kandensatoren können auch schon bei 12v ganz schön was anrichten...das kann ganz schön knallen.. ich selbst habe das schon zuspühren bekommen.. das ganze war ein blitzlichaufsatz einer alten kamera... nie wieder...

es kommt auch nicht auf die v-zahl an, sondern den strom...

also bei elektrik finger weg, wenn man nicht genau weis was man macht...
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Hallo Kamerad Boerjes, wie Du den Schaden beschreibst, gibt es nur eine
Alternative.....eine neue Tauchpumpe für 50 - 60 Euro anschaffen !!
Es sei denn, das defekte Gerät hat einige 100 Euro's gekostet... aber dann sollten keine Risse vorhanden sein ... hast Du das Teil aus mehr als einem Meter Höhe fallen lassen ???
wie andere Kameraden schon geraten, Finger weg vom Netzstrom und auch Kleinspannung,
der Kondensator könnte ein Knallkörper werden !....... ALSO...VORSICHT !!!!
Gruss von Hazett

 

Zitat von PapaBaer
deswegen habe ich ihn das nur mit der sichtprüfung geschrieben...

kandensatoren können auch schon bei 12v ganz schön was anrichten...das kann ganz schön knallen.. ich selbst habe das schon zuspühren bekommen.. das ganze war ein blitzlichaufsatz einer alten kamera... nie wieder...

es kommt auch nicht auf die v-zahl an, sondern den strom...

also bei elektrik finger weg, wenn man nicht genau weis was man macht...
Lieber PapaBaer, im Blitzgerät arbeitet ein Spannungswandler, dieser macht aus 12 V mindestens 350 - 400 V.
Drum knallt auch ein Blitzelko so herrlich laut. * grinesknallgruß *

 

im spannungswandler sind kondensatoren verbaut...

 

Funktionsweise eines Blitzgerätes

Ein Blitzgerät ist eine Lichtquelle, die für sehr kurze Zeit sehr viel Licht zur Verfügung stellt. Heutzutage wird dies dadurch erreicht, daß man bei kleinen Blitzgeräten, die man an die Kamera anstecken kann oder schon in die Kamera eingebaut sind, wie in
Bild 1 dargestellt einen Kondensator mittels eines von einer Batterie oder einem Akkumulator gespeisten Spannungswandlers auf eine hohe Spannung (meistens ca. 300 bis 450 Volt) auflädt und im Moment der Aufnahme über eine Blitzröhre entlädt. Diese Blitzröhre ist mit dem Edelgas Xenon gefüllt, welches bei Stromdurchgang dem Sonnenlicht ähnliches Licht in hoher Intensität aussendet. Der Entladevorgang wird dadurch in Gang gesetzt, daß die Kamera über den mit "Start" bezeichneten Eingang den Thyristor zündet, der einen kleinen Kondensator über den Zündtrafo entlädt. Dadurch werden an der Sekundärseite einige tausend Volt induziert, was ausreichend ist, um das Xenongas ein wenig zu ionisieren. Das ionisierte Xenongas leitet ein wenig den Strom, so daß vom Blitzkondensator aus ein geringer Strom durch die Röhre fließen kann. Durch den Stromfluß wird lawinenartig immer mehr Xenon ionisiert, so daß in deutlich weniger als einer Mikrosekunde (millionstel Sekunden) die Blitzröhre sehr niederohmig wird und der Strom schlagartig zunimmt. Begrenzt wird er nur durch den Innenwiderstand der Blitzröhre, dem Innenwiderstand des Blitzkondensators und dem ohmschen Widerstand der Zuleitungen. Deshalb stellt sich ein Stromfluß mit einer Stromstärke von oft mehreren hundert Ampere ein, der so lange andauert, bis der Blitzelko entladen ist.
Boah und das knallt so schön locker.
Hallo,
so ungefähr geht so ein Blitzer. Gruß vom Daniel
© wikipedia

 

Hallo,
eigentlich ist es wirklich Leichtsinn wenn ein elektrischer Laie an 230 V laboriert und noch an einem Gerät, welches im Wasser dümpelt.

Also gehe zum Spezie, oder hole dir eine neue.
Ich habe immer eine in Reserve, falls meine Kellerentwässerung streikt.
Die abgeschnittene Schnur ergibt eine tolle Verlängerungsleitung.
Bisher habe ich schon mehrere davon
Gruß vom Daniel

 

Ekaat  
Zitat von danielduesentrieb
Hallo,
eigentlich ist es wirklich Leichtsinn wenn ein elektrischer Laie an 230 V laboriert und noch an einem Gerät, welches im Wasser dümpelt.

Also gehe zum Spezie, oder hole dir eine neue.
Ich habe immer eine in Reserve, falls meine Kellerentwässerung streikt.
Die abgeschnittene Schnur ergibt eine tolle Verlängerungsleitung.
Bisher habe ich schon mehrere davon
Gruß vom Daniel
Hast ja einen großen Verschleiß...

 

Zitat von danielduesentrieb
Hallo,
ich finde das Experiment schon ein wenig gewagt, Wasser, Klemmbrett, Kondensator und Tauchpumpe.
Darum gehört die Pumpe zu einem Fachmann der nach der Reperatur auch 100% richtig abdichten kann. Wenn sich die Reperatur überhaupt lohnt.
Ich als Elektriker weigere mich Tauchpumpen zu Reparieren weil ich nicht sicher wieder richtig abdichten kann. Dafür gibt es Fachbetriebe.
Wird sich aber bei einer Haushalts Tauchpumpe nicht lohnen.

Zitat von danielduesentrieb
Egal, am einfachsten prüfst Du, in dem Du den Kondensator abklemmst über eine Prüfschnur
mit 230 V kurz auflädst.
Anschließend mit einem isolierten Schraubenzieher kurzschließen. Wenns knackt und leicht funkt ist er i.o.
Gruß vom Daniel
Einem Laien empfehlen 230V an einen Kondensator per Prüfschnur anlegen und Anschliessend Kurzschliessen respekt sehr gewagt.
Mit 230V macht man keine Experimente. Weist du wie gross der Kondensator ist und kannst Abschätzen was für eine Energie der gespeichert hat?
Durch das Kurzschliessen kann auch der Kondensator auch kaput gehen, Zerreissen, Lichtbogen und eventuell durch Funken oder Lichtbogen in mancher Werkstatt zum Besuch der Örtlichen Feuerwehr führen.

230V ist für den Fachmann. Und wer hier fragt wie es geht dem kann man es sicher nicht 100% Vorschriftskonform erklären.

Warum ich bei 230V und Heimwerker so reagiere, weil ich genügend "Heimwerker arbeiten" gesehen habe die Brand und Lebensgefährlich sein können.

MFG Markus

 

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