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Einstellen Vergaser Freischneider - meine letzte Hoffnung...

15.05.2012, 23:21
seid Ihr. Mein (amerikanischer) Freischneider war auf Grund der Abgasvorschriften sehr schlecht eingestellt.
Das Problem ist bekannt und wird im Web heiss diskutiert.

Ich lasse ihn also warmlaufen und stelle L und H (mit Drehzahlmesser) perfekt ein.
Mir ist klar, dass ein perfekt auf Beschleunigung und Drezahl eingestellter Verbrennungsmotor nicht gut anspringt - aber das ist nicht das Problem.

Nach der frischen Einstellung läuft die Maschine absolut perfekt.

Am nächsten Tag verschluckt sie sich beim Gasgeben und will einfach nicht auf Drehzahl kommen - auch dann nicht, wenn ich sie vorher 10 min warmlaufen lasse.

Das Phänomen ist mir absolut rätselhaft. Ich habe im Web z.Bsp. nach carb looses adjustment (also unabhängig vom Gerät) - nix gefunden.
Die Einstellschrauben habe ich mit Nagellack markiert und sie haben sich definitiv nicht selbständig bewegt, trotzdem stimmt die Einstellung nicht.

Mir ist klar, dass das kein Motorenforum ist, aber ich habe schon bei Mopeds, Rasentraktoren und wattweissich.de gesucht. Hat einer eine Idee. PS - diese Einstellung habe ich schon dutzende Male an Motorsägen, Schneeräumern, Motorhäckslern und Rasenmähern gemacht. Einen Bedienerfehler kann ich ausschliessen.
 
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14 Antworten
Morgen Heinz,

kenne Deinen Freischneider zwar nicht und weiss daher auch nicht, welcher Art der verbaute Vergaser ist, es hört sich jedoch nach einer ausgeschlagenen Drosselklappe an oder - wenn der Vergaser über eine Membrane verfügt - das diese beschädigt ist...

Möglich wäre auch eine defekte Dichtung.

...nur so ein Gedanke am Rande...

mfg Dieter

 

Ich würde mal auf Nebenluft tippen,hört sich so an als ob da irgendwo im Ansaugbereich hinter der Drosselklappe zusätzlich Luft gezogen wird und das Gemisch abmagert.
Vielleicht mal mit Startpilot bei laufenden Motor einsprühen,wenn sich die Drehzahl erhöht ist was undicht.Mit solchen "Ferndiagnosen"ist das natürlich immer so eine Sache,
aber da du sogar einen Drehzahlmesser für Kleinmotoren hast,setze ich mal mindestens Basiswissen vorraus.

 

...was mich bei der Falschluftvariante irritiert, ist die Beschreibung, das der Motor gar kein Gas annehmen will... das "Verschlucken" weist zwar darauf hin, jedoch sollt der Motor trotzdem einigermaßen auf Drehzahl kommen. Wenn die Undichtigkeit so groß ist, wundert es mich, dass nach erfolgter Einstellung der Motor einwandfrei läuft und erst beim nächsten mal spinnt...

 

Oder ist da irgend eine Bohrung vestopft?? könnte auch Kondenswasser im Vergaser sein.
Das deutet daraufhin das der Motor im Leerlauf eingestellt ist,aber im übergang zum teillastbereich stark abmagert,Membran könnte es auch sein,oder Düse verstopft.
Wenn man den Motor/Vergaserbauart kennen würde.

 

Es handelt sich um einen Zama-Vergaser (=Stihl). Der Motor ist ein Ryobi-Viertakter mit max. 10 Betriebsstunden.
Vergaser sauber, Dichtungen nach Augenschein auch.
Läuft nach Einstellung absolut perfekt - da kann also nach meiner einschätzung nichts undicht oder verschmutzt sein.
Nächster Tag: gleiches Drama.
beschleunigt nur bei sehr gefühlvollem Gaswechsel - sonst blubb und aus.
Bei Fiat würde man sagen: sisisi si si si si si NO
wieder einstellen: absolut perfekt
usw...

 

Was machst Du denn bei der Einstellung?

Ich frage, weil ich eine Geschichte eines Vergasers kenne, bei denen nach der Einstellung alles prima lief bis kurz danach wieder Probleme auftraten. Hier waren es Produktionsmängel, sprich die Bauteile waren nicht sauber verarbeitet.
Nach der Einstellung war alles gängig und nach einer gewissen "Ruhezeit" haben sich bestimmte Bauteile wieder "verhakt".

Damals ging es zwar um den Variablen Venturi Vergaser (PKW), die Symptome waren aber sehr ähnlich...

Abhilfe hat damals nur das komplette zerlegen, entgraten, reinigen und wieder zusammenbauen gebracht...

Nach Deiner Aussage klingt das ja so, als ob der Motor bei abrupten Gaswechsel zuviel oder eben zu wenig Sprit bekommt...

mfg

 

Ich gehe nach dem Zama-Werkstattbuch vor.
Maschine in betriebsfertigem Zustand (mit Anbaugerät, Luftfilter usw.)
Maschine warm laufen lassen ohne Gasgeben
L und H schließen
L und H 2 Umdrehungen öffnen (normalerweise ist es 1 Umdrehung, bei diesem Typ aber 2)
Motor starten
L zudrehen bis Drehzahl sich merklich erhöht, 1/8 zurück
Leerlauf nach Werksvorschrift einstellen
Vollgas geben und mit H-Schraube Höchstdrehzahl einstellen
ggfs. nochmal von vorne

Nach dieser Prozedur kann ich die MAschine beliebig oft starten und ausmachen - sie läuft wirklich absolut perfekt.
Nächster Tag: nächstes Drama ;-)

Zama war ja nie wirklich schlecht und nach Übernahme durch Stihl sind das wirklich Topvergaser, bei denen ich mir eigentlich keine qualitativen Mängel vorstellen kann.

 

Zitat von Heinz vom Haff
Zama war ja nie wirklich schlecht und nach Übernahme durch Stihl sind das wirklich Topvergaser, bei denen ich mir eigentlich keine qualitativen Mängel vorstellen kann.
...dachte man sich damals beim VV-Vergaser auch, die spanischen Arbeiter dachten aber anders...

Könnte auch "nur" ein Klemmer sein.

Du stellst den Motor ja ein, danach kannst Du ihn beliebig oft starten...

Auch, wenn er sich vollständig abgekühlt hat?

Klingt fast so, als ob sich nach dem kompletten Abkühlen etwas verklemmt oder hängen bleibt...

 

Hat er einen mechanischen oder elektrischen Choke? Wenn elektrisch könnte der defekt sein und eine Fehlerquelle sein.
10 min. warmlaufen lassen ist aber nicht ok nach einer Minute spätestens sollte der Motor aber richtig Gas annehmen.
Hier hast du auch mal reingeschaut?
http://www.scribd.com/ausssiefan/d/45084337-Stihl-Vergaser-Handbuch-Reparatur

 

Geändert von Ruedi1952 (16.05.2012 um 11:05 Uhr)
Das mit dem VV "Versager" kenn ich auch noch,von F... Aber das mit dem Kaltstart passt,Elektrischen Choke bei Kleinmotoren ?kenn ich so nicht.Aber ich muss dazu sagen das ich bei Motorsensen/sägen doch eher beim 2-Takter bin.

 

Zitat von HOPPEL321
Das mit dem VV "Versager" kenn ich auch noch,von F...
...hab da gelernt und viele davon "wiederaufbereitet", konnte das dann schon im Schlaf...

Hast Du auch da gearbeitet?

 

Ja,und hatte einen Fiesta mit VV Vergaser.
Hatte den mal mit Selbstgestrickter Ansaugbrücke und vier 32er Bing Gleichdruckvergaser
getestet,ging super,allerdings hat er damit auch das dreifache verbraucht.
Welche von den 42 Membranvarianten hast du denn verbaut ?

 

Zitat von HOPPEL321
Welche von den 42 Membranvarianten hast du denn verbaut ?
LOL, hör mir bloß auf, da müsste ich das aus dem Gedächtnis kramen und das will ich nicht...

Ich weiss noch, wie mich die Prozedur nach rund zwei Wochen ausschließlich Vergaser machen angeko*** hat... konnte keinen VV mehr sehen und ein spanischer Herstellermitarbeiter durfte mir in dieser Zeit auch nicht über den Weg laufen...

Hatte der Fiesta serienmässig den VV verbaut? Wüsste ich gar nicht mehr...

Dein Fiesta war wohl der Bringer in Deiner Gegend?!!!

Hatte zu der Zeit noch nen Taunus I, 1,6er GT Maschine und das kurze Getriebe vom 1,3er drinnen, hat's aber nicht sehr lange ausgehalten - das Getriebe...
Beim Ampelstart unschlagbar

...jaja, das waren Zeiten...

 

Unser Geselle hatte einen Capri 1 1700GT mit 2,6l Einspritzmotor aus einem Unfall RS.
Bis bei 160 die 1700 Hinterachse geplatzt ist.aber in 4.Gang nur mit Drehmoment die Räder zum rauchen bringen hatt was.

 

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