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Einrichten einer Holzwerkstatt

06.04.2016, 14:22
Hallo liebe Gemeinde.

Eine vorhandene Holzwerkstatt soll bzw kann ungeplant werden
Dafür könnte ich eure Hilfe gebrauchen.

Die Werkstatt wird von einer pädagogischen Einrichtung zum arbeiten mit Jugendlichen genutzt.
Es sollen hier alle möglichen Werkstücke gefertigt werden (Laubsägearbeiten, kleinere Möbelstücke,....).

Was ist vorhanden:

Im angehängten Bild, seht ihr den Grundriss und deren momentanen Ausstattung.

Auf den beiden oberen Tischen stehen jeweils eine mittelmäßige Standbohrmaschine, eine dekupiersäge und eine bandsäge.
Die beiden mittleren Tische sind werkbänke, an denen bisher alle möglichen arbeiten verrichtet wurden. So sehen die Tische auch aus.

Im unteren Bereich ist eine billige Tischkreissäge.

Zudem sind eine Oberfräse, zwei Exzenterschleifer, ein Bandschleifer, eine Handkreissäge, diverse Handwerkzeuge

Der Bodenbelag ist ein typischer "schulklassen-geklebter-vinylboden". Dieser ist bei Holzarbeiten sehr sehr rutschig.

Was steht zur Frage:

1. Wie könnte man diesen Raum sinnvoll umstellen/nutzen?
2. Welche Geräte sollten (in welcher Reihenfolge) ausgetauscht/angeschafft werden.
3. Wie könnte der Bodenbelag geändert werden?

Ein bisschen Geld ist für Veränderungen vorhanden/kann beantragt werden, ansonsten würde jährlich ein vorhandenes Budget dafür verwendet werden.

Über hilfreiche Tipps und Anregungen würde ich mich freuen
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Holzwerkstatt, Werkstattausstattung, Werkstatteinrichtung Holzwerkstatt, Werkstattausstattung, Werkstatteinrichtung
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Munze1  
Das ist eine schwierige Frage, da letztendlich die ausgeführten Arbeiten über den Einsatz von Maschinen und Tischen entscheiden.
Für mich wäre eine Tischkreissäge immer wichtig und falls nötig einer der ersten Anschaffungen für eine Holzwerkstatt.
Die Tische zum Arbeiten, gerade bei Gruppen, sind praktisch in der Mitte aufgestellt, so dass alle aussen herum arbeiten können und alle Seiten nutzbar sind. Das ist aber auch nur eine Geschmacksache. Bei uns hat sich das in der Schule bewährt, dass alle Kinder rundherum um die Tische arbeiten und alle Seiten nutzbar sind.

 

Die ausgeführten arbeiten sollen halt soweit (fast) alles ermöglichen.

Die Gruppengröße ist meist nicht größer als 2 bis 4 Personen.

Eine neue Tischkreissäge wäre definitiv von Nöten, da die jetzige ungenau ist und keinen ordentlich parallelanschlag und schiebeanschlag besitzt.



Anbei mal eine erste Idee einer Anordnung.
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kjs
Vinylboden halte ich für so was auch für die denkbar schlechteste Lösung. Wenn das Geld knapp ist würde ich da lieber das Vinyl rausreißen und OSB Platten verlegen. Die sind etwas rauher und man rutscht nicht so leicht.
Was mir an der Einrichtung mit Geräten fehlt ist eine Staubabsaugung. Sollen da Alle da permanent mit Atem-Masken rumrennen?? Wenn das etwas kommerzielles ist könnte das sonst echten Ärger geben. Und nein, für so viele Maschinen reicht ein Sauger nicht da muß eine richtige Absauganlage her die dann aber selbst im billigsten Fall weit über 300€ liegt.

Wie man die Möbel am Besten stellt kann man eigentlich nur beurteilen wenn man genau was was und wie da gearbeitet wird.

 

Dog
Gibts für solche Werkräume nich auch spezielle Vorschriften die zu beachten sind?

 

Den vinylboden zu entfernen, wird der Träger nicht zustimmen.
Die Idee mit dem osb wäre umsetzbar. Gibt es dennoch Alternativen?

Stimmt. Eine absaugung ist in der Tat momentan nur als Staubsauger vorhanden.
Gibt es da ein link zu zwei, drei guten absaugungen, damit man mal eine übersicht bekommt?

Kommerziell wird es nicht betrieben. Es dient lediglich zur Beschäftigung der Jugendlichen. Es könnte rein theoretisch auch Abfall produziert werden.

Sollte es spezielle Vorschriften geben, wären diese mal ganz interessant.

 

Dog
Ich denke stark das in einem solchen Fall auch gewisse Auflagen, wie z.B. die genannte Absaugung, Fluchtwege, Erste Hilfe, Abstände zwischen den Maschinen und Tischen, usw... zu beachten sind.Da sollte man sich zuerst informieren.Für sich zuhause ne Bastelbude einrichten is halt was ganz anderes als so ein Werkraum, einer muss ja immerhin Haftbar sein wenn den Kids was passiert.

 

Neben dem bereits angesprochenen würde ich hinzufügen:

- Erste hilfe Kasten
- Augenspüler
- Feuerlöscher
- Aufbewahrungsmöglichkeit für Persönliche Schutzausrüstung

Den Fußboden würde ich als erstes behandeln.

Je nachdem was das für eine Institution ist kann es gut sein das auch andere Vorschriften gelten. Womöglich wäre es gut sich von der Berufsgenossenschaft beraten zu lassen ehe Geld ausgegeben wird.

 

Erste Hilfe Kasten, Feuerlöscher und Co sind bereits in der jetzigen Werkstatt vorhanden.

Mit dem Leiter und finanziere der "Institution" sind Arbeitssicherheitsfragen bereits abgesprochen. Auch Versicherungstechnisch im Falle eines Unfalls sind alle Dinge geklärt.

 

Da hast Du sicherlich recht George.
clubjack schreibt ja das es sich um eine pädagoischer Einrichtung handelt und da gelten sogar sehr wahrscheinlich noch diverse andere Vorschriften besonders weil es auch um Jugendliche geht.
Das fängt dann schon beim Erste Hilfe Material an welches aber durch die Einrichtung ebenso schon vorhanden sein sollte wie das entsprechend ausgebildete Personal.

Ansonsten kann man sich zu diesem speziellen Teilbereich bei der DGUV informieren.

 

Dog
Ich bleib dabei, hol dir Rat vom Fachmann und nicht vom Heimwerker.

Wenn ich "Werkraumausstattung" google find ich massig informative Links.

 

Zitat von Dog
Ich bleib dabei, hol dir Rat vom Fachmann und nicht vom Heimwerker.

Wenn ich "Werkraumausstattung" google find ich massig informative Links.
Zustimmung auf ganzer Linie

 

finde den Einwand vom Georg zutreffend... WICHTIG ist... da hast Du Dich nur halbwegs
klar ausgedrückt, was soll da gemacht werden?.. ist das mehr " Therapeutisch " zu
betrachten... dann wirst Du bei dem Maschinenpark nicht ALLEINE die Aufsicht und Verantwortung tragen können...! oder es muss eine klare Personen-Beschränkung geben...
NUR als Beispiel, auf mehr als 2-3 Jugendliche wirst nicht Obacht geben können... hier
dürften die Vorschriften sehr eng gefasst sein.... ! also SCHLAU machen !!!
Zum Material... Laßt den PVC-Boden drinnen, der ist sicherlich schon alt und gut ABGELÜFTET ( Weichmacher gibt's da nicht mehr ) sollte aber unbeschädigt sein.. um Rutschen zu verhindern legt man an den kritischen Maschinen Holz-Lattenroste hin ( so was gibt es auch aus Kunststoff= Antirutsch oder Gummimatten )
bei den Späne erzeugenden Maschinen kann man die Bottich-Staubsauger hinstellen...
da kann man auch alles ANDERE gut mit säubern .....
und für's Werkzeug und Jacken etc. gehören da noch Regale und Spinte eine !
nicht vergessen, an jeder Maschine muss eine Schutzbrille griffbereit sein... und im
Medo-Kasten.. div. Ohrstöpsel........ ebenso die blauen Hinweis-Schilder ( mind. 100mm Durchm ) die anderen Sicherheits-Teile sind schon benannt worden !
Gruss.....

 

Geändert von Hazett (06.04.2016 um 18:22 Uhr)
Danke noch mal für die zahlreichen antworten.

Ich glaube, ich habe das ganze zu "groß" beschrieben. Und der Augenmerk viel zu sehr aufs pädagogische.

Bisher wurden in dieser Werkstatt überwiegend Laubsägearbeiten (Laubsäge dekupiersäge) mit max 4 Personen und kleinere bis mittlere Möbel mit 2 Personen gefertigt. Dabei liegt der Schwerpunkt nicht auf dem pädagogischen, sondern viel mehr bei der Beschäftigung.
Des öfteren wurde die Werkstatt sogar nur von den Kollegen benutzt.
Daher würde ich euch bitten, die Einrichtung/Gegebenheiten als Heimwerker zu betrachten und nicht den Schwerpunkt auf Vorschriften und/oder pädagogische Wertigkeit zu legen.

Natürlich sind Sicherheitseinrichtungen vorhanden und werden auch nicht vernachlässigt.
Aber momentan würde uns bei einer Planung die Wahl der Maschinen und deren aufstellort sehr weiterhelfen.

 

Dog
Frag die Ausstatter, der Heimwerker neigt dazu vieles auf kleinen Raum zu quetschen.

 

Woody  
Ich würde die Werktische vor die beiden Fenster der längs nach stellen und nicht mitten in den Raum. Du schreibst ja, dass max. 4 Pers. glz anwesend sind, da ist auch dann noch Platz wenn die Tische nebeneinander stehen. Und der Raum in der Mitte bleibt frei.

Ständerbohrmaschine würde ich in den Bereich zwischen den beiden Fenstern auf oder zwischen die Werkbänke stellen. So kann man auch längere Sachen vernünftig bohren und im Weg ist so ein Ding auch nicht.

 

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