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Einhandzwingen: Pro und Contra?

09.11.2015, 14:09
Selbstverständlich sind Einhandzwingen in der Bedienung sehr komfortabel. Aber halten sie genauso langfristig fest wie die guten alten "Drehdinger"?

Lockern sie sich nach Stunden des Einspannens eines Werkstücks?

Wie sind Eure Erfahrungen?

Ich habe bereits gemerkt, dass bei einem der führenden Hersteller von Einhandzwingen (Firma W.) sich der Kunststoff schnell abreibt. So zumindest bei meiner Verwendung.
 
Einhandzwingen Einhandzwingen
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22 Antworten
Woody  
Ich kann nur aus meiner Erfahrung sagen, dass Einhandzwingen (auch wirklich teure) eine wesentlich kürzere Lebensdauer haben als die Schraubzwingen. Ich hab noch Schraubzwingen von meinem Opa im Einsatz. Das einzige was halt im Laufe der Zeit verloren geht, ist der Backenschutz.

Klar sind Einhandzwingen komfortabler, aber was nützt mir das, wenn sie einfach nicht mehr klemmen wollen.

Vorteil der Schraubzwingen: sie bestehen nur aus Metall, was man von den Einhandzwingen nicht sagen kann. Da ist zum Großteil Kunststoff verbaut.

 

kjs
gleiche Erfahrung hier aber trotzdem verwende ich sie gerne weil es einfach schneller und mit einer Hand geht. Wenn man etwas sucht findet man auch billige die taugen und die kann man dann wegwerfen wenn sie hinüber sind.
Die Zwingen die wie normale Schraubzwingen sind aber einen Exzenterverschluß haben halten viel besser kosten aber ein Vermögen.

 

Es kommt sehr auf die Einhandzwingen an. Ich hatte mehrere Nonames die mittlerweile alle im Müll gelandet sind weil sie schlicht kaputt gingen.

Von Wolfcraft habe ich einen ganzen schwung die im Prinzip alle arbeiten wie am ersten Tag. Diese Dinger sind absolut ihr Geld wert und das ist etwas was ich sonst nicht von Wolfcraft sagen kann. Die Schutzkappen werden bei der Benutzung in Mitleidenschaft gezogen, halten bei meinen bisher aber noch.

Ich habe auch noch ein paar Bessy Einhandzwingen. Die sind auch sehr gut und halten im Prinzip wie am ersten Tag. Sie ergänzen sich auch sehr gut mit den Wolfcraft wegen des anderen Aufbaus.

Bei mir erledigen Einhandzwingen fast alle fixieraufgaben. Beim richtigen Verleimen bemerkt man schon des öfteren dass ihnen der richtige Anpressdruck fehlt aber dafür gibt es andere Zwingen.

Keine Ahnung was ihr mit euren Einhandzwingen anstellt aber die von mir genannten halten meine Benutzung sehr gut aus, und ich bin wahrlich nicht besonders pfleglich was den Umgang mit Werkzeug angeht.

 

Einhandzwingen sind schon eine praktische Erfindung. Ich habe etliche davon.
Ich habe aber schon welche beim Klemmen abgebrochen und habe auch welche, die mit der Zeit nicht mehr richtig klemmen. Das ist der Bauart geschuldet.
Bei den herkömmlichen Klemmen kann das nicht passieren.
Auf manchen Einmhandklemmen steht drauf, mit welchem Druck sie klemmen können. Das sollte man beachten.

 

Woody  
Ich habe auch Einhandzwingen von Wolfcraft und nach ca. 2 Jahren Gebrauch (nicht sehr intensiv, da es kleine sind) klemmen sie nicht mehr.

 

Ich verwende beide Arten in Abhängikeit von dem was ich erreichen möchte. Die handelsüblichen Einhandzwingen haben durchaus den Vorteil das man sie gut anwenden kann allerdings, stelle ich fest, dass sie niemals an der Kraft einer guten Schraubzwinge heranreichen können.

Mal eben ein Holz festhalten damit man es sägen kann usw. wären da die Einsatzgebiete aus meiner Sicht. Ich würde sie aber niemals einsetzen wenn es darum geht etwas wirklich handfestes zu erreichen bzw. dort wo ich viel und zuverläßige Kraft benötige.

 

Die hier zitierten Einhandzwingenvon Wolfcraft haben nur geringen Anpressdruck. Nehmt mal eine von Bessey oder Festool in die Hand. Metall und wirklich Kraft. Und sie lockern sich bei Vibrationen nicht wie Schraubzwingen. Kosten aber auch das Stück ab 40 Euro. Dann gibt es noch die Kliklamp. Das ist auch eas anderes als Wolfcraft. Damit kann man auch wirklich leimen.

 

Korrektur. Da gibt es unterschiedliche. Ich habe eine von Wolfcraft, da ist das Leimen sinnlos, denn diese hat definitiv zu wenig Kraft. Aber es gibt auch andere. Michael Hild hat hierzu was in seinem Blogg:
http://michael-hild.blogspot.de/2011/09/werkzeugvorstellung-wolfcraft.html?m=1

 

Ekaat  
Ich nehme Einhandzwingen eigentlich nur zum Festsetzen, da ich nicht drei Hände habe. Zum »richtigen« Spannen nehme ich Schraubzwingen.
Sollte mir mal eine dritte Hand wachsen, wären Einhandzwingen obsolet...

 

Zitat von Ekaat
Ich nehme Einhandzwingen eigentlich nur zum Festsetzen, da ich nicht drei Hände habe. Zum »richtigen« Spannen nehme ich Schraubzwingen.
Sollte mir mal eine dritte Hand wachsen, wären Einhandzwingen obsolet...
Die, aus meiner Sicht, beste Antwort hier
Einhandzwingen bauen halt nur relativ geringen Druck auf, und sollten auch nur für einfache arbeiten benutzt werden.
Mal zum Nachdenken, ein paar Daten zu Bessey Zwingen.
Kliklamp 1200N, Einhandzwinge EZS 2000N, Korpus/Schraubzwingen 6-7000N.
Wenn 1200N zum verleimen reichen.......welche Existenzberechtigung haben dann die dicken Dinger?

 

kjs
m. E. kann man das nicht generell so sagen. Bei kleinen Teilen und/oder sehr weichem Holz sind oft die Schnellspannzwingen besser weil man nicht so aufpassen muß damit man sein Gebilde nicht einfach zerdrückt. In 100 und 150mm habe ich viel mehr Einhandzwingen als in groß. Bei großen Zwingen habe ich auch die Schraubzwingen lieber oder welche mit Exzenter weil sie mehr Druck aufbauen können. Da verwende ich die Schnellspanner mehr um die Teile mal erst "in Form zu bringen".

 

M. E gibst du mir gerade Recht, KJS.
Einhandzwingen für einfache arbeiten wie z.B. ne Weihnachtskrippe.
Da wären 6-7000N wie Kanonen auf Spatzen.
Ein Korpus aus 19mm Buche Leimholz mit Einhand verleimen? Lieber nicht.
Um den Winkel mit Schablonen zu fixieren, Fein.

 

kjs
sieht so aus........ Aber das Verkleben von Balsaholz Tragflächen halte ich nicht für etwas einfaches und trotzdem kommt mir da kein Schraubzwingenmonster in die Nähe......

 

Zitat von kjs
sieht so aus........ Aber das Verkleben von Balsaholz Tragflächen halte ich nicht für etwas einfaches und trotzdem kommt mir da kein Schraubzwingenmonster in die Nähe......
Das ist mit Sicherheit eine anspruchsvolle arbeit, die auch Geschick und Übung erfordert.
Da würde ich mich garnicht dranmachen.
An die Zwingen stellt es aber nur geringe Anforderungen, die muss da nicht viel können.
Vielseitigkeit ist da vermutlich wichtiger. Mal so anbringen, mal so.

 

kjs
Ich verstehe schon wie das gemeint war und daß in vielen Fällen die Kraft einfach da sein muß. Besonders wenn ich mal wieder einen guten Tag beim Dübel bohren hatte braucht es VIEL Kraft!

 

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