Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Eine Geschichte zum 3 Advent

16.12.2012, 13:04
Ich wünsche allen hier einen wunderschönen 3 Advent.
Habe gerade diese Geschichte gelesen als ich fertig war habe ich geweint.
Die Geschichte möchte ich euch nicht vorenthalten.


Klaras Geschichte Klara, von ihrer Mutter Klärchen genannt, war ein sechsjähriges Mädchen. Sie war ein stilles, zurückhaltendes, oft sehr trauriges Kind. Am liebsten sah sie aus ihrem Fenster hinaus und beobachtete das bunte Treiben der Tiere, das sich vor ihrem Elternhaus abspielte. Es war ein sehr kleines Häuschen aus Holz, das mitten im Wald stand. Wenn es Frühling war, gab es tausend interessante Dinge für Klara zu sehen, denn da wurden die kahlen Bäume und Sträucher wieder grün. Es fehlte auch nicht an bunten Blumen, die plötzlich über Nacht da waren. Und dann dieser liebliche Vogelgesang und die Tiere, die aus dem Winterschlaf erwachten und die Wärme genossen. Eigentlich war es doch ganz schön, hier mit Mama im Wald zu leben, dachte Klara, auch wenn es manchmal an Dingen fehlte, die doch eigentlich für alle Menschen von Gott bereit gehalten werden. Wenn sie recht überlegte, brauchte sie nicht mehr, als sie besaß, hatte sie doch ihre geliebte Mutter um sich, ein Dach über dem Kopf und täglich genügend zu essen. Aber eine Sache gab es doch, die ihr viel Kummer bereitete. Klara konnte ihre Beine nicht bewegen, sie konnte nicht laufen wie andere Kinder, und für einen Rollstuhl gab es leider kein Geld. Klaras Mutter mühte sich täglich, sogar am Wochenende, mit Nadel und Zwirn ein wenig Geld zu verdienen. Leider reichte es nicht dazu, ihren größten Wunsch zu erfüllen, sich endlich bewegen zu können, und sei es auch nur auf Rädern. Klaras Augen füllten sich mit Tränen, wenn sie daran dachte, und sie weinte still vor sich hin. Und wieder einmal, wie schon so oft, dachte sie an ihren Vater, der sie vor vielen Jahren verlassen hatte, um irgendwo in der großen Welt sein Glück zu suchen. Dachte er noch an sie und Mutter? Mutter, die doch so tapfer und stark war und noch immer an seine Rückkehr glaubte, auch wenn sie oft heimlich weinte! Das Jahr ging über das Land, und plötzlich, Klara glaubte, es seien nur ein paar Wochen vergangen, lag der Wald unter einer glitzernden weißen Pracht von Schnee. Mutter hatte Glück gehabt und in der letzten Zeit etwas mehr verdient. So hatten sie es kuschelig warm in der Hütte und brauchten, wie die Jahre zuvor, nicht zu frieren. Ein Advent folgte dem anderen, und in Klara wurde es still und friedlich, wenn sie an den Tag dachte, der schnell heranrückte, den Tag, an dem das Christkind geboren worden war. Aber dann musste sie auch an den Tag danach denken. Am Tag nach Weihnachten war Vater weggegangen. Weihnachten kam näher, und es wurde immer stiller und besinnlicher um Klara herum. Mutter brachte einen kleinen Tannenbaum mit nach Hause. In dieser Zeit wurde viel gesungen. Aber hin und wieder hielten sich Mutter und Tochter in den Armen und weinten bittere Tränen. Eines Morgens wachte Klara auf, und es war endlich soweit. Es war Heiligabend. Am späten Nachmittag sollte die Bescherung sein. Mutter tat ganz geheimnisvoll. Sie schien anders zu sein als sonst. Klara musste in der kleinen Küche sitzen und warten. Endlich öffnete sich die Tür und sie konnte in die Stube sehen. Die Lichter am Baum brannten und es roch nach Plätzchen und Kakao. Mutter sang ganz leise „Stille Nacht, Heilige Nacht“. Und unter dem Weihnachtsbaum stand – Klärchens Augen wurden ganz groß – ein Stuhl mit zwei großen Rädern und daneben ... ein großer, schlanker Mann, der Mutter in den Armen hielt und Klara lächelnd anschaute. Das war Vater! Endlich war er zurückgekommen! Klara bekam plötzlich Angst, dass alles nur ein Traum sein könnte. Aber dann umfingen sie zwei starke Arme und trugen sie zum Rollstuhl. Es war der schönste Abend ihres Lebens, und abends vor dem Einschlafen sah Klara tausend goldene Sterne am Himmel strahlen und sie wusste, dass Gott ihre unzähligen Gebete erhört hatte. Glücklich schlief sie ein!
Bewerten: Bewertung 1 Bewertung
8 Antworten
Eine schöne besinnliche Geschichte. Vielen Dank Holzharry.
Dir auch einen schönen 3. Advent.

 

Janinez  
das ist wirklich eine wunderschöne Geschichte

 

Danke gm 1981 ich lese so was immer gern

 

Die Geschichte ist rührend und so ergreifend. Schön, daß es in unserer kalten Welt noch solche Geschichten gibt. Danke Harry ... dir auch einen besinnlichen 3. Advent

 

Harry... auch dir einen schönen 3. Advent... und die Geschichte ist sehr ergreifend...

 

Schön!
Danke für die Geschichte Harry!

Und Euch allen auch einen schönen dritten Advent.

 

Susanne  
Sehr schöne Geschichte, Harry, vielen Dank dafür.

Einen schönen 3. Advent Euch allen!

 

ein Tempo musste bei mir auch dran glauben..
immer zu Weihnachten nimmt man solche Geschichten ganz anders auf ..einen schönen 3. Advent auich von mir gewünscht

 

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht