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Ein Neuling hat Fragen zur Ausrüstung

24.10.2015, 07:39
Hallo an alle.
Ich bin neu hier und möchte meine Heimwerkerskills mit dem Möbelbau erweitern.
Erst einmal zu meiner Person. Ich wohne im schönen Südtirol und bin 35 Jahre alt. Beruflich bin ich gelernter Elektroinstallateur, aber bald nach der abgeschlossenen Lehre bin ich in die Maschinenwartung eingestiegen.
Für 5 Jahre arbeitete ich in einer Firma die Schreinereimaschinen verkauft als Servicetechniker. Dabei habe ich von der kleinen kombinierten Maschine bis zu großen CNC Bearbeitungszentren alle Maschinen repariert, dem Kunde erklärt und eingestellt.
Seid 8 jahren bin ich im Lebensmittelsektor als Betriebstechniker für die Wartung der Anlagen zuständig.
Jetzt habe ich mich entschieden in der Freizeit mich wider dem Thema Holz zu widmen.
Ich habe ein paar Fragen zur Erstausstattung. Ich möchte mir erstmal eine Handkreissäge und eine Oberfräse zulegen.
Die Handkreissäge sollte eine Führungsschiene besitzen. Erstmal wollte ich mir die Bosch PKS 66 mit der Führungsschiene holen. Mit ein wenig surfen bin ich dann auf die blaue GKT 55 gestossen.
Diese ist zur zeit in einem Kit mit 2 FS, Tasche für die Fs und L-Box erhältlich. Zahlt sich der aufpreis auf die GKT aus?
Zur Oberfräse hatte ich mir gedacht werde ich erstmal eine POF 1400 holen.
Mit diesen beiden Maschinen müsste ich für den Anfang alles haben um die ersten Versuche im Möbelbau zu machen, oder habe ich etwas wichtiges vergessen?
Was haltet ihr von diesen Maschinen und was ist sinnvoll für den Anfang. Ich möchte nicht zu viel ausgeben, aber ich möchte auch nicht in ein paar Monaten bemerken, dass die Gekauften Maschinen ein kompletter Fehlkauf für meine Bedürfnisse waren.
Danke schon mal an alle.
 
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31 Antworten
Janinez  
zunächst mal herzlich Willkommen. Es kommt halt darauf an, wie viel Du werkeln willst . Manchmal rentieren sich die blauen Maschinen, besonders, wenn sie im Angebot sind....

 

Also mit der blauen Bosch machst nix falsch... Bei der Oberfraese mal ausprobieren, die Pof hat keine Dauerarretierung, fuer Verwendung im Tisch muss das ander geloest werden, undvon der Handhabung hats mir nicht gefallen... Ich habe die Makita RP1100 die liegt gut in der Hand, und im Tisch auch super verwendbar. Was sicherlich von Vorteil ist, eine ordentliche Tischbohrmaschiene zu haben. Ein Handhobel ist fallweise nicht schlecht

 

Wenn Du die Handkreissäge für den Zuschnitt verwenden willst, würde ich aufgrund der besseren Führungsschiene eindeutig zur GKT raten, die als Tauchkreissäge auch noch andere Vorteile hat (stabileres Ansetzen, Ausschnitte).

Mit der POF 1400 machst Du für den Anfang nichts verkehrt, ist eine vernünftige handgeführte Oberfräse. Falls Du im Laufe der Zeit auf den Geschmack kommst und einen Frästisch möchtest, würde ich dafür ohnehin eine zweite Fräse empfehlen.

Für die Oberflächenbehandlung wäre noch ein Schleifer ratsam. Für den Anfang wäre ein Multi-Schleifer wie der PSM 200 AES (mit dem kommt man auch in die Ecken) ratsam. Später vielleicht noch einen Excenterschleifer dazu.

Wie möchtest Du Holzverbindungen machen? Dübel? Pocket Holes? Lamellos? Für die ersten beiden brauchst Du eine (am besten leichte) Bohrmaschine und entsprechende Jigs/Hilfsmittel. Für zweiteres eine Lamellofräse (oder viel Übung und einen entsprechenden Fräser für die POF).

Ausserdem würde ich einen Satz Japansägen empfehlen (Dozuki und Ryoba) und einen Rali-Hobel (mit Wechselmesser, das spart das Schärfen der Hobeleisen). Zwingen nicht zu vergessen (nicht die billigsten aus dem Baumarkt nehmen).

Sieht so aus, als müsstest Du dir keine Sorgen machen, den Wunschzettel für Weihnachten voll zu bekommen.

 

Geändert von AlexG (24.10.2015 um 09:09 Uhr)
Dem ist nicht viel hinzuzufügen außer:
- ordentlichen Forstnerbohrer für Scharnierlöcher, nicht deinen billigen, Du ärgerst Dich nur
- 2 gute Stechbeitel
- Stichsäge?
- bei Zwingen definitiv nur von Bessey

 

irgendwie hat bisher keiner den Akkuschrauber erwähnt. Ohne den gehts aber meist überhaupt nicht.
Warum müssen die Zwingen unbedingt von Bessey sein? klar sind die gut aber vor allem teuer. Und man braucht im Möbelbau nicht gerade wenig.Das ist dann schon ein Kostenfaktor.
Je nachdem wie du die Möbel zusammenbauen willst(Dübel, Lamellos oder Pocketholes) würde ich gerade für den Anfang auf jeden Fall ne Dübellehre und -spitzen empfehlen. Erleichtert das genaue arbeiten ungemein und man ärgert sich nicht über hervorstehende Kanten.

 

Herzlich Willkommen erstmal,

ich würde dir in jedem Fall zu den Bosch Blau (Professional) Geräten raten. Andererseits ist es aber so das du von Werkzeug das richtig gut ist einfach mehr hast auch wenn die erst Anschaffung teuerer ist. Was zu den Marken gehört bei denen es sich Lohnt ist Bosch-Blau, De Walt, Makita, Fein und Festool.

Was den Akkuschrauber Angeht kann ich dir einen empfehlen den ich selbst seit einem Jahr benutze (das arme ding.... ) der wäre von Makita DDF456 gab´s / gibt´s zum Jubiläum mir 3x 18V Akku + Ladestation für lächerliche 250€ ... damit hab ich alles bisher geschraubt, gebohrt, der hat den Gesamten Rohbau bisher mitgemacht. Alternativ gibts aber auch gleich wertige Bosch geräte ..

Aber egal wie du dich entscheidest, viel spaß beim Werken!!!!

 

Wow. So kurz und schon so viele Antworten.
Danke schon mal. Akkuschrauber und Bohrmaschine ist beides vorhanden. Einen Multischleifer habe ich mir auch erst vor kurzem geholt.
Für die Verbindungen währe eine Lamellofräse sicher die beste Lösung, aber erstmal werde ich mir die Wolfcraft Dübellehre holen und damit die Verbindungen machen.
Stichsäge liegt auch noch eine alte in meiner Werkstatt rum.
Zum Thema Forstnerbohrer habe ich aber noch Fragen.
In den örtlichen Baumärkten sind komplettsätze von Forstnerbohrer um die 15 -20€ zu haben. Sind die brauchbar oder sollte ich was besseres holen?
Und weiters bin ich auf der Suche nach einem 35er Forstnerbohrer für die Oberfräse, damit ich mit einer Lehre die Topfscharniere reinfräsen kann.
Damit habe ich weniger Probleme mit der Höheneinstellung.

 

Warst Du bei Felder als Servicetechniker? Zum Rest Deiner Fragen kann nur Antworten beitragen, die hier kaum jemand hören will. Daher schreibe ich nichts.

 

Zitat von Olli_0815
Warst Du bei Felder als Servicetechniker? Zum Rest Deiner Fragen kann nur Antworten beitragen, die hier kaum jemand hören will. Daher schreibe ich nichts.
Ist es nicht so das ein Forum zur Offenen Diskussion gedacht ist ?
Von daher finde ich ist es notwendig dem Fragenden passende Antworten zu liefern, gleich wohl ob sie dem ein oder anderen nicht schmecken werden. Außerdem ist glaub ich gerade in Sachen Werkzeug und benötigtes Werkzeug eine sehr hohe Empfindungsspanne eines jeden selbst

 

Also wenn die Anschaffung einer Handkreissäge mit Führungsschiene und eine Oberfräse anstehen würde dann wäre diese Kombi das Mittel meiner Wahl:
- GKT 55
- GMF 1600 CE
- FSN OFA 32 Kit

Da haste für den Anfang beim Möbelbau alles zusammen und kannst HKS und Oberfräse auf den gleiche Führungsschienen verwenden inkl. 32mm System.

 

Zitat von Olli_0815
Warst Du bei Felder als Servicetechniker? Zum Rest Deiner Fragen kann nur Antworten beitragen, die hier kaum jemand hören will. Daher schreibe ich nichts.
Nein ich war nicht bei Felder Servicetechniker, sondern bei http://www.scmgroup.com/de
Antworten höre ich alle gerne. Jede Meinung gefällt mir.
Ob sie dann möglich ist umzusetzen oder nicht ist eine andere Geschichte. ​

Zitat von Stadi1
Also wenn die Anschaffung einer Handkreissäge mit Führungsschiene und eine Oberfräse anstehen würde dann wäre diese Kombi das Mittel meiner Wahl:
- GKT 55
- GMF 1600 CE
- FSN OFA 32 Kit

Da haste für den Anfang beim Möbelbau alles zusammen und kannst HKS und Oberfräse auf den gleiche Führungsschienen verwenden inkl. 32mm System.
Diese Kombi ist mir auch schon durch den Kopf gegangen. Ist die GMF 1600 CE für den Anfang nicht vielleicht etwas zu schwer und zu stark?
Meine Erfahrung mit Maschinen im Holzbereich ist bis jetzt auf stationäre Maschinen beschränkt.
Bei der GMF sind auch beide Körbe dabei(Tauch und Kopier), oder habe ich da was falsch verstanden? Falls das Gewicht und die Leistung anfängertauglich sind währe das auch eine Option.
Ich sehe schon, das wird heuer ein Teueres Weihnachten :-D

 

Geändert von Funny08 (25.10.2015 um 08:59 Uhr) , Grund: Hyperlink entfernt
Du hast es so gewollt.
SCM kenne ich nur von der Holzhandwerk. Das ist natürlich absolute Profiliga. Meine Maschinen sind von Felder. Wenn Du den Platz und das nötige Kleingeld hast, würde ich über die Anschaffung von Stationärmaschinen jenseits des Baumarktäquators nachdenken. Die Hobelmaschine eröffnet Dir die Welt der Massivholzbearbeitung. Dann kannst Du Möbel bauen, die im Laden mehrere Kiloeuro kosten. Dazu ein Verbindungssystem wie den Mafell Duodübler oder die Festool Domino und einen Frästisch dazu. Dann kannst Du Massivholzmöbel in Rahmenbauweise und Türen mit Füllung in einem vernünftigen Zeitrahmen bauen. Ich habe letztes Jahr mit dieser Ausrüstung eine zweiflüglige Türanlage aus Lärche mit zwei Dichtungsebenen, Isolierverglasung und Blockzarge für meine Werkstatt gebaut. Wenn Du für so eine Sonderanfertigung beim Schreiner ein Angebot anfragst, relativieren sich die Anschaffungskosten schnell. Beim Schreiner ist das Geld weg, die Maschinen halten ein Hobbyleben lang.

 

Die GMF ist meine erste OF und ich finde sie nicht zu groß, ich kauf generell lieber gleich ne Nummer größer als zweimal
Das mit den zwei Körben hast Du richtig verstanden, deswegen würd ich auf jeden Fall die GMF nehmen und nicht die GOF. Der Mehrpreis ist nicht viel und vor allem gibts den Kopierkorb nicht einzeln zu kaufen wenn Du ihn später zukaufen möchtest,
Praktisch ist er auf jeden Fall, hab ihn dauerhaft im Frästisch, Der wechsel vom Frästisch auf handgeführt dauert so nur wenige Sekunden.

 

Auch von mir ein herzliches Willkommen hier. Ich weiß ja, dass ich gerne belächelt werde, wenn ich mit Handwerkzeugen daher komme, aber trotzdem möchte ich an dieser Stelle mal auf meine Webseite verweisen: Hier http://www.hobel-eggi.de/was-braucht-man-alles-zum-holzwerken/ habe ich mal aufgeführt, was man benötigt, wenn man Holz ohne Maschinen bearbeiten will.
Das soll allerdings nicht heißen, dass ich komplett gegen Maschinen bin. Das ist so nicht richtig: Ich habe nur festgestellt, dass ich mit der Hand ähnliche Resultate erzielen kann - und das zum Teil auch schneller als mit einer Maschine. Maschinen machen für mich dann Sinn, wenn es darum geht, mehrere identische Stücke herzustellen. Muss ich beispielsweise mehrere Leisten in einer bestimmten Breite herstellen, so lohnt es sich, die Tischkreissäge aufzustellen, einzurichten und dann die Holzplatte drüber zu schieben. Brauche ich allerdings nur eine Leiste, bin ich mit Fuchsschwanz und Hobel wesentlich schneller...
Auch wenn ich deine Fragen damit nicht wirklich beantwortet habe, hoffe ich doch, dir etwas geholfen zu haben.
EggMan

 

Geändert von Funny08 (25.10.2015 um 08:57 Uhr) , Grund: Hyperlink entfernt - siehe AGB
Man ist halt bei solchen Diskussionen schnell in der Ober- bzw. Profiklasse der Werkzeuge. Muss jeder selbst wissen. Ich würde z. B. die POF nehmen. Kostet spürbar weniger, kann später in den Frästisch, liefert durchaus brauchbare Ergebnisse und die zur Schiene passende GMF kannst Du dir holen, wenn Du dir mit dem Hobby sicher bist. War ja auch ein Bestandteil der Frage...

Aber solche Diskussionen sind müssig. Wenn Du Spaß daran hast, empfehle ich Dir, die Frage nochmal im Woodworker-Forum zu stellen. Dann bist Du noch mehr Geld los, wirst für Bosch blau belächelt und hast dekorative Festool- und Mafell-Maschinen.

 

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