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Eigenbau-Werkzeuge: wen lasst Ihr da dran?

05.08.2014, 01:25
Geändert von baldwin (05.08.2014 um 01:29 Uhr)
Hi all,
sicher habt Ihr auch schon mal Vorrichtungen oder Werkzeuge gebaut, die bei einem bestimmten Problem dann geholfen haben. Ich hab das auch getan, und für mich war in der Regel der schnelle Erfolg in Herstellung und Anwendung für das Layout des Werkzeugs oder der Vorrichtung maßgeblich. Wenig geschert haben mich dabei einschlägige Sicherheitsvorschriften oder -richtlinien*. War ich doch auch immer nur alleininger Anwender der Tools. Inzwischen hat sich das geändert, auch mein jüngerer Sohn muß im Rahmen seines Studiums Modelle bauen. Die dafür nützlichen und genutzten Maschinen sind überwiegend eigene Konstruktionen, für deren potientielles 'Fehlverhalten' im Notfall bestimmt keine Versicherung aufkommt. Bisher ist kein Unfall oder Versicherungsfall eingetreten, aber es würde mich intreressieren, wie ihr das haltet mit Werkstatt und Kids. etc.

Liebe Grüße
baldwin
*Inzwischen denke ich da anders.
 
Marke Eigenbau, Vorrichtung, Werkzeuge Marke Eigenbau, Vorrichtung, Werkzeuge
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15 Antworten
Zitat von baldwin
Hi all,
sicher habt Ihr auch schon mal Vorrichtungen oder Werkzeuge gebaut, die bei einem bestimmten Problem dann geholfen haben.......
mmh, Baldwin, so spät in der Nacht macht sich sicher keiner mehr Gedanken ...

Ich hab' dein Thema heute nach dem Frühstück gelesen, war bis vor kurzer Zeit noch in meiner Werkstatt und war bis vor wenigen Augenblicken noch der felsenfesten Überzeugung, dass mindestens schon 10...12 Kommentare eingegangen sein sollten. Weit gefehlt, das gibt mir wieder mal zu denken.

Zum Thema bin ich der Meinung, dass es sehr vielschichtig ist. Es gibt sicher manche Kinder, denen der Gebrauch eines Hammers schon immer im Blut gelegen ist, während andere Kinder sich selbst nach dem sie sich schon etwa 10 mal auf die Finger geklopft haben, immer noch schwer tun.

Bei der Ausbildung in handwerkliche Lehrberufen wird in den meisten Fällen genügend Wissen um die verwendeten Werkstoffe und Werkzeuge vermittelt. Man kann davon ausgehen, dass die Sprösslinge solcher Mütter und Väter, die ihr Handwerk zu verstehen gelernt haben, wahrscheinlich selten Probleme mit der Sicherheit in einer Werkstatt haben werden. Anders sieht es wahrscheinlich bei einem Heimwerker aus, der bei seinem Hobby nicht den geringsten Bezug zu einer adäquaten handwerklichen Ausbildung hat, da dürfte es wahrscheinlich auch für die Sprößlinge ziemlich mies aussehen, weil bei einem solchen Heimwerker das Wissen um Gefahren nicht vorhanden ist und er deshalb auch keines an seine Sprösslinge weitervermitteln kann.

 

Funny08  
Naja es haben vermutlich nicht viele hier etwas dazu zu schreiben, da es doch einige thematische Hürden beinhaltet.
Nicht jeder baut sich zusätzliche Hilfsmittel oder Maschinen welche nur mit "Bedacht" zu benutzen sind - und nicht jeder hat (noch) Kinder oder arbeitet mit anderen zusammen in der Werkstatt.
Bei mir - zum Beispiel - kommt höchstens mal meine Frau in die Werkstatt und Chefin kennt sich mit den Maschinen einigermaßen aus - ich muss sie meist nur aufstellen, weil sie ihr zu schwer sind oder zu hoch stehen - ansonsten war in den letzten 5 Jahren glaub ich nur mal der Schornsteinfeger da drinne, weil ich ihm ne Mutter gegeben hab.

Auf der Arbeit haben wir es so gehalten, dass wir die Lehrlinge und neue Kollegen an den Geräten/Maschinen eingewiesen haben aber da gab es recht wenig Eigenbauten - eher Schablonen und Schnittmuster - zB für Ausschnitte in den Wandblechen für die Trafoanschlüsse usw....

 

Ich lasse niemanden an Werkzeuge ran, deren Sicherheit nicht gewährleistet ist bzw. eine Versicherung bei einem möglichen Schaden nicht bezahlt. Und schon gar nicht Kids...

G.s.D. habe ich keine Werkzeuge bei denen Sicherheitseinrichtungen fehlen...

 

Zum Thema Sicherheit bei Vorrichtungen und Umbauten an Maschinen habe ich mich hier des öfteren schon in die Nesseln gesetzt. Von "jetzt kommt der Oberlehrer" bis "es ist doch jeder selbstveranrwortlich" was er macht, kamen die Reaktionen. Ein Comod meinte mal: Der Ersteller des heiklen Maschinenumbaus kommt aus der ehemaligen DDR, die sind dort sowieso auf Alternativen angewiesen gewesen und schließlich sehe man schon am Avatarbild das dieser ein stattlicher Mann ist und weiß was er tut.
LG Holzpaul - Der mit dem Holz tanzt

 

Grundsätzlich stellt jede Maschine eine Gefahr da. Wir haben ja mehr Maschinen, die wir selber gebaut haben, als jeder andere hier. außer uns geht ohne uns keiner dran. Wir haben immer großen Wert auf Sicherheit gelegt. und bis jetzt ist auch noch nichts passiert.
Kinder meine eigenen auch unsere Pflegekinder sind alle mit in die Werkstadt gegangen und haben eine ausgiebige Anleitung erhalten. ob Kreissäge, Bohrmaschine uvm. Als Lehrmeister war es halt auch einfach, außerdem haben die größeren auf die kleinen aufgepasst.
Es ist doch sicherer, wenn jemand eine Maschine kennt, als wenn man ohne Anleitung schnell mal ran geht.

 

Ich lasse selten jemanden an mein Werkzeug. Ausnahmen sind Freunde, von denen ich weiß, dass sie damit umgehen können oder denen ich vorher eine entsprechende "Einweisung" gegeben habe.

 

Ich handhabe das so wie kaypiranha. Bei mir kommt auch nur derjenige in die Werkstatt, den ich vorher auf die Gefahrstellen und Werkzeuge eingewiesen habe.
Selbst meine Kinder arbeiten nur unter Aufsicht und Anleitung mit den Werkzeugen.
Bei mir werden weder Werkzeuge verliehen, noch arbeiten Fremde oder Freunde damit. Dann habe ich keine Schererei mit, dies Werkzeug ist aber nicht gut oder das Werkzeug ist aber kaputt o.ä. .
So brauche ich mir keine Sorgen machen ob sich jemand mit meinen Werkzeugen, meinen Hilfsmitteln oder selbstgemachten Vorrichtungen ärgert oder gar verletzt, ausser mir.

 

http://www.1-2-do.com/de/mybosch/#project/7001

An dieses Gerät lasse ich nur mich.

Es ist ein Eigenbau und würde bestimmt einer Überprüfung der Arbeitssicherheit nicht stand halten.
Hier fehlt der Sägetisch, er wurde zum Fotografieren hochgeklappt.
Diese Säge will auch gar keiner benutzen!!!


 

Geändert von danielduesentrieb (07.08.2014 um 12:52 Uhr)
Hey, also Kinder würde ich auf keinen Fall an selbstgemachte Werkzeuge lassen.. Für mich allein kann ich die Verantwortung tragen diesbezüglich aber die für Kinder nicht. Es kommt halt auch immer drauf an was es für ein Werkzeug ist. Andie Säge von danielduesentrieb würde ich niemanden lassen

 

zu Daniel (Säge ), das ist nur das Innenleben , so sieht auch eine heutige Säge aus ich meine das Innenleben und Kinder würde ich auf keinem Fall an Geräte mit Verletzungsgefahr ran LASSEN

 

Habe jetzt eine Säge überholt, der Motor war mit Bauklammer und großen Stein befestigt

 

Zitat von Holzpaul
Zum Thema Sicherheit bei Vorrichtungen und Umbauten an Maschinen habe ich mich hier des öfteren schon in die Nesseln gesetzt. Von "jetzt kommt der Oberlehrer" bis "es ist doch jeder selbstveranrwortlich" was er macht, kamen die Reaktionen.
Klar, sowas hab ich auch erwartet. Ich will auch nicht wissen, wie ich es machen soll, sondern wie ihr das macht. Ich selber lasse niemanden an meine Maschinen, den ich nicht persönlich eingewiesen habe. Selber gebaute Vorrichtungen dürfen dabei nicht benutzt werden, wenn sie nicht Gegenstand der Einweisung waren. Ich bewege mich da auf etwas wackeligem Terrain und mich interessiert, wie ihr das in der Praxis handhabt.

 

Zitat von selbstmach_boy88
Hey, also Kinder würde ich auf keinen Fall an selbstgemachte Werkzeuge lassen..
Meine Kinder sind 22 und 26 Jahre alt, der ältere Industriemeister Metall, der jüngere Student der Raum- und Umweltplanung, und der braucht ab und zu ein Modell. Da bin ich dann sicherheitshalber selber immer mit dabei und gebe Tipps, oder mache vor, wie es geht, aber ich baue ihm nicht die Modelle, die er für die Uni braucht. Ich schau erstmal nur zu, dass er mit meiner Anleitung die nötigen Geräte auch sicher einsetzen kann. Bei der Ausführung bin ich dann dabei, einfach sicherheitshalber.

 

Guten Abend zusammen!
Auch ich habe drei Jungen die mal eben etwas Basteln möchten.Die Werkstatt dürfen sie nutzen.Sollten sie dennoch Maschinen brauchen, bin ich dabei.
(Also nur unter meiner Kontrolle!).
Ich habe einen seperaten Hauptschalter für meine Maschinensteckdosen verbaut und nur ich weiss wo der ist :-)
(NOCH)
Naja und wenn Onkel Uwe mal wieder was braucht, gebe ich es Schweren Herzens her- mit einen leichten faden Nachgeschmack :-)
liebe grüsse steffen

 

Zum Thema Benutzung von selbstgebauten Werkzeugen und Hilfapperaturen:
Als Handwerksmeister muss ich auch auf die Sicherheit im Betrieb achten.
Das Problem, wenn was mit selbstgebauten Sachen passiert ist, dass man auf den Kosten selbst sitzen bleibt, da diese für die Versicherungen keine sicherheitstechnischen Überprüfungen unterzogen wurden und somit immer eine Gefahrenstelle sind.
Da die Selbstbauten auch nicht unter die Kategorie "Hersteller konform" fallen macht es die Verwendung nur noch kritischer.

Ich selbst lasse keinen mit meinem Werkzeug arbeiten. Wenn die was brauchen, übernehme ich die Arbeiten selbst.
Auch wenn ich es kaputt mache, muss ich mir nur in den A.... treten :-D

 

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