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Eigenbau einer Kreissäge, eine fortlaufende Dokumentation

09.04.2015, 22:41
Hallo zusammen

Zurzeit bin ich damit beschäftigt, mir eine neue Tischkreissäge zu bauen. Ich bin ja bereits glücklicher Besitzer eines Eigenbau, der soweit so gut auch funktioniert, und präzise schneidet. Allerdings hat die Maschine zwei grosse Nachteile. Zum einen ist die Schnitthöhe im Bezug auf den Blattdurchmesser sehr klein (78mm bei einem 400er Blatt). Der andere Negativpunkt ist, dass das Blatt weder schwenkbar, noch höhenverstellbar ist.

Die ganze Problematik mit der geringen Schnitthöhe der aktuellen Säge hängt vor allem mit dem Antrieb zusammen. Denn das Blatt ist direkt mittels eines Speziellen, direkten Kreissägemotors von Perske angetrieben. Dieser ist zwar extra flach gebaut, aber trotzdem noch viel platzraubender als ein Antrieb mit Welle und Riemen.

Glücklicherweise bin ich gerade an einen passenden, anderen Antrieb geraten, komplett inklusive Spaltkeil und Oberschutz. Es handelt sich dabei um einen 5,5PS Motor von Elin, und grosse, stabile Welle von Oma Olten, angetrieben per Flachriemen. Beides geschätzt 70 Jahre alt, allerdings in super Zustand, ist noch aus der Generation "unkaputtbar". Dieser Antrieb war bei uns in der Firma in unserer alten Wagensäge (zum besäumen von Massivholz) täglich im Einsatz, oft mehrere Stunden im Dauerbetrieb, teilweise wurde fest gewürgt damit, 100er Buche klemmt halt meistens beim auftrennen . An der Maschine habe ich viele Stunden gemacht, auf den Antrieb war immer Verlass, er läuft extrem ruhig usw. Ich weiss also das ich etwas Gutes habe damit Kraftvoll ist er auch, auch wenn er 2PS weniger hat als der Antrieb meines bisherigen Eigenbau (der hat sagenhafte 7,5PS). Die 5,5 vom neuen sind aber absolut ausreichend, denn als er noch im Einsatz war bei uns in der Firma wurde das oft ausgereizt, und ich sags mal so, mit einem 40er Fichtenbrett auf dem Besäumwagen konnte man rennen!! und der Motor ging niemals in die Knie.

Nun aber zum Thema zurück. Wie gesagt, ich bin damit beschäftigt mir eine neue, überarbeitete Säge, Version 2.0 zu bauen. In Eile bin ich absolut nicht, die jetzige Säge funzt schliesslich, einfach etwas eingeschränkt. Deshalb wird sich der Bau der Maschine über ein zwei Monate hinausziehen. Das ist auch der Grund, weswegen ich das ganze nicht als Projekt einstellen möchte. Erstens wäre es viel zu gross, und zweitens verschwindet es damit in der Versenkung. Wenn ich hingegen hier nach und nach den Arbeitsfortschritt dokumentiere, kommt es immer wieder nach vorne, und wird auch gelesen. Ähnlich dem Bansägen-Eigenbau-Tread von bonsaijogi.

Einen konkreten Plan auf Papier habe ich nicht, einige Skizzen existieren, den Rest habe ich im Kopf, und plane es auch wie es gerade kommt. Denn an Pläne halte ich mich sowieso nie, es kommt laufend neues dazu.

Noch ein letztes Wort bezüglich Sicherheit: Ich arbeite so wie ich arbeite, ich brauch dazu keine doofen Kommentare. Ich halte mich an die gängigsten Sicherheitsbestimmungen, und meine Maschine wird auch danach konstruiert. Als Schreiner in Ausbildung bin ich bestens mit allen Vorschriften vertraut, und das sind die SUVA Vorschriften die hier in der Schweiz gelten. Was eure BG erzählt ist mir ehrlich gesagt schnurzpiepegal, ich arbeite so wie es bei uns Vorschrift ist. Und die Suva ist in gewissen Dingen weniger engstirnig als die BG. und ja, ich weiss das mein Eigenbau kein Prüfzeichen hat, aber das ist mir egal, ich bin ja auch der einzige der damit arbeitet, und zwar privat, abgesehen davon brauche ich hierzulande kein Prüfzeichen, Eigenbauten sind sogar gewerblich zugelassen, solange sie den Vorschriften entsprechen, was meine Maschine absolut tun wird, bzw. Die bestehende es schon tut. Abgesehen davon, ich habe jeden Maschinenkurs den es bei uns gibt schon abgeschlossen, deshalb denke ich, ich weiss was ich mache...


Heute habe ich bereits mal angefangen mit bauen, dazu aber dann im Schritt 1....

Das Bild zeigt meine bestehende Säge, der Schiebetisch ist abgebaut auf dem Bild, wäre aber vorhanden.


Grüsse aus der Schweiz
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Die Sägeeinheit

Heute hab ich mal begonnen mit der Sägeeinheit. Also die fertige Kombination Welle/Motor, zu einem Bauteil zusammengebaut. Diese Sägeeinheit benötige ich nun erstmal, damit ich richtig planen kann. Nur mit Massen planen kann ich nicht, ich brauche handfestes, ein fertiger Block mit Welle und Motor wäre also genau die richtige Ausgangslage.

Als Trägerplatte kam mir ein Reststück 27er Dreischichtplatte gerade gelegen. Gedoppelt ergibt das eine 6 Schichtplatte mit 54mm, die richtige Ausgangslage. Also hab ich mir male zwei gleich grosse Stücke formatiert. In der Dicke verleimt und verschraubt. Dann die Welle Positioniert, und ein Ausschnitt für den Riemen angezeichnet und mit der GST ausgesägt. Die Idee ist dass der Motor von unten an den Block befestigt wird, auf einer art Klappe, durch das Eigengewicht Spannt er den Riemen selbst.

Die Welle wurde genau Parallel zur Kante der Trägerplatte ausgerichtet, dazu habe ich ein Blatt eingespannt, und so genau auf die Flucht ausgerichtet. Dann wurde die Welle mittels dreier M12 Schrauben auf dem Block befestigt.
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Geändert von holwerker (09.04.2015 um 22:56 Uhr) , Grund: ...
Ich freu mich drauf! So nach und nach den Aufbau einer Selbstbau-Maschine zu sehen finde ich spannend. Man kann sich was abschauen und ab und an richtig schlaue Fragen stellen!

 

Klingt interessant.
Den Antrieb mit einem sehr leisen Motor und Riemenantrieb zu wählen finde ich schon mal klasse.
Mal sehen, was sich sonst noch ergibt.

 

Das liest sich wirklich interessant, da kann ich kindergetuemmel nur recht geben.
Ob der Motor später dann wirklich so viel leiser und somit auch ein angenehmeres Arbeiten möglich ist würde mich mal interessieren.

 

Ich habe den Topic jetzt mal mit fünf Daumen bepflanzt, da ich das per se schon mal klasse finde, wenn jemand in Tagebuchform seine Eigenkreation in Wort und Bild vorstellen möchte. Das ist ein Haufen zusätzlicher Arbeit, die gewürdigt werden sollte!

 

Moin...
Noch ein letztes Wort bezüglich Sicherheit: Ich arbeite so wie ich arbeite, ich brauch dazu keine doofen Kommentare. Ich halte mich an die gängigsten Sicherheitsbestimmungen, und meine Maschine wird auch danach konstruiert. Als Schreiner in Ausbildung bin ich bestens mit allen Vorschriften vertraut, und das sind die SUVA Vorschriften die hier in der Schweiz gelten. Was eure BG erzählt ist mir ehrlich gesagt schnurzpiepegal, ich arbeite so wie es bei uns Vorschrift ist. Und die Suva ist in gewissen Dingen weniger engstirnig als die BG. und ja, ich weiss das mein Eigenbau kein Prüfzeichen hat, aber das ist mir egal, ich bin ja auch der einzige der damit arbeitet, und zwar privat, abgesehen davon brauche ich hierzulande kein Prüfzeichen, Eigenbauten sind sogar gewerblich zugelassen, solange sie den Vorschriften entsprechen, was meine Maschine absolut tun wird, bzw. Die bestehende es schon tut. Abgesehen davon, ich habe jeden Maschinenkurs den es bei uns gibt schon abgeschlossen, deshalb denke ich, ich weiss was ich mache...

DASS nenn ich doch mal nen OFFENES Wort
wünsche Dir viel Spass beim Bauen ,werde auf jeden Fall mitlesen ..(mein Brennholz kommt OFENFERTIG geliefert ) joo halt die Knochen .
In diesem Sinne

 

Hallo zusammen

Mit der Säge ist es nun ein bisschen weiter gegangen. Ich habe mittlerweile die Schwenkpunkte für die Schrägstellug des Blattes gesetzt, Bilder folgen noch. Die Schwenkung wird übrigens später elektrisch realisiert, und genau dazu habe ich eine Frage, welche sich an die Elektroprofis unter euch richtet. Grundsätzlich meine Überlegung:

Säge-Motor geschaltet mittels Motorschutzschalter 6,3-10A, die Schwenkung mittels Nockenschalter re/li, davor hänge ich noch einen abschliessbaren Lasttrennschalter (als Hauptschalter/Not-aus). Am liebsten würde ich normale Eaton-Schalter inkl. Gehäuse verwenden, insgesamt wären das also drei nebeneinander, und diese drei sollten eigentlich gleich aussehen.

Mein Lieferant führt aber keine Motorschutzschalter von Eaton mit dem schönen Gehäuse, sondern nur welche von ABB, zu denen sind aber nur besonders hässliche Gehäuse verfügbar, und ausserdem hätte ich lieber einen Drehschalter, anstatt einen zum drücken. Meine Frage nun diesbezüglich, kann ich den Motorschutzschalter auch im Schaltschrank lassen, quasi immer auf ON, und davor den Eingangsstrom mittels Lasttrennschalter schalten? Erfüllt der Motorschutzschalter dann seinen Zweck noch?

Anbei das Bild wie ich die Sache anhängen möchte, geschaltet wird nur an den beiden rot markierten Schaltern
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Geändert von holwerker (12.04.2015 um 18:25 Uhr) , Grund: ...
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