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Edelstahlschrauben nur mit Edelstahlbits?

20.04.2014, 08:36
Geändert von renovier (20.04.2014 um 08:38 Uhr)
Sollte man Edelstahlschrauben auch nur mit Edelstahlbits bearbeiten?




Sorry für die verunglückte Überschrift, wie kann man die ändern?
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12 Antworten
Woody  
war so frei und hab deine Überschrift ausgebessert....

 

Also ich hab mir da keine Gedanken gemacht und einfach normale Bits verwendet. Ist jetzt fünf Jahre her und hat sich noch nicht negativ ausgewirkt. Bin aber mal auf die Antworten gespannt die aus der Stahlbranche kommen.

 

Währe mir jetzt neu das du dafür einen Extra Bit benötigst. Es geht ja darum das Edelstahl-Schrauben nicht Rosten sollen. Wie soll das Funktionieren wenn die komplette Schraube aus Edelstahl ist?
Wobei Böse Zungen behaupten das man auch unterschiedliche Bohrer für die Bearbeitung von Stahl und Alu/Edelstahl verwenden soll. Die minimalen Rostpartikel wo sich auf einem Bohrer befinden der bei Stahl verarbeitung verwendet wird, soll dann im Dummen Falle auf das andere Material sozusagen "Überspringen" und auch bei nicht Rostfähigem Material das Rosten Anfangen.

 

Geändert von Lionsreich (20.04.2014 um 08:58 Uhr)
Wenn man(n/frau) z.Bsp. Edelstahlschrauben mit "normalen Bits" einschraubt, kann ein entstehender Abrieb der normalen Stahlbits zu Fremdrost am Antrieb der Schraube führen ...

... und das sieht dann nicht mehr wirklich schön aus (vor allem wenn die Schrauben sich im Sichtbereich befinden). Angeblich kann es auch zu "konstruktiven Schäden" an der Schraube kommen.

Edelstahl sollte nur mit Edelstahl Werkzeugen bearbeitet werden, dann ist man auf der sicheren Seite.

 

Zitat von Linus1962
......
Edelstahl sollte nur mit Edelstahl Werkzeugen bearbeitet werden, dann ist man auf der sicheren Seite.
Ja, aber es gibt ein Problem:
Die verfügbarkeit.

Edelstahl Bits ist bekannt, hab ich aber nicht.
Edelstahl Inbusschlüssel (HX) hab ich in der Bootswerkzeugkiste
Ebenso liegen da Schraubendreher (PH und Schlitz) aus Edelstahl
Was ich noch nie gesehen habe sind Stecknüsse, Schraubenschlüssel oder Zangen aus rostfreiem Stahl. Die würde ich mir sofort zulegen da die normalen verchromten Werkzeuge an Bord schneller rosten wie man sie einölen kann.

 

Hi Pronto,
Steckschlüsselsatz gibt es von Hazet, Schraubenschlüssel rostfrei von Stahlwille.

Grüsse

 

kommt ganz drauf an, wo man diese VA-Schrauben kauft... bei Schrauben für
Holz ( aus dem Billig-Baumarkt ) ist es mir schon oft passiert, dass das Kreuz durchdrehte, bei der VA-Schraube ! wobei ich selten VA nehme, z.B. am Campingplatz !
Hier ist eine gute bichromatisierte Spax mit Pr.drive die bessere Lösung !
Bei allem, was mit Salzwasser zu tun hat, sollte es VA sein ( siehe auch User Pronto )
und nur in hochwertiger, gleicher Qualität !
Bits, welche zufällig Feuchtigkeit abbekommen haben, rosten dann leise vor sich hin,
zumindest solche, welche unbemerkt in einer Blechschachtel lagen.... hier
könnte auch VA Schaden nehmen !...wegen div. Elektrolyse- Vorgängen bei
etwas unterschiedlichen Werkstoffen !
Da div. Artikel überwiegend aus China kommen, ist bei der Qualität immer mit
Problemen ( auf lange Sicht ) zu rechnen !
Gruss.....

 

Ekaat  
Was passieren kann, wenn man eine Schleifscheibe für Niro nimmt, die vorher mit Mistforkenstahl in Berührung gekommen ist, sieht man an dem Foto sehr gut. Dies zur Ernüchterung für alle, die glauben, rostfrei ist rostfrei und bleibt rostfrei.
Grundsätzlich ist es richtig, daß Niro nicht mit anderen Stählen in Kontakt kommen sollte, wenn man nicht in der Lage ist, das Werkstück hinterher abzubeizen. Ich arbeite allerdings seit 1980 mit Niro, und es ist mir bisher erst einmal passiert, daß ich es zum Rosten bekam. Ich besitze außer Küchenmessern keine rostfreien Werkzeuge.
Das Eine ist Theorie, das Andere die Praxis...
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Name:	IMG_2542.jpg
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ID:	25909  

 

Wenn ich hochwertige Edelstahlschrauen (Spax zähl hoffentlich dazu) mit hochwertigen Bits verarbeite an meinem Carport dürfte dann wohl nichts passieren.

Probleme gibt es also nur wenn es Abrieb/Verschleiß gibt an einem teil, wenn ich das richtig verstanden habe.

 

im Holzhandel gibt es DIN geprüfte Schrauben ( ist ein muss.. für die Kopfbänder z.B. )
wenn hier die chromatisierten Schrauben genommen werden, hält das deutlich länger als der Holzaufbau von Deinem Carport ! vermute mal, dass es auch dort keine VA-Bits geben wird !
Gruss....

 

Ekaat  
Meines Wissens sind die handelsüblichen Schrauben der Festigkeitsklasse 4.6 bis 5.8 zuzuordnen. Da liegen die Niroschrauben höher; etwa bei 6,8 - schon aufgrund der Stahlgüte. Rost- und säurebeständiger Stahl der Güten 1.4301 bis 1.4571 hat eine Zugfestigkeit von 600N/mm² und eine Streckgrenze von 480N/mm². Nur bei Sechskant- oder Innensechskantschrauben aus Niro muß man aufpassen: Die »schwarzen« Schrauben haben in der Normalausgabe meist 8.8 oder 10.8 Festigkeit.
[Die vordere Zahl der Festigkeitsklasse mit sich selbst und 10 multipliziert ergibt die Mindestzugfestigkeit; beide Zahlen und mit 10 multipliziert ergibt die Mindeststreckgrenze, die für die Statik mehr Aussagekraft hat, als die Zugfestigkeit.]
Darüber hinaus ein Wort zur Verzinkung: Der Verzinkung voraus geht eine sog. Beize. Bei Stählen mit Kohlenstoffgehalten über 0,3% tritt eine Wasserstoff-Versprödung ein, die umso deutlicher wird, je höher der Kohlnstoffanteil ist. Daher sind verzinkte Federn (C-Gehalt über 0,65%) ein absolutes »geht gar nicht« Auch bei verzinkten, höherfesten Schrauben (ab 8.8) wäre ich vorsichtig. Die Wasserstoff-Versprödung nimmt dem Stahl die Elastizität.

 

Zitat von Ekaat
[...]Die Wasserstoff-Versprödung nimmt dem Stahl die Elastizität.
Wobei dann der Hersteller der Schrauben "gepfuscht" oder seinen Fertigungsprozess nicht im Griff hat.

 

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