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Durchlauferhitzer

16.05.2016, 13:33
Hallo,
in unserem neuen zu Hause arbeitet ein > 30 Jahre alter Durchlauferhitzer und versorgt über drei Zapfstellen den Warmwasserbedarf.
Dieses Teil ist m. Ea. nicht mehr zeitgemäß, zumal er nur hydraulisch geregelt ist.
Zwei Stufen, Stern und Dreieck, das ist der ganze Komfort.
Ach noch so ein Relais um die anderen Verbraucher weg zuschalten.

Ich bin überzeugt hier recht brauchbare Hinweise zu erhalten.
Übrigens es kommt nur Strom und ein Durchlauferhitzer in Frage.
Kein Gas und kein Speicher.

Danke schon mal im voraus vom Daniel aus NRW
 
Durchlauferhitzer, Warmwasser Durchlauferhitzer, Warmwasser
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9 Antworten
Daniel, funktioniert er denn? Dann würde ich ihn laufen lassen. Klar, diese Teile werden immer am Wochenende defekt, aber die neuen Geräte sind die typischen "Wegwerfgeräte". In unserem Haus haben wir drei davon. Und alle Jahre fällt ein anderer aus. Da ist ne Membrane defekt, dort ist der Schalter abgeraucht, dann wieder verkalkt ...

Vielleicht kann Dir ein Klempner verraten, wie Du den Durchlauferhitzer entkalken kannst. Ob diese Geräte in der Effizienz gut sind kann ich Dir leider nicht sagen, aber ich schätze, dass das bei Durchlauferhitzern kein Thema sein dürfte. Einziges Problem ist, dass dieser im Keller ist. Du musst viel Wasser erhitzen, bis es am Hahn ankommt und das Restwasser bleibt warm in der Leitung und kühlt aus bis man wieder Warmwasser braucht.

Wenn Du ohnehin modernisierst, könntest Du an die typischen Zapfstellen wie Bad und Küche auf jedem Stockwerk einen kleinen Wanddurchlauferhitzer anbauen. Dazu brauchst Du auf jeden Fall ne Drehstromleitung hoch und dann die entsprechenden Wasseranschlüsse. Bietet sich an, wenn ohnehin Im Bad gerissen wird. Ansonsten ist es aus dem Keller wirtschaftlicher.

 

Funny08  
Also wenn man es genau betrachtet, dann kann man bei einem elektronischen Durchlauferhitzer dadurch Energie sparen, dass man sich die Wassertemperatur so einstellt, dass sie beim Duschen oder Baden die Wohlfühltemeratur hat. Der normale Durchlauferhitzer hingegen produziert wesentlich heißeres Wasser, was dann eigentlich nicht benötigt wird.
Ob sich die Kosten für einen Austausch ohne Defekt wirklich rechnen ist allerdings so eine Sache. Da muss man mal überlegen, ob man öfter Duscht - oder eher Badet und welchen Wasserduchsatz man dabei hat - also ob man beim Duschen eher Wasser spart - oder eher doch mit richtig Druck duscht.

Laut Hersteller sollen die Vollelektronischen Geräte "bis zu" 30% Energie sparen - beim genüsslichen "Berieseln"lassen Spart man meiner Meinung nach gut Energie - Badet man aber eher oder Duscht mit viel Druck - dann geht das Sparpotential gegen Null.

Übrigends:
Vollbad mit 140 Liter Wasser - bei 26 Cent die Kilowattstunden ca 91 Cent
5 MInuten Dusche bei mittlerem Wasserduchlauf von 10 Litern die Minute, ca.33 cent

Wechselt man hier auf eine Sparbrause die "nur" 6 Liter die Minute durchlässt, kann man im Jahr schon fast 60 €uro bei Täglichem 1 maligen Duschen an Wasser und Strom sparen.

 

Ich finde Vergleiche dieser Art immer recht fragwürdig.

Da wird auf der einen Seite (Badewanne) die reine Wassermenge herangezogen, auf der anderen Seite (Dusche) aber noch ein Zeitfaktor aus dem Zylinder gezogen. Das ist, wie Äpfel mit Birnen vergleichen.

Baden/Duschen dient schließlich nicht nur der schnöden Reinigung. Wäre das so, hätte ich gegen die Rechnung nichts einzuwenden. tatsächlich ist Baden/Duschen aber mehr:

Mit einer Wannenfüllung für 91Cent habe ich 20 min Badeerlebnis/Wohlfühlen. Wenn ich die mit der Dusche erreichen will, kann ich nicht nach 5 min rechnerisch Schluss machen, 20 min Dusche kosten dann allerdings auch schon 132 Cent und sind damit teurer als die Badewanne.

Tägliches Duschen/Baden ist übrigens nach Meinung nahezu aller Dermatologen völliger Overkill und schadet eher, als dass es nützt.

 

Funny08  
Klar sind das Vergleiche die etwas hinken - letztendlich kann man sich aber zumindest etwas daran orientieren.

 

In einer vorherigen Wohnung war anfangs ein hydraulischer Durchlauferhitzer installiert. Die Temperaturvorwahl kannte nur drei Stufen: Aus, Mittel, Maximum. "Mittel" war zu schwach fürs Duschen, also wurde er eigentlich nur auf Maximum betrieben. Bei Änderungen des Wasserdrucks änderte sich auch die Wassertemperatur oder blieb bei zuwenig Druck ganz kalt. Gerne wenn z.B. ein anderer Mieter die Toilettenspülung betätigte. Das war auf Dauer zwar ertragbar, aber unkomfortabel, da man am Wasserhahn ständig die Mischung von Warm- und Kaltwasser nachregeln musste.

Mit den Jahren erbrachte das Gerät nicht mehr seine volle Leistung und wurde von der Hausverwaltung durch einen elektronisch geregelten Durchlauferhitzer ersetzt. Der hatte eine stufenlose Temperaturvorwahl und konnte bei Änderungen des Wasserdrucks von alleine nachregeln, hielt also die Temperatur konstant. Er kam auch mit niedrigem Druck klar. Also konnte ich hier die Wohlfühltemperatur fürs Duschen einmalig am Durchlauferhitzer einstellen und brauchte nicht mehr so oft am Wasserhahn nachregeln.

Aus heutiger Sicht vermisse ich die Zeiten mit dem Durchlauferhitzer aber nicht mehr und bin froh, nun an einer zentralen Warmwasserversorgung angeschlossen zu sein.

 

Hallo,

ich muss ergänzen, der Durchlauferhitzer ist noch heile.
Wir haben jeder eine Ebene.
D.h. im EG wir und im OG die Kinder.
Beides Etagen sind komplett getrennt.
Wir wohnen im EG nur zu zweit und müssen nicht baden, duschen oder die Spülung gleichzeitig betätigen.
Fazit ich lasse den alten Durchlauferhitzer in Betrieb bis er sich alleine entschärft.

Danke und einen Gruß vom Daniel

 

kjs
Gute Entscheidung! Der alte hält wahrscheinlich noch 10 Jahre und ein Neuer hält insgesamt 10. Das Zeug wird auch immer billiger hergestellt und so lange der Alte nicht total verkalkt ist würde ich ihn als die bessere Wahl bezeichnen.

 

Wolfman  
Hallo Daniel,
wir haben seit einigen Jahren einen Elektronischen, bei dem kannst du 2 feste Temperaturen einspeichern und per Knopfdruck wechseln. Kannst natürlich auch Stufenlos eine Temperatur wählen. Das Wasser kommt dann in der gewünschten Temperatur und das Mischen mit kaltem Wasser entfällt somit. Sind immer noch sehr zufrieden damit und würde ihn jederzeit wieder kaufen.
Und Strom sowie Wasser sparst du auch.

 

Guten Morgen!
Mir ist gerade eingefallen, dass ich einen Test über Durchlauferhitzer im letzten dicken Jahrbuch (?) von der Stiftung Warentest gesehen hatte. Der Test ist auch online abrufbar (gegen Gebühr): https://www.test.de/Durchlauferhitze...her-4796802-0/

EDIT: Passend dazu ist mir noch eine Geschichte eingefallen.
Der elektrisch geregelte Durchlauferhitzer, von dem ich weiter oben sprach, ist von Siemens gewesen. Was er nicht vertrug war, als ich bei einer Rückkehr von einer Urlaubsreise den "heißen" Wasserhahn aufdrehte, aber der Haupthahn des kompletten Mietshauses abgestellt war (wahrscheinlich Wartungsarbeiten an den Leitungen im Haus, aber ohne Ankündigung, grrrr). Ob er nun vollkommen ausfiel, oder zumindest noch auf halber Kraft lief, das weiß ich nicht mehr so genau.

Also ging eine kleine Odysee los: Die Hausverwaltung verwies mich auf den Elektro-Installateur, und der wiederum verwies mich auf den direkten Kundenkontakt zu Siemens. Oh oh, ob das gut gehen kann? Normalerweise müsste ja der Installateur als Gewährleistender auftreten, und zwar im Auftrag der Hausverwaltung.
Wie auch immer, erstauntlicherweise stand schon innerhalb der gleichen Woche ein Techniker von Siemens bei mir vor der Wohnungstür, der flink den Schaden am Durchlauferhitzer behob. Gekostet hat es nichts, er verbuchte das kulanterweise als Garantieleistung, obwohl der Schaden durch offensichtliche Fehlanwendung zustande kam.

Jedenfalls habe ich daraus gelernt: Nach längerer Abwesenheit immer erst "kalt" aufdrehen, um zu prüfen, ob überhaupt Wasser kommt. Danach erst "heiß".

 

Geändert von RostigerRumpott (18.05.2016 um 08:41 Uhr)
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