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Durchbruch - tragende Wand

26.07.2012, 17:55
Geändert von molluska (26.07.2012 um 18:13 Uhr)
Auf die Gefahr hin, hier gelyncht zu werden, traue ich mich nun auch mal was zu schreiben.
Mein Onkel hat sich vor einigen Jahren ein Haus gekauft. Nun hat meine Mutter ihn jedesmal nerven müssen, dass er ja noch anbauen könnte.

Und nun ja... irgendwann war mein Onkel der Meinung er müsste die (tragende) Wand zur Garage durchbrechen, denn eine Garage wäre ja ein tolles Wohnzimmer!
Ich will eigentlich gar nicht genau wissen, wie er das gemacht hat (er meinte irgendwas mit viel Gewalt).
Ich habe mal Fotos vom Durchbruch und den Folgen(?) angehängt.

Da mein Onkel jetzt leider im Heim ist, wollte ich nun das Beste daraus machen. Geld ist leider beinahe keines vorhanden. Mein Onkel ist ja der Meinung "bauste ne Tür ein, dann passts". Nach einigem Googlen habe ich dann rausgefunden, dass ein Türsturz vielleicht ganz praktisch wäre...

Würde es Sinn machen nachträglich einen Sturz zu montieren und dann eine Tür oder kann ich wirklich nur einen "Handwerker" kommen lassen?
Wie man auf den weiteren zwei Fotos sieht, gibt es im Haus bereits Risse, wie groß und tief diese sind, kann ich mir erst in zwei Wochen angucken.
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39 Antworten
Da sollte auf jeden Fall als Erstmaßnahme die tragende Wand abgefangen, also gestützt werden und zwar innen und außen. Dazu nimmt man i.d.R. sogennante Bausprieße die unter einen T-Träger oder Balken verspannt werden um die Decke zu stützen und die Wand zu entlasten.

Dann muß links und rechts vom vorhandenen Durchbruch unter der Decke noch Mauerwerk entfernt werden, damit dort der Sturz eingemauert werden kann. Dem Mauerwerk nach wäre zu empfehlen den Sturz dann links und rechts mit Betonstützen zu armieren.

Die genauen Ausmaße des Schadens, der zweifellos schon vorhanden ist, ist meiner Meinung nach nur vor Ort und von einem Fachmann zu beurteilen. Hier endet eigentlich die Zuständigkeit eines unbedarften Heimwerkers! Hier sollte zumindest ein Heimwerker ran, der einschlägige Erfahrung mit der Materie hat.

PS: ich hoffe Du fühlst Dich jetzt nicht gelyncht

 

Zitat von bonsaijogi
PS: ich hoffe Du fühlst Dich jetzt nicht gelyncht
Definitiv nicht! Danke für die Antwort.

(Hab ich lynchen wirklich mit ü geschrieben? aua )

 

Zitat von molluska
Hab ich lynchen wirklich mit ü geschrieben? aua
... ist mir gar nicht aufgefallen, so geht das hier ja nicht

Im Ernst, mit tragenden Wänden und erst Recht mit Außenwänden ist nicht zu spaßen.
Der Schaden der da im entstehen ist, kann Euch ein Vermögen kosten, im schlimmsten Fall sogar das Wohnrecht. Wenn da was einstürzt und "einer vom Amt" bekommt davon Wind, wird das Haus als Einsturzgefährdet gesperrt und Ihr müßt da raus.

Also lieber so schnell wie möglich, auch wenn es weh tut, ein paar Euro investieren und das fachgerecht reparieren lassen.

 

Naja mir ist schon klar, dass die Aktion nicht gut durchdacht war

Meine Mutter sagt "Kind, mach dir nicht so viele Sorgen, in Polen ist das nicht so schlimm".
Bin gespannt, was sie sagt, wenn das Haus dann wirklich vorm Zusammenfallen is

Das Problem ist, der Heimaufenthalt von meinem Onkel kostet (obwohl in Polen) ziemlich viel Geld, so dass meine Eltern momentan keine Rücklagen haben.

Ich bin Studentin und werde mit meinen ersparten 500 Euro wohl auch nicht weit kommen.
Vielleicht werd ich mich an einen Bekannten in Polen wenden, der hat ne Baufirma... dass wenigstens mal jemand draufschaut :/

 

Zitat von molluska
Vielleicht werd ich mich an einen Bekannten in Polen wenden, der hat ne Baufirma... dass wenigstens mal jemand draufschaut :/
Das hört sich schonmal gut an, solltest Du unbedingt tun

 

Ich denke, ein Handwerker würde auch nichts anderes machen, als was Jogi beschrieben hat. Decke abstützen (Stempel dazu ausleihen), etwas freilegen, Stürzte rein, zu mauern und wieder verputzen. Finanziell dürfte sich das deutlich in Grenzen halten.

 

Was ich da in 2 Absätzen kurz beschrieben hab, ist 2 Tage Arbeit für 2 Mann

Da es sich um die Außenmauer handelt sollte der Sturz links und rechts abgefangen werden um die Mauer auch zukünftig zu entlasten, der Druck muß nach unten abgeleitet werden, dafür sprechen die bereits vorhandenen Risse.

Ich selbst bin zwar kein Statiker, habe aber ein bischen Erfahrung mit solchen Durchbrüchen und neige dazu lieber etwas mehr zu entlasten als zu wenig. Da lasten ettliche Tonnen Druck drauf, wie gesagt, damit ist nicht zu spaßen.

Bei einer innenliegenden Wand hätte ich auch gesagt: absprießen, Sturz reinzementieren, zumachen und fertig. Aber nicht bei einer Außenwand wo sich nebenan schon Risse zeigen.

 

Zitat von bonsaijogi

Bei einer innenliegenden Wand hätte ich auch gesagt: absprießen, Sturz reinzementieren, zumachen und fertig. Aber nicht bei einer Außenwand wo sich nebenan schon Risse zeigen.
Ist die gegenüberliegende Wand

 

Zitat von molluska
Ist die gegenüberliegende Wand
... ?

Welche? Ich ging bis jetzt davon aus, dass es sich um die Außenwand handelt, weil üblicherweise die Garage ans Haus angebaut ist ... ?

 

Der Durchbruch ist in der Außenwand (Süden) und die Risse sind im Bad (Außenwand Nord-Osten) und Schlazimmer (Innenwand, nennt man das so?).

 

Ob das dann was damit zu tun hat???? Glaube ich zwar nicht, aber dann wird es Zeit für einen Statiker. Sind denn an der Außenwand irgendwelche Risse?

 

Wichtig (für mich persönlich) ist die Bestätigung, dass sich der Durchbruch in der Außenwand befindet. Dann hab ich schonmal keinen Blödsinn verzapft und hab Dich richtig verstanden

Du zeichnest doch gern

... so ein grober Grundriss mit Details wo sich Risse bilden und der Durchbruch ist, wäre ne feine Sache um das ganze etwas zu verdeutlichen.

 

In der Wand, in der der Durchbruch ist, sind keine Risse

 

Ich besprech grad, wie das Haus genau aufgebaut ist, sind halt 1500km und wir fahren erst in 2 Wochen hin ^^

 

Solange sollte es noch zusammen halten

 

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