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Dünger aus Kakaobohnenresten?

07.10.2015, 18:03
Hallo Ihrs,

ich habe gesetern in der Sendung "Die Höhle der Löwen" einen Dünger aus Kakaobohnenabfällen gesehen und frage mich, ist das ernst gemeint?
Das Kokusfasern als Bodenersatz verwendet wird, ist ja nun nichts neues mehr, aber das die Schalen der Kakaobohnen nun als Dünger funktionieren soll?!
Laut hersteller ungiftig, auch wenn nicht zum verzerr geeignet.

Was haltet Ihr von der Idee?
Ich bin kurz davor, ein Paket (Feststoff / Flüssig) zu bestellen, weiß aber nicht, ob der effekt tatsächlich so positiv einsetzen wird.
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22 Antworten
moin

das halbe Internet ist voll mit diesen Artikeln, http://www.agrostim.de/produkte/duenger/kakaoschalen . Ich benutze mein Kaffeepulver (den Abfall!) um meine Blumen zu düngen,noch leben sie

 

Geändert von l00kus (08.10.2015 um 06:46 Uhr) , Grund: Hyperlink mit Textlink ersetzt
Woody  
Kaffee ist aber nicht gleich Kakao, oder? Kaffesatz verwende ich auch zum Düngen, vorwiegend für die Zuckerhutfichte.

 

Zitat von Woody
Kaffee ist aber nicht gleich Kakao, oder? Kaffesatz verwende ich auch zum Düngen, vorwiegend für die Zuckerhutfichte.
Kaffee ist aber nicht gleich Kakao, oder?
Schmeckt irgendwie anders!
Der Artikel (den ich verlinkt habe) bezieht sich ja auch auf Kakao

 

Diese Kakao Abfälle gibt es bei uns nicht, wenn ich Dünger brauche geh ich in ein Pferdestall und hole mir die Abfälle von dort, sowas kann nur von ,,,, die nicht vom Dorf kommen,,, machen war nett ausgedrückt,, Umschrieben,, Geldschneiderei

 

Geändert von schnurzi (07.10.2015 um 19:22 Uhr)
Ich habs auch gesehen. Das Konzept fand ich klasse und auch die Umsetzung von denen war sehr professionell.

 

Zitat von schnurzi
geh ich in ein Pferdestall und hole mir die Abfälle von dort, sowas kann nur von ,,,, die nicht vom Dorf kommen,,,
Ich bin auf dem Lande aufgewachsen und lebe nun in der Großstadt... von daher find ich so einen Komentar unpassend. Zumal wir mit vielen Kleingewerben zusammenarbeiten, von wo aus wir unter andem auch Pferdeäppel und anderen Dung bekommen.

Der Vorteil bei den Kakaobohnenresten, den ich sehe ist eben die Tatsache, dass es keine Tierausscheidungen sind und demnach auch nicht so riecht. Ja ich habe neben einem riesiegen Feld gelebt und weiß wie sehr es stinkt, wenn die Jauche verteilt wird. Da konnte man 3 Tage nicht vor die Tür gehen, geschweige denn das Fenster öffnen.

Überteuert finde ich es nun nicht, für 1 Liter Flüssigdünger oder 1,5 Kg Pelettes jeweils 10 Euro zu zahlen.. Wie dem auch sei, dachte ich, es hat vielleicht jemand Erfahrung damit sammeln können.

Man muss ja nicht jeden Trend mitmachen

 

Janinez  
ich denke schon, dass es nicht schlecht ist, ist ja reiner Naturstoff...............................

 

Woody  
Zitat von greypuma
Kaffee ist aber nicht gleich Kakao, oder?
Schmeckt irgendwie anders!
Der Artikel (den ich verlinkt habe) bezieht sich ja auch auf Kakao
Muss gestehen, ich hab deinen Link nicht angeklickt

 

Ich weiß nicht. Angenommen, der Kakaodünger ist richtig gut, dann sollte der aber dennoch nicht um die halbe Welt geschippert oder gejettet werden, um unsere Balkonpflanzen zu düngen. Halte ich für ökologischen Unsinn. Stattdessen hauen die dann im Gegenzug Kunstdünger auf ihre Plantagen ... Es gibt mit Sicherheit genug andere Alternativen wie zum Beispiel ein Kompost im Garten.

Zu Kafee. Sollte man nur für Moorbeetpflanzen verwenden: Rhododendren, Hortensien ... Am Kaffe sind die Gerbstoffe hikfreich um das Wasser sauer zu machen. Wenn man das beispielsweise an Tomaten macht, schadet das dem Fruchtaustrieb. Sodann braucht man aus Erfahrung große Mengen, um auch im Moorbeet wirklich was zu bewirken. Ich habe unseren kompletten Kaffeesatz seit Frühjahr aus dem Vollautomaten an 5 Hortensien getan, die blaue hat dieses Jahr wieder richtig blau geblüht. Und das ist das Zeichen, dass es funktioniert hat. Ich schätze, das waren locker 5 kg Kaffeepulver. Also etwa 1 kg Kaffeesatz je Pflanze.

 

Meiner Meinung nach liegt der Vorteil in der Verwertung von "Abfallprodukten" bzw. Nebenprodukten einer Produktion und des - nicht tierischen - Düngers.

Wenn man tierischen Dünger benutzt (abgesehen vom Gestank) muss man beim Gemüseanbau diverse Prüfungen durchführen. Die meisten dieser Untersuchungen und Prüfungen "des Mist" zielen darauf ab .... medikamentös belasteten Pferde-, Hühner und Schweinemist (etc.) zu identifizieren und in diesem Fall, natürlich nicht zu verwenden. Unsere Gesundheit und so ....

Bei dem BIO-Zeuch ist natürlich gewährleistet, dass man sich Prüfungen dieser Art sparen kann. Selbst chemischer Dünger bleibt nur noch in geringsten Mengen zurück.

Grüße

 

Zitat von Rainerle
Angenommen, der Kakaodünger ist richtig gut, dann sollte der aber dennoch nicht um die halbe Welt geschippert oder gejettet werden, um unsere Balkonpflanzen zu düngen. Halte ich für ökologischen Unsinn. Stattdessen hauen die dann im Gegenzug Kunstdünger auf ihre Plantagen ....
Es ist eben nicht so, dass die Schalen um den halben Globus gefahren werden, sondern es ist ein Abfallprodukt das hier in Deutschland bei der Schokoladenherstellung anfällt.
Wenn es wirklich so wäre, muss ich zugeben, ist es tatsächlich eine ökologische Katastrophe, aber so seh ich eine Verwertungskette vom Abfall zu einem neuen Produkt, dass in den Nährstoffkreislauf wieder zurückgeführt wird.

Habe eben "gehofft", es könnte jemand seine Erfahrungen mitteilen.

 

Funny08  
Hier in der PDF auf Seite 18 steht was zu dem Prozess - die Kakaobohnen werden in Deutschland geröstet und danach werden die Schalen entfernt und können als Dünger herhalten

 

Janinez  
also ich finde das schon gut, so wird das Zeug sinnvoll verwertet und im Amazonasgebiet, werden die Schalen so wie sie sind wieder in die Erde eingegraben, auch als Dünger...........

 

Dann wäre das schon OK. Fragt sich dann noch, ob die Schalen durch Herbizide/Insektizide belastet sind. Ganz ehrlich, ich trau dem Zeug nicht ... Theoretisch wäre denkbar, dass das Zeug statt auf dem Sondermüll zu landen noch verkauft wird. Die gleichen Überlegungen hatte ich auch schon bzgl. Guano. Vogelmist aus Legebatterien oder Putenfarmen, der voller Antibiotika sein könnte. Muss ich den Mist auch noch bezahlen? Was spricht stattdessen gegen eigenen Kompost?

 

Janinez  
Nicht jeder hat die Möglichkeit zu einem eigenen Kompost - wobei ich schwöre auch darauf........

 

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