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Druckluftnagler? Warum, wofür und welche?

12.07.2013, 20:28
Verwendet ihr eigentlich bei euren Arbeiten Druckluftnagler?
Für welche Zwecke setzt ihr sie ein?
Welche Modelle benutzt ihr?
Wie sind eure Erfahrungen mit den Geräten in Bezug auf Leistung, Bedienung, Wartung?
 
Druckluft, Nagler Druckluft, Nagler
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38 Antworten
Ich hab einen Druckluftnagler bis 50mm und einen Druckluftacker.

Hergenommen hab ich den Nagler z.B. um Latten anzunageln (Fixierung z.B.).
Ein Beispiel, an der Terasse die UK-Hölzer mit Baulatten gesichert.

Aber auch um Bauplatten anzunageln.

Mit dem DL-Nagler hab ich auch Fußbodenleisten angenagelt, geht wesentlich schneller wie mit Hammer und Nägel, man sieht fast gar nix und man kann die Leiste kaum beschädigen.

Bei Konstruktionen (haste vielleicht gemerkt) benutze ich den Nagler eigentlich seltenst um etwas dauerhaft zu befestigen.
Aber weniger weil er dafür nicht taugen würde, sondern weil ich einfach der Schrauben-Typ bin (Nägel verwende ich auch ganz selten).

Der Tacker wird seltener verwendet (z.B. Bahnen auftackern).
Aber da muss man aufpassen, denn der Tackert Folien, ect. gerne auch durch.

Beide Geräte sind recht günstige Teile (Nagler ca. 40 € und Tacker ca. 25-30 €), verrichten aber seit ca. 8 Jahren klaglos ihren Dienst.

Bedienung ist Kinderleicht und nicht anders wie bei anderen Naglern / Tackern, der Nagler zumindest hat eine Sicherung (muss aufgesetzt werden).

Wartung ist simpel, da die Geräte seltenst mit viel Staub in Behrührung kommen.
Tropfen Öl oder ölhaltige Luft.

 

natürlich wälze ich (wie wir alle vermutlich) ständig sämtliche Werkzeugprospekte, aber der Gedanke an einen Druckluftnagler kam mir nie. Wie Hermen bin ich eher der Schrauber. Was ich zu nageln und zu tackern habe, erledige ich mit meinem Novus. Mehr brauche ich nicht.
Und das, obwohl ich bei geringeren Investitionen eher zum "Probieren" neige.
Also eher ein Bentley-PickUp mit Zwillingsreifen und Mahagoniladefläche als ein Druckluftnagler.
:-)
Frage 2 bis 4 kann ich leider nicht beantworten.

 

Ich wollte früher nie etwas mit Druckluft anfangen. Mein erster "Tacker" war der Motorhammer von Wagner. Mit dem habe ich sämtliche Holzdecken getackert. Dann bekam ich eien von meinem Schwager geschenkt, und schon gings los. Mittlerweile besitze ich 5 verschieden Tacker, die ich alle irgendwie geschenkt bekam, und möchte sie gar nicht mehr missen. Ich mache heute alle Holzdecken mit dem Tacker, als ich meine Hütte baute, tackerte ich die ganzen Latten für die Isolierung und spätere Nut & Federbretter. Meine neueste Erungenschaft ist ein Gasbetriebener Tacker. Wie meine Vorredner auch habe ich mit bestem Erfolg Sockelleisten montiert, Holzdecken befestigt, Lattenkonstruktionen geheftet, und später aus Sicherheitsgründen geschraubt. Meine Holzterasse, habe ich übrigens auch getackert. Dafür habe ich Ankernägel aus Edelstahl verwendet. Auch sowas gibt es im Sortiment. Wenn man sich mal daran gewöhnt hat, möchte man ihn gar nicht mehr missen wollen. Die Tacker die ich verwende, sind von BEA sowie der Kompressor. Die Wartung ist simpel, hin und wieder mit nichtharzendem hochwertigen Sprühöl in die Schlauchöffnung sprühen, oder einen Öler verwenden, was ich nicht so gerne mache, da daan das Öl im Schlauch hängt, und wenn ich mal Lackieren möchte, ist das etwas nachteilig.

 

Geändert von fuffy1963 (12.07.2013 um 23:40 Uhr)
Ekaat  
Leute - Ihr seid ja offensichtlich pausenlos am Innenausbau oder Dachdecken! Mittlerweile gibt es ja recht günstige (billige?) Druckluftgeräte in den Baumärkten. Aber, auf die Idee mir einen Nagler oder Tacker für Druckluft zu kaufen, kam ich noch nie. Dafür nutze ich so etwas viel zu selten.

 

Pedder  
Auch ich bin kein Nagler-Typ und deshalb habe ich mir auch noch keinen Druckluftnagler zugelegt. Stehe zwar ab und zu im Baumarkt vor diesen Geräten und nehme sie auch in die Hand, jedoch überlege ich mir dann, bei welchen Arbeiten ich den Nagler einsetzen könnte. Da mir leider nichts Sinnvolles einfällt, lege ich das Gerät wieder ins Regal zurück.

Jedoch würde ich mir einen Druckluftnagler zulegen, wenn ich noch einmal ein Haus bauen sollte. Die gesamten Dacharbeiten mit einem Druckluftnagler durchzuführen wäre genial. Auf Folie würde ich verzichten, Schalung käme auf die Sparren.

Allein dieses Geräusch des Nagler entzückt mich. Wahrscheinlich würde ich den Verbrauch der Nägel für das Dach eines Einfamilienhauses um ein Vielfaches überschreiten, aber das wäre mir egal. Anschließend die Dachlatten aufnageln. Jedesmal diesen kurzen Anschlag auf dem Holz hören, danach ein Zischen und Bumm und schon ist das Teil festgenagelt. Ach hätte ich doch jetzt solch ein Teil in der Hand und könnte damit arbeiten. Würde nur so aus Spass etwa 186 Nägel in ein Kantholz jagen. Anschließend werde ich dann vermutlich aus dem Haus gejagt, denn es ist jetzt gerade 05.00 Uhr und meine Frau schläft noch.

Für diese Arbeiten ist natürlich ein 40-Euro-Gerät aus dem Baumarkt nicht ausgelegt, es müßte schon ein Profigerät sein, aber die haben natürlich auch ihren Preis.

Nun gut, ich brauche ein solches Teil wirklich nicht und wenn ich doch einmal ein paar Nägel verarbeiten muß, hole ich mir meinen Zimmermannshammer aus dem Schrank und in der Zeit, die ich für den Aufbau des Kompressors mit Druckluftnagler brauche, habe ich die Arbeiten bereits erledigt.

Einen Tacker habe ich natürlich, habe ihn vor ein paar Jahren bei A....-Süd gekauft. Hin und wieder setze ich diese Gerät schon mal ein. Z.B. lassen sich gut die Dachschindeln auf meinen Hundehütten und Vogelhäusern befestigen.

Liebe Grüße von Pedder

 

Geändert von Pedder (13.07.2013 um 05:47 Uhr)
Ich bin auch eher ein Schrauber als ein Nagler...

... wobei ich mit dem von Pedder beschrieben Gefühl konform bin...

Ich hab noch Nägel aus uralten Zeiten ( wohlgemerkt "rostfrei ! " ) und weiß nicht wohin damit...

OK... wenn Schatzilein ein Bild aufhängen mag, kommt mal einer zum Einsatz...

aber soviel Bilder hätten wir gar nicht und wenn, würde es an Wand fehlen...

 

Woody  
Ich hab auch seit Jahren so einen kleinen Elektrotacker, günstigst bei glaub ich Lidl gekauft, weil ich mir den halt einbildete. Verwendet hab ich ihn all die Jahre nur 1x, irgendwie ist mir die Handhabung zu mühsam. Positionieren, dann muss man das Gerät rel. stark an das Werkstück anpressen um diese Sperre zu überwinden und dann erst Schuss. Dabei entstanden schon unschöne Druckspuren. Ich dachte auch, für Sesselleisten wär das Ding ideal......

Abgesehen davon hab ich aber einen Heidenrespekt, um nicht zu sagen Angst vor diesem Gerät. Und da ist es eh besser, ich benütz es lieber nicht.

 

Ich bin zwar auch gerne "Schrauber" ...
... aber ich "tacker" und "nagel" auch ganz gerne.

Ich habe lange überlegt ob ich mir in meine kleine Werkstatt auch noch einen Druckluftkompressor stelle und scheute sowohl die Lautstärke als auch den Schlauch.

Den kleinen Akkutacker habe ich schon lange. Das ist ein tolles Teil und wird relativ oft von mir benutzt sowohl für endgültige als auch temporäre Verbindungen.

Den großen Akkunagler habe ich noch nicht so lange, war mir aber schon eine schnelle und wertvolle Hilfe bei verschiedenen Anwendungen und hilft eindeutig die Daumen-Verletzungsgefahr zu reduzieren.

Egal ob Rückwände damit zu befestigen sind oder als Unterstützung von Verleimungen, verbinden von Hilfskonstruktionen oder eine schnelle Fixierung von Werkstücken, ein Nagler ergibt durchaus Sinn und beschleunigt das arbeiten recht deutlich.

Verbindungen die nicht mehr gelöst werden müssen sind ebenfalls ideal zum Nageln da auch die Gefahr von Holzrissen (durch nicht vorgebohrte Schrauben) nicht besteht.

Der Wunsch nach einem Nagler kam bei mir über die vielen amerikanischen Youtube-Videos in denen oft mehr genagelt als geschraubt wird und ich glaube die amerikanischen "Holzwerker" können sich eine Werkstatt ohne Nagler nicht vorstellen ...

 

Auf dem Bau kann ich mir so einen Nagler gut vorstellen - aber zu Hause eher nicht.

Wenn ich mir vorstelle, das Kinder ungewollt damit herum hantieren - nee, will ich garnicht. Und bitte: Man kann seine Augen nicht überall haben! Zudem kann auch der ungeübte Heimwerker mit so einem Teil durchaus Schäden anrichten.

Bin ich zu ängstlich? Vielleicht. Aber damit muß ich wohl leben...

 

Also wenn es nur nach der Gefährlichkeit geht, sollte ich die Werkstatt auflösen.
Da könnte ich beim Cuttermesser anfangen und mich über die Stechbeitel hin zur Tischkreissäge bewegen. Da sind einige Mordwerkzeuge dabei. Wer allerdinges Nagler geladen und angeschlossen am laufenden Koompressor an Kinder gibt, dem ist nicht mehr zu helfen.

Ungefährlich sind die Dinger aber nicht. Als Schüler habe ich mit den großen Brüdern Paletten und Kisten zusammen gehauen. Eines Tages kam ein Oberschlaumeier und wollte mir mal zeigen wie das richtig geht. Meinen Hinweis den Kittel auszuziehen hat er ignoriert, locker aus der Hüfte gearbeitet, sich im Kittel verfangen und abgedrückt. Die alten Teile hatten noch keine Auslösesicherung und die fällige erste Hilfe hat mich meinen Akkord gekostet.

 

Ich habe einmal die Isolierung im Dach bei meiner Schwiegermutter per Tacker manuell wieder befestigt, nachdem der Marder es sich zuvor im Dachgeschoss sehr gemütlich machte. Doch der erste Versuch hielt nur wenige Monate, dann hatte er ein anderes Loch gefunden und die Arbeit ging von neuem los. Jetzt aber mit einem Elektro-Tacker. Das Ergebnis war super, ich hatte keine Schmerzen mehr in der Hand vom Tackern und der Marder hatte keine Chance mehr. Haha! - Ich habe dann noch einen Stuhl neu bezogen (mit Elektrotacker, Sockelleisten in der Küche nach einer Renovierung befestigt und vieles mehr. Also wenn ich es noch einmal zu entscheiden hätte, dann nur einen Elektrotacker, der geeignet ist für Nägel und Klammern mit verschiedenen Tiefen (unbedingt darauf achten).

LG Schreiberling

 

Also ich kenne Druckluftnagler schon aus der Lehre, bis 160er Schußnägel.
Zementfaserplatten haben wir mir Krampen verarbeitet.
Irgendwann kam dann auch der CO2-Nagler für Kammnägel
Was feineres zur schnellen Holzbefestigung kenn ich nicht.
Was die Sicherheit angeht, Pflege Dein Werkzeug und gut ist!
Respekt sollte man vor jedem Werkzeug haben!
Ich habe heute noch einiges an Druckluftwerkzeug auch Nagler bis 60er Schußnägel.
Schrauber, Bohrmaschine, Schlagschrauber, Farbsprühgeräte, Drucklufthammer und Schleifer...
Ich möchte auf diese Art von Werkzeug nicht verzichten.

 

Habe einen günstigen Druckluftnager von Brüder Mannesmann. Bin damit sehr zufrieden. Macht was er soll und das zuverlässig. Ab und an wenige Tropfen Öl ins Anschlußstück. Verwende ihn inzwischen gerne als Schraubenersatz beim Zusammenbau wenn es nicht auf die "Unsichtbarkeit" und Lösbarkeit der Verbindung ankommt. Spart Zeit und Geld für Schrauben.

 

WerkenStattReden hat recht was das sparen angeht

 

Wenn ich schon einen Kompressor habe, ist der Nagler - sofern er auch Klammern kann - ein gutes Zubehör zum Fixieren u. Ä.!
Bei Lidl + Co bekomme ich die Geräte und Nachschub zum günstigen Preis (Set).
Nachdem ich nun einen "Zwischenspeicher/Kessel" mit 240 Liter als "Puffer" habe kann ich auch entspannter mit gleichbleibenden Druck arbeiten.
Gruß

 

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