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Druckluftanlage für Werkstatt

23.08.2015, 17:11
Hallo, ich bin neu in diesem Forum, habe aber schon einige interessante Artikel zu "meinem" Thema gesehen.
Habe eine Werkstatt in der ich unter anderem Holz und Metall bearbeite und auch an Fahrrädern rum tune.
Die Idee ist, mit einem Kompressor und der entsprechenden (Schlauch- oder Rohr?) Leitung 3-4 Anschlüsse zu bauen.
Betriebsdruck 10 Bar wegen der Schlauchreifen.
Die Kompressoren, die ich mir im Baumarkt angehört habe, waren schrecklich laut und ich habe noch einen alten, sehr soliden und flüsterleisen Kompressor OHNE Tank, von dem ich leider keine technischen Daten habe (siehe Bild 1 und 2).
Somit würde ich gerne mit dem Oldie und einem Kessel die Druckluftanlage aufbauen.
Fragen:


  • Wie kann ich Fördermenge und max. Druck ermitteln?
  • Reichen 50l Tankinhalt für gelegentliches Sandstrahlen?
  • Wie wird die Regelung aufgebaut (ca 1 Bar über Nenndruck am Kessel = Abschalten, ca 1 Bar darunter = Anschalten des Kompressors) ? Gibt es "zahlbare" Überdruckventile, welche einen Drehstrommotor schalten?
  • Schema der Anlage? Kompressor - direkt Kessel - Überdruckschutzventil - oben genanntes Regelventil - Wasserabscheider mit Filter - Druckreduzierer?
  • Danach optional Öler für den Betrieb von Nagler und Schrauber?
  • Kann man den Öler über die fixe Schlauch/Rohrleitung verwenden und nachher wieder saubere Luft zum Ausblasen hinkriegen, oder muss man eine 2. Leitung für die "geölte" Druckluft aufbauen?

Viele Fragen, ich weiss, aber Eure Hilfe würde ich sehr schätzen!
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20 Antworten
ist schon etwas spät für eine zeitnahe Antwort....... GRUNDSÄTZLICH.. würde ich Dir raten, lass die Finger von dem alten Gerät...!
WEIL Du hier nicht nur einen zugelassenen Druckluft-Speicher brauchst, sondern auch
einiges an Sicherheits-Armaturen ...... da ist der Öler und Wasser-Abscheider noch
das einfache Zubehör !
Also, entweder NEU.. oder ein ordentliches Gerät gebraucht kaufen... mit dem Sound muss man halt leben.. ruhige Schrauben-Kompressoren sind für Heimwerker kaum bezahlbar !
( da benötigt man extra Kühltrockner für die Luftfeuchte ! )
Gruss.....

 

Danke für deine Antwort!
Werde deine Warnung ernst nehmen, obwohl es mir im Herzen weh tut, die alte qualitativ sicher hochwertige Maschine zu verschrotten um mit einem blechernen chinesischen Leichtbaugerät das System aufzubauen! Wie ich in diesem Forum mehrfach gesehen habe, bauen andere ihr System mit alten Kühlschrankkompressoren auf...ist das nicht noch fragwürdiger
schönen Gruss,

 

Letztendlich ist jeder für seine "Werke"selbst verantwortlich.
Wenn du deine Druckluftanlage selbst baust und nur wenig Wissen über die ganze Geschichte hast kann das ungeahnte Folgen haben,deshalb kommen hier sehr viele Warnungen.
Hab selbst schon Kompressoren vom LKW nebst Bremsflasche als Druckbehälter verbaut.

 

Du kannst dir schon selbst eine Druckluftanlage bauen nur gibt es einiges zu beachten.
Reicht die Leistung des Kompressor?
Wie hoch ist der Prüfdruck des Speichertanks?
Wie hoch der angegebene zulässige Betriebsdruck?
Dann brauchst du ein Abblasventil mit Manometer normalerweise bei 8 - 10 bar.
Wenn das alles OK ist kannst du anfangen mit bauen.

 

Ich versteh jetzt hier die Aussage von Hazett nicht ganz. Aus meiner Sicht gibt es kein Problem wenn du deine vorhandene Pumpeinheit verwendest. Sicherheitsrelevant am Kompressor ist der Kessel und das Überdruckventil. Und dieseTeile sind ja offenbar nicht vorhanden, müssen also sowieso NEU angeschafft werden, von da her seh ich kein Problem mit der Sicherheit. Ob jetzt der Motor und Kolben/Zylinder 2 Jahre oder 50 Jahre alt ist, ist der Luft und dem Kessel ziemlich egal. An der Verdichtungseinheit selbst kann nichts gefährliches passieren, die kann höchstens kaputtgehen. Gefährlich wirds erst im Bereich Abschaltung/ Überdruckventil, Kesseldruck usw. Aber da hast du ja eh vor neue Teile zu kaufen, stellt also nicht wirklich ein Problem dar. Kessel sind übrigens idR bis 15 Bar geeignet.

Und ein Entfeuchter ist auch bei Kolbenkomoressoren mit grösserem Rohrnetz erforderlich, wenn du Wasser in den Metallrohren hast ist das nicht so toll.

 

Wenn unser neuer User JPR 16 sich eine Anlage selber zu bauen zutraut, dann
macht Er das sowieso auf eigene Gefahr !
NUR ein Grundwissen muss vorhanden sein... die meisten User mit div. Kompressionsgeräten lassen da bis 15 bar auf den Kessel... wobei die NORMALEN
Pneumatic-Geräte nur bis max 10 bar betrieben werden dürfen, egal ob Bosch-Rexroth
oder Festo- Pneumatic !
Bei den Verteilersträngen ( unser Montagebetrieb z.B. ) wurde mit 13 bar das Leitungs-System versorgt... aber an jedem Abzweig auf 8 bar runtergeregelt... und bei der
Drucküberwachung ( Ventil-Insel mit Profibus ) nochmals auf exakt 6 bar eingestellt !
Es gab auch einige Bereiche welche mit mehr als 16 bar versorgt wurden... und
Berstanlagen gibt es heute noch ... meist bis 48 Bar ( H 2 O ) und Öl-Hydrauliken bis 700 bar.... Beispiel.. die Soda-Sprudler ( sodastream ) da halten die Flaschen ( PET ) gut
18 - 24 bar aus.. bevor es scheppert.. das CO2 wird da mit 10 bar eine gedrückt !
das waren nur mal NEBENBEI.. Info's für den " vorsichtigen Umgang " mit Druckluft !
Gruss....

 

Hallo JPR16



HAZETT schießt wieder mal weit über das Ziel hinaus. Wer benötigt im privaten Bereich eine Ventilinsel, die per PROFIBUS angesteuert wird? Was ist das überhaupt, PROFIBUS, Ventilinsel usw, werden sich sicher manche User fragen! Das benötigt man alles nicht, wenn man sich für den privaten Bereich eine Druckluftstation aufbauen will. Die meisten aller bestehenden Vorschriften berühren den privaten Bereich ohnhin nicht und nicht zuletzt gibt es das Internet, das zu diesem Thema viele Antworten bereithält. Vorsicht bei ibää, da wird der Druckluftbereich zum Teil von Betrügern beherrscht. Zum Thema "Therma-Kompressor" gibt es in der Schweiz jemanden, der den Ersatzteil-Service betreibt. So rein optisch scheint Dein Kompressor ein grundsolides Gerät zu sein - wenn es elektrisch einwandfrei läuft, solltest Du es weiterverwenden.

Sandstrahlen? So nebenbei: das Strahlen mit Sand ist verboten, es gibt spezielle Stahlmittel, die erlaubt sind. Du müsstest Dich schon näher auslassen, in welchem Umfnag Du strahlen willst. Je nach dem, kann es sein, dass Du mit dem angepeilten 50 Liter- Kessel nicht auskommst.

jm2c Barnee

 

ganz ehrlich,... ich möchte Niemand empfehlen, ohne fachliche Hilfe solch ein Gerät zu bauen ! das geht schon mit der ordentlichen Schaltung des Motors bei erreichen des
Fülldruckes los ( darf auch nur ein E- Spezi machen ! )
. so nebenbei sollte auch erwähnt werden, es geht beim Sandstrahlen nicht nur um die dafür
geeignete Quarzsandtype, sondern .. WAS.. wird da mit dem Sandstrahler abgetragen...?
das ZEUG muss ORDNUNGSGEMÄSS entsorgt werden... bis hin zum Sondermüll !
Gruss.....

 

Zitat von Hazett
ganz ehrlich,... ich möchte Niemand empfehlen, ohne fachliche Hilfe solch ein Gerät zu bauen ! das geht schon mit der ordentlichen Schaltung des Motors bei erreichen des
Fülldruckes los ( darf auch nur ein E- Spezi machen ! )
. so nebenbei sollte auch erwähnt werden, es geht beim Sandstrahlen nicht nur um die dafür
geeignete Quarzsandtype, sondern .. WAS.. wird da mit dem Sandstrahler abgetragen...?
das ZEUG muss ORDNUNGSGEMÄSS entsorgt werden... bis hin zum Sondermüll !
Gruss.....
Mal ganz ehrlich HAZETT, Du schreibst gerne zu jedem und zu allem. JPR 16 hat aber auch nicht um Deine Empfehlung angefragt. Und wenn Du mal genau hinhören - sorry nachlesen - würdest, dann hat JPR 16 seinen Therma-Kompressor schon in Gebrauch gehabt, wie sonst sollte er wissen, dass er gegenüber den China-Krachern ein flüsterleisen Kompressor hat?

Und was ist ein E-Spezi?

In Deinem Beitrag vom 31.8. enthält nur der erste Absatz eine sinvolle Aussage. Der Rest, also etwa 95% Deines Beitrages ist nur irgendwelches Geblubber, was nur Dich interessieren dürfte aber für jeden anderen keinen Sinn ergibt.

Lass JPR 16 doch machen, er hat ja um Rat gefragt, den kann man ihm geben, wenn man glaubt den Sachverstand zu haben. Aber mit Pseudosachverstand irgendwelche Zäune zu errichten, um damit den interessierten Laien zu verschrecken, ist sicher nicht die feine engliche Art.

jm2c Barnee

 

hallo an Alle,

vielen Dank für die diversen, und zum Teil sehr hilfreichen Antworten.
Um einige vielleicht ein bisschen zu beruhigen: ich hab irgendwo noch ein altes El-Ing Diplom rumliegen, hab bei meiner Haus-Erweiterung Türen, Fenster, Bodenheizung, Sanitär, Boden- und Wandfliessen, sowie 90% der Elektroinstallation selber installiert und es funktioniert alles eigentlich bestens und sieht gar nicht so schlecht aus.
Wie Barnee geschrieben hat, läuft mein alter Kompressor bestens, aber ich kenn seine Daten nicht!
Deshalb hatte ich eigentlich die eingangs erwähnten Fragen gestellt:
Wie prüfe ich (praktisch!) seine Förderleistung und wie seinen max. Druck?

  • Förderleistung: Ballon unter Wasser aufblasen und verdrängtes Wasser messen? Gibt es da nichts Einfacheres?
  • max. Druck: Nach 10bar Sicherheitsventil (!) den Hahn zumachen und schauen ob er die 10bar bringt, denn nur das interessiert mich. Was aber eventuell nicht optimal wäre für die Maschine, falls diese für 6 oder 8bar ausgelegt ist... Besserer Vorschlag?
Danke...

 

Zitat von JPR16
...ich hab irgendwo noch ein altes El-Ing Diplom rumliegen
da freut sich aber der Kollege Warnender Zeigefinger....

Zitat von JPR16
,,Wie prüfe ich (praktisch!) seine Förderleistung und wie seinen max. Druck?
...
Förderleistung: Ballon unter Wasser aufblasen und verdrängtes Wasser messen? Gibt es da nichts Einfacheres?
Wenn Du einen geeigneten Druckbehälter mit bekanntem Volumen hast und ein halbwegs funktionierendes Manometer, dann sollten die Gasgesetze von Boyle-Mariotte schon erheblich weiterhelfen. Eine Stoppuhr zur Zeitmessung wäre noch sehr hilfreich. Und für die elektrische Arbeit reicht es auch, den E-Zähler abzulesen, aber das weißt Du schließlich selbst.

jm2c Barnee

 

lieber User JPR16... Du treibst es ganz schön bunt, tut's einen auf die ahnungslose Tour...
dabei sollte ein E-Ing Diplomer mindestens die Leistung des Kompressors im Leerlauf
messen können ! ... ist etwa so, als wenn ich für meine Kunstwerke keine Pinsel und
Farbe da hätte... also die Messgeräte aus der Mottenkiste holen... und Messen !
++++
Nur nebenbei bemerkt.. habe in meinem Job schon etliche Behälter unter entsprechenden Vorsichts-Maßnahmen bersten lassen.... Luft ist da so gefährlich wie eine Handgranate !
Aufgrund dieser Gefahr werde ich mich hüten, hier einen Tipp für die einfache Messung der Luftmengen- Förderung zu geben... ist im Prinzip ganz einfach !
frohes schaffen !

 

Geändert von Hazett (02.09.2015 um 11:01 Uhr)
@ HAZETT

Zitat von Hazett
lieber User JPR16... Du treibst es ganz schön bunt, tut's einen auf die ahnungslose Tour...
nein tut er nicht, nicht jeder User muss schließlich seinen Bildungsverlauf veröffentlichen..

Zitat von Hazett
..Nur nebenbei bemerkt.. habe in meinem Job schon etliche Behälter unter entsprechenden Vorsichts-Maßnahmen bersten lassen....
mal ehrlich.. welche Jobs hast Du eigentlich noch nicht gemacht? Ich war bisher der Meinung, dass Du beim VDE in Offenbach ein- und ausgehst?

Schon eine längere Zeit lese ich hier ganz still im Forum mit. Dabei sind mir Deine Beiträge besonders aufgefallen, weniger positiv als mehr negativ. Mein Interesse gilt nun ebenfalls dem Aufbau einer Druckluftstation. Das ist der Grund, warum ich auf diesen Thread gestoßen bin und Du, mein lieber Hazett, bist einer der Gründe, warum ich mich in diesem Thread eingeklinkt habe. Glaubst Du wirklich, dass Du der einzige schlaue Mensch auf dieser Welt bist? Mann, was musst Du einsam sein, wenn dass so ist, zu sehr von sich selbst überzeugt zu sein.

 

Nun bleibt mal geschmeidig und nicht böse aufeinander werden.
Dann spreche ich mal aus der Praxis habe Tank und Druckluftanlagen bauen müssen kenne mich da ein bischen aus.
Für Sandstrahlen braucht es viel Volumen so mindestens Abgabeleistung 450 ltr/min also geschätzte 650 ltr/min Ansaugleistung. Das mit einem Zylinder sehe ich so nicht.
Ein Kessel mit 50 ltr ist dafür vermutlich zu wenig. Für eine einfache Hobby Sandstrahlpistole aber ist auch eine kleinere Anlage durchaus brauchbar.
Drücke über 10 bar sind nicht vonnöten in der Realität.
Aufbau etwa so: Luftpresser, Kessel mit Druckanzeige, Abblasventil, Druckentlastung für den Luftpresser (ist normalerweise eine Baueinheit), am Kesselausgang einen Absperrhahn, dann Rohrleitung in die Werkstatt, an den Abnahmestelle einen Y Abgang mit Schnellkupplungen schrauben, einen für ungereinigte /geölte Luft an den anderen einen Druckminderer mit Wasserabscheider. Einen Luftöler kann man bei Bedarf über die Schnelkupplung anschließen.

 

Danke für die Antworten, speziell für die konkreten Details von Ruedi!
Da ich aber keinen Krieg hier anfachen will, werde ich mich aus diesem Forum zurückziehen, denn ich begreife nicht warum wegen ein paar ganz konkreten technischen Fragen statt ebenso konkrete technische Antworten fast nur Streitgespräche zurück kommen. Schade...

PS: nur noch kurz zum Vorwurf: "ich sollte mindestens die Leistung des Kompressors im Leerlauf messen können". Danke, das trau ich mir auch zu; nur habe ich nach einer Messmethode der (Luft-) Fördermenge gefragt und nicht nach der elektrischen Leistungsaufnahme...

 

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